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Unternehmen + Institutionen

weitere Buchkapitel

Kapitel 10. Allianz für Entwicklung und Klima – Innovative Partnerschaft für die Agenda 2030 und das Pariser Klimaschutzabkommen

Das Anliegen der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufenen Allianz für Entwicklung und Klima ist die nicht-staatliche Förderung von Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 und internationalem Klimaschutz. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz begegnet sie zahlreichen Herausforderungen, die heute in diesem Kontext bestehen. Unterschiedlichste private Akteure fördern heute im Rahmen ihrer Klimaschutzaktivitäten entsprechende internationale Projekte, die positive Wirkungen in Richtung verschiedener Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 entfalten. Ihr Ziel ist die Ambitionssteigerung beim internationalen Klimaschutz und die rasche Erreichung bilanzieller Treibhausgasneutralität. In Zukunft eröffnen sich vielfältige weitergehende Potenziale. Diese betreffen z. B. die dringend erforderliche Ausweitung der internationalen Klimafinanzierung, neue Zertifikate im Umfeld technischer CO2-Entnahme oder auch ein verstärktes Handeln nach dem Verursacher- und dem Leistungsfähigkeitsprinzip.

Olivia Henke, Estelle Herlyn, Sven Jansen
Zwischen Ambition und Umsetzung. Institutionalisierungsprozesse als Kernherausforderung der Mobilitätswende?

Das Handeln professioneller Akteure auf der lokalen Ebene ist essenziell für die Umsetzung der Mobilitätswende. Der Blick auf Institutionalisierungsprozesse hilft hier, Herausforderungen im Umgang mit technologischen Innovationen besser zu verstehen, die Beiträge zur Stärkung des Umweltverbundes versprechen. Beispielhaft zeigen hier urbane Seilbahnen, wie kleinteilige Lücken an Erfahrungswerten und in Planungsinstrumenten den Einsatz bereits eines technologisch ausgereiften Verkehrsmittels im dicht regulierten Planungsgefüge des öffentlichen Verkehrs erschweren. Das Transformationspotenzial des automatisierten Fahrens hingegen reicht viel weiter und umfasst Möglichkeiten eines attraktiveren öffentlichen Verkehrs ebenso wie Risiken einer noch weiter gefestigten Automobilität. Die verkehrspolitische Debatte dazu ist jedoch bisher stark technologisch ausgerichtet. Trotz zahlreicher technischer Versuchsbetriebe erfolgt bisher kaum eine Auseinandersetzung mit den darüber hinaus reichenden Anforderungen an eine mobilitätswendegerechte Einbindung der Technologie ins Mobilitätssystem. Die proaktive und zielgerichtete Gestaltung entsprechender Institutionalisierungsprozesse als Teil des Transformationsprozesses erweist sich daher als wesentliche Herausforderung zur Erreichung der Mobilitätswende, die in Relation zu deren inhaltlichen Zielen und dem mit ihr verbundenen politischen Diskurs zu setzen ist.

Max Reichenbach, Torsten Fleischer
Kapitel 18. Wie die deutsche Politik Investoren unterstützen kann

Auf internationaler Ebene verdeutlicht der ungleiche Wettbewerb der OECD-Staaten mit den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und seit 2011 auch Südafrika) um die Märkte Afrikas, wie wichtig es ist, die politische Sphäre ebenfalls im Blick zu halten, wenn man in Afrika erfolgreich sein will. Die deutsche Politik bietet verschiedene Institutionen, die deutsche Unternehmen dabei unterstützen können, die politische Agenda des Ziellandes besser zu verstehen, zu bedienen und so in diesem Land wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Genau hierbei soll dieses Kapitel helfen, indem es einen Überblick über die wichtigsten Institutionen der deutschen Politik gibt. Der Begriff Politik umfasst hierbei in einem weiteren Verständnis neben den öffentlichen auch die privaten Institutionen des politischen Raums.

Julian David Reichert
24. Der Aufbau eines Innovationsökosystems mit einer Universität als zentrale Drehscheibe
Akteure, Aktivitäten und Transferstrukturen anhand des Fallbeispiels der Universität Bayreuth

Innovationen werden nicht nur für etablierte Unternehmen und Start-ups immer wichtiger, sondern sie spielen auch bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen eine immer wichtige Rolle. Diese werden immer seltener von AkteurInnen alleine entwickelt werden, sondern im kooperativen Austausch untereinander. Daraus entstehen ganze Ökosysteme, die zum Ziel haben, Innovationen hervorzubringen. Bei der Entwicklung solcher sogenannten Innovationsökosysteme können Universitäten wichtige Impulse setzen und insbesondere im regionalen Umfeld eine zentrale und strategische Rolle einnehmen. In diesem Kapitel wird anhand der Universität Bayreuth, einer mittleren Hochschule in Oberfranken (Bayern), aufgezeigt, wie der Ausbau einer Innovations- und Gründungskultur und der Entrepreneurship-Lehre dazu beiträgt, das regionale Innovationsökosystem zu verbessern und wie sich die Transferstrukturen an den Bedürfnissen und Kompetenzen der AkteurInnen anpassen.

David M. Eder, Petra Beermann, Christoph Buck
25. Entrepreneurial Ecosystems und Technologietransfer: Strukturen und Prozesse zur Etablierung von Transferinnovationen im Cross-Industry-Kontext

Im Rahmen dieses Beitrags wird der Frage nachgegangen, wie Technologietransfer und die von ihm ausgehende Innovationsaktivität von dem regionalspezifischen, umgebenden systemischen Handlungsrahmen im Sinne eines innovation ecosystem abhängig ist. Soll dieses zu einem entrepreneurial ecosystem weiterentwickelt werden, bedarf es bestimmter Strukturen, Prozesse und Akteure, die vor allem die Entstehung von Transferinnovationen anstoßen und befördern können. Ein besonders wichtiger Bereich der Transferinnovationen liegt gerade im ambivalenten Cross-Industry-Kontext, weil dort die Wahrscheinlichkeit radikaler Innovationsvorhaben deutlich höher erscheint, die sich gerade auf der Geschäftsmodellebene auswirken. Allerdings stehen dem dominante Branchenlogiken, blinde Flecken und kognitive Pfadabhängigkeiten stark entgegen. Nicht zu unterschätzen ist das immanente Findungs- und Selektionsproblem von „Transferpartnern“ aus anderen Branchen. Wie solche Barrieren mit gestalterischen, vertrauensschaffenden Maßnahmen überwunden werden können, sollen die entwickelten konzeptionellen Überlegungen aufzeigen, die einerseits dem multidirektionalen Charakter des Wissenstransfers beim Innovationsanstoß Rechnung tragen und andererseits auch für die Handlungspraxis anwendbar sind. An ausgewählten Praxisbeispielen wird die anzustrebende Ko-Kreation von Wissen mehrerer beteiligter Branchen veranschaulicht, die über einen Katalysator-Akteur zusammengebracht werden. Im Zentrum der Bemühungen steht die gesteigerte kreative Rekombination von Wissen.

Bernhard H. Vollmar, Mark Euler
1. Fakten im Erzählen verstehen

Mit Fakten filmisch zu erzählen, ist für Autoren* eine Herausforderung, weil manche informativ notwendigen Fakten eher in eine Liste passen. Doch der Weg, Fakten nicht abzuhandeln, sondern in eine dramaturgisch wirksame Form zu bringen, führt zum Ziel: das Publikum bleibt dran und versteht. Der Weg zum Verstehen führt über Emotionen. Dabei entstehen Vorstellungen von Personen und Sachverhalten und werden als Information nutzbar. Für Filme ist das älteste Kommunikationsmuster der Menschheit, die Erzählung, mit ihrer Dramaturgie das angemessene Informationswerkzeug.

Gregor Alexander Heussen
11. Muster • Erzähl-Rhythmus

Wir stoßen in unserer Wahrnehmung auf Muster die uns ermöglichen, den Film-Inhalt und Filmverlauf spontan zu verstehen. Wir erkennen aus der Erfahrung mit Medien und dem eigenen Leben bestimmte Strukturen wieder. Der Film wiederum trifft mit seiner visuellen, akustischen und erzählerischen Gestaltung auf Muster im Zuschauer, die sich mit den Mustern im Film abgleichen – oder ihnen widersprechen. Durch die Montage entsteht aus diesem Aufeinandertreffen ein dokumentarischen Erzählrhythmus.Einige Muster, die Autoren* im Film nutzen, werden im Detail deutlich erkennbar: Wahrnehmungsmuster, Ablaufmuster, Drama-Elementarmuster. Unterschiedliche zeitliche Taktungen sorgen beim Publikum für Anregung, Spannung und zugleich für Sicherheit der Erkenntnis. Die im Film dramaturgisch aktivierten Muster stoßen auf die Erfahrungsmuster der Zuschauer. Sie können diese verändern und flexibel halten.

Gregor Alexander Heussen
Kapitel 4. Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle durch Ecosysteme

Die Agenda für den Aufbau und die Skalierung von Unternehmen der nächsten Generation konzentriert sich auf klare Prinzipien, ein optimiertes Stakeholder-Management und klare Organisationsstrukturen. Die Grundsätze umfassen den Zweck des Unternehmens, der über die Befriedigung von Stakeholdern und Investoren durch Geldverdienen hinausgeht. Unternehmen sind eingebettet in ein Land und eine Gesellschaft, deren Mitarbeiter und Bürger von den Unternehmensführern erwarten, dass sie Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Gleichzeitig gibt es ganz klare Maßnahmen, die Führungskräfte ergreifen müssen, um von den Kunden ausgehend rückwärtszuarbeiten und die Rolle der Produktmanager neu zu definieren, um kundenorientierte Lösungen schnell auf den Markt zu bringen und eine Roadmap zu erstellen, die mit einem minimal lebensfähigen Produkt beginnt. Geschwindigkeit zählt mehr als ein perfektes Produkt – Agilität schlägt 100 % Engineering. Ecosysteme müssen definiert und orchestriert werden, um den Wert für Kunden in einer komplexen Welt zu maximieren, in der Partnerschaften der Schlüssel zum Erfolg sind. Der Umgang mit den Stakeholdern muss offen und transparent sein, und die Organisation muss als Hochleistungsteam aufgebaut sein, das die Unternehmensstrategie unterstützt und nicht die interne Politik. Obwohl es viele organisatorische Details gibt, haben sich einige führende Praktiken als universelles Wissen herausgestellt.

Burkard Schemmel
Kapitel 15. Sponsoring im Motorsport

Der Artikel „Sponsoring im Motorsport“ befasst sich mit Fragestellungen des Sponsorings in der Motorsportbranche. Nach einer Einleitung, die sich mit der Begriffsabgrenzung und Unterteilung in verschiedene Affinitätskategorien zum Motorsport befasst sowie die Entwicklung und den Status Quo des Sponsorings darstellt, bildet vor allem das darauffolgende Kapitel den Kern dieses Artikels. Hier erfolgt zuerst eine kurze Analyse des Bekanntheitsgrades einzelner Motorsport-Teams, ehe daraufhin detailliert die systematische Planung des Motorsport-Sponsorings – auch anhand des Fallbeispiels BMW – veranschaulicht wird. Darüber hinaus werden die kommunikativen Zielsetzungen im Motorsport-Sponsoring erläutert, am Beispiel BWM weiter vertieft und schließlich im Rahmen eines Fallbeispiels mit den Imagezielen und der Emotionalisierungsstrategie von Marc O’Polo verknüpft. Im Anschluss daran werden Chancen von Hospitality im Motorsport veranschaulicht, da das Ambiente von Motorsport-Veranstaltungen für die Pflege von Geschäftskontakten und des Kundenbeziehungsmanagements besonders förderlich ist. Den Abschluss des Kapitels bildet das Motorsport-Sponsoring durch Sachmittel und Dienstleistungen. In diesem Kontext werden bedeutende Partnerschaften zwischen Rennteams und Sponsoren erläutert; wie etwa Ferrari und Shell, Mercedes AMG Petronas und die Deutsche Bahn Schenker, Aston Martin und Red Bull sowie das spezielle Engagement von Mobil 1. Im nächsten Kapitel wird die Integration des Motorsport-Sponsorings in den kompletten Kommunikations-Mix mit dem Ziel der Generierung von positiven Synergieeffekten erläutert. Hier wird ein tieferer Einblick in die Vernetzung des Sponsorings gegeben, die als wesentlicher Erfolgsfaktor angesehen wird. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Motorsportserien (Formel 1, DTM, WRC) betrachtet, das Thema der rückläufigen TV-Einschaltquoten im Motorsport diskutiert und abschließend ein Einblick in die spezifische Kundenausrichtung der NASCAR gegeben. Der Artikel schließt mit einem Ausblick, insbesondere zum Mediennutzungsverhalten im Generellen sowie zum TV-Nutzungsverhalten im Rahmen der Digitalisierung.

Walter Ruda
7. Wissen und Intelligenz
Warum einer Wissensgesellschaft ihr Wissen allein wenig nützen würde

Eine Wissensgesellschaft mit hochgradiger Spezialisierung ihrer Individuen bildet eine Voraussetzung für MESH. Doch Wissen allein genügt nicht, um große Aufgaben gemeinsam zu bewältigen und dabei Neues zu erschaffen. Das Zusammenspiel von Wissen und Intelligenz ist gefragt. In der Vergangenheit haben sich abgeschottete Institutionen und Unternehmen als Hüter ihres Wissens gebärdet. In einem MESH dürfen sie sich zukünftig für die Intelligenz und Kreativität der Community – der vermeintlichen Nicht-Experten – öffnen. Die intelligente, gemeinsame Nutzung des Wissens setzt einen Mentalitätswandel voraus. Für Arroganz ist kein Platz mehr.

Christoph Zulehner
7. Folgen der Globalisierung

Globalisierung beeinflusst wirtschaftliche, politische und soziale Prozesse. Die Effekte sind in der Regel nicht neutral, sie beinhalten Vor- oder Nachteile für die betroffenen Länder, Gruppen, Institutionen oder Individuen. Viele der Globalisierung zugeschriebene Folgewirkungen sind nur mittelbar durch die Globalisierung verursacht. Häufiger sind sie Auswirkungen ökonomischer Entwicklungen, die durch Globalisierungsprozesse verstärkt wurden. Den vielfältigen Gewinnen stehen negative Folgen gegenüber. Durch die sinkende Schutzfunktion nationaler Grenzen gehen Privilegien verloren. Der dramatische Anstieg der grenzüberschreitenden Transaktionen erhöht Komplexität, führt zu steigender Umweltbelastung und begünstigt internationale Kriminalität. Der intensivere internationale Wettbewerb beschleunigt Strukturwandelprozesse und erhöht Entwicklungs- und Anpassungskosten und die Gefahr von unfairem Verdrängungswettbewerb. Schließlich produziert Globalisierung Verteilungsgewinner und -verlierer mit negativen sozialen und politischen Folgen.

Eckart Koch
Kapitel 2. Theoretische Grundlagen zu schwellenkonzeptorientierter, wirtschaftsdidaktischer Entrepreneurship Education

Nachfolgend werden die theoretischen Grundlagen zu schwellenkonzeptorientierter Entrepreneurship Education gelegt, indem zunächst eine Annäherung an Entrepreneurship als Disziplin erfolgt (2.1) und wirtschaftsdidaktische Anknüpfungspunkte erarbeitet werden. Dies beinhaltet das Zusammenführen einer fachwissenschaftlichen mit einer fachdidaktischen Perspektive, wobei die besondere Bedeutung von Entrepreneurship (Education) innerhalb der Bildungslandschaft, allen voran in Schulen und Hochschulen, herausgestellt und als Anlass für wirtschaftsdidaktische Forschungsbemühungen interpretiert wird. Hierbei wird die nach wie vor bestehende Armut an didaktischen wie lerntheoretischen Ansätzen verdeutlicht, die gleichwohl für eine angemessene Begegnung der pluralen Erscheinungsformen von Entrepreneurship Education als notwendig erachtet werden und den zugrunde liegenden Forschungsbedarf unterstreichen.

Jan-Martin Geiger
Kapitel 5. Mentale Stärke – ein Konzept mit Potenzial

Unsere neue Realität, die durch die Pandemie und die Auswirkungen des Krieges im Osten Europas mit den Auswirkungen auf unser Leben entstanden ist, hat bei vielen von uns Unruhe, Unsicherheit oder sogar Ängste ausgelöst. Weder an dem Virus noch an der Aggression können wir derzeit etwas ändern. Aber wir können unsere Perspektive und Reaktion als auch unseren Fokus steuern.

Erich R. Unkrig
1. Der traditionelle Weg der Bau- und Immobilienwirtschaft in die digitalisierte Welt

Unsere Lebensbereiche verändern sich zunehmend. Bis Anfang des Jahres 2020 glaubte man, die Weltwirtschaft sei beständig und widerstandsfähig. Ein jährliches Weltwirtschaftswachstum von circa 3,8 Prozent seit der Finanzkrise 2007 vermittelte Stabilität und Sicherheit. Die COVID Pandemie hat dazu geführt, dass die Notwendigkeit für Veränderungen klarer und die individuelle Bereitschaft, sich mit neuen Methoden und Technologien zu beschäftigen, größer geworden ist. Auch die Bau- und Immobilienwirtschaft, die traditionell im Verhältnis zu anderen Industrien und Wirtschaftszweigen etwas langsamer unterwegs war, stellt sich den Herausforderungen der Zukunft. Weltweit setzen sich mehr als 1000 Start-ups sowie zahlreiche, bedeutende konventionelle Unternehmen dafür ein, diese Branche aktiv in eine neue Epoche zu überführen.

Christoph Jacob
Kapitel 4. Kontextualisierende Verortung: CCS in der EU-Klimapolitik

Durch ein Kontextualisieren der Maßnahme hinsichtlich des Agenda Settings der EU-Politik wird die Analyse in einen größeren Zusammenhang eingeordnet. Aktuell erhält die Debatte um die Notwendigkeit von Senken und Kompensation von Treibhausgasen insbesondere seit dem SR1.5 erhöhte klimapolitische Aufmerksamkeit, mit dem Ziel, Restemissionen auszugleichen bis hin zur Erzeugung sogenannter negativer Emissionen. Doch dies kann vor dem Hintergrund vergangener klimapolitischer Handlungslogiken auch als die Fortsetzung einer bereits seit längerem vorhandenen Reaktionslogik des nachgeschalteten Ausgleichs verstanden werden.

Annabarbara Friedrich
Kapitel 10. FlexSHARE – Methodisches Framework zur innovativen Gestaltung der urbanen Mobilität durch Sharing-Angebote

Das Ziel des INTERREG-Projektes „SHAREuregio“ (FKZ: 34.EFRE-0300134) ist es, grenzüberschreitende Mobilität in der Euregio Rhein-Maas-Nord zu ermöglichen und zu fördern.

Christoph Hebel, Ulf Herrmann, Thomas Ritz, Thilo Röth, Anette Anthrakidis, Jörg Böker, Till Franzke, Thomas Grodzki, Torsten Merkens, Mirjam Schöttler
109. Beobachtung

Bei der Beobachtung handelt es sich um eine Datenerhebungsmethode, bei der Ereignisse, Verhaltensweisen oder Merkmale durch Forschende erfasst, dokumentiert und ausgewertet werden (Döring/Bortz 2016: 324). Im Gegensatz zu Alltagsbeobachtungen ist die wissenschaftliche Beobachtung nicht willkürlich. Sie wird vorab (bei Anwendung einer quantitativen Forschungslogik) oder im Verlauf des Forschungsprozesses (bei Anwendung einer qualitativen Forschungslogik) systematisch geplant und durchgeführt, ist an einer Forschungsfrage ausgerichtet und kann in unterschiedliche Forschungsdesigns eingebettet werden.

Cornelia Thierbach, Grit Petschick
A von Abfall bis Auswirkungsanalyse
Brigitte Bernard-Rau, Guilhem Schnerring
11. Datensicherheit und Datenschutz

In der heutigen vernetzten Welt hat die Datensicherheit eine hohe Bedeutung, und zwar sowohl für Unternehmungen und den öffentlichen Bereich als auch für Privatpersonen. Hierbei spielt die Sicherheit personenbezogener Daten, das heißt der Datenschutz, eine besonders wichtige Rolle. Ein angemessenes Sicherheitsniveau kann nur durch eine systematische Gestaltung des gesamten IuK-Systems im Rahmen eines Engineering-Prozesses erreicht und aufrechterhalten werden.

Peter Weber, Roland Gabriel, Thomas Lux, Katharina Menke
Kapitel 4. Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle durch Ecosysteme

Die Agenda für den Aufbau und die Skalierung von Unternehmen der nächsten Generation konzentriert sich auf klare Prinzipien, ein optimiertes Stakeholder-Management und klare Organisationsstrukturen. Die Grundsätze umfassen den Zweck des Unternehmens, der über die Befriedigung von Stakeholdern und Investoren durch Geldverdienen hinausgeht. Unternehmen sind eingebettet in ein Land und eine Gesellschaft, deren Mitarbeiter und Bürger von den Unternehmensführern erwarten, dass sie Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Gleichzeitig gibt es ganz klare Maßnahmen, die Führungskräfte ergreifen müssen, um von den Kunden ausgehend rückwärtszuarbeiten und die Rolle der Produktmanager neu zu definieren, um kundenorientierte Lösungen schnell auf den Markt zu bringen und eine Roadmap zu erstellen, die mit einem minimal lebensfähigen Produkt beginnt. Geschwindigkeit zählt mehr als ein perfektes Produkt – Agilität schlägt 100 % Engineering. Ecosysteme müssen definiert und orchestriert werden, um den Wert für Kunden in einer komplexen Welt zu maximieren, in der Partnerschaften der Schlüssel zum Erfolg sind. Der Umgang mit den Stakeholdern muss offen und transparent sein, und die Organisation muss als Hochleistungsteam aufgebaut sein, das die Unternehmensstrategie unterstützt und nicht die interne Politik. Obwohl es viele organisatorische Details gibt, haben sich einige führende Praktiken als universelles Wissen herausgestellt.

Burkard Schemmel
Kapitel 27. Best Practice für das Anlage- und Risikomanagement bei der fair-finance Vorsorgekasse
Impact mit Rendite versus Rendite mit Nachhaltigkeit

Österreichs nachhaltigste Vorsorgekasse (Der Börsianer) versteht sich als Social Enterprise und als Game Changer. Das treuhändig verwaltete Kapital wird sinnstiftend für Gesellschaft und Umwelt in impactstarke Investments mit klarem Fokus auf messbare Ergebnisse und im Sinne der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eingesetzt. fair-finance verfolgt eine aktive Nachhaltigkeitsstrategie, die eine positive ökologische und gesellschaftliche Veränderung nicht, wie der Mainstream der ESG-Investoren, als (durchaus willkommenen) Nebeneffekt mitnimmt, sondern ganz gezielt gerade auf diese Entwicklung fokussiert ist. Zukünftig soll noch mehr Kapital für wirkungsvolle Investments eingesammelt werden – um mit dem Erfolg von fair-finance auch andere Investoren zu ermutigen, ähnliche Wege zu beschreiten.

Markus Zeilinger
1. Sichtweisen auf die Cyber-Sicherheit im Cyber-Raum

In diesem Kapitel werden unterschiedliche Sichtweisen auf die Cyber-Sicherheit im Cyber-Raum diskutiert, um eine Grundlage für das Verständnis des Themas Cyber-Sicherheit und dessen Probleme, Herausforderungen, Rahmenbedingungen, Paradigmen, Wirksamkeitskonzepte, Bedürfnisse, Strategien, Motivationen, Angriffsvektoren, Schäden und Risiken aufzubauen.

Norbert Pohlmann
Kapitel 6. PR-Newsroom und Corporate Newsroom
Themenorientierte Steuerung, strategische Integration und agile Organisation

Newsrooms werden seit einigen Jahren als effiziente Innovation in Public Relations und Kommunikationsmanagement betrachtet. Der Beitrag gibt einen Überblick über das Konzept des PR- bzw. Corporate Newsrooms. Dabei wird die bisherige Debatte zusammengefasst, eingeordnet, ergänzt und eine Definition erarbeitet. Ein Schwerpunkt im Beitrag liegt auf der organisationstheoretischen Modellierung. Der Newsroom wird erstens als mehrdimensionales Konzept vorgestellt, bei dem Themen- und Kanalebene miteinander verwoben sind. Dabei sind eine themenorientierte Steuerung und eine strategische Ableitung dieser Themen wichtig. Zweitens wird er als agile Organisation mit flachen Hierarchien und hoher interner Autonomie beschrieben. Dabei wird deutlich, dass nur ein wirklich integrierter „Corporate“ Newsroom die vielfältigen Herausforderungen an das Kommunikationsmanagement von heute bewältigen kann. Newsrooms werden dabei von ihren Vorbildern im Journalismus ebenso wie von anderen Funktionsbereichen der Kommunikationseinheit abgegrenzt. Ein empirisch erhobener Status quo in der Praxis schließt den Beitrag ab.

