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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Aspekte der westeuropäischen Integration

Deutschland und Europa Geschichtliche Grundlagen und Perspektiven

Zusammenfassung
... jene schmerzdunkle Frau aber, schwarz gekleidet und mit zerrissenem Schleier, und all ihrer Edelsteine und ihres Schmuckes beraubt, ist die unglückliche Europa, welche schon so viele Jahre lang Raub, Schmach und Elend erduldet, die für jeden so tief spürbar sind, daß es nicht nötig ist, sie näher anzugeben. Ihr Symbol ist der Globus, der von einem kleinen Engel oder Genius getragen wird, mit dem Kreuz darüber, das die christliche Welt bedeutet. So deutet Peter Paul Rubens sein berühmtes Bild „Die Folgen des Krieges“ in einem Brief vom 12. März 1638 an Juste Suttermans (Lescourret 1990, 240). Als politisches Bild ist es in Aussage und Dramatik nur mit Picassos Gemälde „Guernica“ von 1937 vergleichbar. Hier die Vision vom Untergang der christlich-katholischen, universalen Reichsidee. Dort der Widerstand gegen den Totalitarismus Hitlers, dessen kulturrevolutionäre Kampfparole der „Entarteten Kunst“ dazu beitragen sollte, den politischen Herrschaftsanspruch über Europa durchzusetzen (Spies 1993, 12). Europa ließ, wie immer in seiner Geschichte, eine Großreichsbildung nicht zu und bewahrte seine politische Vielfalt. Die Einheit blieb ein Traum bis die bipolare Weltordnung und die Dynamik der industriell-technologisch begründeten globalen Zivilisation die wirtschaftliche und politische Integration in den Bereich des Möglichen rückte.
Karl Möckl

Europa nach Maastricht: Optionen für gesamteuropäische Strukturbildungen

Zusammenfassung
Der Niedergang des Eisernen Vorhangs ist 1989 im Westen als Sieg der Demokratie gefeiert worden. Inzwischen ist Ernüchterung eingetreten. Die Hoffnung, daß mit dem Ende der kommunistischen Herrschaftsregime Frieden und Wohlstand in ganz Europa einziehen würde, hat in vielen Fällen getäuscht. Kriegerische Auseinandersetzungen im Gebiet der früheren Sowjetunion und Jugoslawiens zeigen, daß in Europa immer noch möglich ist, was längst Vergangenheit zu sein schien. Bisher ist es nicht gelungen, die Sicherheitsstrukturen, auf die sich die Stabilität Westeuropas gründet, auf Osteuropa zu übertragen. Die KSZE, die Vereinten Nationen, die NATO und die Europäische Gemeinschaft haben den Krieg in Jugoslawien und andere Nationalitätenkonflikte nicht verhindern und bisher auch kaum eindämmen können.
Elke Thiel

European Population Trends — A Challenge for Societies under Constant Innovation Pressures

Josef Schmid

Internationale Finanzierungsgesellschaften — Ein Auslaufmodell bei zunehmender europäischer Integration?

Zusammenfassung
Die internationalen Finanzmärkte sind durch zunehmende Deregulierung. Integration und Globalisierung gekennzeichnet. Grenzüberschreitende Kapitalanlagen und -aufnahmen nehmen, wie die Statistiken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich belegen (vgl. z.B. BIZ 1992, 174 ff.), immer mehr zu.
Heinz Rehkugler

Das europarechtliche Kooperationsinstrument der wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV) in der Bewährung

