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27.04.2020 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Besonders E-Auto-Start-ups leiden unter der Corona-Krise

Autor:
Patrick Schäfer
1:30 Min. Lesedauer

Aufgrund der Corona-Krise stehen viele neue E-Automarken wirtschaftlich am Abgrund. Das ergibt eine Analyse der Unternehmensberatung Berylls. Betroffen ist auch das deutsche Start-up e.Go Mobile.

Die Corona-Pandemie hatte weltweit einen Shutdown der Automobilproduktion zur Folge. Während viele OEMs ihre Anlagen inzwischen langsam wieder hochfahren können, leiden E-Auto-Start-ups besonders unter der Corona-Krise, berichtet die Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors. Denn vor allem in China haben sich die Bedingungen für Start-ups weiter verschlechtert.

Auf dem chinesischen Markt entwickelten sich New Energy Vehicles (NEVs) im vergangenen Jahr stark rückläufig. Im Vergleich zu 2018 ging der Verkauf von NEVs aufgrund der starken Kürzung von Subventionen in Kombination mit einer schwächelnden Konjunktur um 4,0 Prozent zurück und lag bei 120.6000 Einheiten. "Vor allem die noch nicht richtig im Markt verwurzelten E-Auto Start-ups kämpfen seit 2019 um Leben und Tod. Das Covid-19-Virus hat das Potenzial den Todeskampf zu beschleunigen", erläutert Dr. Jan Burgard, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors. 

Denn die dortige Regierung setzt die strengen Zulassungsbeschränkungen für Neufahrzeuge aus, von denen bislang vor allem Modelle mit Verbrennungsmotoren betroffen waren. Das soll den Autoabsatz wieder ankurbeln, verschärft aber die Situation für Elektroauto-Hersteller weiter. Die drei E-Auto Start-ups Nio, Xpeng und Weltmeister stünden symbolisch für die Absatzschwäche der jungen E-Autounternehmen, so Berylls. Die dünne Kapitaldecke führt zu Problemen bei der Finanzierung, harten Sparkursen und Entlassungen. Geplante Modelle und Auslieferungen müssen verschoben werden.

Corona-Pandemie verschärft Krise bei e.Go

Als deutsches Beispiel nennt Berylls das Start-up e.Go Mobile, das schon seit längerem mit Problemen kämpfte. "e.Go Mobile war schon vor der Krise nahezu unsichtbar im Markt. Nach Ende des Shutdowns müssen die Aachener dann gegen die neuen E-Modelle der bekannten Hersteller antreten. Es ist noch nicht sicher, dass dem geschwächten Unternehmen dieser Kraftakt gelingen wird", sagt Jan Burgard. Die Produktion des deutschen Start-ups ruht seit Mitte März. Um eine mögliche Insolvenz zu vermeiden, sieht sich das Unternehmen gezwungen, ein Schutzschirmverfahren in die Wege zu leiten.

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