René Seidenglanz
9. Die Familiencharta

Die Familiencharta markiert zugleich Ende und Anfang der Familienstrategie. Sie ist die Gründungsurkunde, die einer neuen Ära der Zusammenarbeit in einer Unternehmerfamilie den Rahmen liefert. Die Charta steht am Ende des angeleiteten Prozesses der Familienstrategie und am Anfang der von der Familie eigenständig praktizierten Family Governance. Sie bildet das Bollwerk einer Unternehmerfamilie gegen die Entfremdung, sie erhält den Familienmitgliedern das Bewusstsein eines gemeinsamen Interesses, sie ersetzt Willkür durch geordnete Verfahren, sie schafft Planungssicherheit und stärkt den Zusammenhalt.

Kirsten Baus
Autorität auf dem Prüfstand – wie Modernisierungserscheinungen die Polizei herausfordern

Gesellschaftliche Veränderungen belasten heute spürbar das Verhältnis zwischen Polizei und Bürger. Unter den Lebensbedingungen der Individualisierung haben sich neue Einstellungen und Verhaltensdispositionen herausgebildet, die das Konfliktpotenzial im Polizeidienst deutlich erhöhen. Es sind vor allem drei wesentliche Einstellungsveränderungen, die heute den Selbst- und Weltbezug des spätmodernen Menschen bestimmen und ein zunehmend aggressives Sozialverhalten bewirken: die Forderung von nahezu uneingeschränkter Selbstbestimmtheit, die Ablehnung von Über- und Unterordnungsverhältnissen infolge geringer Machtdistanz und das kämpferische Streben nach Anerkennung und Wertschätzung. Infolge dieser Veränderungen nimmt die Akzeptanz polizeilicher Autorität ab. Die Polizei steht vor der Aufgabe, adäquate Deeskalationstrategien zu entwickeln, um auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren zu können. Statt den Autoritätsanspruch ganz aufzugeben, sollte Autorität als soziale Beziehungsform zwischen Polizei und Bürger durch Kommunikations- und Verhaltensanpassungen einer Modernisierung unterzogen werden.

Susanne vom Hau
Kapitel 3. Strategisches Framing

In der Politischen Kommunikation dient das Framing oft als strategisches Hilfsmittel, mit dem die Wirklichkeit in einer spezifischen Sichtweise dargestellt wird. Dabei stehen Frames als Struktur der Realität und strategische Prozesse in wechselseitigem Zusammenhang. Häufig wird dabei eine Situation problematisiert, um eine erwünschte Reaktion oder Interpretation und Bewertung eines Sachverhaltes zu erreichen.

Michael Oswald
Erfolgreiche Einführung von KI im Unternehmen
Bausteine für das Change-Management)

Die Einführung von KI in Unternehmen und anderen Organisationen bietet Chancen und Potenziale sowohl für Beschäftigte, etwa in Form von Entlastung durch KI-Systeme, als auch für Unternehmen, etwa in Form von Prozessverbesserungen oder neuer Geschäftsmodelle. Die Einführung von KI weist Besonderheiten auf, die sich ebenso auf das Change-Management wie auf die Beteiligung der Beschäftigten einschließlich der Prozesse der betrieblichen Mitbestimmung auswirken. Das folgende Kapitel verfolgt das Ziel, für die Anforderungen des Change-Managements bei KI zu sensibilisieren und die Umsetzung der Einführung von KI-Systemen mit verschiedenen Phasen des Change-Prozesses zu unterstützen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor stellt die Einbeziehung der Beschäftigten und die Mobilisierung für den Einsatz der neuen Technologien dar. Wenn wir bereits heute ein zielorientiertes und humanorientiertes Change-Management anwenden, verhilft dies zu einem erfolgreichen Einsatz von KI-Technologie in der Arbeitswelt 2030.

Sascha Stowasser
Vertrauen Sie KI? Einblicke in das Thema Künstliche Intelligenz und warum Vertrauen eine Schlüsselrolle im Umgang mit neuen Technologien spielt

No trust, no use? Oft wird Vertrauen als kritischer Erfolgsfaktor propagiert, wenn es um die Nutzung von neuen Technologien geht, vor allem wenn es sich um intelligente Systeme, sogenannte KI (Künstliche Intelligenz) handelt. Diese finden nämlich immer mehr Eingang in die heutige Gesellschaft, sowohl im privaten (z. B. Einkaufen mit Amazons KI-basiertem Smart Speaker Alexa) als auch im beruflichen oder schulischen Umfeld (z. B. intelligente Systeme, die die Personalauswahl oder Lernprozesse unterstützen sollen). Der Einsatz von smarten, ubiquitären Technologien erhöht die Unsicherheit und Skepsis, gerade bei EndanwenderInnen ohne technisches Verständnis, und verschärft das Spannungsfeld zwischen Mensch, Maschine und Gesellschaft. Die Vertrauensfrage wird ins Rampenlicht gerückt. Ist Vertrauen der KonsumentInnen die Lösung, um das hochgelobte Potenzial der künstlichen Intelligenz voll auszunutzen? Ganz so einfach ist es nicht. Unklarheiten in Definitionen, Sprachgebrauch und Messmethoden verwässern das Verständnis um die Zusammenhänge von Vertrauen und Nutzen. Es ist über die unterschiedlichen Disziplinen hinweg nicht eindeutig geklärt, ob die Nutzung von neuen Technologien, insbesondere KI, tatsächlich mit Vertrauen einhergeht, für welchen Zweck und Vertrauen in wen: Die HerstellerInnen? Die DesignerInnen? Wie kann Vertrauen und Nutzung abgegrenzt werden? Dieser Beitrag hat zum Ziel, kuriose Geschichten und Behauptungen rund um KI und Vertrauen zu entmystifizieren, um letztlich Künstliche Intelligenz besser in die Praxis zu bringen. Dazu braucht es einen transdisziplinären und vor allem adressatengerechten Diskurs darüber, was intelligente Systeme sind, und eine differenzierte Auseinandersetzung damit, welche Rolle Vertrauen dabei spielen könnte. Es gibt nämlich auch die Vertrauens-SkeptikerInnen, die vehement die Meinung vertreten, dass Vertrauen im Kontext KI überhaupt keine Rolle spielt. Wir argumentieren, dass Vertrauen – vor allem im Endanwenderkontext – eine wichtige Variable ist, welche nicht nur die Adoption, sondern auch die Art und Weise, wie KI-basierte Systeme genutzt werden, maßgeblich beeinflusst. Anhand von praktischen Beispielen wollen wir aufzeigen, dass ein angemessen kalibriertes Vertrauensniveau nicht nur zu einem effizienteren, sicheren und synergetischen Umgang mit KI-basierten oder automatisierten Systemen führt, sondern sogar Leben retten kann.

Marisa Tschopp, Marc Ruef, Dagmar Monett
Kapitel 80. Einsatz von Social Media in der Verbandskommunikation

In Deutschland hat sich die Art der Kommunikation zwischen Individuen und ­Unternehmen in den letzten Jahren stark gewandelt. Zunächst lässt sich festhalten, dass die Zahl der täglichen Internetnutzer­innen und nutzer im Jahr 2016 weiter gestiegen ist und rd. 84 % der Deutschen ­online sind (ARD/ZDF-Onlinestudie 2016). Die Art der Nutzung hat ebenfalls eine Veränderung erfahren.

Martha Wingen, Holger Schüttrumpf
Kapitel 5. Innovationspolitik der Republik Polen auf staatlicher Ebene

Dieses Kapitel arbeitet die historischen Phasen der Entwicklung des Handlungsfeldes Innovationspolitik in Polen heraus und erörtert dabei die vielfältigen Dimensionen von staatlicher Innovationspolitik.

Sylwia Patron-Ravidà
Kapitel 2. Methodologische Überlegungen und Begründung der Auswahl der Untersuchungsregion

In diesem Kapitel wird die methodische Vorgehensweise dargestellt und ausführlich erläutert. Bei den Untersuchungsverfahren greift die Studie auf Methoden der qualitativen Sozialforschung zurück. Im ersten Schritt wird die Auswahl der Untersuchungsregion begründet.

Sylwia Patron-Ravidà
Kapitel 1. Neoklassische Ökonomik als Ausgangspunkt

Laut Becker ist die Mikroökonomik eine allgemeine sozialwissenschaftliche Handlungstheorie. Deshalb werden zunächst die Grundlagen der neoklassischen Ökonomik (Homo oeconomicus, effizienter Markt) und anschließend die Grundzüge der Mikroökonomik (Theorie des Haushalts und des Unternehmens) vorgestellt und zentrale Begriffe wie Nutzenmaximierung, Präferenzen und Budgetrestriktion kritisch diskutiert.

Jürg Helbling
Kapitel 45. „Augmented Reality“ für Geschäftspartner-Daten
Mit Graph Intelligence zu optimalen Analysen, Prozessen und Entscheidungen

Die Wirtschaft ist ein gewaltiges, dynamisches Netzwerk. Im Takt des Markts entstehen darin Tag für Tag neue Knotenpunkte und Beziehungen – oder werden wieder gelöst. Unternehmen werden gegründet oder insolvent, Führungskräfte bestellt oder abberufen, Beteiligungen und andere Verpflichtungen aufgenommen oder wieder beendet. Jeder neue Knotenpunkt sorgt für neue Verbindungen, Anknüpfungspunkte und Kontakte. Und selbst die Information über formal aufgelöste Beziehungen bleibt für viele Fragestellungen interessant. Das Wissen um das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Unternehmen oder deren Entscheidern ist gerade für Investoren von unschätzbarem Wert. Ein systemischer Blick auf Geschäftspartner als Teil eines vielseitig verwobenen Ökosystems eröffnet effiziente Wege zu guten Investments, hilft bei der Prüfung neuer Partner, aber auch bei der Reduzierung von Risiken und Ausfällen.

Tilo Walter
Genossenschaftliches Wohnen

Genossenschaften basieren auf gemeinschaftlicher Selbsthilfe. Ihre Mitglieder sind zugleich Nutzer_innen sowie Eigentümer_innen des genossenschaftlichen Unternehmens. Im Kontext der neue Wohnungsfrage erfahren Wohnungsgenossenschaften als Akteure einer sozial verträglichen und beteiligungsorientierten Stadtentwicklung seit den 2010er-Jahren hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei bestehen jedoch große Unterschiede zwischen verschiedenen Formen genossenschaftlichen Wohnens hinsichtlich der Wohnerfahrung, der (Selbst-)Verwaltung und der Mietpreigestaltung. Das Kapitel thematisiert die Vielfalt genossenschaftlichen Wohnens vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen und diskutiert den Beitrag verschiedener Formen von Wohnungsgenossenschaften zur Lösung aktueller stadtpolitischer Herausforderungen.

Joscha Metzger
Kapitel 2. Logistische Netzwerke

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den wesentlichen Aspekten von logistischen Netzwerken. Es geht darum, die Auswirkungen von relevanten Megatrends, vor allem die der Digitalisierung, auf distributionslogistische Netzwerke abzuleiten und zu bewerten. Darüber hinaus werden die Potenziale und Grenzen von Supply Chain Management aus Theorie und Praxis miteinander verbunden und kritisch reflektiert.

Christoph Tripp
Kapitel 25. Die Brücke zwischen Kapital und Arbeit bauen: Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung und was in Deutschland zu tun bleibt

Die Brücke zur Überwindung des Interessengegensatzes zwischen Kapital und Arbeit hat zwei Stützpfeiler: Die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Unternehmen und die Teilhabe der Beschäftigten am Produktivkapital. Der technologische Wandel hat seit Beginn der Industrialisierung immer neue Anforderungen an die Organisation der Zusammenarbeit in den Unternehmen hervorgebracht, die die ehemals untergeordnete Stellung des Faktors Arbeit zunehmend aufwertet. Im Hinblick auf mehr Mitarbeiterkapitalbeteiligung und Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand gibt es demgegenüber noch erheblichen Handlungsbedarf – bei den Unternehmen, den Sozialpartnern und der Politik.

Heinrich Beyer
Kapitel 5. Instrumente der Buch-PR

Erfolg ist kein Zufall. Im Gegenteil. Er lässt sich bis zu einem hohen Prozentsatz planen und pushen.

Gabriele Borgmann
2. Grundlagen

Die Zeitungsredaktionen haben vor Jahrzehnten mit dem Newsroom ein Organisationskonzept entwickelt, das sie dabei unterstützt, Themen zu entwickeln und zu steuern, um so effizient wie möglich zu arbeiten. Mit dem Sprung ins digitale Zeitalter haben Unternehmen dieses Erfolgskonzept übernommen und unter der Bezeichnung „Corporate Newsroom“ für ihre Zwecke adaptiert. Zuerst war die Presse alleinige Zielgruppe, mit dem unvergleichlichen Siegeszug der sozialen Netzwerke wurde die Ausrichtung angepasst. Heutzutage stellt sich nicht mehr die Frage, ob Unternehmen eine digitale Plattform für ausgewählte Zielgruppen betreiben, sondern in welcher Ausprägung sie es tun. Es zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einem umfassenden Modell ab, das alle Interessensgruppen berücksichtigt und mit multimedialen Inhalten versorgt. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die einzelnen Entwicklungsschritte hin zu einem digitalen Kommunikationsprodukt, das eine hohe Flexibilität mitbringt und sich individuell an die Unternehmensbedürfnisse anpassen lässt. Im Anschluss an eine umfassende Analyse, bei der unter anderem die Akteure wie auch die Zielgruppen identifiziert werden, können alle Adressaten mit maßgeschneidertem Content versorgt werden; sowohl inhaltlich wie medial sind kreativen Impulsen keine Grenzen gesetzt.

Andreas Kohne, Marc J. Friedrich, Christine Siepe
2. Transformation des Mindsets

Das MINDSET eines Menschen wird unterschiedlich definiert. Anwendungsorientiert ist es für mich eine Mischung aus der persönlichen Einstellung, der Verarbeitung des eigenen Erfahrungsschatzes und dem Lernen aus den Fehlern anderer, von Selbstmotivation, Disziplin und Belastbarkeit. Das alles ausgerichtet auf die Materialisierung des persönlichen Traumes, dem Fixstern im Kopf, einem starken unbändigen Willen, manchmal sogar besessen, unabhängig von den Rahmenbedingungen, ausgerichtet auf ein anstrengendes Langzeitrennen, ist ihr MINDSET. Die gute Nachricht ist, Sie können es gestalten, beeinflussen und verändern. Das MINDSET ist dynamisch und keine statische unbeeinflussbare Größe. Lösen Sie sich von dem, was war und konzentrieren Ihre ganze Kraft auf die Zukunft und Ihren Fixstern. Transformieren Sie Ihr Mindset.

Philipp Plugmann
Potenzialanalyse datengetriebener Business Cases auf Basis von Blockchain

Die Digitalisierung ist für Unternehmen, Staaten und Bürger der Treiber von enormen Veränderungen. Insbesondere die rasant steigenden Datenmengen und immer leistungsfähigere Computer führen zu neuen Trends und der Entstehung von disruptiven Technologien. Zu den sich gegenseitig verstärkende und datengetriebenen Trends gehören u. a. Big Data, Internet of Things, Cloud Computing und künstliche Intelligenz.In dieser datengetriebenen Welt entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten und Verbesserungen von bestehenden Produkten und Prozessen, welche ihre Wertschöpfung beispielsweise durch die Erhebung, Verarbeitung, Analyse, Bereitstellung oder dem Verkauf von Daten erzielen. Eine neue Technologie mit erheblichem Disruptionspotenzial ist die Blockchain. Diese eröffnet neue Lösungsmöglichkeiten, welche mehr Sicherheit, Transparenz, Dezentralisierung und Geschwindigkeit zu geringeren Kosten bieten. Darüber hinaus können bisher nicht lösbare Herausforderungen mit Hilfe der Blockchain bewältigt werden, welche insbesondere in einer immer digitaleren Welt aufkommen.Das Ziel des Beitrags ist die Potenzialanalyse von Blockchain in der Industrie sowie konzeptionelle Überlegungen zur Entwicklung neuer wirtschaftlicher Business Cases. Dazu wurde eine Literaturrecherche und -analyse durchgeführt, um bestehende thematische Veröffentlichungen zu identifizieren und in ausgewählte Wirtschaftszweige zu klassifizieren. Ein Vergleich bestehender Business Cases auf Basis von Blockchain liefert Erkenntnisse zur Entwicklung neuer wirtschaftlicher Business Cases. Darauf aufbauen wird eine Potenzialanalyse anhand einer explorativen Technologie-Roadmap durchgeführt, um das Potenzial für die Industrie zu bestimmen und eine Übersicht zu erhalten, welche wichtige Ereignisse für die weitere Technologieentwicklung und ihre Einflüsse liefert. Mit der zukünftigen Regulierung der Blockchain Technologie und die Konsolidierung der Blockchain Standards wurden zwei Trendbruchereignisse identifiziert, welche erheblichen Einfluss auf das Potenzial der Blockchain in der Industrie haben werden. Abschließend wurden konzeptionelle Überlegung zur Entwicklung neuer wirtschaftlicher Business Cases erarbeitet, welche in ein Schema für ein systematisches Vorgehen resultieren.Es kann festgestellt werden, dass zum aktuellen Zeitpunkt Industrieanwendungen und Anwendungen mit einer hohen Skalierbarkeit den Mehraufwand der Implementierung der Blockchain rechtfertigen. Zukünftige Entwicklungen, wie die Regulation, Standardisierung und Erfahrungen in der Entwicklung von Blockchain Anwendungen sollten zu einer Reduktion der Unsicherheiten führen und die Implementierungskosten senken, so dass weitere Anwendungen wirtschaftlich realisierbar werden.

Marcus Branke, Patrick Böttcher, Christoph Szedlak, Prof. Dr. Bert Leyendecker, Univ.-Prof.Dr.-Ing. Ralf Woll
Kapitel 3. Plattformen und Arten von Bewertungssystemen

Bewertungssysteme werden auf unterschiedlichen Plattformen, Websites und Onlinepräsenzen betrieben. Das Spektrum ist vielfältig. Im Internet stehen viele Bewertungs- und Vergleichsportale für die Informationssuchenden bereit. Bewertungssysteme können in der Ausrichtung ihres Geschäftsmodells nach verschiedenen Arten und Ausprägungen kategorisiert werden.

Frank Deges
Kapitel 2. Bewertungen als Kundenreaktion auf die Leistungserfüllung

Jede Transaktion, sei es der Kauf eines Produktes oder die Inanspruchnahme einer Dienstleistung, ist mit kundenindividuellen Erwartungen an die Leistungserfüllung und das Leistungsergebnis verknüpft. In der After-Sales-Phase unterzieht jeder Konsument seine Transaktion einer subjektiven Beurteilung, die ihren öffentlichen Ausdruck in einer Kundenbewertung im Internet finden kann, aber nicht muss. Eine positive Bewertung signalisiert Kundenzufriedenheit bis hin zur Kundenbegeisterung, während eine negative Bewertung Kundenunzufriedenheit zum Ausdruck bringt.

Frank Deges
5. Resilienzfördernde Führung

Reinhard Mohn, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender von Bertelsmann, soll einmal gesagt haben: „Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist nicht das Kapital oder die Arbeit, sondern die Führung.“ Umgesetzt in Führungsinterventionen heißt dies, dass wirksame Führungskräfte ihren Mitarbeitenden den notwendigen Freiraum lassen, ihr Knowhow, ihre Erfahrungen, ihr Selbstvertrauen zu aktivieren und damit einzubringen. Führung gestaltet diesen Raum – durch die Definition von Rahmenbedingungen und „Spielregeln“, die Schaffung von Transparenz über Rollen und Verantwortlichkeiten wie auch die Formulierung eines erstrebenswerten Bilds der Zukunft und motivierenden Zielen.In diesem Kapitel erfahren Sie, dass resilienzfördernde Führung … die Kräfte und Potenziale des Teams so kombiniert, dass selbst in schwierigen Zeiten effizient gearbeitet werden kann, die Bedürfnisse der Teammitglieder antizipiert und sensibel dafür ist, wo sich der/die Einzelne wie auch das Team als Ganzes in der „Veränderungskurve“ befinden könnte, die Fähigkeiten und das Engagement jedes/r Mitarbeitenden für den gemeinsamen Erfolg wertschätzt, das Team auf gemeinsame Ziele fokussiert und in der Führungsrolle offen für die Einbeziehung verschiedener Perspektiven in den eigenen Ansatz wie auch die Beteiligung der Teammitglieder ist, eine sorgfältige Planung von Information und Kommunikation beinhaltet, um den Sinn und Zweck von Zielen und Maßnahmen zu erklären und die Mitarbeitenden „ins Boot zu holen“, Synergien schafft, die nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Führungskraft selbst resilienter, effizienter und effektiver macht.

Erich R. Unkrig
1. Corporate Governance – auf der Suche nach der „besten“ Unternehmensverfassung

Kap. 1 geht der Frage nach, was der Begriff Corporate Governance eigentlich bedeutet und welche Theorien und auch Menschenbilder hier eine Rolle spielen.Corporate Governance ist als Schlagwort spätestens seit den Vorfällen rund um Enron, Tyco, Worldcom, aber auch seit der Finanzkrise rund um Lehman und heute aktuell mit dem Fall Wirecard in aller Munde. Wir gehen hier der Frage nach, was Corporate Governance ist, welche Unternehmen gemeint sind, wenn wir über Corporate Governance sprechen und welche Begriffe im Kontext von Corporate Governance gern genannt werden. Wichtig für das Verständnis der zugrunde liegenden Verhaltensweisen und Annahmen rund um die Leitung und Kontrolle von Unternehmen sind zudem auf der einen Seite die Menschenbilder, die weitaus vielfältiger sind als vielleicht gedacht; und auf der anderen Seite die Theorien ausgehend von der Neuen Institutionenökonomik rund um die Prinzipale und ihre Agenten, über die Stewardship Theorie, die die Akteure in ein optimistischeres Licht rückt bis hin zur Theorie der Pfadabhängigkeit, die beschreibt, warum wir einmal eingeschlagene Wege nur schwer wieder verlassen.

Julia Hansch
Nutzen von Wirtschaftsförderungen am Beispiel der Bodensee Standort Marketing GmbH

Eine Wirtschaftsförderung bewegt sich auf unterschiedlichen Ebenen, weswegen sie unterschiedliche Zielgruppen bedienen muss. Dadurch definieren sich auch entsprechend unterschiedliche Aufgaben, die eine Wirtschaftsförderung zu erfüllen hat. Gleichzeitig muss aber auch ein Nutzen für die jeweilige Zielgruppe generiert werden.Dieser Fachbeitrag definiert zuerst die einzelnen Ebenen, auf welchen Wirtschaftsförderung durchgeführt wird. Ebenso werden die jeweiligen Nutzenarten identifiziert, die eine Wirtschaftsförderung erfüllen kann und sollte. Abschließend werden die Ebenen der Wirtschaftsförderung mit den Nutzenarten zusammengeführt und exemplarisch am Portfolio der Bodensee Standort Marketing GmbH dargestellt. Somit werden sowohl die Relevanz als auch die Bedeutung und Daseinsberechtigung einer Wirtschaftsförderung aufgezeigt.

Thorsten Leupold, Carolin Schnaidt
5. 10 Change-Felder für ehrliche und wirkungsvolle Live-Kommunikation

Unsere wichtigste Zielsetzung beim Verfassen dieses Buches war es immer, Ihnen nach einer Analyse der Lage des Veranstaltungsmarktes und der sich daraus ergebenden Strategie (Vier-Säulen-Modell) ganz konkrete Handlungsempfehlungen und erfolgreiche Praxisbeispiele zur Inspiration und Nachahmung an die Hand zu geben. Da auch das German Convention Bureau mit dem Future Meeting Space ein ähnliches Ziel verfolgt und viel Zeit und Ressourcen investiert hat, um am Ende die kritischen Erfolgsfaktoren, die Veranstaltungen modernisieren und zukunftssicher machen sollen, herauszukristallisieren, lohnt es sich auf jeden Fall, sich Veröffentlichungen und die Forschungsergebnisse etwas genauer anzusehen: Grundsätzlich ist das Projekt in drei Phasen aufgebaut, von denen bis dato zwei komplett abgeschlossen und die Ergebnisse veröffentlicht sind.