Zusammenfassung
Der Rat der europäischen Gemeinschaften hat mit der EG-Verordnung vom 25. Juni 1985 über die Schaffung einer “europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung” (EWIV) eine erste supranationale Gesellschaftsform für die Wirtschaftssubjekte der europäischen Gemeinschaft geschaffen. Seit Inkrafttreten der EWIV-VO am 1.7.1989 (vgl. Art. 43 Abs. 2 EWIV-VO) steht die EWIV in den Mitgliedstaaten der EG als Rechtsinstrument für die Bildung grenzüberschreitender Kooperationen zur Verfügung. Nach Art. 189 Abs. 2 EWGV setzt die EWIV-VO als sekundäres Gemeinschaftsrecht in jedem Mitgliedstaat unmittelbar geltendes Recht. Die nachfolgende Untersuchung hat sich zur Aufgabe gesetzt, zu überprüfen, ob die EWIV im Hinblick auf die Zielsetzungen des Gemeinschaftsgesetzgebers ihre Bewährungsprobe in Theorie und Praxis bestanden hat. Ihre Eignung als grenzüberschreitende Kooperationsform wird zunächst an den rechtspolitischen Vorstellungen zu messen sein, daß neben den nationalen Gesellschaftsformen eine europarechtliche Organisationsform erforderlich ist, die den Dimensionen des einheitlichen Binnenmarktes angepaßt ist und einen optimalen Gestaltungsrahmen für zwischenstaatliche Kooperationsvorhaben in der Gemeinschaft bietet. Nach mehr als dreijähriger praktischer Erfahrung läßt sich eine vorläufige Bilanz über Erfolg und Mißerfolg der EWIV als des ersten Bausteins eines europäischen Gesellschaftsrechtes ziehen und daran eine Folgenanalyse über die Umsetzbarkeit der Gemeinschaftsziele knüpfen. Vorab ist festzustellen, daß die “deutsche” EWIV, d.h. die als Gesellschaft europäischen Rechtes in Deutschland gegründet ist, bislang wenig Resonanz in der Gesellschaftspraxis erfahren hat.
Rolf O. Belke

Zur Lage der Versicherungswirtschaft im vereinten Europa

Zusammenfassung
In der EG soll am 01.01.1993 eine neue Qualität des gemeinsamen Marktes beginnen: Die Vollendung des Binnenmarktes, die Endstufe des freien Verkehrs für Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital soll realisiert werden. Für die Versicherungswirtschaft ist dieser Starttermin abweichend von der übrigen Wirtschaft auf den 01.07.1994 festgesetzt.
Ulrich Meyer

Economic and Fiscal Aspects of German Reunification and Lessons for European Integration

Heinz-Dieter Wenzel

Wertschöpfungspartnerschaft zwischen Automobilherstellern und Zulieferindustrie — Problem der Arbeits- und Erlösteilung —

Zusammenfassung
In der über hundertjährigen Geschichte der Automobilwirtschaft hat sich eine ausgeprägte Arbeitsteiligkeit zwischen den Wertschöpfungsgliedem herausgebildet. Dabei hat sich tendenziell die Fertigungstiefe der Automobil-Markenhersteller kontinuierlich verringert. Dieser Prozeß ist in der japanischen Wirtschaft viel weiter fortgeschritten, als in der amerikanischen und europäischen Automobilindustrie. Gleichwohl zeichnet sich auch für die europäische Automobilindustrie ein neues Selbstverständnis heraus: Die Automobil-Markenhersteller verstehen sich mehr und mehr als “Systemintegrierer” von Zulieferprodukten und als “Regieführer im Absatzkanal”.
Wolfgang Meinig

Transformationsprozeß in Ungarn

Privatization in Hungary: Methods, Results and Problems

Lajos Zelkó

Commercial and Competition Policy in Hungary (Facts, Laws, Consequences and Experiences)

Tamás Tóth

Transition and Convertibility

Hajna Istvánffy

Marketingprobleme ungarischer Unternehmungen

Zusammenfassung
In diesem kurzen Beitrag darf ich die im Titel genannte Problematik von zwei Seiten behandeln. Die Entwicklungen in Europa und ihre Folgen auf den ungarischen Markt einerseits und ihre Auswirkungen auf die Marketingtätigkeit ungarischer Unternehmungen andererseits stehen dabei im Mittelpunkt. Anschließend versuche ich einen zusammenfassenden Ausblick über die Möglichkeiten unserer Unternehmungen zu geben.
Béla Végsö

Integration of Hungary into European economy

Tibor Palánkai

Wettbewerbsstrukturen im Transformationsprozeß

Zusammenfassung
Im vorliegenden Artikel analysieren wir die Wettbewerbsstrukturen, die sich innerhalb der Transformation von einer Zentralverwaltungswirtschaft in eine Marktwirtschaft ergeben. Dabei werden zunächst die relevanten Unterschiede in den Systemzuständen beschrieben, um hieraus den im Rahmen eines Transformationsprozesses zu durchschreitenden Pfad darstellen zu können. Darauf aufbauend werden einzelne strukturbegründende Prozeßdeterminanten intensiv analysiert.
Ulrich Blum, Frank Leibbrand

