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Über dieses Buch

Das vorliegende Buch zeigt, welche ökonomischen, ökologischen und rechtlichen Vorteile für Unternehmen entstehen, wenn sie die sensible Bergwelt so schonend wie möglich nutzen. Einsparpotenziale werden ebenso thematisiert wie ökologische Verbesserungen durch Pistenpflege oder Maßnahmen zum Vogelschutz. Ausführlich kommen auch die innerbetrieblichen Effekte zur Sprache, wie ein erhöhtes Engagement der Mitarbeiter durch die Beteiligung am Umweltmanagementsystem.

Dieses Buch soll dazu beitragen, die Anzahl zertifizierter Skigebiete zu erhöhen sowie eine generelle Sensibilität für umwelt- und ressourcenschonendes Management in Wintersportgebieten zu erzeugen.

Skigebietsbetreiber, Kommunen und beteiligte Planungs- und Beratungsbüros finden hier wertvolle Hinweise und Checklisten, die den Weg zu einem naturverträglichen Skigebietsmanagement erleichtern. Die Ausführungen werden durch Praxisbeispiele aus diversen Skigebieten anschaulich illustriert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen

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Kapitel 1. Einführung

Das Angebot an Skiregionen und Winterurlaubsdestinationen ist in den letzten Jahren insbesondere in Osteuropa, aber auch in der Türkei beständig gewachsen. Auch die nordamerikanischen Skigebiete werben vermehrt um den europäischen Skifahrer und locken mit „Powder“, „Heliskiing“ und unberührtem „Hinterland“.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 2. Zielsetzung und Grundlagen des Leitfadens

Der Leitfaden hat das Ziel, Betreiber von Seilbahnen und Skigebieten zur Einführung eines Umweltmanagementsystems (UMS) anzuregen und ihnen dazu Hilfestellung zu geben.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 3. Die Entwicklung von Umweltmanagementsystemen in Skigebieten

Das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) wurde 1993 von der Europäischen Kommission als freiwilliges Instrument für den systematischen Umweltschutz geschaffen. Es ist ein freiwilliges System, an dem sich sowohl Unternehmen als auch andere Organisationen und Einrichtungen in allen Wirtschaftszweigen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union beteiligen können. Ziel dieses Systems ist die Förderung der kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Aufbau des Umweltmanagementsystems in Skigebieten

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Kapitel 4. Definition des Anwendungsbereichs

Der erste Schritt beim Aufbau eines Umweltmanagementsystems besteht darin, den räumlichen und inhaltlichen Anwendungsbereich festzulegen. Der Inhalt kann über das Skigebiet und die dazugehörigen Aufstiegshilfen hinausgehen. Es gibt Skigebiete, die in ihrem Unternehmen weitere Teilunternehmen einschließen, die anderen Branchen als dem Seilbahnbetrieb angehören (z. B. Skiverleih, Gastronomie, Souvenirverkauf, Sportartikelhändler).

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 5. Umweltpolitik und Verfahren

Die Umweltpolitik ist das Rückgrat und die Basis, auf der der gesamte Umweltmanagementprozess aufbaut. Sie setzt den Rahmen für das gesamte nachfolgende betriebliche Engagement, spricht die entscheidenden Themen an und vermittelt nach innen (zu den Mitarbeitern) und nach außen (zu Kunden und Lieferanten), dass die Unternehmensleitung dieses Anliegen engagiert vertritt.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 6. Rechtliche Verpflichtungen

Die EMAS-Verordnung legt einen besonderen Schwerpunkt auf einen rechtskonformen Betrieb. Dies ist im Zusammenhang mit einem Umweltmanagementsystem im Bereich des Wintersports und der Seilbahnwirtschaft besonders wichtig, weil hier verschiedene Rechtsmaterien zusammen zur Anwendung kommen. Dies ist einer der Gründe, warum die Anwendung der EMAS-Verordnung vor allem in diesem Bereich besonders empfohlen wird.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 7. Umweltprüfung

Die Umweltprüfung ist eine umfassende Untersuchung der umweltbezogenen Fragestellungen und Auswirkungen. Sie umfasst alle natürlichen Schutzgüter, wie Boden, Wasser, Tiere und Pflanzen und Klima, aber auch den Ressourcenverbrauch, Abfall, Immissionen sowie die vielfältigen Landnutzungen im Skigebiet.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 8. Bewertung und Ableitung von Handlungsbedarf

