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27.11.2014 | Umwelt | Im Fokus | Onlineartikel

Produktentwicklung nachhaltig gestalten

Autor:
Julia Ehl
2 Min. Lesedauer

"Grüne Innovation kommt weiter" lautete das Motto bei der diesjährigen Preisverleihung des Bundespreises Ecodesign. 13 Preisträger in den Kategorien Produkte, Konzept, Nachwuchs und Service wurden ausgezeichnet.

Die Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt werden maßgeblich vom Design bestimmt. Um das Potenzial von ökologischem Design stärker in den Fokus zu rücken, haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt bereits zum dritten Mal den Bundespreis Ecodesign ausgelobt. Aus 218 Einreichungen wurden 29 Projekte nominiert und 13 Projekte prämiert, die sowohl ökologisch anspruchsvoll als auch ästhetisch ansprechend sind. Der Juryvorsitzende Günter Horntrich bewertet die hochwertigen Einreichungen als ein eindeutiges Ziel, dass der Stellenwert des ökologischen Designs wächst und nachhaltiges Gestalten sich vom Image des Öko-Looks befreit hat.

Preisträger des Bundespreises Ecodesign 2014

Kategorie "Produkte"

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Weitere Preisträger wurden in den Kategorien Konzept, Nachwuchs und Service ausgezeichnet.

Nachhaltige Produktentwicklung

Mit der nachhaltigen Produktentwicklung beschäftigen sich Patrick Schäfer und Hristo Apostolov im gleichnamigen Buchkapitel ihres Buches "Modellbasierte virtuelle Produktentwicklung". Sie benennen zu Beginn des Kapitels die entscheidende Herausforderung: "Die Tatsache, dass ein Material recycelt wird, macht es nicht automatisch umweltfreundlich, vor allem dann nicht, wenn das Recycling bei der Herstellung nicht ausdrücklich mit eingeplant wird. Eine wichtige Voraussetzung ist die Kenntnis über alle Inhaltstoffe der Produkte, zugrunde liegende technische Prozesse und das intelligente Vordenken nachhaltiger Produktsysteme über ihren gesamten Lebensweg."

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Quelle:
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