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07.12.2017 | Umwelt | Infografik | Onlineartikel

Deutsche Umweltwirtschaft weltweit nur noch auf Platz 2

Autor:
Julia Ehl

Deutschland hat einen Welthandelsanteil für Umweltschutzgüter von 13,5 Prozent und liegt erstmals hinter China an zweiter Stelle, zeigt der Bericht des Umweltbundesamtes zur Umweltwirtschaft 2015.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus aktualisiert das Umweltbundesamt (UBA) den Bericht zur Umweltwirtschaft in Deutschland und beleuchtet dabei die Entwicklung, die Struktur und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Die Umweltwirtschaft ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Deutsche Unternehmen produzierten im Jahr 2015 Güter im Wert von über 83 Milliarden Euro, die für Umweltschutzzwecke verwendet werden können. 2013 lag das Produktionsvolumen bei 81,6 Milliarden Euro.

Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA, warnt bei der Vorstellung des Berichts zur Umweltwirtschaft davor, dass Deutschland seine gute Stellung weiter verlieren könnte. Sie sieht die Umweltpolitik eindeutig in der Pflicht mit ökonomischen Rahmenbedingungen Planungssicherheit für Investoren zu schaffen.

Zur Beurteilung der internationalen Wettbewerbssituation werden sowohl Exporte als auch Importe betrachtet. Insbesondere die Entwicklung der letzten Jahre bei Solarzellen hat gezeigt, dass deutsche Unternehmen auch im eigenen Land mit ausländischen Anbietern konkurrieren müssen und dabei Marktanteile verlieren können. Im Gegensatz hierzu konnten deutsche Unternehmen bei Windkraftgütern Anteilsgewinne auf Auslandsmärkten verbuchen. Nach wie vor ist die deutsche Industrie besonders wettbewerbsstark in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für den Umweltschutz. Auch die Abfall- und Abwassertechnologien zeichnen sich durch eine starke Wettbewerbsfähigkeit aus.

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