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27.04.2016 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

ZF treibt Elektromobilität in China voran

Autor:
Christiane Brünglinghaus
3 Min. Lesedauer

ZF will ab 2020 einer der wichtigsten Zulieferer für Elektromobilität in China sein. Schon heute gehört Asien-Pazifik mit dem Hauptmarkt China zu einer der wichtigsten Marktregionen für den Konzern.

Auf der Auto China stellt ZF die Pläne seiner neuen Konzerndivision E-Mobility für den chinesischen Markt vor. In der neuen Division bündelt ZF seit Jahresbeginn 2016 seine Aktivitäten für Lösungen rund um das Thema Elektromobilität. Im Fokus ist die weltweite Entwicklung und Produktion von hochintegrierten Lösungen für Hybrid- bis zu vollelektrischen Achsantrieben für Pkw. Das Portfolio wird komplettiert durch elektronische Getriebesteuerungen sowie dazugehörige Bedienelemente. ZF stellt aktuell die Weichen, um nach eigenen Angaben "ab 2020 zu den wichtigsten Zulieferunternehmen der Elektromobilität in China zu zählen".

Ziel: Etablierter E-Mobility-Zulieferer für China ab 2020

"In vielen Automärkten weltweit ist Elektromobilität heute noch ein Nischenmarkt", so Jörg Grotendorst, Leiter der neuen ZF-Division E-Mobility. "Dies wird sich aber schnell ändern, wenn Gesetzgeber international in den kommenden Jahren strengere Emissionsgrenzwerte durchsetzen." Auch in China dürfte die Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen in den kommenden Jahren rapide steigen - ein Wachstum, an dem ZF partizipieren kann: "Wir wollen ab 2020 einer der wichtigsten Zulieferer für E-Mobility in China sein", so Grotendorst. Zu diesem Zweck habe die neue Division in China bereits Vertriebs- und Entwicklungsstrukturen aufgebaut. Das Team vor Ort soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Ziel sei die Lokalisierung bei der Entwicklung der vom Markt geforderten Lösungen wie auch bei deren Herstellung.

Region Asien-Pazifik wird für ZF immer bedeutsamer

Daneben hat sich Asien-Pazifik mit dem Hauptmarkt China in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Marktregionen für die ZF Friedrichshafen entwickelt. Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete das Unternehmen mit 6,4 Milliarden Euro dort mehr als ein Fünftel des Umsatzes von 29,2 Milliarden Euro. "Auch für 2016 rechnen wir in Asien-Pazifik weiter mit deutlichem Wachstum - unser wichtiger Markt China zeigt sich auf einem gemäßigten aber klaren Wachstumspfad", sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer.

Der wachsenden Bedeutung des dynamischen Marktes trägt ZF auch mit einer neuen Aufteilung im Konzernvorstand Rechnung: Die Region Asien-Pazifik wird seit 1. April 2016 zentral aus dem Ressort Markt heraus verantwortet. Auch zum 1. April 2016 hat ZF-Marktvorstand Peter Lake die Verantwortung für Asien-Pazifik von Personalvorstand Jürgen Holeksa übernommen.

Erweiterung der Zentrale für China und Asien-Pazifik in Schanghai

ZF setzt in der Region Asien-Pazifik insbesondere auf lokale Systemlösungen und eine starke Fertigungspräsenz, um dem steigenden Bedarf der Kunden nach einem hohen Lokalisierungsgrad und entsprechender Entwicklungskompetenz gerecht zu werden. Aktuelle Beispiele seien die Applikation des automatischen Nutzfahrzeug-Getriebesystems Traxon für den chinesischen Markt sowie der Serienanlauf eines Nutzfahrzeugkupplungssystems für chinesische Kunden im ersten Halbjahr 2016.

Im Bereich Forschung und Entwicklung intensiviert ZF die Präsenz in der Region Asien-Pazifik weiter, um Produkte für den Markt direkt vor Ort zu entwickeln. Dazu wird derzeit das Entwicklungszentrum in Schanghai um zusätzliche Labore, Prüfstände und Büros erweitert. Dadurch steigt die Fläche knapp um das Vierfache der ursprünglichen Größe von 11.000 auf 54.000 Quadratmeter. Daneben wurde im Technologiezentrum von ZF TRW im nahe gelegenen Anting Mitte April eine neue Crashtest-Schlittenanlage in Betrieb genommen - die vierte Crashtest-Anlage des Konzerns.

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Quelle:
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