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11.07.2018 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Neue deutsch-chinesische Kooperationen in der Autoindustrie

Autor:
Patrick Schäfer

In den vergangenen Tagen wurden neue Partnerschaften zwischen deutschen und chinesischen Firmen im Automobil-Bereich verkündet. Die Bekanntgaben fanden im Rahmen des chinesischen Staatsbesuchs in Deutschland statt.

In Deutschland trafen sich die Regierungschefs beider Länder. In Anwesenheit des chinesischen Ministerpräsident Li Keqiang und Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beispielsweise BMW bekannt gegeben, sein Joint Venture mit Brilliance zu erweitern. BMW Brilliance Automotive (BBA) plant, ab 2019 die Fertigung in zwei chinesischen Werken auf insgesamt 520.000 BMW-Fahrzeuge auszubauen. Außerdem soll das Elektro-SUV BMW iX3 auch aus China exportiert werden.

Beim Thema automatisiertes Fahren hat BMW mit Baidu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die BMW-Gruppe wird Mitglied im Vorstand von Apollo, Baidus offener Plattform für automatisiertes Fahren. "Wir hoffen, dass diese intensive Kooperation unseren chinesischen Kunden ein intelligentes und komfortables Produkterlebnis ermöglichen wird. Unser Ziel ist es, die technischen Entwicklungen für das autonome Fahren auf dem chinesischen Markt zu beschleunigen", erklärte Ya-Qin Zhang, Präsident von Baidu.

Der Mini E wird in China mit Great Wall Motor gebaut

Mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motor hat die BMW-Gruppe zudem eine Vereinbarung zur Produktion von elektrischen Fahrzeugen der Marke Mini in China unterzeichnet. Das neue Joint Venture "Spotlight Automotive Limited" wird auch elektrische Fahrzeuge für Great Wall Motor herstellen.

Der Automobilhersteller Daimler hat eine Genehmigung für die Erprobung von vollautomatisierten Testfahrzeugen auf Level 4 auf öffentlichen Straßen in Peking erhalten. Außerdem wurde eine weitere Kooperationsvereinbarung mit der chinesischen Tsinghua-Universität unterzeichnet. Die Forschungskooperation "Tsinghua Daimler Joint Research Center for Sustainable Transportation" in den Bereichen automatisiertes Fahren und intelligente Mobilität soll um drei Jahre weitergeführt werden.

Seat kommt auf den chinesischen Markt

Auch von der Volkswagen-Gruppe wurden Absichtserklärungen unterzeichnet. So wollen die VW-Gruppe China, Seat und die Anhui Jianghuai Automobile Group Corporation (JAC) ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung bauen. Der Fokus soll auf der Entwicklung von Elektrofahrzeugen, Technologien für Konnektivität und autonomes Fahren liegen. Die Marke Seat soll ab 2020 auf dem chinesischen Markt vertreten sein. 

Audi unterzeichnete gemeinsam mit dem chinesischen Informations- und Telekommunikationskonzern Huawei eine Absichtserklärung für eine strategische Kooperation. "Wir intensivieren unsere gemeinsame Forschung mit Huawei im Bereich Intelligent Connected Vehicles", erklärt Saad Metz, Executive Vice President von Audi China.

Bosch und Nio kooperieren

Der Zulieferer Bosch hat mit dem Elektroauto-Unternehmen Nio eine strategische Kooperation verkündet. Bosch liefert für das Elektro-SUV Nio ES8 Fahrerassistenzsysteme, Steuergeräte, Sensorik und den elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster. Im Zuge der Kooperation zu den Bereichen Sensorik, automatisiertes Fahren, Elektromotorsteuerung und intelligente Transportsysteme sollen die Komponenten für neue Nio-Fahrzeuge weiterentwickelt werden.

Auch der VDA und der Verband der chinesischen Automobilhersteller CAAM sowie das China National Technical Committee for Automotive Standardisation (NTCAS) ICV Subcommittee wollen beim vernetzten und automatisierten Fahrzeug zusammenarbeiten. Das gab der VDA im Rahmen der fünften Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen bekannt. 

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