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15.08.2014 | Umwelt | Im Fokus | Onlineartikel

Schutzgebiete reichen nicht aus um Artensterben zu stoppen

Autor:
Julia Ehl
1:30 Min. Lesedauer

Arten sterben 1000 mal schneller aus als früher. Die vorhandenen Schutzgebiete reichen nicht aus, um den Verlust an Biodiversität  zu stoppen. Diesen Nachweis erbringt eine Studie der Duke University, North Carolina.

Stuart L. Primm beschäftigt sich seit Jahren mit seinem Team im Rahmen seiner Forschungen an der Nicholas School of Environment an der Duke University mit dem Artensterben. Dabei versuchen die Wissenschaftler die Fragen zu beantworten warum und wie schnell Arten aussterben.

Die neueste Studie des Instituts "The biodiversity of species and their rates of extinction, distribution, and protection" zeichnet ein dramatisches Bild: Derzeit sterben Arten mindestens 1000 mal schneller aus als früher. In der Studie wird betont, dass dieser Faktor wahrscheinlich sogar zu tief angesetzt ist und zukünftig der Faktor noch ansteigen wird.

Die Studie weist auf die umfangreiche Entwicklung von Schutzgebieten hin, die aber nach Auffassung der Autoren nicht ausreichend ist. Diese Gebiete genügen nicht, um die Biodiversität zu bewahren und das Artensterben einzudämmen.

Städtebau und Verkehr führen zum Artensterben

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Auch der Städtebau und der Verkehr haben Einfluss auf das Artensterben. Darauf weist Johannes Meyer im Kapitel "Die Auflösung der Städte" im Abschnitt "Naturschutzgebiete" ab Seite 7 hin. Die natürliche Aussterberate lag zu früheren Zeiten pro Jahrhundert bei einer Pflanzen- und Tierart, so der Springer Vieweg Autor, heute wird der Verlust auf mehrere Arten pro Tag beziffert. Auch Meyer weist darauf hin, dass die momentan als Schutzgebiete ausgewiesenen Flächen nicht ausreichen, um den Artenrückgang aufzuhalten. Auch müssten die einzelnen Naturschutzgebiete vernetzt werden, da zu kleine Biotope schnell zu einer Artenverarmung führen.

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