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Über dieses Buch

„Gleich? Wir sind ungleich! Allein darin gleichen wir uns!“

„Welche Regeln gelten hier noch?“ fragte Isabel und nippte an ihrer Tasse.
„Nun“, sagte der Kater, „keine – außer dem Gesetz des Marktes.“

Ungleichheit ist eines der großen Themen unserer Zeit. Doch was steckt hinter der riesigen Kluft zwischen Arm und Reich? "Ungleichheit" entführt den Leser in eine phantastische Erzählung, die auf ebenso heitere wie leicht verständliche Weise in die Untiefen der Marktwirtschaft einführt. Der Leser wird mit den großen Fragen der Effizienz, der Gerechtigkeit und des eigenen Glücks konfrontiert. Am Ende erhält er eine überraschende Antwort auf die zentrale Frage nach der ökonomischen Ungleichheit – vielleicht ohne es zu bemerken.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Frage

Die Kluft zwischen Arm und Reich

»Das System erhebt keinen Anspruch auf Gerechtigkeit.« Mit diesem Satz beendete Professor Nikolaj Kirsanoff seine Vorlesung auf den Gongschlag. Entgegen seiner Gewohnheit, den Ort des Geschehens gleich zu verlassen, um dem Gedränge, dem Geruch oft getragener Kleidung, den überflüssigen Fragen und den Begrüßungen von Studenten zu entgehen, von denen er sich weder die Gesichter noch die Namen merken konnte, war er am Pult stehen geblieben, bis der Hörsaal sich geleert hatte.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

2. Der Vogelschwarm

Von einer Welt zur anderen

Seine chronische Müdigkeit wurde er nicht los. Am Morgen kam er kaum aus dem Bett. Nur dank seines ihm anerzogenen preußischen Pflichtbewusstseins erhob er sich und stakste schlaftrunken in das Grau seines sich mit beruhigender Regelmäßigkeit wiederholenden Alltags hinein.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

3. Der Regenschirm

Aufbruch nach Anderland

Ein kühler Luftzug wehte ins Zimmer. Nikolaj schloss das Fenster.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

4. Die Landkarte

Modell und Wirklichkeit

Die Sonne stand schon hoch am Himmel. Wiesen und Felder blitzten noch im Tau. Der Klatschmohn leuchtete rot, die Getreidehalme schimmerten bald silbrig, bald grün. Was für eine Landschaft ! Was für ein Gefühl von Ewigkeit ! Nikolaj fiel ein, dass Filmregisseure jede Szene in allen nur erdenklichen Details lebensecht ausstatteten und damit überzeugende Illusionen schufen.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

5. Der Kater

Der Homo Oeconomicus

»Ach, Nikolaj«, seufzte Isabel und legte den Kopf an die Schulter ihres Reisegefährten, der sich neben ihr im Schatten einer dichtbelaubten alten Eiche ausruhte. »Ich werde ganz verrückt von dem Durcheinander.«

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

6. Die Torte

Eigeninteresse, Wohlstand und Verteilung

Durch ein großes Portal traten sie in die Eingangshalle des Amtes, dessen Monumentalität von einer Strenge war, die nichts weniger als die Unterordnung der Eintretenden zu verlangen schien.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

7. Die Prüfung

Effizienz versus Gerechtigkeit

»Und nun ?« fragte Isabel, als sie wieder auf dem Gang standen. Ohne auch nur das Geringste dagegen unternehmen zu können, war sie gewohnheitsmäßig damit beschäftigt, sich den nächsten Schritt auszumalen.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

8. Treppauf Treppab

Die Grenzen der Marktwirtschaft

Dank seines fotografischen Gedächtnisses fand Nikolaj den Weg zu seinem alten Professor mit schlafwandlerischer Sicherheit. Isabel hingegen war verwirrt von den vielen Eindrücken, die schneller auf sie einströmten, als sie diese einzuordnen vermochte.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

9. Die Waage

Ist Ungleichheit ungerecht?

»Was ist Gerechtigkeit ?« fragte Isabel am nächsten Morgen, kaum dass die ersten Sonnenstrahlen sie kitzelten.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

10. Die Parade

Die Einkommensverteilung

Was sie in der folgenden Stunde zu sehen bekommen sollten, blieb jedem einzelnen von ihnen lange in Erinnerung. Nicht nur weil es wie alles Monströse die Grenzen ihres jeweiligen Vorstellungsvermögens sprengte, sondern weil es wie jede Überschreitung von Grenzen mit dem Gefühl eines körperlich empfundenen Aufruhrs und einer dadurch bedingten erhöhten Wachsamkeit einherging, die dazu führte, dass sich das Geschehen jedem von ihnen mit dramatischer Genauigkeit einprägte.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

11. Der Apfel

Werturteil, Umverteilung und die Rolle des Staates

Die Zeit hatte wieder ihr Maß gefunden. Auch wenn der Weltenlauf Anthony unwiederbringlich verschluckt hatte und allen vor Augen geführt hatte, dass auch sie irgendwann damit an der Reihe waren, hatten sie als Überlebende wieder in jene straffe und zugleich beruhigende Ordnung zurückgefunden, die ihnen die Chronologie des Daseins aufzwang.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

12. Die Montgolfière

Die Heimreise

»Wo kommt Ihr denn schon wieder her ?«

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

13. Hier und Jetzt

Das Dilemma der Marktwirtschaft

Als Nikolaj die Augen aufschlug, war ihm, als wachte er in einem anderen Leben auf. Seine Glieder waren schwer, und er fühlte eine Erschöpfung, als seien hundert Jahre oder mindestens ein halbes Menschenleben vergangen.

Piroschka Dossi, Robert von Weizsäcker

Backmatter

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