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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Allgemeine Charakteristik und ausgewählte Rahmenbedingungen umweltverträglichen Wirtschaftens

Wirtschaft und Umwelt - Systembetrachtungen unter Erfolgsgesichtspunkten

Zusammenfassung
Versteht man Wirtschaften als elementares Aktionsfeld der Menschen zur Bedürfnisbefriedigung durch haushälterischen Umgang mit den für die Bedürfnisbefriedigung benötigten knappen Gütern, so lassen sich in bezug auf das Wechselverhältnis zur Natur folgende Thesen aufstellen.
Hans-Ulrich Zabel

Betriebswirtschaftslehre und Ökologie - Ansätze zu einer interdisziplinären Kooperation am Beispiel des betrieblichen Rechnungswesens

Zusammenfassung
Eines der wesentlichsten Merkmale der Industriegesellschaft ist die ständig zunehmende Arbeitsteilung und Spezialisierung. Das hat zwar erheblich zum Wohlstand der Industrienationen beigetragen; die Nachteile sind indessen ebenfalls unübersehbar: Der Wissensstand in den einzelnen Disziplinen wird zwar gewaltig vertieft, die Interdependenzen, die Erfassung von Zusammenhängen, der “Blick aufs Ganze” gehen gleichzeitig allerdings zunehmend verloren. Hinzu kommt eine selbstzufriedene Überschätzung in den einzelnen Disziplinen, die nicht selten auch von einer “Abschottung” begleitet ist.
Adolf H. Malinsky, Eberhard Seidel

Ökologische Unternehmungsentwicklung: die Entstehung einer dynamischen Perspektive

Zusammenfassung
In der Literatur zum ökologiebewussten Management wird häufig zwischen defensivem und offensivem Umweltmanagement differenziert (vgl. bspw. Wicke1988 S. 11–33; Wicke et al. 1992 S. 597–611 S. 640–677)Bei defensivem Umweltmanagement ergreifen Unternehmungen erst dann Umweltschutzmassnahmen, wenn diese vorgeschrieben werden (reaktives Umweltschutzverhalten), und nur solche, die unbedingt erforderlich sind. Sie orientieren sich an den Mindestanforderungen. Offensives Umweltmanagement hingegen bedeutet proaktives Umweltschutzverhalten; Massnahmen werden ergriffen, bevor sie zur Pflicht geworden sind. Oft sind es sogar solche, die über das verlangte Mindestmass hinausgehen. Hierin zeigt sich eine fundamental andere Auffassung, die Umweltschutz als strategische Herausforderung und Wettbewerbschance ansieht und nicht als Nachteil und Gefahr.
Thomas Dyllick, Frank Belz

Ausbildungsinhalte ökologischer Orientierung in der Betriebswirtschaftslehre - Stand, Tendenzen und Praxisrelevanz

Zusammenfassung
Während die theoretischen Grundlagen der volkswirtschaftlichen Umweltökonomie mit der Wohlfahrts- und Ressourcenökonomie sehr früh gelegt wurden und - besonders im Anschluß an die Weltmodelle über die Knappheit natürlicher Ressourcen - Umweltprobleme auch schon lange im Lehrbetrieb berücksichtigt werden, wendet sich die Betriebswirtschaftslehre ökologischen Fragestellungen erst seit etwa Mitte der achtziger Jahre in größerem Umfang zu. Dies mündete an mehreren Universitäten und Fachhochschulen erstaunlich schnell in den Aufbau von Wahlpflichtfächern, die sich mit betriebswirtschaftlichen Umweltaspekten beschäftigen. Die Zielsetzung dieses Beitrags besteht darin, einen kurzen Überblick über den derzeitigen Ausbildungsstand zu geben und die Situation mit den Anforderungen der Praxis zu konfrontieren. Dabei werden im wesentlichen die Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsprojekts über die “Erarbeitung und Erprobung eines Curriculums zur Integration der Ökologie in die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung” referiert, das vom Institut für Ökologie und Unternehmensführung an der European Business School (EBS) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft durchgeführt und Ende 1993 abgeschlossen wird. Um den kurzen Beitrag nicht zu überfrachten, beschränken sich alle folgenden Ausführungen auf die Betriebswirtschaftslehre (zur Volkswirtschaftslehre vgl. Feess-Dörr u. a. 1991).
Eberhard Feess

Aktuelle Tendenzen im Umweltrecht und ihre Auswirkungen auf Unternehmen

Zusammenfassung
Zielsetzung dieses Beitrages ist es, die Auswirkungen aktueller Tendenzen im Umweltrecht zu untersuchen. Dazu werden einleitend die Unterschiede zwischen den ordnungsrechtlichen und marktorientierten Instrumenten der Umweltpolitik skizziert (Kapitel 1). Kapitel 2 bemüht sich um eine Beurteilung einiger umweltrechtlicher Entwicklungen, wobei das Ordnungsrecht - insbesondere hinsichtlich der Altlastenproblematik —, die Umweltverträglichkeitsprüfung, Änderungen im Bundesimmissionsschutzgesetz, die Umwelthaftung und das Abfallrecht angesprochen werden. Dabei wird auch schon kurz auf betriebswirtschaftliche Auswirkungen der einzelnen Instrumente eingegangen, ehe im dritten Kapitel beispielhaft die innerbetriebliche Organisation und die Investitionsrechnung als betroffene Bereiche angesprochen werden.
Eberhard Feess, Harald Hohmann

