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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Rechtliche Grundlagen

Zusammenfassung
In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen (Bundesgesetze) zum Schutz der Umwelt zusammengestellt. Neben den Bundesgesetzen gelten die jeweils landesrechtlichen und kommunalen Vorschriften, auf die jedoch in diesem Beitrag nicht näher eingegangen wird. Weiterführende Literatur ist im Literaturverzeichnis angegeben.
T. Hartlieb

Umweltschutzkommission

Zusammenfassung
Jede Klinik sollte eine Umweltschutzkommission einrichten. Die wichtigsten Mitglieder sind:
  • Verwaltungsdirektion
  • Pflegedienstleitung
  • Apotheke
  • Technische Betriebsleitung
  • Beschaffungsabteilung
  • Hygienefachkraft
  • Krankenhaushygieniker
  • Personalrat
  • Vertreter/in der Ärzteschaft
  • Krankenhausbetriebsingenieur/Krankenhausökologe
F. Daschner

Krankenhausökologie

Zusammenfassung
Die Krankenhausökologie soll die Belange von Ökologie und Ökonomie im Krankenhaus miteinander verbinden. Sie hat das Ziel, die Behandlung der Patienten mit möglichst ökologisch sinnvollen Mitteln und Methoden unter Aufrechterhaltung des notwendigen medizinischen Standards zu gewährleisten. Die durch das Krankenhaus entstehenden Auswirkungen auf die Umwelt sollten dabei so gering wie möglich gehalten werden.
T. Hartlieb

Motivation, Schulungen, Infos über Umweltschutz im Krankenhaus

Zusammenfassung
Die besten Umweltschutzmaßnahmen im Krankenhaus müssen scheitern, wenn sie nicht entsprechend bekanntgemacht werden bzw. die Motivation zum Mitmachen fehlt. Die Grundlagen zum Verständnis für den Umweltschutz müssen in der Ausbildung gelegt werden.
M. Scherrer

Einteilung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes

Zusammenfassung
1992 wurde in einem Sonderheft des Bundesgesundheitsblattes das »Merkblatt über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen aus öffentlichen und privaten Einrichtungen des Gesundheitsdienstes« veröffentlicht (HeftS/92, S.30–38), das von der Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) erarbeitet wurde.
M. Dettenkofer

Getrenntsammlung von Abfällen im Krankenhaus (Wertstoffe und Restmüll)

Zusammenfassung
Allein in den bundesdeutschen Kliniken fallen jährlich über eine Milhon Tonnen Abfall an. Ein Großteil dieser Abfälle läßt sich vermeiden oder mit vertretbarem Aufwand sortenrein in hochwertige Wertstoffe für ein Recycling trennen.
T. Hartlieb, M. Scherrer

Abfallverwertung — Der Grüne Punkt

Zusammenfassung
Mit dem Inkrafttreten mehrerer neuer Gesetze und Verordnungen (Verpakkungsverordnung, Technische Anleitung Siedlungsabfall [TASi]) ist damit zu rechnen, daß die kommunalen Abfallentsorger verwertbare Abfälle von der kommunalen Abfallentsorgung ausschließen. Konkret bedeutet dies, daß zur Entsorgung bereitgestellte oder bei der kommunalen Entsorgungseinrichtung angelieferte Abfälle, die verwertbare Bestandteile enthalten, dort nicht mehr angenommen werden und vom Abfallerzeuger zurückgenommen werden müssen. Die verwertbaren Bestandteile müssen vom Abfallerzeuger aussortiert und verwertet werden, erst dann erfolgt die Abnahme der Abfälle bei der Abfallentsorgungsanlage. Ein ähnliches Verfahren ist zukünftig für organische kompostierbare Abfälle zu erwarten.
M. Scherrer

Ökologischer Einkauf

Zusammenfassung
In bundesdeutschen Krankenhäusern fallen jährlich ca. 1,2 Millionen Tonnen Abfälle an. Dies entspricht einer täglichen Menge von 3–5 kg pro Krankenhausbett. Der Bürger produziert somit als Patient wesentlich mehr Müll als zu Hause oder an seinem Arbeitsplatz.
M. Dettenkofer, L. Brinker

Möglichkeiten und Grenzen von Produktlinienanalysen und Ökobilanzen im Gesundheitswesen

Zusammenfassung
Zumindest seit der ersten Ölkrise zu Beginn der siebziger Jahre spielen Rohstoff- und Energiefragen eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Effizienz chemischer Umsetzungen zur Herstellung von Produkten. Daher wurden umfangreiche Anstrengungen zur Reduktion der Emission von Schadstoffen unternommen. Beide Maßnahmen haben dazu geführt, daß sich Mitte der achtziger Jahre ca. vier fünftel der eingesetzten Rohstoffe in den Produkten wiederfanden.
K. Kümmerer

