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18.02.2020 | Unternehmen + Institutionen | Infografik | Onlineartikel

Autobauer verfehlen voraussichtlich ihre CO2-Ziele

Autor:
Christiane Köllner
1:30 Min. Lesedauer

Für das Verfehlen der EU-CO2-Emissionsziele drohen Autobauern laut aktueller Analyse Strafzahlungen in Milliarden-Höhe. Besonders teuer könnte es für Volkswagen werden. 

Die 13 führenden Automobilhersteller Europas werden ihre EU-CO2-Emissionsziele für 2021 voraussichtlich verfehlen und mit Strafzahlungen von 14,5 Milliarden Euro rechnen müssen. Das prognostiziert das Beratungsunternehmen PA Consulting. Zurückzuführen seien die gestiegenen Emissionen auf den Kauf von SUVs, die starke Nachfrage nach leistungsstarken und schwereren Autos, den Mangel an emissionsarmen Optionen im Verkauf und die nach dem Diesel-Skandal veränderte Präferenz für Benziner.

PA hat jeden Hersteller anhand seiner CO2-Prognose für 2021 bewertet. Demnach bleibt Toyota der beste im Ranking, PSA ist jetzt Zweiter und überholt Renault-Nissan-Mitsubishi. Volvo, Volkswagen, Daimler und BMW seien weiter von ihrem Ziel entfernt als im Vorjahr.

Volkswagen könnte wegen seines hohen Absatzvolumens in ganz Europa eine Strafzahlung von bis zu 4,5 Milliarden Euro drohen, so die Analyse. Gleichermaßen dürften "frühere Top-Performer wie Renault-Nissan-Mitsubishi und Volvo nun Probleme bekommen", wie es heißt. Auch Toyota, der Marktführer bei Hybridfahrzeugen, dürfte sein Ziel knapp verfehlen.

Nur Norwegen und die Niederlande haben bessere CO2-Bilanz

Die Analyse von PA zeigt, dass die Automobilhersteller in Europa mehr als 2,5 Millionen zusätzliche Batterie-Elektrofahrzeuge verkaufen müssten, um ihre Ziele zu erreichen. Dies entspreche einer Steigerung von 1.280 Prozent bis 2021. 

Aus Ländersicht zeigt der Bericht, dass alle Länder außer Norwegen und den Niederlanden eine Verschlechterung der Emissionen des Autoverkehrs verzeichneten. In Deutschland stiegen die Emissionen von 126,2g CO2/km auf 129,1g CO2/km in 2018, während sich der Absatz von Elektrofahrzeugen nur leicht erhöhte (von 0,7 auf 1,1 Prozent).

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