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21.04.2017 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

ADAC sieht bei Neuwagenportalen Licht und Schatten

Autor:
Benjamin Auerbach

Der ADAC hat Kaufportale für Neuwagen unter die Lupe genommen. Im Ergebnis stellte der Automobilclub hohe Sparpotenziale, aber auch mangelnde Transparenz bei vielen Anbietern fest.

Der ADAC hat Neuwagenkaufportale nach 2013 zum zweiten Mal einem Test unterzogen. Aus gutem Grund: Der Weg zum neuen Auto führt heutzutage nicht mehr nur zum Händler, sondern immer öfter ins Internet. Im Durchschnitt sind Fahrzeuge im Internet rund 18 Prozent günstiger als der ausgewiesene Listenpreis. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse des aktuellen ADAC-Tests der zehn größten Neuwagenkaufportale in Deutschland.

Für den Test wurden fünf Neuwagen mit vorab festgelegter Ausstattung ausgewählt: BMW X3, Audi A4, Skoda Yeti, Opel Corsa und VW Golf Sportsvan. Die Preise für diese Fahrzeuge wurden bei Vertragshändlern in Hamburg, Hannover, Bremen, München, Stuttgart, Dortmund, Berlin, Frankfurt, Köln und Essen erfragt. Ergebnis: Die Händler waren im Durchschnitt sechs Prozent teurer als die Internetangebote.

Gleichzeitig gibt es unter den getesteten Anbietern qualitative Unterschiede. Nur zwei erhielten ein "gut“, einer musste ein "mangelhaft“ hinnehmen, der Rest landete im Mittelfeld. Wie bereits im ADAC-Test 2013 ging "autohaus24.de" als Testsieger hervor. Schlusslicht ist das Portal "APL", das zwar mit hohen Rabatten punktete, aber beim Thema Transparenz im Test schlecht abschnitt und nach Angaben des ADAC weder einen eigenen Konfigurator noch eine benutzerfreundliche Website habe.

Transparenz und Nutzerfreundlichkeit sind verbesserungswürdig

Nachbessern müssten viele Portale, wenn es um die Transparenz des Kaufprozesses und die Informationen der Kunden über deren Rechte geht. Die Hälfte der getesteten Vermittler bekam hier mangelhafte Noten. So wurden Informationspflichten versäumt, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nicht korrekt bereitgestellt oder fehlten völlig. Einige Anbieter behielten sich vor, diese ohne Angaben von Gründen zu ändern – was sie von Rechts wegen nicht dürfen.

Auch bei der Nutzerfreundlichkeit gebe es bei den meisten Portalen noch Verbesserungsbedarf. Hier konnten die ADAC-Tester nur drei Anbietern eine gute Bewertung geben. Im Mittelpunkt der Kritik standen die Neuwagen-Konfiguratoren, die nicht das von Hersteller-Websites gewohnte Niveau erreichten. 

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