Politische Kultur in Ost-Mitteleuropa: Ein erster Überblick im Vergleich

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag präsentiert einen Überblick zentraler Ergebnisse einer vergleichenden Studie zur politischen Kultur in den neuen, postkommunistischen Demokratien Ost-Mitteleuropas1. Im Mittelpunkt des vorliegenden politischen Kulturvergleichs steht eine empirische Bestandsaufnahme politisch-kultureller Orientierungen in Ungarn, der ehemaligen CSFR und Polen unter besonderer Berücksichtigung der System- und Prozeßkultur (politisches Rollenverständnis, Partizipationsorientierungen, Vertrauen in die politischen Institutionen, Parlamentsverständnis, Akzeptanz demokratischer Normen und Wertvorstellungen, Einbindung in soziokulturelle und politische Netzwerke).
Peter A. Ulram

Markteintrittsstrategien in Ungarn

Lage und Analyse der ausländischen Direktinvestitionen in Ungarn und die Folgen für den Technologie-Transfer

Zusammenfassung
Bestimmende Faktoren der internationalen Wirtschaftsbeziehungen der heutigen Weltwirtschaft sind die ausländischen Direktinvestitionen. Während in den 50er und 60er Jahren die Ausbreitung des Welthandels die wirtschaftliche Entwicklung am meisten anspornte, übt diese Wirkung heute der Strom der direkten Kapitalanlagen aus. Das Zuwachstempo dessen übertrifft mehrfach das des GDP, sowie das der Entfaltung des Welthandels. Um dies zu veranschaulichen: 1970 betrug er 12,1 Milliarden US$, 1989 belief sich der Wert auf 197,9 Milliarden US$. Innerhalb von zwei Jahrzehnten wuchs also das im Ausland jährlich angelegte Kapital um das Achtzehnfache. Schätzungen zufolge sind fast 80 % der Direktinvestitionen Ergebnis der Tätigkeit transnationaler Unternehmen. Ein Großteil der heutigen internationalen Arbeitsteilung realisiert sich in der Form, daß sie internationale Beziehungen innerhalb einer bestimmten Firma bedeutet.
Peter Gál

Markteintrittsstrategien in Osteuropa: Die Perspektive der Konsumgüterindustrie

Zusammenfassung
Wenn zu Beginn der 90er Jahre im Rahmen der allgemeinen Globalisierungsdiskussion die Frage nach einem verstärkten Engagement deutscher Unternehmen in den (zukünftigen) Wachstumsregionen der Welt aufgeworfen wird, so steht regelmäßig der Hinweis auf die vernachlässigten südostasiatischen Märkte im Mittelpunkt (vgl. z.B. Raya, 1993). Dieser Beitrag geht von der These aus, daß sich mit den Veränderungen in Osteuropa zukunftsträchtige und erfolgversprechende Märkte vor der eigenen Haustür auftun werden - und zwar nicht nur für die traditionell dort schon engagierte Investitionsgüter- sondern auch für die Konsumgüterindustrie.
Frank Wimmer, Markus Wesnitzer

Markteintrittsstrategien deutscher Unternehmen in Ungarn: Ergebnisse einer empirischen Erhebung

Zusammenfassung
Osteuropa ist in den letzten Jahren zunehmend in das Interessenfeld westlicher Unternehmen gerückt. Der Wandel von zentral-administrativ gelenkten Wirtschaftssystemen zu marktwirtschaftlichen Ordnungen verspricht nämlich bislang abgeschottete Märkte immensen Ausmaßes für westliche Unternehmen zu öffnen. Angesichts des hohen Sättigungsgrades westlicher Märkte sehen viele Unternehmen darin eine Chance, langfristig neue Absatzmärkte zu erschließen (zu Marktbearbeitungsmotiven für Osteuropa vgl. bspw. Wesnitzer 1993, 2 ff.).
Johann Engelhard, Stefan Eckert

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Ungarn

Zusammenfassung
Nur ein paar Schritte von hier entfernt, im Dom zu Bamberg, ist Kaiser Heinrich der Zweite, der Gründer des hiesigen Bistums begraben. Seine Schwester Gisela heiratete im Jahre 995 den ersten König Ungarns, Stephan den Heiligen. Vor fast genau tausend Jahren war dies der Beginn besonderer Beziehungen Bayerns zu Ungarn. So freue ich mich, daß ich hier in Bamberg über die Wirtschaftsbeziehungen Bayerns zu Ungarn sprechen kann.
Bernd Joachim Pantze
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