Christian Münch, Stefan Luppold
Kapitel 6. Bildung für Nachhaltigkeit

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE – umfasst ein breites Themenspektrum und ist in den 17 Zielen der Nachhaltigkeit – SDG Sustainable Development Goals – trefflich zusammengefasst.

Stefan Theßenvitz
Kapitel 1. Einleitung

Mit der Ausbreitung der digitalen Technologien im 21. Jahrhundert wurden viele Bereiche des menschlichen Alltags dematerialisiert, mediatisiert oder digital transformiert. Die Omnipräsenz digitaler Endgeräte standardisiert mobile Kommunikation sowie den dauerhaften Informationszugriff für das soziale Leben.

Kira Krüger
Kapitel 6. Quintärmedien

Mit dem Ende der Zehnerjahre des 21. Jahrhunderts zeigt sich, welche tiefgreifenden Medienentwicklungen und damit einhergehenden Veränderungen sich allein in den letzten zehn Jahren vollzogen haben. Im Jahr 2009 besaßen rund sieben Millionen Deutsche ein Smartphone, das HD-TV verbreitete sich allmählich in deutschen Haushalten und weltweit waren 300 Millionen Menschen bei Facebook registriert.

Kira Krüger
Kapitel 3. Deutsche Stiftungen mit Unternehmensbezug

Unternehmensbezogene Stiftungen stellen einen interessanten Anwendungsfall innerhalb des deutschen Stiftungssektors dar. Bezogen auf die übergeordneten Forschungsfragen der Untersuchung ist die Relevanz dieser Untergruppe signifikant, da Fragen des Eigentums und der Rolle der Familie aufkommen. Diese Analyse fußt auf dem eingeführten SEW-Modell, welches als Erklärungsmöglichkeit für auf Entscheidungen bezogene Beeinflussungen dienen kann. In diesem Kapitel wird eine exploratorische Untersuchung des deutschen Stiftungswesens mittels der BvD Datenbank Amadeus durchgeführt. Dabei wird eine neue Stiftungssystematik abgeleitet, welche auf die Interaktion verschiedener Stiftungssphären abzielt und mögliche Konfliktsituationen in den Blickpunkt stellt. Im Zentrum steht die neu identifizierte Vielzweckstiftung, deren Eigenschaften für die weitere Analyse entscheidend sind. Anschließend werden Forschungspropositionen für die weitere Untersuchung abgeleitet.

Guido Kaufmann
Kapitel 34. Fachexkursionen ins Ausland im Rahmen der praxisorientierten Hochschullehre – Eine Betrachtung unter Verwendung des erfahrungsbasierten Lernens

Im Spektrum der praxisorientierten Hochschullehre sind Fachexkursionen ein wichtiges Instrument, um die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Die didaktische Grundlage dafür bietet das erfahrungsbasierte Lernen, welches den Aufbau von Fähigkeiten fördert und eine neue Einstellung bzw. eine neue Form des Denkens ermöglicht. Auch im Wettbewerb der Bildungsinstitutionen können Fachexkursionen Hochschulen helfen, ihr individuelles Profil zu schärfen. Dennoch ist die Durchführung dieser Fachexkursionen in der Hochschullandschaft noch nicht sehr etabliert – insbesondere im Falle von Fachexkursionen ins Ausland. Internationale Exkursionen scheitern oft am finanziellen Mehraufwand, dem hohen Vorbereitungsbedarf oder einer unzureichenden Auswahl an Praxispartnern. Der vorliegende Beitrag stellt den Mehrwert von Fachexkursionen als praxisorientiertes Lernkonzept dar und stellt das erfahrungsbasierte Lernen als Basis des Theorie-Praxis-Transfers vor.

Stefan Remhof, Mark R. Ayoub
Kapitel 1. Einleitung

Forderungen zu nachhaltigem Handeln und der Übernahme von Verantwortung prägen die derzeitige politische und gesellschaftliche Debatte, die sich auch in der Wissenschaft widerspiegelt. Insbesondere global spürbare Phänomene mit ihren zumeist negativen, teilweise aber auch positiven Folgen in Zusammenhang mit Klima, Umweltverschmutzung, Arbeit, Gleichberechtigung und Migration werden aufgrund ihrer medialen Präsenz umfangreich diskutiert, wobei jedoch häufig aus Gründen der Komplexitätsreduktion und begrenzter Kapazitäten einzelne Aspekte isoliert und die Zusammenhänge in ihrer Komplexität nur unzureichend behandelt werden. Als ein solcher Fall lässt sich das Beispiel der im Dezember 2018 im polnischen Kattowitz (Katowice) stattgefundenen 24.

Sebastian Speer
Vielfalt in der Krise

Ende Juni 2020 – also vier Monate nach dem Beginn des, wie man heute weiß, ersten Lockdowns - war ein guter Zeitpunkt, um die Relevanz des Gender-/Diversity-Ansatzes in der Krisenbewältigung näher zu bestimmen. Welche Rolle spielte die Gender-/Diversity-Perspektive im Umgang mit der Pandemie? Reichen die Kerndimensionen Gender, Alter, sexuelle Orientierung, Religion, Hautfarbe, physische/psychische Beeinträchtigung als Indikatoren aus, um diese Entwicklung zu analysieren und um herauszuarbeiten, welche Ableitungen aus der Krise getroffen werden können, mit dem Ziel, eine gleichstellungsorientierte und emanzipative Gestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft voranzutreiben?

Traude Kogoj
Kapitel 1. Grundlagen

Das Kapitel befasst sich mit den wichtigsten internationalen Institutionen aus der Perspektive des Völkerrechts und des internationalen Handels und vergleicht ihre Bedeutung in Gesetzgebung und Politikgestaltung. Das Verständnis der Funktionsweisen dieser Institutionen erleichtert die Nachvollziehbarkeit, wie völkerrechtliche – in unserem Fall meist handelsrechtliche – Regelungen verabschiedet werden. Darüber hinaus haben diese Institutionen, wie z. B. die Welthandelsorganisation, erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Andere, wie die Schiedsgerichtsbarkeit der Internationalen Handelskammer, bieten Möglichkeiten zur außergerichtlichen Streitschlichtung. Des Weiteren werden die grundlegenden Unterschiede zwischen den wichtigsten Rechtssystemen auf der Welt erörtert, um die damit verbundenen Probleme in der Rechtsanwendung und Durchsetzung aufzuzeigen. Abschließend wird auf die Herausforderungen im Völker- und internationalen Handelsrecht sowie den daraus folgenden Motiven für die Rechtsvereinheitlichung und die Grundlagen des Internationalen Privatrechts eingegangen.

Prof. Dr. Darius Oliver Schindler, Yves Clément Zimmermann
Kapitel 14. Facebook und Instagram
Werbung in Facebook und Instagram, Werbung mit Facebook, Customer Audience, Facebook Business Manager

Im Jahr 2011 war in einem Blogbeitrag des FAZ-Blogs zu lesen: „‚Facebook wird zu einer großen Bedrohung, sobald die Werbemaschine erst einmal richtig angeworfen wurde.‘ Christoph Schuh vom reichweitenstärksten deutschen Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus warnt vor dem sozialen Netzwerk, das den deutschen Online-Werbern den Markt streitig macht.“ Nun, heute ist die Werbemaschine angeworfen. Die Warnung von Herrn Schuh aus dem Jahr 2011 ist heute Realität. Meiner Beobachtung nach ist Facebook heute ein Mega-Konkurrent für die etablierten Werbevermarkter. 2010 erwirtschaftete Facebook zwei Milliarden US-Dollar durch Werbung. 2017 waren es über 40 Milliarden und 2019 schon 70 Milliarden. Trotz Corona-Krise wird Facebook seinen Umsatz für 2020 sicherlich weiter steigern können, denn die Umsätze für Q1 bis Q3 2020 lagen jeweils über den Umsätzen des Vorjahres. Für Deutschland weist Facebook keine konkreten Umsatzzahlen aus. Die Organisation der Mediaagenturen e. V. (OMG) schätzt den Umsatz in Deutschland auf rund eine Milliarde Euro (2017). Für 2020 schätzt der Verein einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Damit würde Facebook in puncto Display- und Video-Werbung auch hierzulande vor Google stehen. Die OMG schätzt die Einnahmen von Google für Display-und Video-Werbung in Deutschland auf knapp eine Milliarde Euro für 2020. Das Interessante dabei ist, dass 80 Prozent der Werbeumsätze von Facebook auf mobilen Endgeräten erzielt wurden.

Erwin Lammenett
Kapitel 15. Podcast-Marketing
Hintergrundinformationen, Entwicklung, Mechanismen, Potenziale

Ein Podcast ist eine Serie von meist abonnierbaren Audio- oder Videodateien, die über das Internet verbreitet werden. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung „Broadcast“ und der Bezeichnung für den tragbaren MP3-Player von Apple, „iPod“, der maßgeblich zum Erfolg der Podcasts beitrug.

Erwin Lammenett
Kapitel 2. Bedeutung des Begriffs Digitalisierung

Wenn von oder über Digitalisierung geredet wird, dann wird dieser Begriff nicht einheitlich verwendet. Ursprünglich ging es bei diesem Begriff um die Umwandlung von analogen Gütern oder Werten in digitale Formate, die dann in digitalen Systemen gespeichert oder verarbeitet wurden. Im Laufe der Zeit wurden dem Begriff dann weitere Bedeutungen zugeschrieben.

Carsten Lexa
Zur Situation im Markt der Contemporary Art

Der Markt der zeitgenössischen Kunst, der Contemporary Art, hat in der Literatur unter betriebswirtschaftlichen Aspekten – und dort wiederum aus Marketingsicht nur in sehr geringen Ausmaß Berücksichtigung in der wissenschaftlichen Literatur gefunden. Dies steht im Gegensatz zur Bedeutung des Themas im öffentlichen Leben, im 21. Jahrhundert wie auch in der kunstwissenschaftlichen Erörterung als relevantes Teilthema. Entsprechend liefert eine Strukturierung dieses Marktbereichs mit einer Betrachtung der verschiedenen Akteure einen zielführenden Beitrag.

H. Dieter Dahlhoff
Medienskepsis in Deutschland: Zur Einführung

Medienskepsis ist in allen modernen demokratischen Gesellschaften ein weit verbreitetes Phänomen. Eine kritische Haltung gegenüber Medien gehört gewissermaßen zur Grundausstattung einer aufgeklärten Gesellschaft. Allerdings gibt es auch einen breiten Konsens darüber, dass Medien und Journalismus auf das Vertrauen der Rezipierenden angewiesen sind, um ihre Kritik- und Kontrollfunktion wahrnehmen zu können. Medienskepsis als kritische Haltung von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Medien steht im Zentrum dieses Beitrags. Ausgehend von einer Analyse der bisherigen Forschung von kritischen Einstellungen gegenüber Medien wird der Begriff „Medienskepsis“ entwickelt. Dabei werden zentrale Dimensionen von Medienskepsis herausgearbeitet: ihre Bezugspunkte, ihre Ursachen, die Skepsis auslösenden Faktoren sowie der Zusammenhang von Mediennutzung und Medienskepsis. Der Beitrag argumentiert, dass die bisher überwiegend quantitative Forschung zu skeptischen Medienhaltungen durch qualitative Studien zu ergänzen ist, um ein umfassendes Bild von den Individuen zu zeichnen, die Medien skeptisch gegenüberstehen.

Bernd Blöbaum, Thomas Hanitzsch, Laura Badura
Kapitel 2. Bestandsaufnahme und Problemanalyse

Die Entwicklung und Verbreitung altersgerechter Assistenzsysteme wird seit einigen Jahren von politischer Seite im Rahmen verschiedener Fördermaßnahmen verstärkt vorangetrieben (vgl. Weiß et al. 2017:14f.). Erklärtermaßen definiert die Politik damit ein Handlungsfeld, um die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu „gestalten, dass sie den Erfordernissen Rechnung tragen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben“ (BMI 2012:6).

Michél Nitschke
1. Understanding Business is Understanding Culture

Voraussetzung für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf ist generell ein grundlegendes Verständnis für Kultur und Gesellschaft. Dies bedeutet, wesentliche Determinanten und Zusammenhänge zu kennen, sie interpretieren und anwenden zu können. Zu klären gilt es in diesem Zusammenhang, inwiefern Verhaltens- und Umgangsformen noch zeitgemäß und passend sind, ob die ursprünglich auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaft in der bekannten Form beibehalten werden kann. Der Untersuchungsgegenstand urbane Mobilität scheint zwischen alle Fronten geraten zu sein. Generationenkonflikt, Klimawandel oder digitale Transformation sind nur einige Themen, die es zu analysieren gilt. Im Folgenden wurden zunächst gesellschaftliche Problemzonen identifiziert, bevor der Gang durch den Spiegel erfolgt, i. e. ein Bewertungs- und Einordnungsversuch.

Torsten Ambs, Kathrin Pipahl
6. Virtuelle Organisation

Im Verlaufe der 1990er-Jahre hat sich unter dem begrifflichen Etikett Virtuelle Organisation ein Konglomerat an Doktrinen zu etablieren begonnen, welche zusammengefasst quasi eine komplexe und radikale Antithese zum traditionellen, in der Theorie sowie in der betrieblichen Praxis vorherrschenden Verständnis organisationaler Zusammenhänge darstellen. Als grundlegend für das Denkmodell von der virtuellen Organisation gelten die Arbeiten von Davidow und Malone (vgl. Davidow und Malone 1997). Die Veröffentlichungen der beiden Autoren haben nachhaltige Resonanz gefunden und zu vielfältigen weiterführenden Überlegungen sowie Untersuchungen animiert. Danach vermittelt das Konstrukt der virtuellen Organisation eine ebenso ambitionierte wie sehr offene, schwer deskriptiv fassbare und recht heterogen interpretierte organisationstheoretische Perspektive (vgl. Nicolai 2018, S. 26 ff.).

Georg Siedenbiedel
10. Überwachungsstaat China

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist darauf aus, das Verhalten und die Gesinnung der Bürger nach den Vorgaben der Führung gleichzuschalten. Wichtigster Hebel dabei ist das geplante Sozialkreditsystem – eine von Algorithmen gesteuerte Maschinerie, die Bürger, Unternehmen, Institutionen und Behörden überwacht, bewertet und, je nachdem, belohnt oder bestraft. Anders als in der deutschen Schufa geht es dabei nicht nur um Bonitätsauskünfte über Kreditverträge und Zahlungsverhalten, sondern um sämtliche Daten. Das System ist als „Totalitarismus im digitalen Gewand“ beschrieben worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll dazu gesagt haben, George Orwell’s „1984“ sei im Vergleich dazu nur ein „laues Lüftchen“. Das SKS stellt auch die ausländischen Unternehmen in China vor große Herausforderungen.

Theo Sommer
Digitale Profile, Reputation Scoring und Social Credits am Beispiel von Chinas National Credit Management System

Der Beitrag beschreibt die Auswirkungen eines Social Credit Systems, wie es von der chinesischen Regierung getestet und auf nationaler Ebene etabliert werden soll. Dabei werden die zugrunde liegenden Elemente abgeleitet und diskutiert. Das erste Element ist die Erstellung digitaler Bürgerprofile auf Basis sozialen Verhaltens. Das zweite Element ist die Vergabe einer einzelnen Reputationskennzahl, die aus den digitalen Profilen abgeleitet wird. Das dritte Element ist das Designen eines staatlichen Gesellschaftsideals durch entsprechendes Verteilen von Reputationspunkten und der Setzung reputationsabhängiger Anreize. Das System wird mit etablierten Praktiken verglichen und in seinen Auswirkungen kritisch diskutiert.

Paul F. Langer
1. Einleitung

Die Arbeitskultur ist ein vielschichtiges und komplexes Phänomen. Arbeitskultur und damit das Arbeitshandeln wird maßgeblich von Werten, Normen und sozialen Beziehungen bestimmt, und zwar auf individueller, betrieblicher, beruflicher und gesellschaftlicher Ebene, die sich in verschiedenen Praxen, Codes und Bedeutungszusammenhängen zeigen und diese wiederum beeinflussen. Unser eigenes Denken und Handeln in der Arbeit prägt die Arbeitskultur. Gleichzeitig sind wir aber auch von den Normen, Bedingungen und Regeln der Arbeit geprägt. Der vorliegende Sammelband umfasst Forschungsbeiträge, Praxisbeispiele und Denkanstöße von Expertinnen und Experten, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema der Arbeitskultur beschäftigt haben. Gegliedert in die Teile (1) Human Work Culture – Ein Schlüssel zur Zukunft der Arbeit, (2) Arbeits- und Führungskultur im Wandel und (3) Human Work Culture – Den Wandel meistern, vermittelt dieses Kapitel einen Überblick über die wichtigsten Essenzen, Aussagen und Erkenntnisse der Textbeiträge. Damit soll dem Wunsch vieler Leser nach Orientierung in der Vielheit und Lust, sich im Einzelnen zu vertiefen, entsprochen werden.

Sebastian Wörwag, Alexandra Cloots

Open Access

Low-Profit im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele

An der Leuphana Universität Lüneburg findet jedes Jahr das Leuphana-Semester statt, das alle Studierende im ersten Semester durchlaufen, bevor sie im zweiten Semester ins Fachstudium starten. Die Studierenden sollen in Projektseminaren wissenschaftliche Methoden kennen lernen und einüben, an konkreten gesellschaftlichen Problemen erproben und interdisziplinäre Lösungswege aufzeigen. Im Wintersemester 2018/2019 wurde erstmals ein Projektseminar zum Thema Low-Profit angeboten. Dabei wurde die Lehrmethode Forschendes Lernen angewendet, bei der die Studierenden gefordert waren, das Thema Low-Profit mit den sustainable development goals (SDG) zu verbinden, dazu eine relevante Forschungsfrage zu formulieren und in Gruppenarbeit einen gemeinsamen Projektbericht zu erstellen.

Christian Fahrbach, Annika Weiser
Kapitel 2. Ziele

In diesem Kapitel des Essentials erfolgt die tiefergehende und detaillierte Auseinandersetzung mit der Zielgruppenorientierung bei Veranstaltungen. So wird neben der Relevanz einer konkreten Zielsetzung auch besprochen, wie Ziele formuliert werden sollen. Hierauf aufbauend wird auf die Zielgruppen und deren Ziele, die sogenannten Zielgruppenziele näher eingegangen. Das Kapitel schließt mit der modellhaften Zusammenführung der Überlegungen zu Zielen, Zielgruppen und Zielgruppenzielen.

Patrick Haag, Stefan Luppold
Das Reale in der zeitgenössischen Kultur (2007)

In diesem Vortrag geht es um die Frage, wie man den Bruch, der mit vielen Etiketten, zum Beispiel mit dem der Postmoderne, bezeichnet wird und in dem die aktuelle Kultur entstanden ist, beschreiben kann. Wenn man sich die Diskussionen anschaut, worin dieser Bruch besteht, wie er zu bewerten ist, ob es ihn überhaupt gibt, so sieht man sofort, dass die Beantwortung dieser Fragen von den Beschreibungssprachen abhängt, mit denen die Autoren jeweils identifiziert sind. Hier möchte ich den Bruch an dem Verhältnis zur Sprache selbst festmachen, an der Entdeckung, dass Wirklichkeit und Subjekte symbolisch konstituiert sind.

Matthias Waltz
4. POTUS – President of the United States

Wie gemalt für alle, die der Präsidentschaft Trumps auch etwas Unterhaltsames abgewinnen konnten, versammelte sich am 12. Juni 2017 im Weißen Haus das nun vollständige Kabinett zu seiner ersten Sitzung. Es hatte sich hingezogen, alle Posten zu besetzen, und jetzt sollte die Gelegenheit genutzt werden, um nach turbulenten Wochen die Regierung als geschäftsfähige Einheit zu präsentieren. Natürlich gehören solche Termine im Weißen Haus zum Geschäftsmodell, nicht erst seit Trump.

Klaus Kamps
Kapitel 11. Twitter, Xing, LinkedIn & Co. – Wie ticken digitale Netzwerke und welche sind wichtig?

Es gibt inzwischen sehr viele digitale Netzwerke und ständig kommt ein neues hinzu. Bedeutet das aber, dass du gleich Profile auf Snapchat, TikTok und Knuddels brauchst? Wer überall dabei sein will, kann Networking direkt hauptberuflich betreiben. Um zu wissen, welches Netzwerk für dich passend ist, musst du wissen, wie jedes einzelne Netzwerk funktioniert und ob du damit erreichen kannst, was du dir vorgenommen hast. Dieses Kapitel bietet dir eine Übersicht über die wichtigsten digitalen Netzwerke, erklärt ihre Eigenheiten und enthält viele Ratschläge, wie du am besten mit jedem Kanal umgehen solltest oder wie viel Zeit du pro Woche in die Pflege deiner digitalen Netzwerke investieren solltest.

Tijen Onaran
Kapitel 2. Digitale Krisenkommunikation: Learnings aus der Covid-19-Krise

Beispiele aus der Corona-Virus-Krise belegen die Möglichkeiten und die Grenzen der Digitalisierung. Die Unternehmensbeispiele wurden unter dem Aspekt gewählt, eine möglichst große Bandbreite hinsichtlich Branchen und Unternehmensgrößen sowie Problemsituationen aufzuzeigen. Es wurden ausschließlich Unternehmen/Institutionen aus Österreich befragt, um die Vergleichbarkeit ihrer Reaktionen auf Regierungsvorgaben zu verbessern.

Kristin Engelhardt
26. Fachkräftegewinnung mit den Firmentagen

Der Fachkräftemangel wird von den Unternehmen im Landkreis Böblingen als eines der wichtigsten Themen angesehen. Immer öfter beklagen Unternehmen, insbesondere kleine Unternehmen im Bereich des Handwerks, dass sie Nachwuchskräfte suchen und offene Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können. Gründe liegen darin, dass es zu wenig interessierte Jugendliche gibt und diese auch oft gar nicht wissen, was sich hinter den vielen Ausbildungsunternehmen und Berufsbildern verbirgt. Selbst Eltern, die reichlich Lebens- und Berufserfahrungen haben, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor Ort bekannt. Durch die vierte industrielle Revolution entstehen zudem neue Berufsbilder, die den älteren Generationen gar nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Dazu kommt, dass junge Menschen sich vermehrt auf geschlechtsspezifische Berufsfelder und auf ein eingeschränktes Spektrum an Ausbildungs- und Studienberufen konzentrieren wie zum Beispiel die Arbeitsstätte der Eltern/Verwandten oder die der Freunde. Schulen versuchen zwar durch Kooperationsverträge mit Ausbildungsbetrieben („Bildungspartnerschaften“) die Berufe an die Schule zu bringen. Diese Kontakte sind aber meist (aus Kapazitätsgründen) auf wenige große Unternehmen begrenzt. Kleine Unternehmen fliegen daher unter dem Radar.Daher braucht es eine Informationsplattform auf regionaler Ebene, wo sich Anbieter und zukünftige Auszubildende zwanglos treffen und vernetzen können. Diese Informationslücke schließt das Projektorganisations- und Stellenportal „Firmentage“. Es ermöglicht den Fachkräften von morgen das „Schnuppern“ in Berufe im Landkreis.

Robert Horvat, Dr. Sascha Meßmer, Jonas Pfaundler
10. Fachkräfte der Zukunft – Aufbau der MINT-Region „MINThoch4 – Südliches Taubertal“

Junge Menschen für Technik zu begeistern, sie regionale Unternehmen kennenlernen zu lassen und ein kreatives Netzwerk aus Industrie und Handwerk sowie Schulen, Hochschulen und Kommunen in der Region zu etablieren – dieses Ziel verfolgt die Bad Mergentheimer Wirtschaftsförderung mit den örtlichen Unternehmen. Dazu wurde gemeinsam mit der Jugendtechnikschule Taubertal ein schlagkräftiges MINT-Netzwerk geschaffen. Die 2016 gegründete MINT-Region „MINThoch4 – Südliches Taubertal“ wurde 2017 durch die Körber-Stiftung, den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. (Stifterverband) und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. (Südwestmetall) bundesweit ausgezeichnet.

Marcel Stephan, Iris Lange-Schmalz
Kapitel 3. Leben in Zeiten der Krise

Nachdem die Krise längere Zeit anhielt und in vielen Ländern monatelang Ausgangsbeschränkungen verhängt worden waren, verblasste der „Anfangszauber“ der Solidarisierung.

