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15.11.2018 | Unternehmen + Institutionen | Infografik | Onlineartikel

Das klassische Autohaus steht vor dem Aus

Autor:
Christiane Köllner

Jeder zweite Kunde ist laut einer aktuellen Studie offen für den Autokauf via Online-Plattform. Das traditionelle Autohaus leidet darunter. Trotzdem gibt es noch Hoffnung für die Händler. 

Das klassische Autohaus wird sich aufgrund des zunehmenden E-Commerce in den nächsten Jahren stark wandeln. Das ist das Ergebnis der Studie "The Future of Automotive Retail – the path towards mobility provider" des Beratungsunternehmens PwC, der eine Befragung unter 1.800 deutschen Händlern zugrunde liegt. Zwar sei der Händler für 56 Prozent der Kunden der wichtigste Ansprechpartner, doch zugleich steige die Bereitschaft, direkt beim Automobilhersteller oder über eine Online-Plattform zu kaufen.

Diese beiden Verkaufskanäle erachten traditionelle Autohäuser als große Bedrohung. So meinten 58 Prozent der Befragten Autohändler, das traditionelle Autohaus werde in den nächsten Jahren merklich an Bedeutung verlieren. Zudem habe jeder zweite Händler festgestellt, dass die Loyalität der Kunden sowohl gegenüber der Marke als auch gegenüber dem angestammten Händler abnehme.

Konzerne und Autohäuser müssen sie sich enger verzahnen

Die Autohäuser als solche sollen aber laut Studie nicht verschwinden. Jedoch werden sie ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und um neue maßgeschneiderte Dienstleistungen rund um Mobilität und Beratung erweitern müssen. "In Zukunft unterschreibt der Kunde im Autohandel keinen Verkaufsvertrag mehr, idealerweise bekommt er dort möglichst unkompliziert das passende Mobilitätskonzept bereitgestellt", sagt Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PwC

Die PwC-Studie kommt daher zu dem Schluss, dass sich Hersteller und Autohäuser in Zukunft deutlich enger verzahnen müssen, um die Hoheit über den Vertrieb zu verteidigen. Daher werde das Händlermodell in den nächsten Jahren sukzessive einem Agentenmodell weichen, in dem die Autohäuser nicht nur von ihrer selbstbestimmten Preisspanne lebten, sondern von einer Vertriebsprovision, die sie von den OEM erhielten.

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