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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Problemstellung

Zusammenfassung
Will eine präskriptive Theorie zweckgerechte und anwendbare Kalküle zugleich anbieten, so stellt sich ihr ein bekanntes Optimierungsproblem: Welche Strukturierungen eines Problems soll sie in ihren Modellen vornehmen, damit möglichst alle wichtigen Aspekte des Problems erfaßt werden, ohne daß zugleich aufgrund der Kompliziertheit der Modelle deren Anwendbarkeit verlorengeht? Da grundsätzlich jede Strukturierung eines Problems durch ein Modell Komplexität reduziert, läßt sich die Frage der Abwägung zwischen Zweckgerechtigkeit und Anwendbarkeit auch als das Problem der optimalen Komplexitätsreduktion bezeichnen, das sich auf zwei Ebenen, für Theoretiker und Praktiker, stellt: Der Theoretiker sucht jene Art der Problemvorstrukturierung, die seiner präskriptiven Theorie die Akzeptanz bei ihren Adressaten sichert, ohne (vermeintlich) grundlegende Erkenntnisse über Problembestandteile zu vernachlässigen. Der Praktiker sucht das Modell, dessen Benutzung ihn einerseits nicht überfordert, das aber andererseits auch nicht so viele Problemaspekte vernachlässigt, daß es für ihn uninteressant und von anderen angreifbar wird. Je mehr der Theoretiker sein Problem reflektiert, desto größer wird der Nutzen der Modelle für die Praxis sein und desto weniger muß diese eine Arbeit leisten, die ihr prinzipiell erspart werden kann.
Wolfgang Ballwieser

Erstes Kapitel. Komplexitätsreduktion als Problem der Unternehmensbewertungstheorie

Zusammenfassung
Läßt man die steuerliche Einheitsbewertung außer acht, so gibt es — unabhängig von den vielfältigeren Bewertungsanlässen — nur zwei wesentliche Unternehmensbewertungszwekke: Bewertungen dienen der Ermittlung von Grenzpreisen oder fairen Einigungspreisen1. Maßgebliches Problem beider Aufgaben ist die Bestimmung oder Überprüfung von Grenzpreisen.
Wolfgang Ballwieser

Zweites Kapitel. Modelle zur Projektion der Vorteilserwartungen aus dem Unternehmen

Zusammenfassung
Aus dem zu Beginn der Arbeit beschriebenen Komplex ergeben sich einige logische Anforderungen an ein Modell zur Entwicklung von Vorteilserwartungen, die wir im folgenden präzisieren wollen. Hierbei vernachlässigen wir jegliche Planungskosten. In späteren Abschnitten ist deshalb zu prüfen, wie unter Berücksichtigung des Planungsaufwands die Anforderungen gelockert werden müssen, damit konkrete Modelle empirisch verwendbar erscheinen.
Wolfgang Ballwieser

Drittes Kapitel. Generelle Informations- und Planungsprobleme verschiedener Bewerter

Zusammenfassung
Potentielle Verkäufer von Unternehmen sind aufgrund der für sie unbeschränkten Zugänglichkeit von Unternehmensdaten und der Kenntnis ihrer Unternehmensumwelt am ehesten in der Lage, Daten für Planungskalküle zu gewinnen, die dem entscheidungstheoretischen Profil nahekommen. Die Datengewinnung und ihre Verarbeitung erscheinen um so problemloser, je stärker die in den Unternehmen bereits vorhandenen Planungssysteme strukturell dem Modell ähneln, das für die Unternehmensbewertung herangezogen werden soll. Hierbei wird die Tatsache, daß in irgendeinem Sinne überhaupt geplant wird, als gegeben unterstellt. Die Notwendigkeit der Planung künftiger Handlungen im Gegensatz zum improvisatorischen Vorgehen wurde in Theorie und Praxis im Laufe vieler Jahrzehnte so stark betont, daß sie heute kaum mehr begründungsbedürftig erscheint, wenn auch die Diskussion darüber, wie die Planung im einzelnen aussehen sollte, kaum als abgeschlossen bezeichnet werden kann. Planung ist — selbst wenn man ein enges Vorverständnis ihrer Nützlichkeit hat — schon deshalb vorteilhaft, weil sie die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten ungewollter Handlungskonsequenzen mindern hilft1 und dementsprechend als „Notwehr“ gegen Bestrafungen verschiedenster Art betrachtet werden kann2. Empirische Untersuchungen über die Planungspraxis deutscher Unternehmen belegen, daß die Betonung der Planungsnotwendigkeit keineswegs konsequenzenlos geblieben ist3.
Wolfgang Ballwieser