Erich Kirchler, Julia Pitters, Barbara Kastlunger
Kapitel 4. Wesentliche Entwicklungen im Betrachtungszeitraum

Nachfolgend sollen die relevanten Entwicklungen für den Betrachtungszeitraum dieser Analyse von 2008 bis 2017 dargestellt werden. Er umfasst daher zum einen die übergeordnete, volkswirtschaftliche Entwicklung nach der Finanzkrise sowie zum anderen deren Folgen. Dies sind namentlich die Adjustierung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank in der Eurozone und die einhergehende Zinsentwicklung und darüber hinaus die regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Veränderungen mit Auswirkungen auf die Organisation der Leistungserbringung von Instituten.

Robert Conrad
Kapitel 6. Nächste Ausfahrt Bioökonomie? Facetten einer Good Governance

Das Konzept der Bioökonomie zielt auf eine langfristige Transformation, die tiefgreifende Restrukturierungen von Wertschöpfungsketten und intensive gesellschaftliche Debatten voraussetzt. Technische Machbarkeit und ökonomische Effizienz sind dabei ebenso in den Blick zu nehmen wie soziale, politische und ökologische Dimensionen. Angesichts der Komplexität eines Strukturwandels zur Bioökonomie hat sich die Frage einer Governance der Bioökonomie zu einem wichtigen Forschungsthema herausgebildet. Daran schließt dieser Beitrag an und setzt dabei den Fokus auf die Analyse von Governance-Themen und Governance-Maßnahmen im Kontext bioökonomischer Innovationen im Ressourcen- sowie stofflichen und energetischen Bereich. Auf der Basis einer qualitativen Auswertung von Experteninterviews werden zunächst Themen und Maßnahmen in den fünf Governance-Bereichen Wissenschaft und Technik, Politik und Recht, Markt und Ökonomie, Ökologie sowie Gesellschaft spezifiziert. Auf dieser Grundlage wird mit Blick auf die Differenzierung von Ermöglichungs- und Beschränkungsfunktionen die Rahmensetzung für eine „Good Governance Bioökonomie“ ausgearbeitet.

Wilfried Konrad, Dirk Scheer
Kapitel 4. Analyse archetypischer Geschäftsmodelle für grünen Wasserstoff

Grüner H2 wird zukünftig als Energieträger im Energietransformationsprozess eine entscheidende Rolle spielen (IRENA 2019; Emonts 2017; Bünger 2014; Svilengatyin 2018; Quaschning 2018). Durch die eingeleitete Energiewende ändern sich, wie bereits in Kapitel 2 und 3 besprochen, die heutigen Energieinfrastrukturen. Neue Energiekonzepte und technische Innovationen sind notwendig, um eine mögliche Energietransformation hin zu einer Erneuerbare-Energie-Infrastruktur zu schaffen.

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu
18. Fehler und daraus entstehende Entwicklungsmöglichkeiten

Einen Fehler nicht mehr als Fehler zu bezeichnen, ist eine der beschriebenen Möglichkeiten, wie mit Fehlern umgegangen werden kann. Anhand von weiteren, teils praktischen Beispielen und sinnvollen Lösungsvorschlägen wird auf die Entwicklungsmöglichkeiten hingewiesen.

Peter Hennerfeind, Barbara Hennerfeind, Regina Swoboda
1. VUKA – Imperativ unserer Welt

Die sogenannte VUKA-Welt bringt große Herausforderungen für Unternehmen und kann sogar zu einer Bedrohung werden. Aber sie ist für unternehmerisch denkende und kreativ handelnde Führungskräfte und Mitarbeitende auch ein „Spielfeld“ voller Optionen, um in diesem dynamischen Umfeld durch Vereinfachung des Kontextes, die Integration von Prozessen sowie eine angemessene Form von Führung und Kooperation sich bietende Chancen optimal zu nutzen.In diesem Kapitel erfahren Sie, dass … VUKA mehr ist als nur ein Buzzword – es ist die Beschreibung und Realität des Umfelds, in dem wir leben. wir, um den komplexen Herausforderungen heute und in der Zukunft zu begegnen, lernen müssen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und die Vision einer „lernenden Organisation“ zum Leben zu erwecken. die Vielfalt der Perspektiven und Optionen Flexibilität, Kreativität und Innovation herausfordert und Werte wie auch das Bewusstsein für Prioritäten die Fundamente für Effizienz und Effektivität bleiben. die Daten- und die Informationsflut erfordern, diese systematisch zu analysieren und zu bewerten – um dann zu entscheiden, wie mit widersprüchlichen und volatilen Informationen umgegangen wird. in einem VUKA-Umfeld es keine Patentlösungen gibt und wir die Schwarmintelligenz der Organisation und ihrer Stakeholder brauchen, um die Herausforderungen zu meistern.

Erich R. Unkrig
2. Der Aufbau von Domains

Alle Domains sind weltweit nach einem einheitlichen Prinzip aufgebaut. Dieses setzt sich aus den drei Komponenten der Top-, Second- und Third-Level Domain zusammen, welche in der Leserichtung von rechts nach links eine hierarchische Ordnung darstellen. Während über die länderspezifischen Top-Level Domains eine regionale Adressierung vorgenommen werden kann, visualisieren klassische generische Top-Level Domains einen inhaltlich-thematischen Fokus. Der Second-Level Domain kommt eine das Unternehmen, die Marke oder das Produkt kennzeichnende Funktion zu. Jede Website benötigt einen aussagekräftigen und repräsentativen Second-Level-Domainnamen mit den zur Präsentation und Vermarktung notwendigen länderspezifischen und generischen Domainendungen. Subdomains bieten unterhalb der Second-Level Domain eine Strukturierung des Informationsangebots und leiten auf Abteilungen oder Bereiche weiter. Unternehmen haben seit mehreren Jahren die Möglichkeit, ihre eigene Top-Level Domain zu führen.

Frank Deges
Marken, Netze und Netzwerke im historischen Kontext bis zur Digitalisierung

Seit Jahrtausenden wurden die jeweiligen Gesellschaften durch Marken, Netze und Netzwerke entscheidend mitgeprägt. Der Beitrag beschreibt sie als ökonomisch und kulturell gestaltende Elemente für die Gesellschaften im Zeitraum zwischen Industriezeitalter und Gegenwart.

Wolfgang Mühl-Benninghaus
Kapitel 3. Strategische Konzepte

Systematiken zur Strukturierung strategischer Konzepte.

Liane Buchholz
9. Professionelles Projektmanagement als Grundlage für erfolgreiche Innovationsentwicklung im Gesundheitswesen

Die Etablierung eines professionellen Projektmanagements stellt eine wichtige Voraussetzung für die zielorientierte und erfolgreiche Durchführung von Projekten dar. Dies betrifft in besonderem Maße Organisationen der Gesundheitswirtschaft, welche strategische und operative Projekte in einem sich schnell wandelnden unternehmerischen Umfeld durchführen. Die Wahl der adäquaten Projektmanagementmethodik und der systematische Aufbau von Projektmanagementkompetenz kann Gesundheitsorganisationen dabei unterstützen, mit Projekten die strategische Unternehmensentwicklung zu fördern und innovative Strukturen und Prozesse aufzubauen. Projekte zur Entwicklung von innovativen Strukturen, Prozessen oder Dienstleistungen zeichnen sich dabei regelhaft durch eine wesentliche Erhöhung der Anforderung an die Projektmanagementkompetenz der Organisation aus, sodass die organisationale Fähigkeit zum professionellen Management von Projekten auch die Innovationsfähigkeit einer Organisation maßgeblich beeinflusst.

Matthias L. Zuchowski, Frank Kohler
17. Schritte zur Umsetzung von GABEK®-Ergebnissen

Ergebnisse eines GABEK®-Projekts werden meist dargestellt in einem umfangreichen Bericht und anschließend in einem Kurzbericht, der einer breiteren Leserschaft zugemutet werden kann. Es stellt sich dabei die Frage: Wie kann ein Bericht zu Verbesserungen in der Realität führen? Offenbar gibt es für die Umsetzung von Projektergebnissen sehr viele Möglichkeiten. Um verschiedene Arten der Umsetzung von GABEK®-Ergebnissen wenigstens anzudeuten, beschreibe ich im Folgenden fünf sehr unterschiedliche Projektbeispiele.In Abschn. 17.1 wird berichtet, wie der Projektbericht im Unternehmen Abfallwirtschaft Tirol Mitte immer wieder zurückgestellt, aber auch immer wieder hervorgeholt und für Vorschläge genutzt wurde. Der Bericht ist dabei als ein Katalysator für Veränderungen bezeichnet worden.Im Abschn. 17.2 diente der GABEK®-Bericht zur Klärung von Grundwerten und Zielen eines regionalen Krankenhauses. Es wurde eine Reihe von Seminaren und Workshops durchgeführt, die schließlich zur Festlegung eines Leitbildes für das Krankenhaus Brixen führten.Im Abschn. 17.3 wird gezeigt, wie „regionale Identität“ verstanden wird und wie mit GABEK® die regionale Identität eines Tales erforscht werden kann. Nach einem Projekt über das Zillertal wurde der Bericht zunächst nur von wenigen Personen wahrgenommen. Es dauerte Jahre, bis man sich dessen besann und die Inhalte in Form eines Theaterstücks fruchtbar machte. Das Theaterstück „Der Zillertaler“ von Martina Keiler wurde 19 Mal aufgeführt und führte zum Nachdenken über die Entwicklung der Region.Im Projekt des Abschn. 17.4 ging es um die Erarbeitung eines Konzeptes zur Betreuung alter Menschen in den abgelegenen Südtiroler Ortschaften der Gemeinden Stilfs, Taufers, Graun und Mals. Es wurde ein Vorschlag zur Schaffung einer „Assistenzplattform“ entwickelt, durch die für Frauen aus den Dörfern Arbeitsmöglichkeiten in Teilzeit geschaffen werden sollten. Zur Überprüfung des Vorschlages wurde ein Pilotprojekt umgesetzt, das zur allgemeinen Zufriedenheit verlief.Im Abschn. 17.5, geht es um Erfahrungen, die Entscheidungspersonen beim Bau des riesigen Pumpspeicherwerks Kops II gemacht hatten, das von den Illwerken in Vorarlberg gebaut worden war. Ca. 30 Maßnahmen, die sich als zentral erwiesen, wurden einige Jahre später beim Bau des vergleichbar großen Obervermuntwerkes umgesetzt.

Josef Zelger
Kapitel 12. Innovative Forschungsmethoden in der Evaluation – Text Mining und Data Analytics zur Erfolgsmessung und Wirksamkeitsanalyse

Dieser Beitrag befasst sich mit der Bedeutung von (innovativen) digital-gestützten Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der Evaluation. Am Beispiel von Text Mining und Data Analytics werden Potenziale und Herausforderungen zur automatisierten Leistungsbewertung, Qualitätsanalyse und Wirksamkeitsmessung im Kontext der Evaluationsforschung näher beleuchtet. Es werden Analogien zur Marktforschung aufgezeigt, Einblicke in den aktuellen Status quo gegeben sowie Möglichkeiten einer (übergreifenden) Implementierung bzw. einer Übertragbarkeit auf die Marktforschung am Fallbeispiel diskutiert.

Cathleen M. Stützer
Kapitel 24. Qualitative Methoden

Grundlegend für geographische Forschungsarbeiten auf Basis qualitativer Methoden ist ein Verständnis von Raum als hybrider Gegenstand, der aus unterschiedlichen Elementen wie Akteuren, sozialen Alltagspraktiken und Relationen besteht. Raum in diesem Sinne ist mehr als eine physikalisch messbare Ausdehnung und unterliegt einem permanenten Wandel. In der raumbezogenen qualitativen Sozialforschung soll das wechselseitige Verhältnis von Raum und Mensch/Gesellschaft besser verstanden werden.

Alexandra Appel
Kapitel 2. Kurz- und mittelfristige Geldanlage

In diesem Kapitel werden die klassischen kurz- und mittelfristigen Formen der Geldanlage wie die Anlage auf Konten, das Bausparen und die staatlichen Fördermöglichkeiten sowie die jeweiligen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einlagensicherung.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz
Kapitel 6. Welche Dokumentarischen Textperson-Typen sind günstig?

Das Kapitel stellt 15 Typen für die Textperson im dokumentarischen Film vor. Die Bandbreite reicht von der informationsorientierten Faktenwiedergabe über die Argumentation und das Erklären bis zum Text-Ich.

Gregor Alexander Heussen
4. Die Ökonomik

Ursprünglich kommt der Begriff Ökonomie aus dem Griechischen und war ein Teilbereich der praktischen Philosophie – so wie Ethik und Politik auch. Es war mit der Kunst der guten Haushaltsführung eng verbunden.

Vinzenz von Holle
Kapitel 6. Unternehmerisches Denken

Abseits der laufenden Prozesse eines Unternehmens gibt es Situationen, die den besonderen Einsatz des Unternehmenschefs und seiner Führungsriege bei der Wahl der richtigen Kommunikationsmaßnahmen fordern: wenn Change-Prozesse oder Krisen anstehen und wenn es um Corporate Social Responsibility und Internal bzw. Employer Branding geht.

Kristin Engelhardt
17. Wer nicht mit Videos kommuniziert, kommuniziert nicht

Videos sind schon jetzt die wichtigste Content-Form im Internet. Getrieben durch Social Media wird deren Bedeutung für die professionelle Kommunikation in Zukunft weiter rapide steigen. Dieser Beitrag will Sie als möglichen Auftraggeber und Kommunikator an die Hand nehmen, um die wichtigsten Produktionsphasen zu durchdenken, praktische Aspekte zu berücksichtigen und dazu zu motivieren, am Ende überzeugende Videos zu produzieren. Markus Kaiser-Mühlecker ist Video- und Dokumentarfilmer in Oberösterreich und gibt sein Wissen aus 20 Jahren Videoproduktion an die Leser von Chefsache 2030 weiter.

Markus Kaiser-Mühlecker

Open Access

Kapitel 2. Nachhaltiges Wirtschaften und Unternehmensmanagement

Bei der Produktion und dem Konsum von Gütern und Dienstleistungen machen wir vielfältigen Gebrauch von Ressourcen und Umwelt, etwa indem wir Erdölprodukte verbrennen oder Fischfang betreiben. Die Nutzung von Ressourcen sowie der Eintrag von Schadstoffen und Abfällen in die Umwelt beeinflussen langfristig die Ressourcenverfügbarkeit und die Umweltqualität. Die Umwelt- und Ressourcenökonomie untersucht diese Beziehungen: Die Nutzung von Umwelt und Ressourcen wird hinsichtlich ihrer Effizienz und Verteilungswirkungen analysiert.

Johannes Schmidt, Sebastian Wehrle, Ika Darnhofer, Petra Riefler, Laura Wallnöfer
Kapitel 2. Zur Umsetzbarkeit der Agenda 2030 – Was kann ein Marshallplan mit Afrika beitragen?

Dieser Beitrag diskutiert die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit den sogenannten Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals/SDGs) und ihre Umsetzungschancen. Er stimmt nicht in den allgemeinen „Lobgesang“ auf die SDGs ein, sondern sieht diese eher als einen Rückschritt gegenüber den Millennium Development Goals (MDGs), weil sie es reichen Ländern erleichtern, sich auf ihre eigenen Probleme zu konzentrieren, statt in internationaler Zusammenarbeit die großen weltweiten Herausforderungen im Nachhaltigkeitsbereich anzugehen. Die Umsetzungschancen für die SDGs werden als nicht gut angesehen. Es wird dann überlegt, ob ein neuer „Marshallplan“ eine Chance bieten würde, die Umsetzung der SDGs voranzubringen, insbesondere am Beispiel Afrika, wo die größten Herausforderungen bestehen. In der Tat bietet ein Marshallplan solche Chancen, allerdings stellt sich auch hier wiederum die Frage, ob ein solcher Plan je zur Umsetzung kommen wird. Mit der jüngst ins Leben gerufenen „Allianz für Entwicklung und Klima“ des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutet sich ein Weg an, wie im Rahmen einer Multi-Stakeholder-Initiative möglicherweise ein Ansatz gefunden werden kann, einen Marshallplan mit Afrika und andere, damit zusammenhängende internationale Entwicklungen zu fördern und damit dann auch substanziell zur Umsetzung der SDGs beizutragen. Der Text diskutiert die genannten Themen und damit verbundene Fragestellungen.

Franz Josef Radermacher
Kapitel 5. Cluster – Ein Konzept mit vielen Facetten

Ausgehend von den Arbeiten KRUGMANs (1991), PORTERs (2000, 1998b, 1990) und ENRIGHTs (1999, 1995) erlebte die Clusterforschung seit Anfang der 1990er Jahre einen wahren Boom, der mit einer Vielzahl clusterbezogener Publikationen einherging. Dieser hat jedoch wenig zur Herausbildung eines homogenen Forschungsfeldes mit einer einheitlichen Terminologie beigetragen. So konstatiert GLASMEIER (2002: 117), dass »[…] the extent of what we do not know is still surprising. Much of what we know still consists of lists of ingredients with imprecise measures in no particular order«. Eine Feststellung, die bis heute Gültigkeit besitzt. Nach wie vor bildet die Clustertheorie kein in sich geschlossenes Theoriegebäude, vielmehr vereint sie unter ihrem Dach ein breites Spektrum unterschiedlicher Ansätze, wie PORTERs Clusterkonzept, mehrdimensionale und wissensbasierte Ansätze.

Judith Terstriep
Kapitel 7. Kommunikation in Stakeholder-Dialogen

Kommunikation verbindet von der Initiierung bis zur Umsetzung eines Stakeholder-Dialogs die beteiligten Akteure miteinander. Wenn Menschen über ihre organisationalen und kulturellen Grenzen hinweg kommunizieren und einen Veränderungsprozess gestalten, benötigen sie Rahmenbedingungen, die ihnen eine kooperative Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Ziel ermöglichen und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und Spannungen unterstützen. Vertrauen, Respekt, Transparenz und Offenheit gegenüber anderen Sichtweisen und Standpunkten sind hier unerlässlich.

Petra Künkel, Silvine Gerlach, Vera Frieg
Kapitel 2. Konzeptionelle Grundlagen der Innovationssystemforschung und -politik

Heute besteht kein Zweifel mehr darüber, dass Wissen einen zentralen Produktionsfaktor im Wirtschaftsgeschehen darstellt (Neef et al., 1998). Um Innovationen auf den Markt zu bringen, brauchen Unternehmen neues Wissen, genauso wie auch die Fähigkeiten, dieses adäquat in neue Produkte, Prozesse, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle umzusetzen. Für die Analyse von Innovationsprozessen ist es daher essenziell, erklären zu können, wie neues Wissen erworben und verarbeitet werden kann.

Martina Kovač
Kapitel 3. Framing als strategische Tätigkeit

In der Politischen Kommunikation dient das Framing oft als strategisches Hilfsmittel, mit welchem die Wirklichkeit in einer spezifischen Sichtweise dargestellt wird. Häufig wird dabei eine Situation problematisiert, um eine erwünschte Reaktion oder Interpretation und Bewertung eines Sachverhaltes zu erreichen.

Michael Oswald
Kapitel 4. Deutschlands neue Mehrheit

Der demografische Wandel treibt wundersame Blüten in unserer Konsumlandschaft. Produkte, die eigentlich für Junge gedacht waren, werden von reiferen Jahrgängen aufgesogen. 60-Jährige kaufen sich endlich das, was sie mit 40 nicht haben durften, weil die Lebenssituation damals nicht pässlich war. Prognosen bekräftigen, dass Konsumwachstum in Zukunft vor allem von Leuten ab 70 getragen wird. Forscher bestätigen: Jenseits der 50 gibt es Leben und Konsum. Angeblich sogar sehr aktives, genussorientiertes Leben. Höchste Zeit zu entdecken, was da abgeht.

Thomas Bily
Kapitel 6. Messenger in der Customer Journey

Messenger Marketing kann in jeder Phase der Customer Journey die jeweils benötigten Informationen und Impulse zu bieten. In der Awareness Phase zum Beispiel kann die hohe Verbreitung und Virilität von Messengern bei der Steigerung von Bekanntheit – aber auch konkreten Angeboten und Informationen helfen. Besonders stark unterstützen Messenger in der Consideration Phase. Interessierte Kunden verfügen mit WhatsApp und Co. über einen direkten Kommunikationskanal zu dem Unternehmen und bilden so ein rechtes digitales Dialogmedium. Aber auch bei Konversion – also dem direkten Verkauf und in der Retention Phase haben Messenger ihre Vorteile bereits bewiesen.

Matthias Mehner
Onlinekommunikation als Kultur

Die Cultural Studies gehen von einem engen Zusammenhang zwischen Kultur und Kommunikation aus. Vor diesem Hintergrund haben sie sich schon sehr früh mit den Online-Medien auseinandergesetzt. Ziel des vorliegenden Überblicks ist es zunächst, einige wichtige Grundzüge der Cultural Studies aufzuzeigen, die ihre Perspektive auf digitale Medien charakterisieren. Dann wird genauer auf die ‚Cybercultural Studies‘ eingegangen, ein Titel, unter dem die online-spezifische Theorie und Empirie der Cultural Studies zusammengefasst werden. Im Abschn. 2 werden im Anschluss daran beispielhaft Arbeiten zur Untersuchung des Wandels von Identität, neuere Entwicklungen wie Big Data sowie der Domestizierungsansatz vorgestellt. Im Abschn. 3 werden dann Aneignungs- und Nutzungsstudien im Rahmen der Cultural Studies skizziert sowie auf einige neuere Forschungsrichtungen innerhalb dessen hingewiesen. Dabei dienen konkrete Studien dazu, die je eingenommenen Perspektiven und die empirische Umsetzung aufzuzeigen und die Diskurse zu illustrieren. Einen letzten Einblick – und auch Ausblick – liefert die Frage nach weiter gefassten Ansätzen im Rahmen der Cultural Studies, welche die Entwicklung der digitalen Medien in einer Gesamtperspektive integrieren; sie werden mit dem Schwerpunkt Mediatisierungansatz im Abschn. 4 besprochen.

Maren Hartmann, Friedrich Krotz
Konvergenz der Ökosysteme
Indirekte Netzwerkeffekte und Monetarisierungsmodelle auf digitalen Plattformen für Mobilität

Dem wertbasierte Geschäftsmodellansatz nach Bieger/Reinhold[2] liegt die Prämisse zugrunde, dass der wichtigste Zweck eines Unternehmens in der Schaffung von monetären und nicht-monetären Werten für die Anspruchsgruppen des Unternehmens, wie beispielsweise Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Kapitalgeber, Öffentlichkeit, und das Unternehmen selbst, liegt. Insofern veranschaulicht ein Geschäftsmodell die Logik, wie ein Unternehmen Geld verdient. Der Ansatz, basierend auf dem Business Canvas von Osterwalder/Pigneur, umfasst sechs Stufen: Leistungskonzept (Value Proposition), Wertschöpfungskonzept (Value Creation), Kanäle (Value Communication and Transfer), Ertragsmodell (Value Capture), Werteverteilung (Value Dissemination) und Entwicklungskonzept (Value Development).

D. Kortus-Schultes
Kapitel 17. Nachhaltige Beschaffung von holz- und papierbasierten Produkten in der Praxis – Gut für Reputation, Marktzugang und Produktabsatz, aber auch gut zu kontrollieren?

Der Bund macht es seit Jahren vor, Länder, Städte und Gemeinden ziehen kontinuierlich nach und auch Unternehmen der freien Wirtschaft weltweit haben in den letzten Jahren ihre Anstrengungen erhöht, holz- und papierbasierte Produkte nur noch aus nachhaltigen Quellen zu beschaffen. Die Berücksichtigung von seriösen Siegeln wie PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) oder FSC (Forest Stewardship Council), die für Holz- und Papierprodukte aus nachweislich nachhaltiger Waldbewirtschaftung stehen, sorgt aber nicht nur für eine gute Ergänzung in der Berichterstattung zur Corporate Social Responsibility (CSR), zu der seit 2017 tausende Unternehmen verpflichtet sind, sondern sie dient auch dazu, dass Beschaffer und Einkäufer sicher sein können, sich keine Rohstoffe, Vorprodukte oder Endprodukte aus Raubbau oder illegalem Holzeinschlag einzuhandeln. Das Vertrauen auf anerkannte Zertifikate stellt damit einen klassischen Reputationsschutz dar. Da Beschaffer und Einkäufer jedoch noch viele andere Nachhaltigkeitsaspekte nachweisen müssen, fehlt bisweilen die Routine, wie Ausschreibungen für nachhaltige Holz- und Papierprodukte zu gestalten sind, welche Unterlagen zur Nachweisführung in diesem Bereich vorgelegt werden müssen und wie diese zu prüfen sind. Der Beitrag beleuchtet die theoretischen Grundlagen für eine nachhaltige Einkaufspolitik bezüglich Holz- und Papierprodukten, bietet einen Praxis-Leitfaden zur Implementierung eines Beschaffungsmanagements für nachhaltige Holz- und Papierprodukte und zeigt Best-Practice-Beispiele aus kommunaler und unternehmerischer Beschaffungspolitik auf.

