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23.08.2017 | Umformen | Im Fokus | Onlineartikel

Industrie 4.0 in der Warmumformung

Autor:
Dieter Beste

An der Fachhochschule Südwestfalen wird ein neuartiges Verfahren zur Inprozess-Kontrolle bei der Warmumformung erprobt. Damit soll es gelingen, schon die noch heißen Bauteile geometrisch zu vermessen und zu prüfen.

Bei der Warmumformung von Bauteilen etwa durch Schmieden besteht bislang das Problem, dass die zu fertigen Bauteile erst dann auf Maßhaltigkeit geprüft werden können, wenn sie wieder erkaltet sind. Das hat häufig hohe Ausschussraten zur Folge. An Lösungen wird vielerorts gearbeitet, denn eine wirtschaftliche, ressourcenschonende und energieeffiziente Inline-Fertigung von Hochleistungsbauteilen erfordert "neben der Entwicklung neuer Verfahren, Werkzeugkonzepte und Prozessstrategien die Entwicklung einer verfahrensbegleitenden Überwachung einzelner Prozessschritte", fordern die Springer-Autoren Vera Böhm, Markus Kästner, Rüdiger Gillhaus, Klaus Haskamp, Wilfried Reimche, Friedrich-Wilhelm Bach und Eduard Reithmeier in "Prozesskette Präzisionsschmieden" (Seite 312). Im Weiteren geben sie einen Überblick über die Möglichkeiten fertigungsnaher optischer Geometrieprüfungen, prozessintegrierter Messtechniken zur Bauteillagekorrektur oder etwa einer Online-Prozessüberwachung und zerstörungsfreien Bauteilprüfung.

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Anfang März startete nun an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt für ein völlig neuartiges Inprozess-Kontrollverfahren. Durch die Entwicklung sollen bis zu 1250 °C heiße Teile sofort nach dem Umformprozess dem Förderband entnommen, geometrisch gemessen und geprüft werden. Das mache den Produktionsprozess insgesamt effizienter, minimiere den Ausschuss und sei ein entscheidender Schritt zu "Predictive Quality" und Industrie 4.0 in der Warmumformung, so Rainer Herbertz, Leiter des Labors für Massivumformung.

Demonstrator wird in einer Mehrstufenpresse evaluiert

In Kooperation mit den Firmen nokra Optische Prüftechnik und Automation in Baesweiler und Linamar Seissenschmidt Forging in Plettenberg entwickelt Herbertz ein Messsystem als Demonstrator, das in einer Mehrstufenpresse am Standort Plettenberg integriert und evaluiert werden soll. Ziel der Entwicklung ist es, künftig bis zu 1250 Grad heiße Bauteile sofort nach dem Umformprozess auf geometrische Genauigkeit und Qualität zu prüfen. Das Projekt wurde für den Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW angenommen und wird vom Land NRW und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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Quelle:
Prozesskette Präzisionsschmieden

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Quelle:
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