Da beim Aufbau des Umweltmanagementsystems und im Skigebietsmanagement auch Daten mit Raumbezug verwendet werden, wird insbesondere bei größeren Skigebieten empfohlen, die räumlichen Daten in ein Geografisches Informationssystem (GIS) zu überführen. Damit sind die verschiedenen Inhalte rasch verfügbar und erlauben Auswertungen, Verschneidungen und Visualisierungen sowie eine Fortschreibung dieser Daten.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 9. Mitarbeiterbeteiligung, Fähigkeit, Schulung und Bewusstsein

In diesem Themenkomplex muss man unterscheiden zwischen der Beteiligung der Mitarbeiter bei der ersten Umweltprüfung und den Folgeprüfungen sowie den notwendigen Fähigkeiten und Schulungen, die erforderlich sind, um das Risiko und ggf. die Umweltgefahr gering zu halten. Nachstehend wird zunächst auf die Mitarbeiterbeteiligung im Rahmen der ersten Umweltprüfung eingegangen und dann auf die dauerhafte Einbindung der Mitarbeiter, ihre Schulungen und die aktive Beteiligung an einer umweltgerechten Entwicklung.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 10. Zielsetzungen und Umweltleistungen

Die Festlegung von Einzelmaßnahmen in einem so breit gefächerten Anwendungsgebiet, wie dem Umweltmanagement für Skigebiete, wird dann erleichtert, wenn zunächst ein Programm entwickelt wird bzw. programmatische Ziele als erster Schritt festgelegt werden. Das Programm ordnet sich der allgemein gefassten Umweltpolitik unter und setzt den Rahmen für die Ausarbeitung von detaillierten Umweltzielen, der Benennung von Verantwortlichen und Prioritäten. Bei einer Wiederholungsprüfung wird in der Regel das definierte Programm bestehen bleiben, aber die Ziele werden neu definiert, ggf. auch mit neuen Werten fortgeschrieben werden.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 11. Externe und interne Kommunikation und Dokumentation

Aus der Sicht der Seilbahnwirtschaft ist, die Außenwirkung der Umweltmaßnahmen und die Unterstützung des Marketings ganz entscheidend. Daher kommt der Kommunikation des Prozesses, der Planung (Programm und Ziele) sowie der erzielten Umsetzungsergebnisse eine besondere Bedeutung zu.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 12. Dokumentation und Gefahrenabwehr

An die Dokumentation stellen das Umweltmanagementsystem EMAS und die EN ISO 14001:2015 bestimmte Anforderungen. Wie und welche Inhalte in Skigebieten eine hohe Relevanz haben, wurde in den einzelnen Fachkapiteln bereits beschrieben und mit Fallbeispielen unterlegt. Neben der Umweltpolitik und den Zielsetzungen geht es dabei um die Unterlagen, die erforderlich sind, um eine effektive Planung, Durchführung und Kontrolle von umweltbezogenen Maßnahmen sicherzustellen.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Begutachtung und Registrierung

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Kapitel 13. Management Review und internes Audit

Ein weiterer Bestandteil der regelmäßigen internen Überprüfungen ist die sogenannte Managementbewertung, auch Management Review genannt. Hierzu muss das oberste Führungsgremium das Umweltmanagementsystem in festgelegten Abständen bewerten, um dessen fortdauernde Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit sicherzustellen. Bewertungen müssen die Beurteilung der Verbesserungspotenziale und den Anpassungsbedarf des Umweltmanagementsystems einschließlich der Umweltpolitik, der umweltbezogenen Zielsetzungen und der Einzelziele beinhalten.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 14. Begutachtung und Validierung durch Umweltgutachter

Eine externe Begutachtung als Abschluss des Prozesses kann angestrebt werden, wenn im Skigebietein funktionsfähiges Umweltmanagementsystem eingerichtet ist,eine Umweltprüfung durchgeführt und dokumentiert wurde,die Managementbewertung und das interne Audit vollzogen wurden,Maßnahmen definiert und eine Umwelterklärung erstellt wurden.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

Kapitel 15. Registrierungsverfahren (EMAS)

Sobald das Umweltmanagementsystem eingeführt und begutachtet und die EMAS-Umwelterklärung validiert wurde, beantragt das Skigebiet bzw. das Unternehmen die Registrierung bei der zuständigen Stelle. Für die Aufnahme ins EMAS Register ist in Österreich das Umweltbundesamt die zuständige Stelle.

Ulrike Pröbstl-Haider, Monika Brom, Claudia Dorsch, Alexandra Jiricka-Pürrer

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