Catrin Fetz
Kapitel 6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier sogenannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Hierbei ist insbesondere auf das Interne Marketing zu verweisen, deren Bedeutung innerhalb eines Dienstleistungsunternehmens hervorzuheben ist. Im Verlauf dieses Kapitels zum operativen Dienstleistungsmarketing werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Manfred Bruhn, Heribert Meffert, Karsten Hadwich
Kapitel 26. Storytelling als nachhaltiges Marketing im Corporate Branding

Storytelling, das Erzählen von Geschichten zur Veranschaulichung abstrakter Themen, zum Einprägen und Weitersagen grundlegender Inhalte, Prozesse und Strategien, hat eine lange Tradition, die weit vor dem beginnt, wo der Begriff im Unternehmenskontext Verwendung findet. In den letzten Jahren hat der Begriff durch seine Verwendung in der strategischen Unternehmensberatung wieder an Aktualität gewonnen, vornehmlich in der Werbung und in der Weitergabe von Erfahrungswissen. Dass Storytelling, gezielt eingesetzt, auch für das Corporate Branding zum wichtigen Anker von Unterscheidung zu Mitbewerbern in der Wahrnehmung des Kunden werden kann, das zeigt der folgende Artikel. Neben Beispielen teilweise bekannter Unternehmen bietet er Kriterien an, die den erfolgreichen Einsatz von Storytelling ermöglichen.

Lisa Schlindwein, Anabel Ternès
Kapitel 39. Nachhaltigkeit aus dem Blickwinkel der Vielfalt am Beispiel von Weleda
Das Prinzip des Wirtschaftens zum Wohl von Mensch und Natur

Diversität ist für Weleda mehr als ein Managementkonzept. Seit fast hundert Jahren ist sie der Kern des Unternehmens. Biodiversität ist das Fundament des Unternehmens, ohne das es keine Weleda-Produkte gäbe. Denn für die Produktion der Arzneimittel und Naturkosmetikprodukte werden über 1000 natürliche Rohstoffe benötigt. Das Unternehmen fördert und erhält die biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen seit der Gründung 1921. Vielfalt im Sozialen bedeutet, dass die Unterschiedlichkeit der Mitarbeitenden als Chance und Ressource für die Gemeinschaft und für den gemeinsamen Erfolg verstanden wird. Die Weleda-Vision ist eine tolerante und wertschätzende Unternehmenskultur, in der Vielfalt als inspirierende Kraft wirken kann. Kulturelle Vielfalt, partnerschaftlicher Umgang zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, ethisches und wertschöpfendes Wirtschaften im täglichen Miteinander sind bei Weleda gelebte Werte.

Isabella Heidinger, Susi Lotz, Bettina Wyciok
Kapitel 13. Facebook
Werbung in Facebook, Werbung mit Facebook, Customer Audience, Facebook Business Manager

Im Jahr 2011 war in einem Blogbeitrag des FAZ-Blogs200 zu lesen: „‚Facebook wird zu einer großen Bedrohung, sobald die Werbemaschine erst einmal richtig angeworfen wurde.‘ Christoph Schuh vom reichweitenstärksten deutschen Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus warnt vor dem sozialen Netzwerk, das den deutschen Online-Werbern den Markt streitig macht.“ Nun, heute ist die Werbemaschine angeworfen.

Erwin Lammenett
Kapitel 84. Beobachtung

Bei der Beobachtung handelt es sich um eine Datenerhebungsmethode, bei der Ereignisse, Verhaltensweisen oder Merkmale durch Forschende erfasst, dokumentiert und ausgewertet werden (Döring/Bortz 2016: 324). Im Gegensatz zu Alltagsbeobachtungen ist die wissenschaftliche Beobachtung nicht willkürlich. Sie wird vorab (bei Anwendung einer quantitativen Forschungslogik) oder im Verlauf des Forschungsprozesses (bei Anwendung einer qualitativen Forschungslogik) systematisch geplant und durchgeführt, ist an einer Forschungsfrage ausgerichtet und kann in unterschiedliche Forschungsdesigns eingebettet werden.

Cornelia Thierbach, Grit Petschick
Kapitel 10. Sponsoring im Motorsport

Der Artikel „Sponsoring im Motorsport“ befasst sich mit Fragestellungen des Sponsorings in der Motorsportbranche. Nach einer Einleitung, die sich mit der Begriffsabgrenzung und Unterteilung in verschiedene Affinitätskategorien zum Motorsport befasst sowie die Entwicklung und den Status Quo des Sponsorings darstellt, bildet vor allem das darauffolgende Kapitel den Kern dieses Artikels. Hier erfolgt zuerst eine kurze Analyse des Bekanntheitsgrades einzelner Motorsport-Teams, ehe daraufhin detailliert die systematische Planung des Motorsport-Sponsorings – auch anhand des Fallbeispiels BMW – veranschaulicht wird. Darüber hinaus werden die kommunikativen Zielsetzungen im Motorsport-Sponsoring erläutert, am Beispiel BWM weiter vertieft und schließlich im Rahmen eines Fallbeispiels mit den Imagezielen und der Emotionalisierungsstrategie von Marc O’Polo verknüpft. Im Anschluss daran werden Chancen von Hospitality im Motorsport veranschaulicht, da das Ambiente von Motorsport-Veranstaltungen für die Pflege von Geschäftskontakten und des Kundenbeziehungsmanagements besonders förderlich ist. Den Abschluss des Kapitels bildet das Motorsport-Sponsoring durch Sachmittel und Dienstleistungen. In diesem Kontext werden bedeutende Partnerschaften zwischen Rennteams und Sponsoren erläutert; wie etwa Ferrari und Shell, Mercedes AMG Petronas und die Deutsche Bahn Schenker, Aston Martin und Red Bull sowie das spezielle Engagement von Mobil 1. Im nächsten Kapitel wird die Integration des Motorsport-Sponsorings in den kompletten Kommunikations-Mix mit dem Ziel der Generierung von positiven Synergieeffekten erläutert. Hier wird ein tieferer Einblick in die Vernetzung des Sponsorings gegeben, die als wesentlicher Erfolgsfaktor angesehen wird. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Motorsportserien (Formel 1, DTM, WRC) betrachtet, das Thema der rückläufigen TV-Einschaltquoten im Motorsport diskutiert und abschließend ein Einblick in die spezifische Kundenausrichtung der NASCAR gegeben. Der Artikel schließt mit einem Ausblick, insbesondere zum Mediennutzungsverhalten im Generellen sowie zum TV-Nutzungsverhalten im Rahmen der Digitalisierung.

Walter Ruda
Kapitel 11. Twitter, Xing, LinkedIn & Co – Wie ticken digitale Netzwerke und welche sind wichtig?

Es gibt inzwischen sehr viele digitale Netzwerke und ständig kommt ein neues hinzu. Heißt das aber, dass du gleich Profile auf Snapchat, Vine und Knuddels brauchst? Wer überall dabei sein will, kann Networking direkt hauptberuflich betreiben. Um zu wissen, welches Netzwerk für dich passend ist, musst du wissen, wie jedes einzelne Netzwerk funktioniert und ob du damit erreichen kannst, was du dir vorgenommen hast. Dieses Kapitel bietet dir eine Übersicht über die wichtigsten digitalen Netzwerke, erklärt ihre Eigenheiten und viele Ratschläge, wie du am besten mit jedem Kanal umgehen solltest oder wie viel Zeit du pro Woche in die Pflege deiner digitalen Netzwerke investieren solltest.

Tijen Onaran
11. Internationalisierung in KMUs als Gegenstand transdisziplinärer Interventionsforschung

Die zentrale Hypothese des Beitrags lautet, dass ein balanciertes Wechselspiel von Intervention und Partizipation für das Gelingen von transdisziplinären Prozessen von großer Bedeutung ist. Gelingen wird mit einem besonderen Fokus auf die Ziele und Ergebnisse von Forschungsprojekten betrachtet: wissenschaftliches und praxisrelevantes Wissen zu generieren, möglicherweise Maßnahmen zu entwickeln. Partizipation seitens der PraxisakteurInnen garantiert dieses Gelingen nicht. Rein interventionistisches Vorgehen ebenso wenig. Es stellt sich die berechtigte Frage, was ein balanciertes Wechselspiel bedeutet und was es heißt Balancen herzustellen. Am Beispiel des Projekts „Kärnten International“ wird herausgearbeitet, dass transdisziplinäre Forschungsprozesse sensible Konstellationen und nur bedingt steuerbar sind, Partizipation und Intervention gleichermaßen den (sozialen) Prozess in Gang halten und Projekte im Idealfall so konzipiert sind, dass deren Ziele auf mehreren Ebenen liegen.

Martina Ukowitz
Kapitel 4. Forschungsstand

In diesem Abschnitt wird der untersuchungsrelevante Forschungsstand aufgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen die PR-Geschichtsforschung, die durch eine Auflistung nationaler und internationaler PR-historischer Periodisierungsansätze zusätzlich spezifiziert wird, und die aktuelle PR-Berufsfeldforschung. Erweiternd erfolgt ein Überblick über die historische Periodisierung und Professionalisierung der benachbarten Kommunikationsberufe in Werbung und Journalismus. Den Abschluss bildet die Benennung existierender Forschungsdefizite.

Heinz-Georg Tebrake
Kapitel 3. Der Untersuchungsgegenstand

Der zentrale Untersuchungsgegenstand dieser Studie ist das Berufsfeld externe PR-Beratung in einer spezifischen historischen Entwicklungsphase. Bevor dieses Berufsfeld analytisch erschlossen werden kann, bedarf es einer definitorischen Eingrenzung und Bestimmung. Dabei geht es um den aktuellen Forschungsstand und Aspekte im historischen Wandlungsprozess. Im Folgenden soll der Begriff PR-Beratung näher spezifiziert werden, besonders in seiner Erweiterung um die Variante extern, die in inhaltlicher Verbindung mit dem mehr ökonomisch geprägten Begriff der PR-Dienstleistung und seiner Marktrelevanz steht. Darüber hinaus bedarf es einer berufsdefinitorischen Grundlegung des PR-Beraters (Soweit im Folgenden Berufs- und Gruppenbezeichnungen Verwendung finden, sind mit diesen stets sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint. d. Vf.) auch in Abgrenzung zu benachbarten Berufsfeldern und einer auf die Dienstleistung bezogenen Definition der am Markt für PRBeratungsleistungen agierenden Organisationseinheiten PR-Einzelberater und PR-Agentur.

Heinz-Georg Tebrake
Marketing 4.0

Digitale Technologien haben dem Marketing eine neue Dimension hinzugefügt. Während die Prinzipien des traditionellen Marketings unverändert Gültigkeit haben, ermöglichen technologische Neuerungen, dass Unternehmen und Verbraucher näher zusammenrücken.Auf Seiten der Verbraucher sind durch internetbasierte Anwendungen wie etwa die sozialen Netze Foren geschaffen worden, die Meinungsäußerungen von Privatpersonen über deren unmittelbares Umfeld hinaus verbreiten. Private Meinungsäußerungen im Internet stellen eine der signifikantesten Veränderungen des Verbraucherverhaltens dar. Die gleichfalls geschaffene, zunehmend unkomplizierte Möglichkeit zur VernetzungVernetzung der Verbraucher untereinander, auch grenz- bzw. kulturüberschreitend, gilt als Treiber einer der tiefgreifendsten Veränderungen der Instrumente und Methoden des Marketings.Auf Seiten der Unternehmen muss man sich darauf einstellen, schneller auf veränderte Erwartungen internetaffiner Kundengruppen einzugehen. Das professionelle Management von Kundenrezensionen im Netz ist dabei eine besondere Herausforderung. Chancen bieten sich den Unternehmen im Bereich der Datenverarbeitung und -nutzung. Zum einen stellt die datenbasierte Entwicklung personalisierter EmpfehlungssystemeEmpfehlungssystem, die dem Suchprofil eines Kunden entsprechende Angebote unterbreiten, eine neue Dimension der Verkaufsförderung dar. Zum anderen können auf der Grundlage großer Datenmengen, zusammengetragen aus unzähligen „Fußabdrücken“, die ein Nutzer im Internet hinterlässt, Profile von Personen erstellt werden, die – weg vom Massenmarketing – die Gestaltung und Übermittlung personalisierter Werbebotschaften ermöglichen.

Britta Bergemann
2. Kurz- und mittelfristige Geldanlage

In diesem Kapitel werden die klassischen kurz- und mittelfristigen Formen der Geldanlage wie die Anlage auf Konten und die Anlage in Sparbriefen, das Bausparen und die staatlichen Fördermöglichkeiten sowie die jeweiligen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einlagensicherung.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz
14. Interview mit Petra Becker, Managing Director und Eigentümerin bei International Art Bridge

Interview mit Petra Becker, Managing Director und Eigentümerin bei International Art Bridge

Mario Pufahl
Kapitel 10. Capability Management

In Anlehnung an Steve de Shazer geht es in diesem Kapitel nun um Lösungsvorschläge. Ausgehend von den Ausführungen in Kapitel 9.2, in denen Diversity letztlich in Capability mündet, erfolgt in diesem Kapitel schließlich die Zusammenführung der bisherigen Ergebnisse über Capabilities im Unternehmensumfeld. Daraus entsteht das Capability- Management, das zunächst über die relationale Beziehungs – und Kontextgestaltung beschrieben wird.

Feriha Özdemir
Kapitel 3. Selbstbeschreibungen ethischer Geldinstitute

Zur besseren Einschätzung der Lage ethischer Banken in Deutschland sowie der ersten Identifikation möglicher Problemlagen, Konflikte und interessanter Konstellationen sollen im Folgenden die GLS Bank, die Triodos Bank, die UmweltBank, die EthikBank, die Bank im Bistum Essen und als streng konfessionell ausgerichtete Bank die Steyler Bank vorgestellt und im Anschluss vergleichend analysiert werden.

Sarah Lenz
Kapitel 6. Darstellung der Forschungsergebnisse

Die aus der Feinanalyse gewonnenen Ergebnisse sind in drei Abschnitte gegliedert. Erstens wird die thematische Spannbreite des Diskurses zu lebenslangem Lernen entlang von fünf Kategorien erfasst: Anpassung, Partizipation, Positionierung, Governance und Systematisierung. Aufbauend auf die dichte thematische Beschreibung des Diskurses werden acht entsprechende Medienframes (Wandel, Grundrechte, Mangel, Wettkampf, Öffentliche Verantwortung, Orientierung, Effektivität und Effizienz) rekonstruiert.

Edith Hammer
Bewegtbildmedien – Faktoren, Prozesse und Potenziale eines kulturellen Symbolraums

Bewegtbildmedien sind allgegenwärtig. Das Angebot von Produktionen, das zur Rezeption über TV-Sender, Kinos und vor allen Dingen online über Websites, Streamingdienste, Videoplattformen und Social Media jederzeit und gleichzeitig zur Verfügung steht, ist beachtlich groß und dessen Abruf wächst stetig. „Globally, IP video traffic will be 82 percent of all consumer Internet traffic by 2021, up from 73 percent in 2016. […] Internet video traffic will grow fourfold from 2016 to 2021, a CAGR of 31 percent“ (Cisco 2017: 2). Im vorliegenden Beitrag werden mögliche Ursachen und Folgen dieser sogenannten Videoisierung (Henschel 2016) diskutiert. Dabei wird der Versuch einer theoretisch fundierten Definition von Phänomenen unternommen, die als Auslöser der Zunahme von Bewegtbildmedien in der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zugrunde liegen. Für diese Auseinandersetzung werden ausgewählte Begriffe aus kognitionstheoretischen Ansätzen zur Filmrezeption diskutiert. Zwei fehlleitende Annahmen, die zum einen aus missverständlich zu interpretierenden Aussagen in Fachliteratur zur visuellen Kommunikation entstehen können und zum anderen häufig Konfliktursache zwischen Auftraggeber und Kreativen in der Bewegtbildbranche sind, werden als analyseleitende Thesen behandelt. Die jeweiligen Faktoren, welche zu den beiden Fehlschlüssen führen, werden diskutiert. Fokussiert wird dabei auf folgende Perspektive: Ausgehend von den Motivationen der Hersteller und Distributoren von Video Content, Aufmerksamkeit und Reichweite zu generieren, wird der Hauptaugenmerk auf die Motivation der User gerichtet, Bewegtbildcontent zu nutzen. Es wird herausgearbeitet, welche Faktoren der mentalen Informationsverarbeitung die Entscheidung zur Videorezeption bedingen. Dabei werden Text und Bewegtbild als Objekte zweier verschiedener Medien zur Informationsvermittlung, die sich der Rezeption bieten, gegenübergestellt. Hierbei wird der Unterschied zwischen Text- und Bildrezeption herausgearbeitet, sowohl in Bezug auf die jeweils dabei aktiven kognitiven Verstehensleistungen als auch in Bezug auf die verschiedenen Strukturen, Elemente und Eigenschaften in den Texturen der Rezeptionsobjekte, welche die mentalen Prozesse bei deren Nachvollzug stimulieren. Die zweite These eröffnet die Diskussion über eine fehlleitende Annahme, durch welche, häufig sich wiederholende, Konfliktsituationen zwischen Auftraggebern und Kreativen in der Bewegtbildbranche verursacht werden. Um ein Verständnis und mögliche Lösungen dieses Konfliktes zu erörtern, werden vertiefend Zusammenhänge zwischen spezifischen mentalen Prozessen im Rezeptionserlebnis von Video Content erläutert und die Erfordernisse für die damit verbundenen Gestaltungsstrukturen im Wahrnehmungsobjekt herausgearbeitet. Abschließend werden, in Anlehnung an den philosophischen Begriff des „animal symbolicum“ von Ernst Casierer, Chancen der Videoisierung diskutiert, die in der Weiterentwicklung des Mediums „Bewegtbild“ hin zu einem eigenständigen Symbolraum in der Sozialisation liegen können.

Andrea Gschwendtner, Michael Erkelenz
Kapitel 1. Image der Logistik

In diesem Kapitel erfahren Sie Einzelheiten über den aktuellen Diskussionsstand zum Image der Logistik und dem Fachkräftemangel in der Branche. Sie werden erfahren, warum die Imageverbesserung in der Logistik nicht nur ein Thema für Speditionsunternehmen ist, sondern alle Branchen mit Logistikfunktionen betrifft. Zudem wird der Fokus auf die klein- und mittelständischen Unternehmen in der Logistik gelegt. Es wird verdeutlicht, welche Chancen sich gerade für diese Unternehmen mit einem proaktiven Employer-Branding-Prozess für ihre Arbeitgeberattraktivität bieten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Christian Runkel
Kapitel 7. Techniken der Geschäftsmodell-Prototyp-Entwicklung

Kapitel 7 beinhaltet die Techniken zur Geschäftsmodell-Prototyp-Entwicklung. Die entwickelten Geschäftsmodell-Visionen dienen dabei als Ausgangspunkt für die Beschreibung von Geschäftsmodell-Prototypen, in deren Ausgestaltung ebenfalls die relevanten Aspekte der Industrie (z. B. die Industrie-Wertschöpfungskette, Stakeholder in der Industrie) einfließen. Der Geschäftsmodell-Prototyp charakterisiert das Geschäftsmodell anhand des aufgezeigten Geschäftsmodell-Rasters (mit den Dimensionen und Elementen).

Daniel R. A. Schallmo
Kapitel 2. Forschungsstand und medienökonomische Einordnung

In diesem Kapitel wird der theoretische Rahmen dieser Arbeit dargelegt, vor dem die oben beschriebenen Forschungsfragen formuliert und in welchem die empirischen Untersuchungen eingebettet sind. Entsprechend des zweigeteilten empirischen Teils der Arbeit, ist auch in diesem Kapitel der Forschungsstand in zwei Bereiche aufgeteilt, die für den theoretischen Rahmen der Empirie von Relevanz sind: Online Video und Content Marketing. Dem vorgestellt bietet das folgende Unterkapitel einen Überblick über die Forschungsdisziplin Medienökonomie, in der diese Arbeit angesiedelt ist. Dabei konzentriert sich die medienökonomische Einordnung auf jene Bereiche, die primär für diese Arbeit von Bedeutung sind.

Urs Kind
Kapitel 7. Zweite Phase (1984–2003) – zwischen Individualisierung und Erlebnisorientierung

Die zweite Phase der Werbekommunikation umfasst eine Zeitspanne, in der grundlegende gesellschaftliche und mediale Veränderungen sowie daraus resultierende neue Herausforderungen an die strategische Kommunikation die Entwicklung partizipativer Werbeformen vorangetrieben haben.

Juliane Apel
Kapitel 5. Gestaltungsfelder: Ziele, Strategien, Maßnahmen

Vor der Frage „Wohin geht das Dorf?“ steht die Klärung der Fragen „Woher kommt das Dorf?“ und „Wo steht es?“. Eine Möglichkeit der Beantwortung besteht darin, zunächst das Dorf mit allen Sinnen zu erfassen. So ist in den meisten Dörfern unmittelbar zu sehen, dass sich nur noch wenige Menschen durch die Straßen bewegen, dass Gebäude leer stehen und dass die Infrastruktur heruntergewirtschaftet ist.

Clemens Renker
Kapitel 2. Nachhaltige Entwicklung und Informationsintermediation aus institutionentheoretischer Perspektive

Abschnitt 2 setzt zu Beginn den institutionentheoretischen Referenzrahmen für kapitalmarktorientierte Informationsintermediation mit Nachhaltigkeitsbezug auf. Hierbei wird zunächst die Konkretisierung und Durchsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung als Institution aufgefasst und auf Basis der Legitimations-Theorie hergeleitet (Abschnitt 2.1). Anschließend wird Informationsintermediation auf informationsineffizienten Kapitalmärkten als institutionelles Arrangement zwischen Unternehmen und Investoren beim Abschluss von Kapitalüberassungsverträgen nach Nachhaltigkeitskriterien erklärt (Abschnitt 2.2). Abschnitt 2.3 fast mit einem institutionentheoretischen Zwischenfazit die gewonnen Erkenntnisse für den weiteren Verlauf der Arbeit abschließend zusammen. Solange kapitalmarktorientierte Intermediäre in der Lage sind, für Investoren und Unternehmen eine glaubwürdige Kontroll- bzw. Informationsfunktion im Rahmen von Kapitalüberlassungsverträgen auszuüben, ist ihnen gleichzeitig eine latente Sanktionierungs- bzw. Legitimationsfunktion inne, bei der sie im Auftrag der Investoren den Unternehmen Legitimität zuschreiben bzw. entziehen. Unter der Annahme, dass die produzierte Sekundärinformation die tatsächliche Legitimität der Unternehmen abbildet, helfen Informationsintermediäre dabei ein potenzielles Marktversagen bei der Kapitalallokation in legitime bzw. nicht legitime Investitionsprogramme zu verhindern. Aus informationsökonomischer Sicht kann hierbei die Sekundärinformation des Intermediärs ein implementierungswürdiges Legitimationskriterium vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Regulierung darstellen.

René Berg
Kapitel 4. Empirische Untersuchung

In der vorliegenden Arbeit soll die Social-Media-Kundenkommunikation internationaler Großunternehmen analysiert werden. Für die Beantwortung der Forschungsfragen eignet sich ein fallstudienbasierter qualitativer Forschungsansatz besonders gut, dies wurde im Kapitel 2.1.2. bereits hergeleitet und begründet. Die Einschränkungen der geografischen Region auf China, Deutschland und die USA wurde im Kapitel 1.3. dargelegt. Bezüglich der Anzahl und der Auswahl der Fallstudien wird in der Wissenschaft oft keine optimale Anzahl angegeben – „there is no ideal number of cases“ (Eisenhardt 1989, 545), „this decision is left to the researcher“ (Romano 1989, 36).

