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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Problemstellung und Gang der Arbeit

Zusammenfassung
In der betriebswirtschaftlichen Forschung und insbesondere in der strategischen Unternehmensplanung wird der Identifikation maßgeblicher Einflußgrößen des Unternehmenserfolges eine herausragende Bedeutung beigemessen (vgl. z. B. Hildebrandt 1989; Steinle, Kirschbaum & Kirschbaum 1996; Schoemaker & Amit 1994). Ghemawat (1991a) betrachtet die Suche nach Erfolgsfaktoren sogar als Essenz der bisherigen Strategieforschung.
Dirk Annacker

Kapitel 2. Erfolgsfaktorenansatz und ressourcenorientierter Ansatz zur Erklärung des Unternehmenserfolgs

Zusammenfassung
Unter dem Konzept strategischer Erfolgsfaktoren werden allgemein die zentralen Einflußgrößen des Erfolgs von Unternehmen oder untergeordneten Planungseinheiten verstanden (in der Literatur werden in diesem Zusammenhang Begriffe wie kritische oder strategische Erfolgsfaktoren, Schlüsselfaktoren, strategische Faktoren sowie Basisfaktoren weitgehend synonym verwendet; vgl. z. B. Kube 1991). In einer umfassenden Begriffsauffassung werden hierunter sowohl unternehmensinterne als auch -externe Faktoren subsumiert (vgl. Hildebrandt 1989, 1992a). Daneben existieren allerdings auch enger gefaßte Definitionen, die unter Erfolgsfaktoren diejenigen grundlegenden Determinanten des Erfolges verstehen, die prinzipiell von der Unternehmensführung oder dem Management untergeordneter Planungseinheiten gestaltet oder zumindest in erheblichem Umfang beeinflußt werden können (vgl. Grunert & Ellegaard 1993; Fritz 1995). Krüger (1988) definiert daher strategische Erfolgsfaktoren auch als Produktionsfaktoren, die als Inputgrößen die Outputgröße Unternehmenserfolg wesentlich bestimmen. In ähnlicher Weise verstehen Grunert und Ellegaard (1993) sowie Schoemaker und Amit (1994) unter diesen Erfolgsdeterminanten Ressourcen und Fähigkeiten. Die strategische Dimension von Erfolgsfaktoren drückt sich dabei in der Vorstellung aus, daß von ihnen eine langfristige Wirkung auf den Unternehmenserfolg ausgeht und Unternehmen durch an Erfolgsfaktoren ausgerichteten Strategien einen Wettbewerbsvorteil erzielen können (vgl. Hildebrandt 1989; Rehkugler 1989).
Dirk Annacker

Kapitel 3. Lineare Panelmodelle zur Kontrolle unbeobachtbarer Variablen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Kapitel wird gezeigt, wie der Einfluß unbeobachtbarer Variablen in der empirischen Erfolgsfaktorenforschung mittels geeigneter Modellspezifikationen für die Analyse von Paneldaten kontrolliert werden kann. Von Paneldaten bzw. kombinierten Längs- und Querschnittsdaten wird dann gesprochen, wenn für die gleichen Merkmalsträger (z. B. Personen, Haushalte, Unternehmen) zu mehreren Zeitpunkten Informationen über die gleichen Merkmale erhoben werden. Während in der Literatur zur Paneldatenanalyse als wesentlicher Vorteil dieses Datentyps insbesondere die Berücksichtigung unbeobachtbarer zeitinvarianter Individualeffekte hervorgehoben wird (vgl. z. B. Hsiao 1986; Hübler 1990; Baltagi 1995), soll hier die Kontrolle unbeobachtbarer Variablen auf zusätzliche Effekte ausgedehnt werden (zu weiteren Vor- und Nachteilen von Paneldaten gegenüber reinen Querschnittsdaten vgl. Hsiao 1986; Björklund 1989; Hübler 1990; Arminger & Müller 1990; Baltagi 1995). Hinsichtlich ihres zeitlichen Verhaltens werden daher unbeobachtbare Variablen wie folgt differenziert (vgl. Erickson & Jacobson 1992; Boulding & Staelin 1993, 1995):
  • zeitinvariante Effekte bzw. Individualeffekte
  • autokorrelierte Effekte
  • transitorische Effekte
Dirk Annacker

Kapitel 4. Der Einfluß unbeobachtbarer Variablen auf die Beziehungen zwischen Produktqualität, Marktanteil und Unternehmenserfolg

Zusammenfassung
Im zweiten Kapitel wurde dargelegt, welche generelle Bedeutung der Kontrolle unbeobachtbarer Variablen in der empirischen Erfolgsfaktorenforschung für die Gewinnung valider Befunde über maßgebliche Einflußgrößen des Unternehmenserfolgs zukommt. Anhand einer konkreten Anwendung auf Basis von Paneldaten soll im vorliegenden Kapitel untersucht werden, welche Auswirkungen diese Effekte auf die Beziehungen zwischen der Produktqualität, dem Marktanteil sowie weiteren Kernvariablen des PIMS-Ansatzes und der Rentabilität strategischer Geschäftseinheiten besitzen. Während hinsichtlich der Marktanteilswirkung auf den Unternehmenserfolg die Rolle unbeobachtbarer Variablen bereits seit geraumer Zeit die Diskussion beherrscht und entsprechende Studien angestoßen hat (vgl. Kapitel 2, Abschnitt 2.4.2), liegt eine systematische Analyse zum Einfluß unbeobachtbarer Variablen in einem Strukturgleichungsmodell zur Abbildung des mit der Produktqualität verbundenen Wirkungskomplexes bis jetzt noch nicht vor.
Dirk Annacker

Kapitel 5. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Die empirische Erfolgsfaktorenforschung hat im Hinblick auf ihre Relevanz für die strategische Unternehmensführung in den letzten Jahren erhebliche Einwände sowohl in konzeptioneller als auch methodischer Hinsicht erfahren. Unter methodischen Gesichtspunkten zielt diese Kritik vor allem auf die Vernachlässigung sogenannter unbeobachtbarer Variablen (“invisible assets” oder stochastische Einflüsse) bei der quantitativen Modellierung des Unternehmenserfolgs. Da hierdurch der geschätzte Einfluß prospektiver strategischer Erfolgsfaktoren stark verzerrt werden kann, ist die Validität der empirisch gewonnenen Erkenntnisse in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund leistet die vorliegende Arbeit insbesondere einen Beitrag zur qualitativen Verbesserung des methodischen Instrumentariums in der Erfolgsfaktorenforschung und damit auch zu einer Erhöhung der Validität ihrer Befunde.
Dirk Annacker

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