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Über dieses Buch

Bernd Herrmann und Jörn Sieglerschmidt erläutern die gedanklichen Grundlagen der Umweltgeschichte. Sie zeigen auf, dass durch Menschen beeinflusste Ökosysteme, wie alle Entwicklungen in der Zeit, eine Geschichte haben. Ihre ausschließliche Zuordnung zu den Natur- oder Geschichtswissenschaften ist daher nicht sinnvoll – Umweltgeschichte ist nur als Synthese aus beiden zu verstehen. Konkreter Gegenstand der Umweltgeschichte ist die Analyse der Beziehungen zwischen Menschen und den von ihnen genutzten naturalen Ressourcen im historischen und kulturellen Wandel. Der Blick in die Geschichte der Umweltverhältnisse ist Teil einer ökologischen Grundbildung und belehrt über mögliche langzeitige Folgen umweltwirksamen Handelns.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Elementarbegriffe

Zusammenfassung
Das Jahr 2015 wird in den Geschichtsbüchern u. a. mit interkontinentalen Bevölkerungsbewegungen nach Europa verbunden werden. Migrationen sind ein Hauptcharakteristikum der menschlichen Geschichte. Überhaupt verdankt sich die globale Menschheitsgeschichte mehrfachen Auswanderungswellen von Vorfahren der heutigen Menschheit aus Afrika.
Bernd Herrmann, Jörn Sieglerschmidt

Kapitel 2. Pentamorphosen

Zusammenfassung
Der Neologismus Pentamorphose ist aus dem altgriechischen πεντάμορφος = fünfgestaltig abgleitet. Ohne der Zahlenmagie verfallen zu wollen, werden hier für die Umweltgeschichte fünfgliedrige Ordnungsprinzipien zugrunde gelegt: für die ökosystemaren Voraussetzungen (Abschn. 2.1), für die Umweltmedien (Abschn. 2.2) und für die Praxis der Umweltgeschichte (Abschn. 2.3).
Bernd Herrmann, Jörn Sieglerschmidt

Kapitel 3. Kernthemen der Umweltgeschichte

Zusammenfassung
Der Zugriff auf natürliche Ressourcen ist in menschlichen Gemeinschaften verabredet und durch Gewohnheitsrechte, korporative oder individuelle Rechte geregelt, die in der Umweltwissenschaft und -geschichte analysiert werden. Gemeinschaftlich genutzte Ressourcen oder Güter (sog. Allmenden) unterliegen der Gefahr der Vorteilsnahme durch einzelne Nutzungsberechtigte zum Nachteil der übrigen Gemeinschaft. Soziale Kontrolle, dies eine Lehre aus der Geschichte, kann dem nur begrenzt vorbeugen, sodass Allmenden grundsätzlich durch Trittbrettfahrer bestandsgefährdet sind insbesondere dann, wenn die Allmende nutzenden Bevölkerungen im Wachstum begriffen sind (Tragödie der gemeinschaftlich genutzten Güter).
Bernd Herrmann, Jörn Sieglerschmidt

Kapitel 4. Wozu Umweltgeschichte?

Zusammenfassung
Seit der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de gilt als grundsätzliche Verabredung, dass der Mensch die Verantwortung für den Zustand des Weltökosystems zu übernehmen habe. Wird diese Verantwortung akzeptiert, so entbehrt diese ohne umweltbezogene Kenntnisse, die in der Vergangenheit gesammelt wurden oder aus ihr rekonstruiert werden konnten, wesentlicher Aspekte einer möglichen rationalen Begründung. Das Bewusstsein, z. B. in einer Zeit klimatischer Veränderung zu leben, resultiert allein aus Vergleichen mit historischen Daten.
Bernd Herrmann, Jörn Sieglerschmidt

Backmatter

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