Abfallvermeidung in der Küche

Zusammenfassung
Ein beachtlicher Teil des im Krankenhaus anfallenden Abfalls stammt aus dem Küchenbereich. Für die Verpflegung von Patienten, Mitarbeitern und Gästen werden in der Küche große Mengen an Lebensmitteln benötigt. Beim Verbrauch der Lebensmittel fallen neben Obst- und Gemüseresten Berge von Verpackungen an.
T. Hartlieb

Abfallvermeidung in der Pflege

Zusammenfassung
Einer der Schwerpunkte des Umweltschutzes sowohl im privaten Haushalt als auch im Krankenhaus ist die getrennte Sammlung von Abfällen. Die Unterteilung in recyclingfähige Stoffe und nicht verwertbare Abfälle wird vornehmlich von Seiten der Industrie und der Entsorger propagiert. Der einzig richtige Weg, auch in der Krankenpflege, kann aber nur die Abfallvermeidung sein, d.h. möglichst viele wiederverwendbare Materialien zu gebrauchen. In den meisten Krankenhäusern hat sich noch immer keine Einkaufskommission etabliert, deren wichtigste Aufgabe die Beschaffung möglichst umweltfreundlicher Artikel ist. Die Bestellungen werden häufig von der Pflegedienstleitung nach mehr oder weniger unbeschränktem Bedarf der Station getätigt. So gibt es nach wie vor eine Vielzahl von Einwegprodukten, die weder aus hygienischer noch aus ökologischer Sicht gerechtfertigt sind (Tabelle 1). Ein ganz besonders wichtiger Schwerpunkt des Umweltschutzes im Krankenhaus sind umweltbelastende Pflegemaßnahmen, die teilweise unkritisch und unnötig durchgeführt werden. Im folgenden werden zu den eben angeführten Aspekten einige Beispiele beschrieben.
G. Salrein

Entsorgung infektiöser Abfälle

Zusammenfassung
Gemäß Abfallgesetz müssen Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderer Weise gesundheitsgefährdend sind, besonders entsorgt werden. Dazu zählen im Gesundheitswesen die infektiösen Abfälle. Das bedeutet aber keineswegs, daß alle Abfälle aus dem Krankenhaus oder der Arztpraxis als besonders gefährlich (oder gar infektiös) entsorgt werden müssen.
M. Scherrer

Laborabfälle — Vermeidung, Verwertung und Entsorgung

Zusammenfassung
In klinisch-chemischen oder mikrobiologischen Routinelabors, sowie in Forschungslaboratorien medizinischer Einrichtungen fallen eine Vielzahl von Abfällen an, die speziell entsorgt werden müssen. Es handelt sich bei einem Großteil um besonders überwachungsbedürftige Abfälle (siehe Kapitel über die rechthchen Grundlagen), die umgangssprachlich auch als Sonderabfälle bezeichnet werden. Neben dem Aspekt des Umweltschutzes empfiehlt sich auch aus Gründen steigender Entsorgungskosten bei diesen Abfällen primär die Vermeidung. Dabei kann Vermeidung entweder den Ersatz einer toxischen durch eine weniger toxische Substanz bedeuten, aber auch die Reduktion des Verbrauchs einer problematischen Substanz, oder den vollkommenen Verzicht durch Wahl entsprechender alternativer Verfahren beinhalten. Natürlich ist Vermeidung nicht immer möglich, jedoch kann bei genaueren Überlegungen mancher »Abfall« als Wertstoff eine Wiederverwertung oder Weiterverwendung erfahren, bevor als letzte Alternative der Weg der endgültigen Entsorgung beschritten werden muß
K. Kümmerer, T. Steger-Hartmann

Umweltschutz in der Arztpraxis

Zusammenfassung
Wenn die Umwelt »krank« ist, können die Menschen nicht gesund bleiben. Daher gehört es zum Berufsethos und zur Aufgabe jeden Arztes, seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen und zu lernen, umweltmedizinische Erkrankungen zu verhüten, zu erkennen und zu behandeln. Eine Arztpraxis, in der ökologische Aspekte berücksichtigt werden, ist ein hervorragendes Beispiel und Anreiz für viele Patienten, beim Umweltschutz aktiv mitzumachen.
M. Dettenkofer

Umweltschutz bei der Reinigung

Zusammenfassung
Die Deutschen sind die absoluten Putz- und Waschweltmeister. In Deutschland werden weltweit mit Abstand die meisten Wasch- und Reinigungsmittel verwendet.
L. Brinker

