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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Die Unternehmensbewertung gilt als „Königsdisziplin“ der betriebswirtschaftlichen Bewertungsaufgaben. Sie beschäftigt sich mit der Ermittlung von Werten und damit potenziellen Preisen von Unternehmen oder Unternehmensanteilen. Seit Langem wird nach theoretisch fundierten und gleichzeitig praktikablen Lösungsmöglichkeiten für die in der Realität äußerst komplexen Problemstellungen gesucht. Einigkeit besteht darin, dass der „richtige“ Unternehmenswert nur jeweils zweckbezogen bestimmt werden kann.
Sonja Schütte-Biastoch

2. Grundlagen der Unternehmensbewertung bei KMU

Zusammenfassung
Die Untersuchung bewertungsrelevanter Besonderheiten von KMU bedingt zunächst eine für diese Aufgabenstellung geeignete Definition von KMU als Bewertungsobjekt. Die Gruppe der KMU umfasst branchenübergreifend die Gesamtheit aller Unternehmen und Freien Berufe, solange sie eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Dabei wird die Unternehmensgröße über eine Auswahl betriebsgrößenrelevanter Merkmale konkretisiert; es sind sowohl quantitative als auch qualitative Abgrenzungskriterien möglich. Bei den Bezeichnungen „klein“ und „mittel“ handelt es sich um quantitative Begriffe, so dass der Versuch einer (rein) zahlenmäßigen Klassifizierung auf den ersten Blick naheliegend erscheint. Sie bietet den Vorteil der eindeutigen Messbarkeit und bei Verwendung nur eines Abgrenzungskriteriums auch den der eindeutigen Klassenzuordnung. Benötigt werden solche messbaren Definitionen z. B. von der amtlichen Statistik sowie von der öffentlichen Verwaltung zur Festlegung von Rechten (z. B. Förderungen) und Pflichten (z. B. Publizität). Die Klassengrenzen sind dabei häufig politisch motiviert.
Sonja Schütte-Biastoch

3. Anwendbarkeit nicht auf dem ZEW-Modell basierender Verfahren zur Bewertung von KMU

Zusammenfassung
Die Einzelbewertungsverfahren basieren auf dem Konzept von der Bewertung der Substanz und orientieren sich am Schema der Bilanz. Umfragen zeigen, dass diese Verfahren auch bei dominierten Bewertungsanlässen im Gesellschaftsrecht weit verbreitet sind, sofern die Abfindungsermittlung explizit vertraglich geregelt ist.
Sonja Schütte-Biastoch

4. Konzeption der ZEW-Verfahren als Referenzrahmen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird eine praktisch anwendbare Konzeption der ZEW-Verfahren formuliert, die den analytischen Rahmen und Ausgangspunkt für die Ableitung von Besonderheiten bei der Bewertung von KMU darstellt. Die Aufgabe der Unternehmensbewertung erfordert Komplexitätsreduktionen und bedient sich dazu der Modellbildung. Der Rückgriff auf verschiedene betriebswirtschaftliche Disziplinen bedingt eine Auseinandersetzung mit den entscheidungs-, nutzen-, investitions- und finanzierungstheoretischen Grundlagen und Prämissen der etablierten ZEW-Verfahren. Ziel der folgenden Darstellung ist die Formulierung eines ZEW-Modells, welches innerhalb des Prämissensystems eine konsistente Grenzpreisermittlung, die bei Rückgriff auf Typisierungen auch für dominierte Bewertungsanlässe anwendbar ist, ermöglicht.
Sonja Schütte-Biastoch

5. Anpassung der ZEW-Verfahren an die Besonderheiten bei KMU

Zusammenfassung
Bewertungsrelevante Besonderheiten von KMU ergeben sich grundsätzlich dann, wenn die bei der Darstellung der ZEW-Konzeption getroffenen Prämissen zu stark von den tatsächlichen Gegebenheiten bei KMU abweichen. In der Praxis wird in diesem Zusammenhang bisweilen ein pragmatischer Lösungsansatz gewählt. Um einerseits bei der Anwendung der ZEW-Verfahren der zuvor beschriebenen standardisierten Vorgehensweise zu folgen und andererseits dennoch der Verschiedenheit von KMU und Großunternehmen Rechnung zu tragen, wird eine pauschale Anpassung der nach allgemeinen Grundsätzen durchgeführten Bewertung vorgenommen. Dazu wird der anhand des CAPM ermittelte Kapitalisierungszinssatz um einen Zuschlag für den sogenannten „Size Effect“ erhöht („Size Premium“ als „Return in Excess of CAPM“).
Sonja Schütte-Biastoch

6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick

Zusammenfassung
Aufgabe der vorliegenden Arbeit war es, die Besonderheiten von KMU bei der Unternehmensbewertung unter spezieller Berücksichtigung von Typisierungserfordernissen bei Bewertungsanlässen mit dominierten Entscheidungssituationen zu analysieren. Ziel war es, Empfehlungen für die praktische Ausgestaltung der zweckadäquaten Wertermittlung für KMU zu geben und dabei Möglichkeiten der Formulierung der Besonderheiten von KMU im Bewertungskalkül bei der Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte aufzuzeigen.
Sonja Schütte-Biastoch

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