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24.10.2016 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Daimler baut globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien auf

Autor:
Christiane Köllner
2:30 Min. Lesedauer

Die Daimler-Tochter Accumotive startet die Bauarbeiten für die zweite Batteriefabrik am Standort Kamenz. Kamenz soll das Kompetenzzentrum in einem globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien werden.

Daimler investiert nach eigenen Angaben rund eine Milliarde Euro in die weltweite Produktion von Batteriesystemen. "Wir bauen einen globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien auf. Kamenz wird das Kompetenzzentrum in diesem Verbund", so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management, anlässlich des offiziellen Spatenstichs für die zweite Daimler-Batteriefabrik bei der hundertprozentigen Tochter Accumotive am Standort Kamenz. Verantwortlich für den globalen Batterie-Produktionsverbund ist zukünftig Frank Blome, Geschäftsführer Deutsche Accumotive.

Neues Produktionswerk soll Mitte 2018 in Betrieb gehen

In die neue Anlage, die Mitte 2018 in Betrieb gehen soll, will Daimler rund 500 Millionen Euro investieren. Das Grundstück von rund 20 Hektar liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden Batteriefabrik im rund 50 Kilometer von Dresden gelegenen Kamenz. Die bisherige Produktions- und Logistikfläche wird sich durch den Aufbau der zweiten Fabrik auf insgesamt rund 80.000 Quadratmeter vervierfachen.

Künftig sollen in Kamenz Lithium-Ionen-Batterien für alle elektrifizierten Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart gefertigt – vom Plug-in-Hybrid bis zu den reinen Elektromodellen. Außerdem werden dort Batterien für die stationären Mercedes-Benz-Energiespeicher sowie für 48-Volt-Systeme produziert. Sukzessive soll das 48-Volt-Bordnetz in verschiedenen Baureihen Einzug halten.

Bis 2025 allein im Pkw-Segment mehr als zehn reine E-Autos im Portfolio

Auf dem Pariser Autosalon Ende September hatte Daimler bereits umfassende Pläne zu neuen Elektroautos und seine neue Produktmarke für Elektromobilität, EQ, vorgestellt. Vorbote der neuen Marke ist das seriennahe EQ-Showcar, das in Paris Weltpremiere feierte. Noch in dieser Dekade soll das erste EQ-Serienmodell im SUV-Segment mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometer starten. Es folge eine Modelloffensive, die sukzessive das Portfolio von Mercedes-Benz Cars mit elektrifizierten Modellen ergänzen wird. Für die Produktion des ersten EQ-Serienfahrzeugs liefert die Accumotive die Batterien.

"Bis 2025 werden wir allein im Pkw-Segment mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge im Portfolio haben. Parallel treiben wir unsere Plug-in-Hybrid-Offensive und die Einführung von 48-Volt-Systemen konsequent voran. Hocheffiziente Batterien sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Sie sind integraler Teil der Fahrzeugarchitektur und kein Produkt von der Stange. Die Entwicklung, Fertigung und Integration dieser komplexen Systeme in unsere Fahrzeuge zählt zu unseren Kernkompetenzen", so Professor Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands bei Daimler und verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Seit 2012 produziert Daimler in Kamenz Batterien für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart. Seit rund einem Jahr werden auch stationäre Batteriespeicher für industrielle Anwendungen und Privathaushalte hergestellt. Bis Ende der Dekade soll sich die Mitarbeiterzahl von derzeit 350 am Standort Kamenz mehr als verdoppeln.

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Quelle:
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