Anja Corduan
Kapitel 4. Forschungsdesign und Methodik der empirischen Untersuchung

Dieses Kapitel stellt das Untersuchungsdesign und die Methodik der empirischen Forschung vor. Kapitel 4.1 fasst zunächst die grundlegende Konzeption der Erhebung zusammen, d. h. erklärt das von Forschungsfrage und -gegenstand beeinflusste wissenschaftstheoretische Forschungsverständnis sowie die gewählten qualitativen Forschungsinstrumente. Die Auswahl von Beispielbranche (Energiesektor) und Untersuchungskontext (Deutschland und Polen) werden in Kapitel 4.2 begründet. Kapitel 4.1 beschreibt das methodische Vorgehen, d. h. legt den Prozess der Erhebung und Auswertung der Daten offen.

Johanna Dichtl
Kapitel 17. Selbst. Achtsam. Managen

Schneller, höher, weiter – so lautet die Maxime des modernen Lebens. Anerkennung, Titel und Status sind für viele das Nonplusultra und das persönliche Ziel auf dem individuellen Weg.Vor allem im beruflichen Umfeld herrschen ökonomische Zwänge, die den Takt vorgeben und den Druck zu noch mehr Handeln erhöhen.Die Leistungsspirale ist für keinen Menschen nach Belieben belastbar; dies gilt für Arbeitnehmer und für Arbeitgeber gleichermaßen und hat somit essenzielle Bedeutung für Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit.Mehr denn je gilt es heute, Mitarbeiter dazu einzuladen, ihre individuellen Kraftquellen zu entdecken und zu nutzen, um Motivation und Leistung nicht nur durch äußere Anreize zu schaffen, sondern durch eine innere Haltung nachhaltig zu kultivieren. Sich selbst achtsam zu managen und zugleich auch ein achtsamer Manager für andere zu sein, kann zu einer Team- und Unternehmenskultur führen, die nicht nur Vorteile für jeden Einzelnen, sondern auch für das gesamte Unternehmen erreichen kann.Im Folgenden wird aufgezeigt, dass Achtsamkeit nichts mit Klangschalen zu tun haben muss, welches die Vorteile einer regelmäßigen Praxis sind (für Mitarbeiter, für Führungskräfte und für Unternehmen), welche Vorbehalte es zur Achtsamkeit in Unternehmen gibt und welche simplen Methoden man in den Arbeitsalltag integrieren kann.

York Scheunemann
2. Informationsquellen für das Verständnis der eigenen Seele

Eine natürliche Quelle zum Verständnis der eigenen Seele bin ich selbst – jedoch ist dabei Vorsicht geboten, denn Verzerrungen, Selbsttäuschungen, Schönfärberei, Unsicherheiten und vage Feststellungen sind eher die Regel als die Ausnahme, wenn es darum geht, festzustellen: Wer, wie und was bin ich? Deshalb sind die Ansichten anderer Personen über mich sehr wichtig. Ob man sich Ratgebern aus Medien oder „Seelendoktoren“ (Psychiater, Psychosomatiker, Psychologen, Seelsorger) zuwendet, ist in erster Linie eine Frage des Vertrauens und der zugeschriebenen Fachkompetenz. Ganz sicher bietet die belletristische Literatur sehr viel Beispiele und Modelle für psychische Prozesse, die mit den eigenen seelischen Vorgängen zu vergleichen sind. Werden die Erkenntnisse, Konzepte und Handlungsweisen der akademischen Psychologie noch hinzugenommen, dann kennt man bereits die wichtigsten Wege zum Verständnis der eigenen Psyche.

Klaus-Eckart Rogge
Kapitel 3. Die Reproduktionsmechanismen des „Geistes“ des Kapitalismus

Die Annahme einer neoliberalen Gesinnung der Spitzenmanager weltweit und damit auch in den brasilianischen Großunternehmen ist besonders im Kontext der aktuellen Debatte zur Konvergenzannahme im Sinne eines globalen Finanzkapitalismus thematisiert. Die konvergierenden Thesen behaupten, dass durch den Vormarsch der neoliberalen Globalisierung eine weltweite Angleichung von ökonomischen und unternehmerischen Prinzipien nicht nur in den Wirtschaftsorganisationen, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen zu erkennen ist. Entgegen dieser Konvergenzthese verweist eine Vielzahl von institutionentheoretischen Kapitalismustheorien einerseits auf die Pfadabhängigkeit von Entwicklungswegen, andererseits auf die Nachhaltigkeit von kulturellen und ökonomischen Settings sowie auf die Veränderungen auf der makroökonomischen Ebene.

Elizangela Valarini
Strategische Politische Kommunikation im digitalen Wandel – ein disruptives Zeitalter?

Das digitale Zeitalter brachte immense Veränderungen in der Politischen Kommunikation mit sich. Letztlich entstand mit ihm sogar ein neues kommunikatives Grundmuster, das wiederum zu neuen Strukturen in Gesellschaften und politischen Systemen führte. Jenes als die einzige Ursache für die derzeit wahrgenommenen Umschwünge in der politischen Landschaft der westlichen Demokratien zu nennen, wäre vermessen. Damit würden auch einige soziokulturelle Veränderungen unbeachtet gelassen. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, die sich in dieser digitalen Ära entwickelten, bewirkten jedoch einen zumindest spürbareren Einfluss auf politische Prozesse und Strukturen. Im vorliegenden Beitrag sollen die entscheidenden Wegmarken für diese Entwicklung und einige seiner Effekte beleuchtet werden. Diese theoretische Grundlegung soll die Leitfragen im Sammelband perspektivisch unterfüttern.

Michael Oswald
Medizinische Dienstleistungen im Zivilrecht der Ukraine

Im Zivilgesetzbuch der Ukraine (ZGB) ist kein Vertrag über die Erbringung kostenpflichtiger medizinischer Dienstleistungen vorgesehen. Dieser Vertragstypus gehört daher zu den sogenannten unbenannten Verträgen, auf welche die allgemeinen Vorschriften des Zivilgesetzbuchs der Ukraine über Vereinbarungen in der Dienstleistungsbranche angewendet werden.

Volodymyr Kossak
Unternehmen als Diskurs-Treiber?
Die Rolle intermediärer Organisationen für die Etablierung von CSR

In wissenschaftlichen Studien zu CSR, aber auch der unternehmerischen CSR-Praxis finden NGOs oder NPOs nur wenig Beachtung. Dabei handelt es sich um Organisationen, die oftmals weder eindeutig als Profit- noch Nonprofit-Organisation, weder als Unternehmen noch eindeutig als NGO eingestuft werden. Diese als „intermediäre Organisationen“ abgegrenzten und darauf aufbauend als Regisseure eines gesellschaftlichen CSR-Diskurses konzeptualisierten Akteure nehmen in zwei Dimensionen einen besonderen Stellenwert ein: erstens, wenn es um die Thematisierung und Diffusion von Nachhaltigkeit als gesellschaftlichem Leitwert geht; zweitens bei der Vernetzung von Wirtschaft, Politik und anderen gesellschaftlichen Institutionen und der Etablierung von Leitlinien beziehungsweise Benchmarks für verantwortliches Handeln von Wirtschaft und Politik. Im Rahmen des folgenden Beitrags wird gezeigt, welches Potenzial eine Auseinandersetzung mit Organisationen wie CSR-Netzwerken, CSR-Councils oder Wirtschaftsethik-Plattformen als neue, intermediäre Organisationsformen bietet. Die folgenden Ausführungen mit einem Analysebeispiel aus Österreich zeigen, dass gerade im Themenfeld CSR bzw. Nachhaltigkeit eine Wechselwirkung zwischen der Etablierung dieser „intermediären Organisationen“ und der Etablierung eines öffentlichen Diskurses um gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen besteht.

Franzisca Weder, Heidemarie Egger
Kapitel 2. Die Zielgruppe definieren

Wenn Sie im Marketing erfolgreich sein wollen, müssen Sie verstehen, wer Ihr Angebot kaufen soll und wer diese zukünftigen Käufer beeinflusst. Diese Zielgruppen und Ihre Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt Ihrer Bemühungen stehen und nicht Ihr Produkt. Die Zielgruppe will verstehen, warum Sie Ihr Angebot kaufen soll. Sie will verstehen, welche Vorteile oder welchen Nutzen sie aus Ihrem Angebot ziehen kann und warum dieser Mehrwert bei Ihnen größer ist, als bei Ihrer Konkurrenz. Sie müssen verstehen, wer Ihr Produkt kauft und wer diese Entscheidung beeinflusst. Diese Personen sind dann das Ziel Ihrer Entwicklungs- und Ihrer Marketingaktivitäten. In diesem Kapitel beschäftigen wir uns damit, wie Sie Ihre Zielgruppen für B2C (Endverbraucher) und für B2B (Unternehmen) identifizieren und beschreiben. Das bildet die Grundlage aller weiteren Aktivitäten.

Wolfgang Vogt
6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier so genannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Im Verlauf des Kapitels werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Bruhn, Prof. Dr. Karsten Hadwich
Chapter 1. Einleitung, Definition und Stand der Umsetzung sowie der Bezug zu Industrie 4.0

Das erste Kapitel gibt zunächst einen Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung der Rechnerunterstützung für Geschäfts-, Planungs- und Produktionsprozesse in Unternehmen. Im Anschluss folgt eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Definitionen zur DF, eine abschließende Begriffsdefinition für dieses Buch und eine Abgrenzung des Begriffs zu ähnlichen in Wissenschaft und Industrie verwendeten Begriffen. Danach wird der branchenbezogene Stand der Umsetzung der DF näher beleuchtet. Abschließend wird der Bezug zu Industrie 4.0 hergestellt und gezeigt, dass die Entwicklungen von Industrie 4.0 bis hin zur Smart Factory auf der DF aufbauen.

Uwe Bracht, Dieter Geckler, Sigrid Wenzel
Kapitel 13. Kapitel: Besondere Fragestellungen

Um in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen zu werden, betätigen sich viele Unternehmen als Sponsor sozialer, kultureller oder sportlicher Veranstaltungen oder Projekte.

Alexander Unverzagt, Claudia Gips
Kapitel 17. Kapitel: Vorsicht Künstlersozialversicherung und Künstlersozialabgabe!

Auch wenn die Künstlersozialabgabe eigentlich allen Kreativen, Unternehmen mit Medienbezug und Medienschaffenden bekannt sein sollte, bekommt man bei Gesprächen mit Mitarbeitern, Inhabern oder Geschäftsführern von PR-Agenturen sehr oft das Gefühl vermittelt: »Die Künstlersozialversicherung ist doch kein Thema für uns, sondern betrifft doch nur unsere Kunden«. Dem ist jedoch bei weitem nicht so.

Alexander Unverzagt, Claudia Gips
7. Bindung durch faire Vereinbarungen

Seit geraumer Zeit wird in der Praxis der Familienunternehmen und in der dazu existierenden Literatur dafür plädiert, dass die Familiengesellschafter eine gemeinsame Perspektive und ein Konzept der Beziehungen untereinander in einer schriftlichen Vereinbarung festhalten sollten. Verschiedene Berater propagieren ein solches Dokument unter Bezeichnungen wie „Inhaberstrategie“, „Familiencharta“ oder „Familienprotokoll“. Seine Erarbeitung erfolgt durch die Gesellschafter selbst unter der Moderation eines Beraters. Wir gehen hier nicht auf die Methodik ein, wie eine Gesellschaftergruppe aus sich heraus zu einer Formulierung ihrer Wünsche und Vorstellungen gelangen kann. Wir wollen vielmehr das Augenmerk der Gesellschafter und ihrer Berater darauf lenken, dass für die Verfassung einer „kleinen“ Gemeinschaft wie eines aus Verwandten bestehenden Gesellschafterkreises die gleichen Probleme und Lösungsmöglichkeiten relevant sind, wie sie für die Verfassung großer Sozialverbände bestehen bzw. herausgearbeitet wurden.

Hermut Kormann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gestaltet aktiv Beziehungen zu Anspruchsgruppen, vor allem zu den Medien, und schafft langfristig Vertrauen. Bedingt durch den digitalen Wandel nimmt sie im Marketing eine immer wichtigere Position ein, denn die Zeiten, in denen professionelle Kommunikation als Einbahnstraße betrieben werden konnte, sind vorbei. Das spielt vor allem im Stadtmarketing mit seiner Netzwerkorientierung und seinen zahlreichen Ziel- und Anspruchsgruppen eine große Rolle.

Christina Borrmann
„Wir brauchen Mut zur ständigen Veränderung“ – Stadtmarketing und digitale Transformation
Interview mit Frank Tentler

Frank Tentler begleitet viele Städte auf dem langen Weg der digitalen Transformation und ist auf Kongressen ein gefragter Redner zum Thema. Im Gespräch mit Frank Simon beschreibt er, was Digitalisierung für Städte bedeutet, welche Unterschiede zur Smart City bestehen und welche Aufgaben und Rollen das Stadtmarketing im Digitalisierungsprozess übernehmen kann. Er geht auch auf Strategien und Wege ein und beschreibt den digitalen Transformationsprozess.

Frank Tentler
Kapitel 1. Die Revolution im Marketing – Warum Sie nun wirklich umdenken müssen

Marketing befindet sich im permanenten Wandel. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Doch gerade in unserer heutigen Zeit zeichnet sich ein neues, so noch nicht formuliertes Phänomen ab. Denn wenn wir einen gemeinsamen Nenner aus den verschiedenen Marketing-Hypes der letzten Jahre extrahieren können, dann folgenden: Die Essenz von Marketing manifestiert sich in der Bedeutung für die Gesellschaft. Dieser fundamentale Paradigmenwechsel stellt die Branche vor große Herausforderungen. Mit dem Prinzip des Storytellings können moderne Unternehmen und Marken der Transformation hin zu mehr sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit sowohl in Bezug auf die interne Unternehmensstruktur als auch als externe Kommunikationsstrategie begegnen.

Anja Fordon
Chapter 3. Kunden-Lieferanten-Beziehungen als Bezugspunkt einer stra-tegischen Beschaffung

K.-L.-Beziehungen können nur im Gesamtzusammenhang ihres Umfelds betrachtet werden. Die immer engere Verzahnung von Kundenunternehmen und ihren Lieferanten erfordert eine Berücksichtigung beider Perspektiven bei der Bewertung einer Geschäftsbeziehung. Vor dem Hintergrund des Postulats, Beziehungen als relationale Ressourcen zu verstehen, rücken deren professionelles Management und somit deren adäquate Bewertung in den Fokus der Unternehmensführung.

Christoph Heinecke
Digitales Marketing
LivekommunikationKommunikationLivekommunikation, Live Communication trifft OnlinemedienMedienOnlinemedien

So wie im Zeitalter der Digitalisierung digitales Marketing selbstverständlich zum Marketingmix gehört, so ist Kommunikation integrativer Bestandteil der Marketingstrategie, was im Verlauf dieses Beitrags in den Mittelpunkt gestellt wird. Im Veranstaltungsmarkt sind Kommunikation und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen über digitale sowie analoge Kanäle gleichermaßen wichtig. In erster Linie geht es dabei um Public Relations und Werbung in den beiden Medienwelten. Weil der reine Abverkauf von Produkten oder Dienstleistungen im B2B-Segment noch nicht wirkungsvoll genug über digitale Kanäle erfolgt, wird dieser Aspekt in der weiteren Betrachtung nicht beleuchtet.Ein Praxisbeispiel der Stuttgart-Marketing GmbH erklärt, wie digitales Marketing über diverse Kanäle funktioniert. Schwerpunkt liegt dabei auf digitalem Marketing über Social Media und über eine Dienstleistungs-App. Folgende Beispiele werden näher betrachtet:mobile App: „Stuttgart After Business“Social Media: integrierte digitale Marketingkampagne für einen MesseauftrittTwitter-Chat: digitales PressegesprächDabei werden folgende Fragen beantwortet: Was sind die Marketing- und Kommunikationsziele?Wer ist die Zielgruppe?Wie soll vermarktet und kommuniziert werden?

Christine Fuchs, Karina Grützner
Chapter 3. Die digitalen Medien und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Öffentlichkeit – Eine Bestandsaufnahme

Die Arbeit untersucht die Medienwirkung der digitalen Medien, speziell die Wirkung auf die politische Kommunikation zwischen Politik und der Bürgergesellschaft. Was sind aber digitale Medienangebote? Was wird unter digitalen Medienangeboten in der Arbeit verstanden? Es geht vor allem um die digitalen Medienangebote des Webs 2.0. Damit sind Angebote gemeint, die Kommunikation und Interaktion unter den Nutzern erlauben.

Regina Maria Wallner
Holakratie – Ein neuer Stern am Himmel der Organisationsentwicklung?

Mit dem Holakratie-Ansatz von Robertson (2016) liegt eine umfassende Methode zur Gestaltung der Aufgabenteilung in Unternehmen, Institutionen oder auch Projekten vor. Sie ermöglicht sowohl den initialen Aufbau wie auch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Organisationen. Der Anspruch geht dabei über das Finden von stimmigen Organisationslösungen hinaus, da ebenfalls „Herrschaft und Führung“ im Ansatz definiert sind. Durch die klaren Regeln für Meetings zur Problemlösung und Entscheidungsfindung sind konkrete Handlungsgrundlagen zur Umsetzung des Holakratie-Ansatzes gegeben.Die Konzepte im Holakratie-Ansatz (z. B. Rolle, Kreis, Lead Link, …) gestatten Organisationsentwicklern die Bewertung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu bisher genutzten Organisationskonzepten (z. B. Funktion, Hierarchie, Führung, …). Dadurch wird eine Weiterentwicklung bestehender Organisationslösungen hin zu Holakratie-Lösungen erleichtert.Mit Blick auf Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung ist der Holakratie-Ansatz sehr interessant, da er als Methodik zur Gestaltung „vollständiger Tätigkeiten“ (Hacker 1986) verstanden werden kann. Für vollständige Tätigkeiten kann eine dauerhaft hohe intrinsische Motivation und Weiterentwicklung der Beschäftigten angenommen werden. Ebenfalls interessant und nachvollziehbar im Holakratie-Ansatz ist der Abbau von „Spannungen“ in arbeitsteiligen Strukturen. Diese Spannungen werden in sogenannten Governance-Meetings transparent und dienen quasi als „Treibstoff“ für die Weiterentwicklung der Organisation.Kritisch sehen wir den Formalisierungsbedarf im Holakratie-Ansatz, der hohe Anforderungen an die Bereitschaft der Organisationsmitglieder stellt, die eigenen Rollen immer wieder mit anderen Rollen abzugleichen. Große Unternehmen und Institutionen können dabei nach unserer Erfahrung schnell an ihre Grenzen kommen.Insgesamt empfehlen wir den Holakratie-Ansatz als sinnvolle Methodezur Strukturierung von Projekten über die gesamte Projektlaufzeit,für Start-ups nach Wachstumsphasen,für kleine bis mittlere Unternehmen, die aus „unterstrukturierten“ Organisationsformen in eine höhere Verbindlichkeit und Systematik der Aufgabenteilung kommen wollen.Sinnvoll erscheint uns aber auch in großen Unternehmen die Idee der evolutionären Organisationsentwicklung, für die der Holakratie-Ansatz in jedem Fall viele Anregungen bietet.

Rüdiger Goyk, Sven Grote
Kapitel 1. Managementmoden sind Modekrankheiten

Die erste Auflage des Buches hat im Jahre 1996 bahnbrechende Erkenntnisse u. a. aus Neurologie, Kognitionsforschung, Quantenphysik und Mikrobiologie vorweggenommen. Diese sind inzwischen experimentell bestätigt worden. Die sechste Auflage offenbart die Quellen (auch einen Nobelpreis) und erklärt, warum Wirkungen sich manchmal die Ursachen suchen, um sich zu verwirklichen.

Wolfgang Berger, Dietmar Schrey
Politische Steuerung in der Stadt

Die kommunale Selbstverwaltung beinhaltet eine Vielzahl von Rechten und Pflichten für die Städte und Landkreise. Die politische Steuerung in den Kommunen ist Folge des Rechts der eigenverantwortlichen Gestaltung kommunaler Angelegenheiten, der staatlich gewährten Planungs- und der daraus folgenden Finanzierungsverantwortung. Politische Steuerung ließ sich lange Zeit als kommunale Umsetzung (Implementierung) und Finanzierung wie als Optimierung staatlicher Vorgaben beschreiben. Seit einiger Zeit ist ein Wandel zu beobachten, der zu einer Renaissance politischer Steuerung in der Stadt beiträgt. Dieser Wandel lässt sich ursächlich mit den Umbauarbeiten am Sozialstaat in Verbindung bringen, da ein wichtiges Prinzip der sozialstaatlichen Neujustierung die Dezentralisierungspolitik darstellt, die von den Kommunen verstärkte Anstrengungen im Bereich der Inklusion benachteiligter Bevölkerungsgruppen mit sich bringt. Die Dezentralisierungspolitik hat eine Diskussion über eine neue Verantwortungsteilung zwischen Politik und Bürger/innen ausgelöst. Die neuen kommunalen Leitbilder (wie bspw. Bürgerkommune, Zivilgesellschaft, bürgerschaft liches Engagements, Inklusion, Verwaltungsmodernisierung, Strategische Steuerung) sehen den Bürger nicht nur als Kunden kommunaler Leistungen oder als politischen Auft raggeber (im Rahmen von Wahlen und andern Partizipationsgremien), sondern neuerdings vor allem auch als Mitgestalter, als Durchführungsakteuer kommunaler (Sozial)Politik. Diese Entwicklung führt zu einer (nicht unproblematischen) Aufwertung und Neuausrichtung des freiwilligen, ehrenamtlichen Engagements der Bürger und Bürgerinnen sowie ihrer zivilgesellschaftlichen Vereinigungen.

Heinz-Jürgen Dahme, Norbert Wohlfahrt
Einsatz der Blockchain-Technologie für eine transparente Wertschöpfungskette

Vertrauen ist eine der wichtigsten Währungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, egal ob es um Beziehungen zwischen Unternehmen (B2B), zwischen Unternehmen und Endkunden (B2C) oder um Beziehungen unter Endkunden (C2C) geht.In sämtlichen Stufen der Wertschöpfungskette kommt dem Vertrauen zwischen Vertragspartnern eine zentrale Rolle zu: So muss ein Hersteller seinen Lieferanten vertrauen, dass sie ihm die zugesicherte Qualität zu liefern, die er zur Herstellung seiner Produkte gemäß dem eigenen Qualitätsanspruch benötigt. Händler müssen darauf vertrauen, dass die Produkte der Hersteller auch wirklich dem vereinbarten Standard entsprechen und Konsumenten müssen darauf vertrauen können, dass auf allen vorherigen Stufen der Wertschöpfungskette die versprochene Sorgfalt und Qualität eingehalten wurde und dass die Aussagen der Marken, die häufig Basis für die Kaufentscheidung sind, der Wahrheit entsprechen.

Tina Düring, Hagen Fisbeck
5. Berufliche Orientierung für Flüchtlinge und Migranten: psychologische Kompetenzanalyse und Berufsprofiling mit CAIDANCE-R

CAIDANCE-R ist eine ressourcenorientierte Kompetenzanalyse für Flüchtlinge. Mit dem webbasierten Verfahren werden kognitive Leistungsfähigkeit, berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale, berufliche Interessen und basales Sprachverständnis mit eignungsdiagnostischen Verfahren der Personalpsychologie erfasst. Die Messung erfolgt sowohl sprachgebunden als auch sprachfrei und ist in verschiedenen Sprachversionen, darunter Arabisch und Persisch, verfügbar. Durch einen Abgleich der individuellen Ressourcen mit beruflichen Anforderungen verschiedener Berufsgruppen resultieren konkrete Empfehlungen für Qualifikation, Ausbildung und berufliche Integration. Das Verfahren und seine psychometrischen Hintergründe sowie Normdaten und Ergebnisse im Vergleich von Flüchtlingen zu einer deutschen Arbeitsmarktnorm werden vorgestellt.

Andreas Frintrup, Maik Spengler
Kapitel 1. Das betriebliche Anlagevermögen (Überblick)

Das betriebliche Anlagevermögen ist ein wichtiger Bestandteil der Bilanz. Im Rahmen dieses Kapitels erfolgt die Kurzdarstellung des betrieblichen Rechnungswesens mit dem externen und internen Bereich. Die Einordnung und der Aufbau des betrieblichen Anlagevermögens auf der Basis des Handelsgesetzbuches sowie die Unterscheidung von materiellen und immateriellen Anlagegütern und deren Zuordnung zum Betriebsvermögen sind ebenfalls Bestandteil dieses Kapitels.

Karin Nickenig
Kapitel 25. Die Finanzdienstleistungsbranche nach der digitalen Transformation
Was leisten Finanzdienstleister der Zukunft?