Viertes Kapitel. Konzepte der strategischen Planung als Basis der empirischen Auffüllung eines dem Anforderungsprofil entsprechenden Modells

Zusammenfassung
Da die Konsequenzen unternehmerischer Aktivitäten nicht vollständig von dem Unternehmer selbst kontrolliert werden können, muß dieser die unbeeinflußbaren, aber unternehmenswertbestimmenden Faktoren antizipieren und ihren Einfluß auf geplante Aktivitäten abzuschätzen versuchen. Will er dies nicht implizit tun, so verlangt diese Umweltanalyse eine konkrete Benennung der als maßgeblich erachteten Faktoren. Da das letzte Ziel der Umweltanalyse die Projektion der Entnahmeverteilungen bei verschiedenen geplanten Aktivitäten sowie deren spätere Verdichtung zu einem Unternehmenswert ist, reicht die Benennung der oft nur qualitativ beschreibbaren Faktoren allerdings nicht aus. Unternehmer und Unternehmensbewerter suchen vielmehr quantifizierte Aussagen über zukünftige Entwicklungen von unbeeinflußbaren, aber unternehmenswertbestimmenden Determinanten. Dazu ist es notwendig, qualitative Umweltfaktoren repräsentierende, quantifizierbare Größen festzulegen und deren zukünftige Ausprägungen zu prognostizieren. Dabei sei im Augenblick dahingestellt, welche Kriterien die Prognoseverfahren erfüllen müssen, um als gut klassifiziert zu werden.
Wolfgang Ballwieser

Fünftes Kapitel. Ein Vorschlag zur Verbindung von Planung und Prognose

Zusammenfassung
Die Ausführungen des letzten Kapitels sind unter dem Aspekt zu betrachten, wie weit sie eine Ergänzung oder Verbesserung der im zweiten Kapitel diskutierten Modelle darstellen. Ferner scheint es sinnvoll, die Ausführungen im Hinblick auf die heute übliche Praxis der Bewertung zum Zwecke der Grenzpreisfindung zu würdigen. Dies soll hier und in den folgenden Abschnitten geschehen, bevor als Ergebnis dieser Überlegungen Anregungen zu einem Kalkül gegeben werden, der versucht, festgestellte Vorteile zu nutzen und entsprechende Nachteile zu vermeiden.
Wolfgang Ballwieser

Sechstes Kapitel. Probleme der Bewertung der Vorteilserwartungen

Zusammenfassung
In der Planungstheorie wird zu Recht gefordert, die Planungsgenauigkeit an den Prognosemöglichkeiten auszurichten: Sehr detaillierte funktionale Teilpläne in Abhängigkeit von Umweltzuständen, deren Bedeutung für die Unternehmung nicht offenbar ist oder deren Ausprägungen nur grob umrissen und mit großer Unsicherheit prognostiziert werden können, stellen eher eine intellektuelle Spielerei dar als eine praktische Entscheidungshilfe. Auch ist zu erwarten, daß sich Feinpläne um so mehr verbieten, je größer ihr zeitlicher Abstand vom Planungszeitpunkt ist, obwohl es hiervon, wie die Literatur im einzelnen belegt1, gravierende Ausnahmen geben kann. Die Forderung nach Abstimmung von Planungsgenauigkeit und Prognosemöglichkeiten findet sich gelegentlich als Planungsgrundsatz formuliert. Der Grundsatz ist Bestandteil des sogenannten Prinzips der Adaptivität der Planung2.
Wolfgang Ballwieser

Thesenförmige Zusammenfassung

Ohne Zusammenfassung
Wolfgang Ballwieser

Backmatter

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