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Über dieses Buch

Ein junges Mädchen aus Schweden schafft, was viele über Jahrzehnte versucht haben. Greta Thunberg und die Fridays for Future-Bewegung schlagen Alarm und die Politik hört nicht nur zu, sondern ist angesichts der Kraft der sozialen Bewegung dazu gezwungen, aktiv zu handeln. Das vorliegende essential betrachtet die Umweltbewegungen in Deutschland der vergangenen 50 Jahre, gibt Einblicke in die Denkweise der Fridays for Future-Bewegung und ordnet diese ein.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Auflehnung und Proteste gehören zum täglichen Bild in Fernsehen, Internet und in den sozialen Netzwerken. Sie sind Ausdruck und Merkmal einer Demokratie und Symbol der freien Meinungsäußerung. Umweltbewegungen bilden dabei einen thematisch fokussierten Bereich, der sich intensiv für die Erhaltung der Umwelt und Mitwelt einsetzt.
Jens Boscheinen, Laurens Bortfeldt

Kapitel 2. Umweltbewegungen in der Retrospektive – Anlässe und Erfolge deutscher Bewegungen seit den 1970er Jahren

Zusammenfassung
Umweltbewegungen machten in der retrospektiven Betrachtung von Protesten in Deutschland lange Zeit einen eher geringen Anteil an den Protesten aus. Während zwischen 1950 und 1964 die Themen Wirtschaft und Soziales mit 26,4 %, Demokratie/Autoritarismus mit 23,9 % und Frieden mit 16,2 % im Fokus von Protesten standen, nahm das Thema Umweltschutz/Atomenergie nur einen sehr geringen Anteil von 0,7 % ein. Auch im Zeitraum von 1965 bis 1971 änderte sich dies nicht; der Gesamtanteil nahm mit 0,5 % sogar leicht ab. Erst zwischen 1972 und 1989 lässt sich ein deutlicher Anstieg um 14,6 Prozentpunkte auf 15,1 % verzeichnen.
Jens Boscheinen, Laurens Bortfeldt

Kapitel 3. Umweltbewegung der Gegenwart – Analyse der Fridays for Future-Bewegung als jüngste Protestbewegung

Zusammenfassung
Als am 20. August 2018 die 15-jährige Schülerin Greta Thunberg vor dem schwedischen Reichstagsgebäude saß und ein selbstgeschriebenes Schild mit der Aufschrift ‚Skolstrejk för klimatet‘ (Schulstreik fürs Klima) hielt, rechneten wohl keiner damit, dass dies die Geburtsstunde einer neuen, weltweiten Umweltbewegung sein wird, mit Greta Thunberg als Galions- und Identifikationsfigur (Haunss & Sommer, 2020b, S. 10). Dass der Impuls einer Bewegung zunächst maßgeblich von einer Person ausgeht, ist eher selten (Wehrden et al., 2019, S. 307), doch auch bereits vor Thunberg prägten einzelne Aktivist:innen Umweltbewegungen und führten zu internationaler Aufmerksamkeit und Beachtung. Die Aktivistin Wangari Maathai und ihr Engagement für das Green Belt Movement (1977) fanden durch Aufforstungsprogramme in Kenia internationale Beachtung.
Jens Boscheinen, Laurens Bortfeldt

Backmatter

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