Umweltschutz beim Waschen

Zusammenfassung
Ein hoher hygienischer Standard kann in der Klinikwäscherei auch mit niedrigen Waschtemperaturen, Haltezeiten und weniger Chemie als bisher häufig üblich erreicht werden. Der Wäsche als Infektionsgefahr für den Patienten im Krankenhaus ist in der Vergangenheit ein viel zu hoher Stellenwert beigemessen worden. Ökologische und ökonomische Gesichtspunkte müssen heutzutage mehr berücksichtigt werden. Umweltschutz in der Wäscherei bedeutet dabei vor allem, umweltfreundlichen Waschmitteln und -verfahren den Vorzug zu geben.
L. Brinker

Ökologische Bewertung der Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln

Zusammenfassung
In Klinik und Praxis nehmen tägliche Hausreinigung und hygienisch einwandfreie Wäsche einen hohen Stellenwert ein. Ein glänzender Fußboden und strahlend weiße Wäsche erfreuen das Auge, haben jedoch mit Infektionsverhütung sehr wenig zu tun und sind überdies nur mit Einsatz zahlreicher Chemikalien zu erreichen. Wasch- und Reinigungsmittel gehören daher mengenmäßig zu den größten Gruppen der Verbrauchsgüter im Krankenhaus. Nicht weniger als 15000 Wasch- und Reinigungsmittelrezepturen mit etwa 600 verschiedenen Inhaltsstoffen sind beim Umweltbundesamt registriert.
L. Brinker

Umweltschonende Desinfektion

Zusammenfassung
Bei der Desinfektion kann die Umwelt- und Gesundheitsbelastung sehr hoch sein. Es gibt praktisch keine Desinfektionswirkstoffe, die umweltfreundlich und unschädlich sind. Umweltschutz bei der Desinfektion bedeutet deshalb vor allem, die Desinfektionsmaßnahmen auf ein zur Aufrechterhaltung eines guten Hygienestandards sinnvolles Maß zu beschränken.
L. Brinker

Abwasser aus Kliniken und Arztpraxen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel kann nur auf einige ausgewählte Stoffe und Abwasserparameter näher eingegangen werden. Damit ist nicht gesagt, daß nicht explizit erwähnte Stoffe bedenkenlos ins Abwasser oder die Umwelt geschüttet werden dürften. Der Eintrag von Stoffen in die Umwelt und damit auch ins Abwasser ist grundsätzlich so gering als möglich zu halten. Welche Stoffe in welchen Konzentrationen in Abwasseranlagen eingeleitet werden dürfen, ist u. a. im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) geregelt. Danach ist das Einleiten gefährlicher Stoffe ins Abwasser grundsätzlich untersagt. Gefährliche Stoffe im Sinne des WHG sind viele der in Labors, in Arztpraxen und Krankenhäusern verwendeten Chemikalien oder Medikamente.
K. Kümmerer

Maßnahmen zur Wassereinsparung

Zusammenfassung
Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt in der BRD bei ca. 150 Liter pro Person und Tag. Der Wasserverbrauch im Krankenhaus liegt deutlich darüber. Je nach Struktur und Größe kann der Wasserverbrauch im Krankenhaus bis zu 1000 Liter pro Patient und Tag betragen (s. Tabelle 1).
L. Brinker

Maßnahmen zur Energieeinsparung

Zusammenfassung
In jedem Krankenhaus gibt es vielfältige Möglichkeiten der Energieeinsparung. Möglichkeiten um den Energieeinsatz zu senken bestehen bei der Erzeugung, Verteilung und dem Verbrauch von Wärme und Strom. Dadurch kann der Abbau der natürlichen Energiequellen verlangsamt, die mit der Energieerzeugung verbundene Umweltbelastung gesenkt und eine höhere Wirtschaftlichkeit durch sparsamen, rationellen Energieeinsatz erreicht werden.
T. Hartlieb, M. Scherrer

Umweltschutz bei Außenanlagen

Zusammenfassung
Praktizierter Umweltschutz in Parks oder Gärten von Kliniken zeigt die augenscheinlichsten Erfolge, ruft allerdings auch häufig scharfe Kontroversen hervor. Diese beruhen zum einen auf versicherungsrechtlichen Problemen(z. B. Schadenshaftung der Klinik bei Sach- oder Personenschaden durch Astbruch nach reduzierten Baumpflegemaßnahmen), zum anderen auf den konträren Vorstellungen darüber, was den Erholungswert eines Gartens oder Parks ausmacht: ein englischer Rasen oder eine Wildblumenwiese? Ohne detaillierter auf diese Problematik einzugehen, sollen in der Folge einige Maßnahmen dargestellt werden, die — meist kostengünstig oder sogar kostensparend — helfen, den Umweltschutz vor allem in seiner ursprünglichen Form, als Natur- und Artenschutz, zu verwirklichen.
T. Steger-Hartmann

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