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29.07.2015 | Umwelt | Im Fokus | Onlineartikel

Grüner Vorreiter mit Zukunftsaufgaben

Autor:
Matthias Schwincke

In Sachen Umwelt hat sich in Deutschland seit 1990 viel verbessert. Trotzdem gibt es nach Einschätzung der Europäischen Umweltagentur noch viel zu tun. Zum Beispiel bei Klimaschutz, Schadstoffvermeidung und Ressourcenverbrauch.

Alle fünf Jahre legt die Europäische Umweltagentur (EEA) eine umfassende Veröffentlichung zur Umweltsituation in Europa vor. Die aktuelle Ausgabe mit dem Titel "Die Umwelt in Europa: Zustand und Ausblick 2015" besteht aus zwei Lang- und 87 Kurzberichten, darunter 39 Einzeldarstellungen zu den 33 EEA-Mitgliedsstaaten sowie den sechs Partnerländern im westlichen Balkan.

Grünes Vorbild mit Vorbehalten

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Der gesonderte Zustandsbericht für Deutschland zeichnet insgesamt ein positives, wenngleich im Detail gemischtes Bild. Deutlicher Handlungsbedarf bestehe demnach vor allem noch beim Klimaschutz, bei der Reduzierung von Stoffeinträgen in die Umwelt, beim Ausbau von erneuerbaren Energien und beim Ressourcenverbrauch. Zentrale Fakten und Forderungen:

  • Trotz einer erfolgreichen Senkung von Luftschadstoffen bleiben die Konzentrationen von Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon deutlich zu hoch und überschreiten die zum Gesundheitsschutz festgelegten Grenz- und Zielwerte.
  • Obwohl die Wasserverschmutzung insgesamt reduziert werden konnte, müssen mehr Anstrengungen zur Beseitigung und Vermeidung von langlebigen Schadstoffen wie Schwermetalle, Pestizide und Arzneimittelrückstände unternommen werden.
  • Der gegenwärtige Landverbrauch von täglich rund 70 Hektar für Siedlungen und Transportinfrastruktur muss bis 2020 auf höchstens 30 Hektar pro Tag begrenzt werden.

Wirtschaftsfaktor Umweltschutz

Ein länderspezifisches Thema für Deutschland ist auch die wachsende Bedeutung der Umwelt als Wirtschaftsfaktor. So wurden bereits im Jahr 2011 Umweltschutz-bezogene Waren im Wert von fast 85 Milliarden Euro produziert. Dies entspricht rund sechs Prozent der deutschen Industrieproduktion. Einen umfassenden Einstieg in die Vielzahl der dabei in Frage kommenden Produktionsprinzipien und Technologien bietet der Springer-Autor Tapan Chakrabarti im Buchkapitel "Emergence of Green Technologies Towards Sustainable Growth".

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