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08.06.2016 | Unternehmen + Institutionen | Im Fokus | Onlineartikel

Automobilindustrie und Start-ups finden zusammen

Autor:
Stefan Schlott

Die zunehmende Digitalisierung von Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur geben Start-up-Unternehmen ein neues Gewicht. Auch auf Verbandsebene gibt es erste Kooperationen.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), ist überzeugt: "Der Wandel der Mobilität und die Digitalisierung erfordern ganz neue Ansätze der Kooperation. Das Auto wird zunehmend um eine Datenwelt ergänzt, die die individuelle Mobilität verändert. Daher ist es nur folgerichtig, wenn Automobilindustrie und Start-ups zusammenarbeiten", sagte er im Mai 2016 anlässlich eines Besuchs bei dem Berliner Unternehmen Ally, das die gleichnamige Mobilitäts-App und Plattform "ally" entwickelt. Wissmann weiter: "Junge Technologieunternehmen können experimenteller und risikoreicher arbeiten. Damit sind Unternehmen wie Ally eine ideale Ergänzung zu industrie-interner Forschung und Entwicklung. Die Automobilindustrie will die Chancen nutzen, die in dieser Zusammenarbeit liegen und gemeinsam dafür sorgen, dass Mobilitätstechnologie 'Made in Germany' auch künftig die Maßstäbe setzt."

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Hintergrund von Wissmanns Aussagen war die Aufnahme von ally sowie des Bundesverbands Deutsche Start-ups (BVDS) in den VDA. Gleichzeitig trat der VDA dem Start-up-Verband bei. Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups, begrüßte die neue Partnerschaft: "Unsere Unternehmen, vor allem aus der Mobilitätsbranche, brennen darauf, mit ihren Innovationen einen wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, dass Deutschlands führende Position im Automobilbau und bei Mobilitätslösungen weiter gestärkt wird. Dabei ist ein offener regulatorischer Rahmen notwendig, der Innovationen wie vernetztes und automatisiertes Fahren oder Ridesharing weiter anregt."

In den Kooperationen steckt ein gegenseitiger Nutzen

Dass eine Kooperation von etablierten Unternehmen der Automobilindustrie mit Start-ups sinnstiftend sein kann, ist derzeit Konsens. So zitiert Andreas Burkert in seinem Artikel Von Start-ups lernen aus der ATZ 6-2016 Professor Manfred Broy, Leiter des Lehrstuhls Software & Systems Engineering der Technischen Universität München, mit den Worten: "Große Unternehmen sind gut beraten, eine geschickte Strategie zu finden, wie sie ihre Innovationsthemen an den Stellen, wo es Sinn macht, von Start-ups entwickeln lassen."

Gleichzeitig können die etablierten Unternehmen den Start-ups dabei helfen, ihre Kreativität auf eine solide Grundlage zu stellen. Dass dies wichtig für ihren Fortbestand ist, weiß Thomas Kandolf. Im Kapitel Geschäftsmodellentwicklung für Start-up Unternehmen entwickeln aus dem Fachbuch Geschäftsmodellinnovationen legt Kandolf den Finger auf die Wunde: "Viele der Gründer beschäftigen sich zu oberflächlich mit den Bestandteilen beziehungsweise Inhalten von Geschäftsmodellen. Das Resultat daraus sind meist optimistisch befüllte Geschäftsmodelle, die aus kreativen Entwicklungsphasen entsprungen sind und oft nur wenig Bezug zur nachhaltigen Umsetzung der Geschäftsidee am Markt besitzen." Das bestätigt auch Martin Vetter im Kapitel Start-up-Unternehmen und Innovation aus dem Fachbuch Praktiken des Prototyping im Innovationsprozess von Start-up-Unternehmen. Dort schreibt er: "Bezüglich der Gründungsstrategie ist festzuhalten, dass die Gründung ohne aufwendige Marktstudien und betriebliche Strukturen erfolgt. Betriebswirtschaftliche Instrumente, wie zum Beispiel ein Businessplan, werden nur eingeschränkt verwendet. Ein Rückgriff auf wirtschaftliche Kennzahlen als Steuerungsinstrument findet nicht statt."

Von der Idee zum langfristigen Erfolg

Dabei gilt auch für Start-ups, was Urs Fueglistaller, Christoph Müller, Susan Müller und Thierry Volery im Kapitel Innovation und Entrepreneurship aus dem Fachbuch Entrepreneurship so formulieren: "Erst der kreative Unternehmer, dem es gelingt, seine Ideen und Vorstellungen über neue Prozesse, Dienstleistungen oder Produkte in Innovationen zu transferieren und anschließend damit auf dem Markt Nutzen für den Kunden zu kreieren, kann langfristig auf dem Markt existieren."

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