Nach vielen anderen Industrien wie dem Verlagswesen, der Musikindustrie und der Telekommunikationsbranche wurden auch Finanzdienstleister von den Veränderungen der digitalen Transformation erfasst. Doch wie werden Finanzdienstleister reagieren und wie wird ein erfolgreicher Finanzdienstleister nach der digitalen Transformation aussehen? Nachdem sich nun auch Datenriesen wie Google, Amazon, Facebook und Apple in der Wertschöpfungskette für digitale Finanzdienstleistungen positioniert haben, ist der Kampf um die Vorherrschaft in den sich abzeichnenden zukünftigen digitalen Ökosystemen für Finanzdienstleistungen voll entbrannt. Innovationstreiber sind hierbei insbesondere Tech-Start-ups, sogenannte FinTechs. Im Gegensatz dazu bieten etablierte Finanzdienstleister gegenwärtig noch nicht die für ihre Firmenkunden erforderliche Flexibilität und Innovationskraft an. Eine besondere Bedeutung kommt dabei durchgängig digitalisierten Prozessen zu, welche zur Hebung signifikanter Prozesseffizienzen führen können. Die Veränderungen am Front-End, die mit der Verbesserung der User Experience einhergehen, führen dabei zu einem besonders intensiven Wettbewerb an der Kundenschnittstelle. In diesem Umfeld fordern Gesetzgeber und Regulatoren offene Schnittstellen für Drittdienstleister ein. Diese sollen im Verbund mit der neuen Flexibilität der Kunden bezüglich der Nutzung ihrer eigenen Daten neue, datenbasierende Geschäftsmodelle ermöglichen, welche die Produkt- und Dienstleistungslandschaft dauerhaft verändern werden. Welche Kernfunktionen werden Finanzdienstleister im Rahmen der digitalen Transformation bewahren und welche neuen Kernkompetenzen müssen sie entwickeln, um den Zugriff auf die nächste Generation der Kunden nicht zu verlieren?

Christopher Schmitz, Jan-Erik Behrens, Francesco Pisani
Chapter 2. Externe PR-Beratung

Die wissenschaftliche Literatur zu PR-Beratung, besonders im deutschsprachigen Raum, ist überschaubar. Besonders zu erwähnen sind der Sammelband von Röttger und Zielmann (2009b), sowie die bereits erwähnte, auf einem DFG-Projekt beruhende Monographie derselben Autorinnen zu Politik-PR in Deutschland (Röttger & Zielmann, 2012) und die Dissertation von Fuhrberg (2010) zu PR-Beratung. Röttger und Zielmann (2009, 2012) entwickeln ihre Definition von PR-Beratung im Laufe ihrer Arbeit weiter, Fuhrberg (2010) entwickelt keine endgültige Definition für seinen Untersuchungsgegenstand, sondern nähert sich ihm aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Clarissa Schöller
Chapter 1. Rahmen der Untersuchung

Das einleitende Kapitel skizziert den Rahmen der Untersuchung. Thema der Arbeit ist die Gestaltung der Governance in deutschen Familienunternehmen, und zwar der gesamten Governance von der Family Governance auf der Ebene der Gesellschafter über Funktionen, die typischerweise von einem Beirat oder vergleichbaren Gremien wahrgenommen werden, bis hin zur Corporate Governance auf der Ebene der Geschäftsführung. Es wird dargelegt, weshalb es zweckmäßig ist, die Gestaltungsüberlegungen auf den Fall der deutschen Familienunternehmung zu konzentrieren, die nicht an der Börse eingeführt ist.

Hermut Kormann
Vielfalt und Wertschätzung – aus Überzeugung handeln

Dieser Artikel erläutert kurz den Ursprung von Diversity Management sowie die Beschäftigung von Diversity im europäischen Raum. Hierbei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen einem ganzheitlichen Ansatz von Vielfalt und den weitreichenden Vorteilen für Unternehmen, Organisationen, Individuen sowie der Gesellschaft beurteilt. Weiterführend wird dann die Tätigkeit eines Berufsverbandes beschrieben, der sich für die Themen Vielfalt und Wertschätzung einsetzt. Abschließend erfolgt eine Beschreibung der untrennbaren Verbindung von Diversity Management und Corporate Social Responsibility. Hierbei wird u. a. auf die notwendige Überzeugung von Unternehmen hingewiesen.

René Behr
CSR und Diversity

In diesem Beitrag wird ein forschungsorientierter Ansatz vorgestellt, der basierend auf einem Prozessmodell der Sinngebung einen innovativen Zugang zum Verständnis von CSR ermöglicht. Es werden verschiedene Ansätze zum Verständnis von Diversity und deren Entwicklung bzw. Konzepte des Umgangs mit Diversity näher beleuchtet und dabei nach Ansatzpunkten einer sinnvollen Verknüpfung von CSR und Diversity gesucht. Ferner werden Eckpunkte eines CSR-orientierten Umgangs mit Diversity in einem ganzheitlichen Modell dargestellt. Schließlich werden die möglichen Beziehungen zwischen beiden Konzepten weiter diskutiert und die Beiträge der folgenden Kapitel positioniert.

Prof. Dr. Katrin Hansen
Kapitel 2. Mediengesetze nach medialen Erscheinungsformen

Immer mehr Medienunternehmen machen ihre Veröffentlichungen auf verschiedenen Wegen zugänglich. Es seien einige Beispiele genannt: Zeitungsverlage produzieren Fernsehsendungen, pflegen Internetseiten und bieten Podcasts an. Hörfunkstationen übertragen ihre Sendungen auch via Internet oder verschicken bei außergewöhnlichen Ereignissen an angemeldete Nutzer per SMS sogenannte Newsflashs. Fernsehsender verbreiten ihre Rechercheergebnisse zusätzlich zum eigentlichen Programm im herkömmlichen Sinn inzwischen auch als regelmäßige Podcastsendungen.

Karl Wolfhart Nitsch
5. Techniken zur Analyse des Geschäftsmodells

Kapitel 5 beinhaltet Techniken zur Analyse des bestehenden Geschäftsmodells; daneben kann das bestehende Geschäftsmodell auch weiterentwickelt werden, indem die relevanten Aspekte der Industrie (z. B. die Industrie-Wertschöpfungskette, Stakeholder in der Industrie) einfließen. Das bestehende Geschäftsmodell wird anhand eines Geschäftsmodell-Rasters (mit den Dimensionen und Elementen) charakterisiert.

Daniel R. A. Schallmo, Leo Brecht
Kapitel 5. Wer kommuniziert: Die Absender

Wesentlich für den Erfolg von Kommunikation ist der Absender der Botschaft. Absender sind z. B. Unternehmen, Institutionen oder Betreiber – in den meisten Fällen durch die Person des Geschäftsführers etc. vertreten. Dieser ist das „Gesicht“ des Projektes nach außen und schafft die lokale Identität des Projektes.

Anna Borg, Mathias Jürgen Bauer
Chapter 2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen des Interim Managements

Kapitel 2 dieser Arbeit bilden die terminologischen sowie konzeptionellen Grundlagen des Interim Managements. Dazu erfolgt in Kapitel 2.1 zunächst eine definitorische Annäherung an den Begriff über die Merkmalsausprägungen sowie eine Einordnung als Dienstleistung und atypische Beschäftigungsform. Nach Darstellung der denkbaren Akteure sowie der vorherrschenden Rechtsverhältnisse in Kapitel 2.2 erfolgt in Kapitel 2.3 eine Abgrenzung von vier benachbarten Geschäftsmodellen.

Claudia Heinrich
14. Wie die deutsche Politik Investoren unterstützen kann

Mehr und mehr deutsche Unternehmen erkennen die wirtschaftlichen Potenziale, die ihnen die Vielfalt, Dynamik sowie das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum Afrikas bietet. Der viel zitierte Wandel im Ansehen Afrikas vom „Krisenkontinent“ zum „Chancenkontinent“ ändert gleichwohl nichts daran, dass einem wirtschaftlichen Engagement nach wie vor Risiken und Besonderheiten gegenüberstehen, die deutsche Unternehmen so nicht unbedingt von anderen Märkten kennen. Die Wirtschaft ist in vielen afrikanischen Ländern staatlich geprägt. Wirtschaftliche Entscheidungen werden oftmals nicht ohne staatlichen (politischen) Einfluss getroffen, beispielsweise, weil Partner Staatsunternehmen oder staatlich kontrollierte Unternehmen sind oder in Führungspositionen oder Gremien des Unternehmens Personen mit direktem oder indirektem Bezug zum politischen System tätig sind. Dieser Umstand macht es erforderlich, die politische Sphäre nicht zu vernachlässigen. Die deutsche Politik bietet verschiedene Institutionen, die deutsche Unternehmen dabei unterstützen können, die politische Agenda des Ziellandes besser zu verstehen, zu bedienen und damit in diesem Land wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Genau hierbei soll dieses Kapitel helfen, indem es einen Überblick über die wichtigsten öffentlichen und privaten Institutionen des politischen Raums gibt.

Julian David Reichert
Kapitel 20. Frauenförderung durch Cross Mentoring – Auswirkungen auf Selbstwirksamkeit und berufliche Entwicklung von Mentees

Nach wie vor dominieren Männer wichtige wirtschaftliche Positionen. Barrieren auf gesellschaftlicher sowie politischer, organisatorischer und persönlicher Ebene hindern Frauen daran, in Führungspositionen aufzusteigen. Die Selbstwirksamkeit, d. h. der Glaube an die eigenen Kompetenzen, ist eine zentrale persönliche Voraussetzung für die Übernahme von Managementpositionen. Mentoring hat sich als Instrument zur Frauenförderung bewährt, jedoch mangelt es an Studien zur Wirksamkeit von Cross Mentoring. Daher wurde anhand eines regionalen Cross Mentoring-Programms öffentlicher Unternehmen untersucht, inwieweit sich Cross Mentoring auf die Selbstwirksamkeit und berufliche Entwicklung von Mentees auswirkt. Die Ergebnisse qualitativer Interviews mit Mentees zeigen, dass die Selbstwirksamkeit durch die Reflexion der eigenen Erfahrungen, die Teilhabe an den Erfahrungen des/der Mentors/in sowie verbale Ermutigungen gestärkt werden kann. Zudem stellten sich berufliche Erfolgserlebnisse ein.

Beatrix Dietz, Frauke Fuhrmann, Susanne Kasten
Kapitel 1. Cross Mentoring im Spannungsfeld von Personalentwicklung und Organisationsentwicklung

Voneinander lernen, in einem geschützten Kontext intensiv miteinander in einen Dialog einsteigen, gezielt das Spannungsfeld unterschiedlicher Sichtweisen, Erfahrungen, Einstellungen und Werte für die Erweiterung des eigenen Horizontes nutzen: seit vielen Jahren hat sich Mentoring dafür als wichtiges Instrument in der Personal- und Organisationsentwicklung etabliert. Cross Mentoring, bei dem Mentor*in und Mentee aus unterschiedlichen Unternehmen/Organisationen kommen, geht noch einen Schritt weiter. Es überwindet Unternehmens-/Organisationsgrenzen und hilft dabei, das eigene Unternehmen/die eigene Organisation und Lebenssituation, die eigenen Probleme und Karrierevorstellungen mit einer „externen Person“ zu reflektieren und ganz andere Perspektiven einnehmen zu können. Eine Kooperation mit anderen Unternehmen/externen Partnern ist dabei unerlässlich. Deshalb werden Cross Mentoring-Programme oftmals von externen Dienstleistern koordiniert (vielfach durch eine öffentliche Anschubfinanzierung initiiert). Der folgende Beitrag soll einen Überblick über relevante Aspekte des Cross Mentoring geben, die dann im Detail aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und ausführlich in den nachfolgenden Beiträgen dieses Herausgeberbandes „Cross Mentoring“ ausgeführt werden. Dadurch soll deutlich werden, in welcher Vielfalt Cross Mentoring heute bereits in der Praxis eingesetzt wird und welche Weiterentwicklungen zu empfehlen sind.

Michel E. Domsch, Désirée H. Ladwig, Florian C. Weber
Kapitel 8. Qualitätssicherung von Cross Mentoring

Qualitätssicherung von Mentoring-Programmen ist für Organisationen ein wichtiges Thema, da die Entwicklung und Bindung von Fach- und Führungskräftenachwuchs strategisch bedeutsam ist. Cross Mentoring findet aber nicht nur in der eigenen Organisation statt, sondern gerade die Einbeziehung verschiedener Organisationen führt dazu, dass die Qualitätssicherung für verschiedene Organisationen kompatibel gestaltet werden muss. Eine wichtige Möglichkeit der Qualitätssicherung für Mentoring-Programme und insbesondere Cross Mentoring Programme ist die Zertifizierung. Die Deutsche Gesellschaft für Mentoring DGM hat eine Zertifizierung für Mentoring-Programme entwickelt, die im Folgenden vorgestellt wird. Dabei können erste Erfahrungen mit der Zertifizierung aufgezeigt werden.

Monika Huesmann, Christine Kurmeyer, Andreas Daum
Adieu Einwilligung?
Neue Herausforderungen für die informationelle Selbstbestimmung im Angesicht von Big Data-Technologien

Bei Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien ergeben sich Herausforderungen bezüglich informationeller Selbstbestimmung, da etablierte Prinzipien neu bewertet werden müssen. Anhand eines konkreten Szenarios werden rechtliche und technische Problemfelder bei der Nutzung von Big Data-Technologien aufgezeigt, um ein Konzept zur technisch unterstützten Verwaltung von Einwilligungen und damit zur Stärkung der informationellen Selbstbestimmung im Big Data-Kontext herzuleiten.

Max-R. Ulbricht, Prof. Dr. Karsten Weber
10. Wer nichts sagt, hat nichts zu sagen
Ob in Wort, Schrift oder Bild: Ein Plädoyer für mehr Sichtbarkeit durch Eigen-PR

http://gutezitate.com/zitat/273907″Der schlimmste Fehler von Frauen ist ihr Mangel an Größenwahn″ (Irmtraud Morgner).So hat es die Schriftstellerin Irmtraud Morgner einmal formuliert. Eine Botschaft hat sich über viele Generationen heranwachsender Frauen hinweg manifestiert – und tut es teilweise noch immer: Als Mädchen und erst recht als spätere Frau steht es dir gut, zurückhaltend und möglichst unauffällig zu sein, still und brav anderen den Vortritt zu lassen, sich demütig, genügsam und möglichst anspruchslos zu gebärden. Wer seinem Glück nicht im Wege stehen will, sollte artig und anständig durchs Leben gehen – und vor allem unsichtbar. Tatsächlich fällt es manchen Frauen schwer, über Erfolge zu berichten. Das eigene Können lautstark herauszustellen kommt bei nur wenigen in Betracht. Dabei ist die eigene Sichtbarkeit ist ein Karrierefaktor, ein Vertriebsinstrument, ein Erfolgsgarant. Der Schlüsselbegriff lautet Selbst-PR. Public Relation für die eigene Person. Außendarstellung dessen, was ich kann und möchte. Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache.

Simone Richter
Instrumente zur Bildung und Gestaltung der Transitionsarena – Impulse aus sozial- und community-psychologischer Perspektive

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wann und unter welchen Umständen Menschen bereit sind, gemeinsam den demografischen Wandel zu gestalten. Ein solches Vorhaben stellt eine immense Herausforderung für die Praxis dar, welche durch eine dauerhafte und gemeinsame Zusammenarbeit bewältigt werden kann. Um Akteure zu einer solchen Zusammenarbeit zu bewegen und damit Übergangsprozesse zu initiieren und den demografischen Wandel in Regionen zu gestalten, werden effektive Konzepte und Ideen benötigt. Die Autorin betrachtet diese Herausforderungen aus einer sozialpsychologischen Perspektive und verwendet das aus der Community Psychologie stammende Community Readiness Modell – verknüpft mit dem niederländischen Ansatz des Transition Managements –, um Implikationen und Herangehensweisen zur Bewältigung der Auswirkungen des demografischen Wandels zu entwickeln. Der Ansatz des Community Readiness Modells zielt auf die Aktivierung von Mitgliedern von Communitys ab, um diese dazu zu bewegen, ihre eigenen Maßnahmen bezüglich ausgewählter Themenfelder zu entwickeln und durchzuführen.

Wiebke Joormann
Kapitel 29. Analyse der Branchenstruktur aus Sicht der Polizei
Was beeinflusst Wirkung und Leistungen der Polizei?

Branchenstruktur und Branchenentwicklung beeinflussen die aktuellen und potenziellen Leistungswirkungen der Polizei und auch ihre Strategien. Michael Porter hat das Modell einer Branchenanalyse („Five-Forces-Modell“) für die Privatwirtschaft entwickelt. Ziel ist die Beurteilung einer Branche nach ihrem Gewinnpotenzial durch Identifikation und Beschreibung der Einflussfaktoren (Triebkräfte) in fünf BereichenIdentifikation von Chancen und Risiken in der BrancheBeurteilung der Art und Stärke der Einflussfaktoren auf die Organisation.Aus Sicht der Polizei geht es um Wirkungspotenzial. Nach Analyse des erweiterten Modells kann gesagt werden, dass die Polizei gute Chancen hat, in der angestammten Branche für Sicherheitsleistungen gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag hohe Wirkung zu erzielen; sie muss sich aber auch systematisch der Risiken bewusst sein.

Helmut Siller
Kapitel 46. Die Vertrauensillusion: Wenn die Polizei kommt, ist alles wieder gut
Vertrauen in die Polizei als psychologischer Ersatzmechanismus der Selbstwirksamkeit

Das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei wird als wichtiges Gut gesehen. Im folgenden Beitrag wird dargelegt, was es bedeutet, wenn Menschen anderen Menschen vertrauen und wenn sie generell „in eine Institution“ wie die Polizei vertrauen. Der Autor beschreibt ein Experiment, in dem die Auswirkungen eines Reality-TV-Films und eines Kriminalfilms auf das Vertrauen in die Polizei gemessen wurden. Auf unbewusster Ebene stellte er dabei einen Vertrauensverlust-Effekt fest, den er anfangs als „paradox“, weil unerwartet, einstufte. Doch die Ergebnisse einer qualitativen Befragung der Versuchspersonen legen nahe, dass das Vertrauen in die Polizei nur eine Illusion ist. Der Autor entwickelte daraus ein „Modell der Vertrauensillusion“.

Gerhard Brenner
Kapitel 6. Social Business City und Social Entrepreneurship im Schweizer Kontext

Substanzielle umweltbedingte, soziale und kulturelle Herausforderungen rücken in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Betrachtung immer stärker in den Fokus. Dabei kommt den Themenbereichen Social Entrepreneurship und Social Business zur Lösung dieser Problemstellungen eine besondere Bedeutung zu. So begegnet das Thema Social Entrepreneurship mit wirtschaftlich-sozialen Innovationen den (negativen) Auswirkungen ökonomischen Handelns. Vor diesem Hintergrund ist der Bereich der Social Business City als Konzept und Instrument für Städte zu betrachten. Dabei liegt der Hauptfokus des vorliegenden Kapitels auf der Klärung, was unter dem Konzept Social Business City verstanden wird und wie dieses in Schweizer Städten und Gemeinden implementiert werden kann. Dabei werden auf Basis einer empirischen Studie (praxisorientierte) Handlungsempfehlungen in diesem Untersuchungskontext gegeben.

Rahel Anna Lovric, Kim Oliver Tokarski
Chapter 15. Qualitätsstandards für Mentoring-Programme in der Wissenschaft

Qualitätsstandards bilden eine wesentliche Grundlage für den Erfolg gender- und diversitygerechter Mentoring-Maßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie geben konkrete Anregungen und Empfehlungen für die Konzeption und praktische Umsetzung qualitativ hochwertiger Mentoring-Programme in der Wissenschaft. Die Standards der formalisierten und modular aufgebauten Programme werden im Forum Mentoring e. V. unter Einbeziehung praktischer Erfahrungen und neuster Evaluierungsergebnisse kontinuierlich weiterentwickelt und an die Anforderungen des Wissenschaftssystems angepasst.Der vorliegende Artikel basiert auf der aktuellen Version der bundesweiten Qualitätsstandards für Mentoring-Programme in der Wissenschaft, die in die Bereiche „Konzeptionelle Voraussetzungen“, „Institutionelle Rahmenbedingungen“ sowie „Programmstruktur und -elemente“ gegliedert sind und nach Muss-, Soll- und Kann-Kriterien differenziert werden.

Dr. Henrike Wolf, Elke Bertke
Nachrichtenjournalismus, alternative und soziale Medien

Nachdem wir die demokratietheoretische Bedeutung von Nachrichten geklärt und aktuelle Entwicklungen besprochen haben, geht es nun um die wichtigsten Online-Informationsquellen und ihre Eigenschaften. Journalistische Nachrichtenmedien sind zentrale Vermittler aktueller politischer Informationen an die Bürger. Doch was sind Nachrichten genau und welche Funktionen haben sie? Und was sind keine Nachrichten? Die Grenzen verschwimmen besonders im Internet.

Wolfgang Schweiger
Chapter 3. Die Neue Wirtschaftsform: Informationalismus, Globalisierung, Vernetzung

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts ist weltweit eine neue Wirtschaftsform entstanden. Ich nenne sie informationell, global und vernetzt um ihre grundlegenden Charakteristika zu bezeichnen und deren wechselseitige Verflechtung zu betonen. Diese Wirtschaftsform ist informationell, weil die Produktivität und Konkurrenzfähigkeit von Einheiten oder Akteuren in dieser Wirtschaft – ob es sich nun um Unternehmen, Regionen oder Nationen handelt – grundlegend von ihrer Fähigkeit abhängig ist, auf effiziente Weise wissensbasierte Information hervorzubringen, zu verarbeiten und anzuwenden.

Manuel Castells
1. Aufgaben bei der Entstehung und Nutzung von Bauprojekten

Der Begriff der „Entstehung eines Bauprojektes“ umfasst in diesem Buch den Neubau, den Wiederaufbau, den Um‐ und Ausbau sowie die Erweiterung und Instandsetzung von Bauprojekten.Die nachfolgenden Ausführungen gelten im Grundsätzlichen für alle genannten Arten der Entstehung von Bauprojekten. Gleichwohl sind im Einzelfall bestimmte Aufgaben entweder nicht notwendig oder sie haben unterschiedliche Gewichtungen. So ist z. B. die Aufgabe der Grundstücksbeschaffung unter Umständen nur beim Neubau, Ausbau bzw. bei der Erweiterung von Bedeutung.Das Problem der Finanzierung oder die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist demgegenüber unabhängig von den genannten Arten der Entstehung von Bauprojekten.Die Entscheidung zur Entstehung, d. h. die Entwicklung eines Bauprojektes geht immer direkt oder indirekt vom sogenannten Bauherrn aus. Allerdings wird der Begriff „Bauherr“ sowohl in der Praxis als auch in der Literatur unterschiedlich definiert.So findet man z. B. unterschiedliche Definitionen: im Bauordnungsrecht,in der Gewerbeordnung,im Steuerrecht,im Wohnungsbaurecht und,in der Makler‐ und Bauträgerverordnung.In diesem Buch wird der Begriff „Bauherr“ wie folgt festgelegt.„Bauherr ist derjenige: der selbst oder durch Dritte,im eigenen Namen und auf eigene Verantwortung,auf eigene Rechnung,ein Bauvorhabenwirtschaftlich und technisch vorbereitet und durchführt bzw. vorbereiten und durchführen lässt“ (Pfarr 1997, S. 4).

Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko Meinen
Chapter 12. Facebook
Werbung in Facebook, Werbung mit Facebook (Atlas), Customer Audience, Facebook Business Manager

Im Jahr 2011 war in einem Blogbeitrag des FAZ Blogs zu lesen „‚Facebook wird zu einer großen Bedrohung, sobald die Werbemaschine erst einmal richtig angeworfen wurde.‘ Christoph Schuh vom reichweitenstärksten deutschen Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus warnt vor dem sozialen Netzwerk, das den deutschen Online-Werbern den Markt streitig macht.“ Nun, heute ist die Werbemaschine angeworfen.

