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10.11.2016 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Investitionen in die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe

Autor:
Benjamin Auerbach

Das Bundeskabinett hat den Nationalen Strategierahmen für den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe beschlossen. Rund eine Milliarde Euro soll investiert werden.

Die Lade- und Tankinfrastruktur gehört zu den Schlüsseln für die Verbreitung alternativer Antriebe. Fehlt eine sichere und komfortable Infrastruktur, erschwert das die Marktentwicklung von Fahrzeugen mit Strom- Erdgas- oder Wasserstofffantrieben erheblich. Das Verkehrsministerium plant daher den verstärkten Ausbau der Ladeinfrastruktur für Strom, Wasserstoff und Erdgas. 

Dobrindt: Infrastrukturoffensive für die Antriebswende

Der Nationalen Strategierahmen (NSR), der am 9. November vom Kabinett beschlossen wurde, formuliert die Ziele und Maßnahmen Deutschlands für den Infrastrukturaufbau. Verkehrsminister Alexander Dobrindt: "Wir unterstützen den Hochlauf der alternativen Antriebe. Der Schlüssel dafür ist der Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur – für alle Verkehrsträger und wesentlichen Technologien: Elektromobilität, Brennstoffzelle und Erdgas. Wir haben deshalb mit dem Nationalen Strategierahmen eine Infrastrukturoffensive für die Antriebswende gestartet – und setzen uns mit rund einer Milliarde Euro an Investitionen europaweit an die Spitze." 

Investitionen aus vier Fördertöpfen

Die Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro setzen sich wie folgt zusammen: 300 Millionen vom Förderprogramm Ladeinfrastruktur Elektromobilität, 140 Millionen Euro vom Förderprogramm "Elektromobilität vor Ort", 247 Millionen Euro vom Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und 268 Millionen Euro aus der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie.

Maßnahmen Elektromobilität / Ladesäulen

• Ausstattung aller bewirtschafteten Autobahnrastanlagen mit Schnellladesäulen.
• 300-Millionen-Euro-Förderprogramm für ein flächendeckendes Netz mit 5000 Schnell- und 10.000 Normalladesäulen bis 2020.
• Förderprogramm "Elektromobilität vor Ort" mit rund 35 Millionen Euro pro Jahr für die Unterstützung von Kommunen unter anderem bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und den dafür erforderlichen Aufbau von Ladeinfrastruktur.

Maßnahmen Brennstoffzelle / Wasserstoff-Tankstellen

• Schaffung eines initialen Netzes durch das 50-Tankstellenprogramm (gefördert durch das NIP).
• Weitere Fördermittel in Höhe von 247 Millionen Euro im Zeitraum 2016-2019 für die Weiterentwicklung und Marktetablierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (erfolgt im Rahmen von NIP).
• Unterstützung der branchenübergreifenden Plattform H2 Mobility Deutschland beim Aufbau des bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes.

Maßnahmen Erdgas-Tankstellen 

• Förderung erster Demonstrationsprojekte, zum Beispiel. Anschaffung von LNG-Lkw-Flotten, LNG PowerPacks zur Landstromversorgung von Containerschiffen während der Liegezeit.
• Erarbeitung eines BMVI-Förderprogramms, um die Um- und Ausrüstung von Schiffen mit LNG-Antrieben zu unterstützen. 

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