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21.06.2016 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Mit Car-to-X-Kommunikation zu effizienteren Hybridantrieben

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2 Min. Lesedauer

Das von der EU und NRW geförderte Forschungsprojekt Hy-Nets nimmt die Arbeit auf. In dem Projekt wird ein neuer Ansatz zur Erhöhung der Effizienz von vernetzten Hybridfahrzeugen untersucht.

dSpace, Denso, die RWTH Aachen und die Universität Paderborn haben vor Kurzem ihre Arbeit im Forschungsprojekt "Hy-Nets: Effiziente Hybridantriebe durch Fahrzeugkommunikation" aufgenommen. Ziel des Projekts sei es, mehrere bislang unabhängig voneinander betrachtete Themenfelder der Fahrzeugtechnik zu bündeln und damit neue Effizienzpotenziale für zukünftige Hybridautos zu erschließen. Das Projekt hat am Wettbewerb "MobilitätLogistik.NRW" erfolgreich teilgenommen und wird 30 Monate aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Stadt Paderborn und das Ingenieurbüro Geiger & Hamburgier (IGH) unterstützen das Projekt als assoziierte Partner.

Ganzheitliche Betrachtung digitalisierter Mobilität

Anders als bei der bisherigen Regelung von Hybridantrieben, die primär auf fahrzeuginternen Informationen basiert, bezieht Hy-Nets auch die Car-to-X-Kommunikation zwischen einzelnen Fahrzeugen und/oder der Verkehrsinfrastruktur in die Betrachtung ein. Durch die ganzheitliche Berücksichtigung aller dieser Ebenen rücken neuartige Ansätze zur Effizienzsteigerung in den Fokus der Forscher. Dazu zählen zum Beispiel ein vorausschauendes Energiemanagement, neue autonome Fahrfunktionen und insbesondere die "Zusammenarbeit" untereinander kommunizierender Fahrzeuge in kooperativen Verkehrsszenarien. Durch die Digitalisierung der Mobilität sollen sich somit auf allen Themenfeldern neue vielversprechende Möglichkeiten zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen ergeben, beispielsweise durch eine bedarfsgerechtere Auslegung zukünftiger Hybridantriebe.

Reale Antriebstechnik vernetzt mit simulierten Verkehrsszenarien

Um das Zusammenspiel realer Hardware und Software des hybriden Antriebsstrangs mit komplexen Verkehrsszenarien akkurat untersuchen zu können, wird im Rahmen von Hy-Nets ein Hybridantrieb (Denso) als Prototyp aufgebaut und in einem Prüffeld (RWTH Aachen) installiert. Dort ist er mit einem leistungsstarken Simulator gekoppelt, auf dem die Verkehrsumgebung des Hybridfahrzeugs (dSpace), der allgemeine Verkehrsfluss und die gesamte Fahrzeug- und Infrastrukturkommunikation (Universität Paderborn) hochpräzise nachgestellt werden. So sei es möglich, den realen Hybridantrieb in komplexen simulierten Fahrszenarien zu bewegen, die auf realen Verkehrsdaten (Stadt Paderborn) und Lichtsignalsteuerungen (IGH) beruhen.

Auswirkungen auf zukünftige Serienanwendungen

"Mit Hy-Nets können erstmals sowohl direkte Auswirkungen zukünftiger vernetzter Verkehrsszenarien auf einen realen Hybridantrieb gemessen als auch die Interaktion mit der Umwelt hinsichtlich Energieverbrauch und Verkehrsfluss umfassend bewertet werden", erklärt Ulrich Schwarz, Senior Manager EV/HV bei Denso. "Die aus der Interaktion zwischen den verschiedenen Themengebieten gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur wissenschaftlich verwertet, sie werden auch in zukünftige Serienanwendungen für Antriebe und die Entwicklung von Test- und Simulationswerkzeugen einfließen", ergänzt Dr. Hagen Haupt, Section Manager HIL bei dSpace.

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