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Über dieses Buch

Ausgehend vom Konzept des „Sozialen Raumes“, der im ganzheitlichen Begriff der Umwelt verankert ist, stellen sich Fragen nach dem Einfluss sozialer Räume auf den Menschen. Welchen Einfluss haben Lern- und Arbeitsumwelt? Wie ist es mit Chancengleichheit des Einzelnen und seiner Teilhabe bestellt? Wie hängen Wissen und Bildung zusammen? Nicht jeder, der viel weiß, ist auch gebildet. Welche Bedeutung hat die antizipatorische Bildung in der Familie und welche der Arbeits-, Lern- und Lebensumwelt? Fragen, die zweifelsohne mit sozioökonomischen Bedingungen eng zusammenhängen. Aber ist das ausschließlich darauf zu reduzieren? Wie wird die Zukunft der Arbeitswelt als Wissenswelt und damit deren Einfluss auf den Einzelnen aussehen? Welche Kompetenzen werden erforderlich sein für diese neue Arbeitswelt und wer wird sie vermitteln? Welche Bildungsinhalte werden deren soziale Räume vermitteln und mit welchem Ziel? Wenn Wissen zur Ware wird und damit beliebig, wer übernimmt dann die Verantwortung für dessen Vergegenständlichung als Produkt?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Sozialraumbezogene Umweltgerechtigkeit

Zusammenfassung
Das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit wird in vielen sozialen Beziehungen aber auch in vorstrukturierten Systemen infrage gestellt. Es begegnet sich Rechtsempfinden und gesetzte Recht, wobei letzteres häufig als ungerecht empfunden wird. Recht und Gerechtigkeit sind in vielen Bereichen des Lebens und dessen Umweltbeziehungen strapazierte Begriffe.
Regine Grafe

Kapitel 2. Umweltgerechtigkeit: Sozialisation, Bildung und Teilhabe

Zusammenfassung
In einer umfassenden Studie über Chancengleichheit in den USA haben Jenks und in Frankreich Bourdieu und Passeron zur Illusion der Chancengleichheit in ihrem Buch „Les héritiers“ (dtsch. Die Erben) gezeigt, dass die Schule zwar ein sozialer Raum im Sinne Bourdieus ist, aber die soziale Herkunft der Kinder nicht kompensieren kann (Ladenthin 2008).
Regine Grafe

Kapitel 3. Umweltgerechtigkeitsansatz und Arbeitsumwelt als sozialer Raum

Zusammenfassung
Das Thema Umweltgerechtigkeit stellt die Schnittstelle von Umweltpolitik, Gesundheitspolitik und Sozialpolitik dar. Es befasst sich mit der sozialbedingten ungleichen Verteilung von Umweltbelastungen und ihren Auswirkungen auf die Gesundheit und die Chancenungleichheit sowohl beim Wissens- als auch beim Befähigungserwerb Abb. 2.6. Er inkludiert dabei auch den Bildungserwerb.
Regine Grafe

Kapitel 4. Zusammenfassung und Option

Zusammenfassung
Unter Einbeziehung des ganzheitlichen Ansatzes für den Begriff Umwelt und dessen Erweiterung um die unterschiedlichen sozialen Räume ist Bildung gepaart mit Wissen, Chancengleichheit und Teilhabe neu zu interpretieren. Dies insbesondere, weil sich die aktuell wandelnde postindustrielle Wirtschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft starke gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt und herkömmliche institutionelle Bildungsmodelle infrage stellt. Bildung ist und bleibt Sozialraum dominiert, wobei die jeweiligen sozialen Räume im Zeitfenster eines Lebens unterschiedliche sein können.
Regine Grafe

Backmatter

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