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07.12.2016 | Unternehmen + Institutionen | Nachricht | Onlineartikel

Im ADAC EcoTest schneiden Elektro- und Hybridautos gut ab

Autor:
Benjamin Auerbach

Der ADAC nahm in seinem EcoTest 45 Pkw unter die Lupe. Die Bedingungen wurden bei der diesjährigen Ausgabe verschärft. Erstmals integrierte der Club auch eine Schadstoffmessung auf der Straße. 

Der ADAC hat die bisherigen Ergebnisse des EcoTests zur Messung von Verbrauch und Schadstoffen veröffentlicht. Bei der 13. Auflage des Tests wurden die Bedingungen verschärft. Nach Angaben des ADAC wurden die Testfahrzeuge realitätsnäher geprüft als es Hersteller und staatliche Institutionen tun. 

Neben aktualisierten Fahrzyklen und verschärften Bewertungsmaßstäben gibt es eine weitere wesentliche Neuerung: Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen, müssen sich jetzt erstmals zusätzlich Abgasmessungen auf der Straße stellen. Somit erhielten ausschließlich Fahrzeuge eine ADAC-Empfehlung, die auch im realen Verkehr relativ sauber seien. Prüfstandoptimierte Fahrzeuge können somit identifiziert und abgewertet werden. Von den bisher getesteten Fahrzeugen mit Vier- oder Fünfsterne-Prädikat erwiesen sich nach Angaben des Automobil-Clubs allerdings alle auch im realen Betrieb als umweltschonend.

Top 5 im Test mit alternativen Antrieben

Seit September 2016 hat der Club 45 Pkw in Sachen Verbrauch und Schadstoffe gemessen. Die führenden fünf Fahrzeuge im aktuellen Umweltranking sind Elektro- und Hybridautos sowie ein Erdgasfahrzeug. Der Stromer BMW i3, der den ersten Platz belegt, erreicht volle 100 Punkte, die sich aus 50 Punkten in der Schadstoffbewertung sowie 50 Punkten in der Kategorie Verbrauch zusammensetzen. Es folgen mit dem Toyota Prius 1.8 Hybrid Executive und mit dem Nissan Leaf Acenta ein Hybrid- und ein Elektrofahrzeug (jeweils 94 Punkte). Der vierte Platz im Test geht mit dem Skoda Octavia Kombi 1.4 TSI G-Tec Style an ein Erdgasfahrzeug. Auf dem fünften Rang folgt der Toyota Yaris Hybrid Style.

Zwei Diesel in den Top Ten

Bester Benziner im Test ist der Mitsubishi Space Star 1.2 Clear Tec Top. Er belegt den achten Platz. Von den 26 getesteten Dieselfahrzeugen überzeugten den ADAC nur zwei Modelle. Sie schaffen es mit vier Umweltsternen in die Top Ten: der Mercedes E220 d 9G-Tronic (Platz 7) sowie der BMW 118d Urban Line Steptronic (Platz 9).

"Unsere neuen Messungen bestätigen, dass die meisten Dieselmodelle unabhängig von der verwendeten Abgasreinigungstechnik unter realitätsnahen Bedingungen zu viele Emissionen ausstoßen", so Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums. "Die Ergebnisse sind ein Appell an die Hersteller von Dieselfahrzeugen, die Abgastechniken so einzusetzen, dass diese über alle Betriebszustände Emissionen wirksam verringern. Dass dies technisch machbar ist, zeigen die beiden Dieselmodelle in den Top Ten."

Während viele Diesel mit einem hohen Stickoxid-Ausstoß (NOx) zu kämpfen hätten, müssten die meisten modernen Ottomotoren mit Benzin-Direkteinspritzung mit einem hohen Partikelausstoß zurechtkommen, der Ursache für entsprechende Feinstaubbelastung ist. Dass davon nicht nur stark motorisierte Pkw wie der Focus RS betroffen sind, zeigen Beispiele wie der VW Tiguan 1.4 TSI oder der Opel Corsa 1.0 Turbo ecoFlex Edition, die im Schadstoffkapitel kaum punkten können. 

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