Erwin Lammenett
Kapitel 10. Strategien für den Aufbau des Sportclusters

Die Sportwirtschaft in der Schweiz ist keine explizit ausgewiesene und organisierte Branche, vergleichbar mit der Maschinenindustrie oder der Pharmaindustrie. Sie trägt 1,7 % zum Bruttosozialprodukt mit rund 90.000 Beschäftigten bei.Ob Breiten- oder Spitzensport, ob Winter- oder Sommersport, ob Mannschafts- oder Individualsport: In kaum einem Land gibt es derart viele Sportmöglichkeiten, derart viel Begeisterung und Engagement um aktiven oder passiven Sport und derart viel Innovation um Sportarten herum.Trotz ihrer Größe hat die Schweiz nicht nur viele internationale Wettbewerbe ausgerichtet und bietet manchen Sportorganisationen Gastrecht (ca. 35–40 internationale). Sie ist erfolgreich bei Wettkämpfen und bei der Innovation neuer Produkte, gerade auch für den Breitensport. Des Weiteren ist Sport einer der wichtigen treibenden Faktoren des Schweizer Tourismus, denkt man nur an Wandern oder Skifahren.Die Schweizer Sportwirtschaft zeichnet sich aus durch einen Erfinder- und Innovationsgeist. Die Schweiz wird immer mehr als Innovationstreiber wahrgenommen. Diese Innovation reicht von der Grundlagenforschung über Materialien und Verfahren bis zur Vermarktung und Anwendung. Neue Sportarten werden in der Frühphase oft von Schweizern und Schweizerinnen dominiert und bis zur Marktreife weiterentwickelt. Dies hängt auch mit der Affinität zu Sport, der weltweit geschätzten „Tüftelei“ und dem qualitativen „Swiss Made“ zusammen.Heute zeichnet sich die Sportwirtschaft durch die folgenden Aspekte aus:Sie ermöglicht Sportkultur als wichtigen Teil der jüngeren Schweizer Geschichte und ist in allen Landesregionen präsent.Sie organisiert, unterstützt und beherbergt Veranstaltungen mit internationaler Ausstrahlung.Sie entwickelt Produkte und Equipment für verschiedenste Sportarten, Jahreszeiten und Gelände.Sie ist eng mit Sportanlagen und Tourismusorten verbunden.Sie ist sowohl in der Grundlagenforschung als auch in Anwendung und Produktion tätig.Sie ist meist hochinnovativ und arbeitet oft mit Hochschulen und Forschungsstätten zusammen.Sie beruht teilweise auf einem dynamischen aber risikoreichen Unternehmertum, betrieben durch KMU.Sie umfasst zahlreiche weltbekannte Sportmarken, welche das Schweizer Image von Qualität, Wertigkeit und Innovation mitprägen.Ihr Binnenmarkt ist genauso wichtig wie der Exportmarkt.

Domenico Alexakis
Zukunft ist unsere Gestaltungsaufgabe! Die Lebendigkeits-Werkstatt – ein Instrument, um von der Zukunft her zu gestalten

Die Lebendigkeits-Werkstatt ist ein Praxisformat, das Nachhaltigkeit, Verantwortung und Innovation miteinander verbindet. Sie unterstützt dabei, unternehmerische und organisationale Lebendigkeit zu entfalten, um kokreativ von der Zukunft her neue Handlungskompetenzen zu generieren und so aus Pfadabhängigkeiten heraus zu finden. Zentral hierbei ist die Frage: Wie kann das wirklich Neue in die Welt – jenseits nur neuer Spielarten des Kapitalismus oder neuer technischer Vereinnahmungen? Der Text schildert kreative Strategien aus der Lebendigkeits-Werkstatt – das Entautomatisieren, den Prozess „vom Es zum Du“ oder das „betrachtende Sprechen“ – so, dass diese Praktiken sich in das jeweilige Arbeitsfeld der Leser integrieren lassen. Der erkenntnistheoretische Ansatz, aus dem die Methodik der Lebendigkeits-Werkstatt hervorgeht, wird als „prädisziplinär“ beschrieben. Während Inter- und Transdisziplinarität inzwischen im Horizont von Nachhaltigkeit verortet sind, beinhaltet die erst seit jüngst erforschte „Prädisziplinarität“ insofern eine Vertiefung, als sie an den jedem Was – jedem Thema, jedem Inhalt – vorangehenden Fragen des Wie ansetzt. Prädisziplinäres Arbeiten führt in das Quellgebiet von Lebendigkeit, um von dort aus Zukunftsfähigkeit zu erschließen.

Hildegard Kurt
Führen in Zeiten permanenter Veränderungen

Auf die Frage, was gute Führung ausmacht, kann es keine allgemein gültige Antwort geben. Führen ist eine Funktion, die je nach akuter Herausforderung, eigener Haltung, gesellschaftlichem Kontext und vorhandenen Fähigkeiten unterschiedlich verstanden und wahrgenommen werden kann. In Zeiten massiver Veränderungen, die auf Dauer weder kalkulierbar noch vorhersehbar und in sich teilweise widersprüchlich sind – und die durch die mit ihr verbundene Unsicherheit Angst auslösen (können) –, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder eine entsprechende heldenhafte Führung nach dem Prinzip der alten hierarchischen Ordnung oder neue Steuerungsmodelle für den neuen Kontext. Im Beitrag wird gezeigt, warum nur Letztere von Erfolg gekrönt sein können, wie diese ausgestaltet sein sollten und was diese für die Führungspersönlichkeiten und Leadership-Organisationen bedeuten.

Klaus Doppler
Kapitel 8. Auf der Suche nach dem „idealen Beruf“ für WirtschaftspädagogInnen mit Kind/ern
Vereinbarkeit in den Handlungsfeldern der Wirtschaftspädagogik

Das Wirtschaftspädagogikstudium ist mehrfach qualifizierend angelegt. AbsolventInnen können den Beruf einer Lehrkraft an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, einer/eines Betriebspädagogin/-pädagogen oder den einer/eines Expertin/Experten in der Erwachsenenbildung ergreifen, aber auch in den Bereichen der öffentlichen und privaten Wirtschaft und der Forschung tätig werden. Der vorliegende Beitrag fragt nach familienfreundlichen Handlungsfeldern und Rahmenbedingungen bzw. Unterstützungsmaßnahmen für WirtschaftspädagogInnen mit Kind/ern.

Nadine Harrer
Kapitel 8. Die Familiencharta

Die Familiencharta markiert zugleich Ende und Anfang der Familienstrategie. Sie ist die Gründungsurkunde, die einer neuen Ära der Zusammenarbeit in einer Unternehmerfamilie den Rahmen liefert. Die Charta steht am Ende des angeleiteten Prozesses der Familienstrategie und am Anfang der von der Familie eigenständig praktizierten Family Governance. Sie bildet das Bollwerk einer Unternehmerfamilie gegen die Entfremdung, sie erhält den Familienmitgliedern das Bewusstsein eines gemeinsamen Interesses, sie ersetzt Willkür durch geordnete Verfahren, sie schafft Planungssicherheit und stärkt den Zusammenhalt.

Kirsten Baus
Kapitel 7. Marktstrukturen und Beschaffungsmarktforschung

Nach dem Studium dieses Kapitels sollten Sie mit den folgenden Themen vertraut sein:Auswirkungen der Marktstruktur auf die BeschaffungsstrategieUnterschiedliche Beschaffungsmarktstrukturen, denen Einkäufer gegenüberstehenRolle und Bedeutung der Beschaffungsmarktforschung im Rahmen des BeschaffungsmanagementprozessesEigenschaften und Ansätze der BeschaffungsmarktforschungOrganisation und Durchführung von BeschaffungsmarktforschungMöglichkeiten der Nutzung des Internets für Zwecke der Beschaffungsmarktforschung

Arjan J. van Weele, Michael Eßig
Chapter 4. Handlungsbereiche, Akteursgruppen und Akteure in der Werbung

Jörg Tropp (1997: 87ff) ordnet Werbung dem Teilsystem Wirtschaft zu und spricht daher vom Werbewirtschaftssystem. Dieses unterteilt er in fünf relevante Handlungsbereiche, denen er je unterschiedlich institutionalisierte und professionalisierte Handlungsrollen zuordnet (siehe Abbildung 4-1). Die Handlungsbereiche müssen zudem als wechselseitig aufeinander bezogen begriffen werden, weil kein Bereich ohne den vorhergehenden existieren würde.

Gabriele Siegert, Dieter Brecheis
12. Planungssystematik und Projektmanagement

Die Kommissionierung entspricht der Auslagerung vorgegebener Artikel zur Erstellung eines Auftrags, der aus einem oder mehreren Auftragspositionen besteht und die Menge jedes einzelnen Artikels angibt. Unter der Funktion Kommissionieren ist das Zusammenstellen eines Kundenauftrages von bestimmten Teilmengen aus einer bereitgestellten Gesamtmenge nach vorgegebenen Bedarfsinformationen zu verstehen. Die Teilmengen bestehen aus Artikeln, die aus dem Sortiment (= Gesamtmenge) für einen Auftrag (= Bedarfsinformation) gesammelt werden.

Heinrich Martin
CSR (im Sinne der Nachhaltigkeit) und Ansätze für eine ökonomische Neuorientierung

Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht länger Selbstzweck sein. Zukunftsfähig zu wirtschaften und nachhaltig zu wachsen, bedeutet, sich in den Dienst der heutigen Gesellschaft stellen, ohne die Ressourcen künftiger Generationen zu zerstören. Unternehmen, die sich der Corporate Social Responsibility (CSR) verpflichten, setzen sich vertieft mit der Frage auseinander, wozu ihr Wachstum dient sowie mit dem Zweck ihrer Firma. Sie definieren Unternehmensziele langfristig und maßvoll, gestalten Lohn- und Anreizsysteme nachhaltig und beweisen im Interesse der Vertrauensbildung Transparenz. Darauf geht dieser Beitrag ebenso ein, wie auf Entwicklungstendenzen bei den Rahmenbedingungen. Am Beispiel einer Vermögensverwaltung wird aufgezeigt, welche Rolle CSR bei der nachhaltigen Geldanlage spielt, respektive welche Nachhaltigkeitskriterien bei der Unternehmensanalyse Anwendung finden. Abschließend wird anhand von zwei Unternehmensbeispielen auf die Verzahnung von finanzieller Performance und Nachhaltigkeit eingegangen.

Antoinette Hunziker-Ebneter
4. Baustein 3: Einsatz von CRM-Systemen in der Wirtschaftsförderung

Während das Informationsmanagement anfänglich insbesondere mit Excel-Datenbanken oder mit speziellen – auf die Belange der Wirtschaftsförderung ausgerichteten – Access-Datenbanken organisiert wurde, werden in jüngerer Zeit zunehmend CRM-Systeme (Customer-Relationship-Management) eingesetzt. Diese stellen in der Regel auf die automatisierte Kundenpflege spezialisierte Datenbanklösungen dar. Die gezielte Kundenansprache, die Pflege der Daten und die Unterstützung des Kontaktmanagements stehen im Mittelpunkt dieser Softwarelösungen.Die Vorteile für die Wirtschaftsförderer beim Einsatz von CRM Systemen bestehen insbesondere in der gemeinsamen Nutzung aller Informationen des Systems und in der Verknüpfung der verschiedenen Aufgabenbereiche (Unternehmen, Kontakte, Flächen und Immobilien sowie Projekte). Mit der Nutzung von CRM-Systemen werden Individuallösungen und persönliche Datenbanken oder Excel-Tabellen vermieden. Durch das integrierte Informationsmanagement sind alle Mitarbeiter auf dem gleichen aktuellen Informationsstand.Im WIFÖ-LAB sollen die Möglichkeiten und Funktionalitäten von CRM-Systemen für die Wirtschaftsförderung vermittelt werden. Für diese Unterrichtseinheit werden insgesamt 16 Wochenstunden vorgesehen. Im Rahmen dieser Einheit werden anhand der verschiedenen Module der CRM-Systeme die konkreten Aufgaben der Wirtschaftsförderung und ihre Umsetzung in den internen Prozessen des Informationsmanagements vorgestellt und von den Teilnehmern geübt.

Jürgen Bunde
8. Baustein 7: Regionale Wissensmanagementsysteme

Der Aufbau und der Betrieb von regionalen Wissensmanagementsystemen gehen deutlich über die Anforderungen an Informationssysteme der Wirtschaftsförderung hinaus. Aufgrund der hohen Bedeutung der Wirtschaftsförderung als "Schnittstelle" zwischen der Verwaltung und den wirtschaftlich relevanten Akteuren in der Region bilden die Kenntnis solcher Systeme und die eigene Mitwirkung ein wesentliches Element für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung. In diesem Baustein sollen dafür die Grundlagen geschaffen werden.

Jürgen Bunde
13. Das IoT ebnet den Weg zur vernetzten Wirtschaft

In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat das Internet Milliarden von Menschen, deutlich mehr als die Hälfte der Menschheit, miteinander vernetzt und ihre Kommunikation auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Jetzt kommen die Dinge hinzu. Sie werden mit Fähigkeiten ausgestattet, die sie hören, sehen, fühlen und „denken“ lassen, was mit Worten wie intelligent und smart umschrieben wird. Und sie werden vernetzt. Nach Schätzungen von Gartner und McKinsey werden bis 2020 20 bis 25 Mio. Geräte über eine eigene Internetadresse online sein. Und damit ändert sich nach der Kommunikation der Menschen untereinander auch die Wertschöpfung grundlegend.Die Hersteller können zu verschwindend geringen Kosten ihre Produkte mit Sensoren, Aktuatoren, Minikameras und anderen digitalen Komponenten ausrüsten. In die Produkte eingebettete Software erlaubt es dann, während des Betriebs Daten zu erzeugen, zu sammeln und zu analysieren. Das Internet der Dinge sorgt dafür, dass nicht nur das einzelne Produkt auf diese Weise zum Datenlieferant wird, sondern dass Produkte nahezu grenzenlos miteinander und mit den Menschen über ihre Daten kommunizieren können.

Dr. Tanja Rückert
Kooperationen und Netzwerke für eine eigenständige Regionalentwicklung
Der Praxisfall der Altautoverwertung in der Region Bremen

Altindustrielle Regionen stehen vor der Herausforderung, neben einer nachhaltigen regionalen Entwicklung gleichzeitig eine Verjüngung und Erneuerung der Wirtschaftsstruktur realisieren zu müssen Ansatzpunkt der Wirtschaftspolitik können dabei nur die bestehenden Strukturen in der Region sein. Notwendig sind dann eine erhöhte Innovationsfähigkeit und Diversifizierungsmöglichkeiten in Unternehmen und in der regionalen Wirtschaft.

Stefan Meyer
1. Managementmoden sind Modekrankheiten

Zu alten Zeiten regierte der mächtige König Agram ein großes Reich. Sein Volk lebte in Frieden, Freiheit und Fülle.

Prof. Dr. Wolfgang Berger
Chapter 2. Theoretischer Hintergrund – interdisziplinäre Perspektiven

Zur Klärung des zuvor skizzierten Forschungsanliegens wird in dieser Arbeit wie angekündigt ein interdisziplinärer Zugang zum Vertrauensphänomen gewählt. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Vertrauen teils schwer zu vereinbarende Auffassungen gegenüberstehen, was den Kern dieses Phänomens ausmacht. Je nachdem, ob etwa eine primär wirtschaftswissenschaftliche, eine psychologische oder eine soziologische Perspektivierung des Themas erfolgt, stehen andere Aspekte im Vordergrund und fallen die Antworten auf die Frage nach dem Wesen und der Funktion von Vertrauen entsprechend unterschiedlich aus.

Josef Ferdinand Haschke
Bedeutung der Architektur für die Unternehmenskommunikation

Architektur kann ein wirkungsvolles Instrument der Unternehmenskommunikation sein: Als Corporate Architecture vermittelt sie die strategischen Botschaften des Unternehmens an die wichtigen internen und externen Bezugsgruppen durch inszenierte Orte, Gebäude und Räume. Das Ergebnis wirkungsvoller Corporate Architecture sind einzigartige, lebendige und attraktive innere Gedächtnisbilder, die entstehen, wenn die Bezugsgruppen an das Unternehmen denken. Solche inneren Bilder können sehr verhaltenswirksam sein – dies belegen zahlreiche Forschungsergebnisse.

Dieter Georg Herbst
Verbände der Kommunikationswirtschaft in Deutschland

Die Verbände der Kommunikationswirtschaft haben sich erneut weiter ausdifferenziert. Sie decken ein vielfältiges Aufgabenspektrum ab, das durch unterschiedliche Schwerpunktbildung gekennzeichnet ist und sektorale Interessenvertretung ebenso umfasst wie auch spezielle Mitgliederservices und die Entwicklung fachlicher Beiträge zur Fortentwicklung des insgesamt komplexen Arbeitsfeldes.

Lutz E. Weidner
2. Grundlagen und Strukturen der Wirtschaftsförderung

Ein Lehrbuch, welches sich mit den Grundlagen der Wirtschaftsförderung beschäftigt, muss zunächst eine Einordnung des Themenfeldes vornehmen. Dies geschieht zu Beginn mithilfe eines historischen Rückblicks, der wesentliche Entwicklungen bis heute skizziert. Dazu gehört auch, die entscheidenden Rahmenbedingungen auf Makroebene darzustellen, denen sich keine Wirtschaftsförderungseinrichtung entziehen kann. Aufgrund ihrer überragenden Bedeutung widmen sich Baustein 2 und 3 den Handlungsfeldern Globalisierung respektive demografischer Wandel. Mit letzterem ist das Fachkräftethema verbunden, welches die nächsten Jahre eine der Herausforderungen in der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderung bleiben dürfte.Nachdem dann ein Überblick über verschiedene Grundlagen und Strukturen der Wirtschaftsförderung gegeben wird (Bausteine 4–6), geht es ab Baustein 7 darum, einzelne Aufgabenfelder und spezielle Aspekte der kommunalen Wirtschaftsförderung näher zu beleuchten.Insgesamt ist der inhaltliche Teil in 15 so genannte Bausteine untergliedert. Die Struktur eines jeden Bausteins ist identisch: der Definition der Lernziele des jeweiligen Bausteins folgen die inhaltlichen Ausführungen zum Thema, unterteilt in verschiedene Themenabschnitte. Am Ende erfolgt ein Resümee, in dem die wesentlichen Erkenntnisse zusammengeführt und gegebenenfalls aus Wirtschaftsfördersicht reflektiert werden. Den Abschluss eines jeden Bausteins bilden Kontrollfragen, die den Leser beim Erarbeiten des Lernstoffs unterstützen und den Lernerfolg zu überprüfen helfen.Der Leser kann sich durchaus auch nach Interesse nur einzelne Bausteine vornehmen und die Inhalte erarbeiten. Eine strenge Orientierung an der gegebenen Abfolge ist nicht zwingend, dennoch erscheint es den Autoren ratsam, sich gerade als Neuling in der Materie schrittweise vom Allgemeinen zum Speziellen vorzuarbeiten.

Jörg Lahner, Frank Neubert
Chapter 7. Vom theoretischen Ausgang über die empirische Erfassung zur Datenauswertung

Wie aus Kapitel 6 hervorgeht, fließen die theoretischen Ausgangsüberlegungen in den Untersuchungsansatz ein. Mit diesem wird die im ersten Kapitel genannte Forschungshypothese geprüft. Das erfolgt mittels einer explorativen „one n“-Studie. Der Untersuchungsansatz ist in Abbildung 7-1 dargestellt und wird durch vier deduktiv abgeleitete Hauptkategorien strukturiert, die nun erklärt werden.

Daan Peer Schneider
2. Strategieentwicklung heute: die Fiktion rationaler Unternehmensführung

Einschlägige Autoren wie Porter oder Hamel und Prahalad behaupten, Strategieentwicklung sei der Königsweg zu den Wettbewerbsvorteilen von morgen. Für Unternehmen ist sie die Kerndisziplin der Unternehmensführung, da sie alle Aufgaben der Unternehmensführung einem übergeordneten Ziel unterordnet . Ausgehend von den drei Fragen „Was ist unsere wahre Passion? Worin können wir die Besten sein? Was ist unser wirtschaftlicher Motor?“, reflektiert die Strategieentwicklung das Geschäftsmodell und leitet davon Produkte, Märkte, Zielgruppen und Kunden des Unternehmens ab. Sie ist somit das rationale Verfahren zukunftsfähiger Unternehmensführung, „rational“ hier verstanden als regelhaftes Verfahren, das in messbaren Input-Output-Relationen Erfolg planbar macht. Tatsächlich steht aber aus drei Gründen in Frage, ob Strategieentwicklung das rationale Verfahren zur Planung unternehmerischer Erfolge darstellt.

Dr. Friedrich Glauner

Open Access

Chapter 13. Projektpartner/innen

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) ist als Fachstelle für Jugendfragen in die Arbeit der Jugendkommission und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz eingebunden.

Marc Calmbach, Silke Borgstedt, Inga Borchard, Peter Martin Thomas, Berthold Bodo Flaig
5. Zielsetzungen, Strategien und soziale Einbettung von Verbraucherorganisationen in Deutschland

Im vorangegangenen Kapitel wurden wirtschafts- und politikwissenschaftliche Ansätze diskutiert, die den Gegenstand der Verbraucherorganisationen (VO) untersuchen. Es wurde gezeigt, dass die Stiftung Warentest (STW), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen (VZ) der Länder zentrale Akteure in der institutionellen Architektur der deutschen Verbraucherpolitik sind. Alle drei Verbände wurden politisch eingerichtet und sind mehr oder weniger öffentlich finanziert. Die STW hat im Rahmen einer nachfrageseitigen Steuerung des Marktwettbewerbs die Funktion, Konsumenten durch vergleichende Warentests über die Qualitätseigenschaften von Gütern und Dienstleistungen zu unterrichten.

Sebastian Nessel
ISCC – Vorreiter bei der Zertifizierung von Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen
Ziele – Funktionen – kontinuierliche Verbesserung

ISCC (International Sustainability & Carbon Certification) ist eines der führenden Zertifizierungssysteme für Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen, welches von den deutschen Behörden und der Europäischen Kommission anerkannt ist und den Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU entspricht. Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED 2009/28/EU) legt die Anforderungen an die Erzeugung und Distribution nachhaltiger Biokraftstoffe in den europäischen Mitgliedsstaaten fest. Mit ISCC PLUS werden darüber hinaus Lösungen für Nahrungs- und Futtermittel, technisch/chemische Anwendungen (z. B. Bio-Kunststoffe) und feste Biomasse bereitgestellt. Mit ISCC können Systemnutzer die Einhaltung der gesetzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe nachweisen bzw. ihren Kunden in den nicht-regulierten Märkten für Nahrungs- und Futtermittel sowie chemisch/technische Produkte belegen, dass die Rohmaterialien nachhaltig erzeugt wurden und die Rückverfolgbarkeit an jeder Stelle der Lieferkette gewährleistet ist. Besondere Merkmale von ISCC sind neben hohen sozialen und ökologischen Anforderungen auch die hohe Qualität bei der Verifikation dieser Anforderungen. So werden ISCC-Zertifizierungen nicht nur von unabhängigen Zertifizierungsstellen durchgeführt, welche durch Behörden und Akkreditierungsstellen jährlich kontrolliert werden, sondern die Qualität der Zertifizierung wird zusätzlich von ISCC- eigenen Auditoren überprüft. Neben umfangreichen Maßnahmen zu kontinuierlichen Verbesserungen kann ISCC eindrucksvoll aufzeigen, dass Zertifizierung zu einer spürbaren Verbesserung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Umfeldbedingungen führt.

Andreas Feige
Nichts als Schwierigkeiten!? Über den Umgang mit Barrieren, Limitierungen und der Sinnhaftigkeit von Grenzüberschreitung in der Interventionsforschung

Inter-und Transdisziplinäre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, das eine so heterogen wie das andere. Es liegt im Auge des Betrachters, ob er diese Schnittstelle, die einen Interaktionsprozess in viele Richtungen impliziert, als Buchlinie oder aber als Verbindungslinie wahrnimmt. In jedem Fall aber werden Grenzen überschritten und jede Form der Grenzziehung bzw. der Grenzöffnung bedarf des Managements. Grenzen, die im traditionellen Wissenschaftsbetrieb viel deutlicher gezogen waren und deren überschreitung Irritation auf vielen Ebenen auslösen kann, müssen gesehen, benannt und verhandelt werden. die „Undiszipliniertheit“ der Inter- und Transdisziplinären Forschung irritiert Universitäten in ihrem inneren Selbstverständnis (was ist wissenschaftlich und wie wird gute Wissenschaft realistisch bewertet?) und die gesellschaftliche Wirksamkeit von Forschung lässt sich nach außen schwer in Zahlen, Bilanzen und Budgets gießen. Der „social impact factor“ muss erst erfunden werden.

Mag.a Dr.in Ruth E. Lerchster
5. Formen des Fundraisings
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