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VW-Personalchef verlässt Konzern

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Überraschend hat der VW-Aufsichtsrat die sofortige Trennung von Personalvorstand Kilian beschlossen. 2018 war er einer der jüngsten Manager eines Dax-Konzerns.

Der Volkswagen-Konzern trennt sich mit sofortiger Wirkung von Personalvorstand Gunnar Kilian, der während seiner Amtszeit maßgeblich den Abbau von zehntausenden Arbeitsplätzen verantwortete. Seine Aufgaben übernehme vorläufig VW-Markenchef Thomas Schäfer, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. "Diesen Beschluss fasste der Aufsichtsrat des Konzerns am Freitag. Grund dafür sind unterschiedliche Vorstellungen bei der Steuerung von Beteiligungsgesellschaften." 

Die Trennung von Kilian erfolgt in einer herausfordernden Phase für VW. Das Unternehmen hatte sich mit der Arbeitnehmervertretung auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das bis 2030 einen Abbau von fast einem Viertel der deutschen Stellen vorsieht – ohne betriebsbedingte Kündigungen, vor allem durch Vorruhestand und freiwillige Abfindungen.

Dem Vernehmen nach hatte Kilian das Vertrauen der Arbeitnehmer- und die Rückendeckung der Arbeitgeberseite verloren. Sein Vertrag wäre Ende 2026 ausgelaufen, eine Verlängerung hätte demnächst zur Sprache kommen können. Kilian ist seit 2000 bei Volkswagen. Nach Stationen im Konzernbetriebsrat übernahm er 2018 das Amt des Arbeitsdirektors im Konzernvorstand und führte ab 2020 zusätzlich den Bereich Nutzfahrzeuge ("Trucks"). Kilian galt als einer der jüngsten Dax-Vorstände und war konzernweit vernetzt.

Bis zur endgültigen Klärung der Nachfolge übernimmt VW-Markenchef Thomas Schäfer interimistisch die Leitung des Personalressorts im Konzernvorstand und die Funktion des Arbeitsdirektors. Wie es aus Konzernkreisen heißt, wird aber eher Arne Meiswinkel das Operative umsetzen. Der Personalvorstand der Marke Volkswagen Pkw wird in die erweiterte Konzernleitung aufgenommen und übernimmt die Zuständigkeit für den Bereich Personal.

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