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Hilfreiche Digitalisierung des Umweltschutzes

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Bauingenieur Markus Porth ist Baudirektor im Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und verantwortlicher Redakteur der Fachzeitschrift WASSER UND ABFALL.


Digitale Werkzeuge unterstützen die Arbeit im technischen Umweltschutz vielfältig. Eine verbesserte Transparenz und die Optimierung von Prozessen sind die Folge. Ein Kommentar von Markus Porth.

Für die Digital Natives, also diejenigen unter uns, die zu Zeiten der permanenten online-Verbindung aufgewachsen sind, dürfte das alles eher selbstverständlich sein. Für alle anderen erwachsen Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen. Ausgabe 12/2017 von WASSER UND ABFALL greift drei dieser Ebenen auf, in denen sich die digitale Durchdringung der Tätigkeiten des technischen Umweltschutzes erkennen und deren Notwendigkeit nachvollziehen lässt.

Empfehlung der Redaktion

01.12.2017 | Umwelt

Digitalisierung kommunaler Strukturen am Beispiel der Wasserwirtschaft — Kommunal 4.0

Der Eintritt in die Digitalisierung bei Gestaltung und Betrieb kommunaler Strukturen ist unverzichtbar. Dies kann über Einzelmaßnahmen mit "smarten" Anlagenteilen oder in einem größeren Kontext geschehen. 


Das Portal WasserBLIcK der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dient schwerpunktmäßig dem Berichtwesen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie. Es wirkt als Bindeglied zwischen Bund und Ländern für die Umsetzung der von der Wasserwirtschaft erhobenen Daten in Berichtsdaten für die EU. Aus den Daten werden Informationen für die Bundesebene erstellt und Produkte mit bundeseinheitlichen Daten erstellt. Neben der Fachwelt kann sich hier auch jede Bürgerin und jeder Bürger kundig machen. Ohne ein derartiges System ist das Handling der Datenmengen und eine gemeinschaftsinterne Steuerung nur schwierig möglich.

Unterschiedliche Bewegründe für die Digitalisierung

Die Messberichtserstattung des Fachinformationssystem LIS-A (LänderInformationsSystem für Anlagen) setzt auf einer anderen Ebene an. Hier steht das Binnenverhältnis zwischen der Behörde, dem Betreiber einer nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigten Anlage und dem Messinstitut im Mittelpunkt. Das Programm zielt auf einen effektiven Verwaltungsvollzug und eine Minimierung des Aufwandes der Betreiber im Zusammenhang mit der Umsetzung des BImSchG ab, hier eben bei der elektronischen Messberichtserstattung. Die Digitalisierung der Daten ist hier als Werkzeug zur Optimierung des Vollzugs der Umweltgesetze konzipiert, was für Betreiber und Verwaltung vorteilhaft ist.

Die Arbeiten von Kommunal 4.0 dagegen zielen auf die Optimierung von innerbetrieblichen Prozessen ab, die auf Ebene der Aufgaben von Kommunen stattfinden. Anhand dezentral digital erfasster Daten soll die Steuerung von "smarten" Anlagen optimiert werden, was zur Verringerung des Aufwandes für die Sicherstellung z. B. der betrieblichen Funktionsfähigkeit auf Ebene der Betreiber von Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen führen kann. Hier kann ein Potential zum Erhöhen der Wirtschaftlichkeit und der Sicherung des Anlagenbetriebs gehoben werden.

Mit diesen Themen müssen Sich die Umweltingenieure auseinandersetzen. Wer im beruflichen Alltag darüber stöhnt, dass jeweils mehrere Teamräume und Server zu bedienen oder Datenquellen miteinander in Verbindung zu bringen sind sollte sich bewusst machen, dass es sich hier schlicht um Werkzeuge handelt, die zur Stützung der eigenen Arbeit eingesetzt werden. Ein Portal wie WasserBLIcK liefert die Übersicht, LIS-A unterstützt die Abwicklung von Routinevorgängen und smarte Maschinen informieren über den jeweiligen Regelungszustand oder melden sich rechtzeitig bevor sie ausfallen.

Dieser Kommentar ist mit der Überschrift "Hilfreiche und anspruchsvolle Digitalisierung des Umweltschutzes" in Ausgabe 12/2017 der Fachzeitschrift WASSER UND ABFALL erschienen.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Kooperatives Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft — Fachportal WasserBLIcK

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    Bildnachweise
    Dipl.-Ing. Markus Porth/© M. Porth