Funktions- bzw. aufgabenbezogene Umweltaspekte im Unternehmen unter Erfolgsgesichtspunkten

Ökologieverträglichkeit der Produktion und deren Erfolgswirkungen

Zusammenfassung
“Ökologieverträgliche Produktion” bezeichnet derzeit mehr einen Anspruch als vollzogene betriebliche Realität. Angesichts der zu lösenden großen Umweltprobleme stellt ein ökologisch orientiertes Produzieren allerdings eine sinnvolle Absichtserklärung für die strategische Unternehmensplanung dar. Im Mittelpunkt steht dabei die Verknüpfung ökonomischer, technologischer und ökologischer Kriterien bei der Gestaltung des betrieblichen Produktionsprozesses. Eine “umweltgerechte Produktion” wird auch und gerade aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen in Zukunft stärker in den Vordergrund rücken. Dieser Beitrag soll untersuchen, warum dies so ist. Da nichts so plausibel erscheint wie der Erfolg, geht es um unmittelbar praxisrelevante Fragen. Welche kurz- und langfristigen Erfolgswirkungen können eintreten, wenn die Produktionsprozesse und -strukturen ökologieverträglich(er) gestaltet werden?
Hartmut Kreikebaum

Erfolgschancen des ökologischen Produktes

Zusammenfassung
Unternehmen sehen sich dauernd wechselnden Bedingungen ihres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeldes ausgesetzt (z. B. Internationalisierung, neue Technologien, ökologische Anforderungen…). Der unternehmerische Erfolg und die Überlebensfähigkeit hängen in dieser Situation in starkem Maße von ihrem Potential ab, sich auf die neuen Umweltbedingungen einzurichten. Diese Einstellung kann aktiv oder passiv erfolgen. Eine aktive, offensive Gestaltung des unternehmensindividuellen Umfeldes birgt langfristig eine größere Erfolgswahrscheinlichkeit als das Reagieren, das permanente Anpassen an neue Bedingungen (vgl. Kreikebaum 1991, S. 177–194; zu den Strategiealternativen im Umweltschutz siehe auch Meffert/Kirchgeorg 1992, S. 139–168).
Rainer Türck

Abfallwirtschaft als strategischer Erfolgsfaktor

Zusammenfassung
Vom Standpunkt einer doppelten Verpflichtung her formuliert,
  • gegenüber der natürlichen Umwelt sowie
  • gegenüber der betrieblichen Klientel,
erfordert das Thema mindestens zweierlei:
  • die Skizzierung eines Konzepts von Abfallwirtschaft, das in ökologischer und ökonomischer Kategorie zugleich “Erfolg im strategischen Range” verspricht sowie
  • die Skizzierung der Möglichkeiten und Schwierigkeiten auf dem Wege dahin.
Eberhard Seidel

Die Deponie als Objekt der Betriebswirtschaftslehre - unternehmerische Verantwortung für den gesamten Produktlebenszyklus

Zusammenfassung
Akute Engpässe im Bereich der Entsorgung von industriellen und kommunalen Rückständen verdeutlichen die Notwendigkeit einer offensiven betrieblichen Rückstandswirtschaft (vgl. Strebel 1980, S. 17ff.; Strebel 1990, S. 737ff.). Untersuchungen in Deutschland zeigen, daß trotz verstärkter Bemühungen im Bereich Vermeidung und Verwertung die absolute Rückstandsmenge im produzierenden Gewerbe in den letzten zehn Jahren kaum reduziert werden konnte (vgl. Michaelis 1990, S. 154ff.). Erfolgreicher sind die Anstrengungen im Kommunalbereich. So ist es z. B. in der Steiermark gelungen, durch intensive Aufklärungsarbeit auf unterschiedlichen Ebenen die pro Kopf und Jahr anfallende Menge kommunaler Abfälle in einem Zeitraum von drei Jahren um ca. 70 kg zu senken (vgl. Strebel/Schwarz/Prattes 1993, S. 102). Allerdings ist das Vermeidungspotential beinahe erschöpft, so daß zukünftige Anstrengungen kaum gleiche Erfolge erwarten lassen.
Heinz Strebel, Erich J. Schwarz, Robert Prattes

Entwicklung ökologieverträglichen Mitarbeiterverhaltens und dessen Erfolgswirkungen

Zusammenfassung
Ökologieverträglicheres Handeln und erfolgreiches Wirtschaften werden i. d. R. als unüberbrückbare Gegensätze betrachtet. Zwar erschließen sich mit Produkten und Prozessen des aktiven Umweltschutzes (vgl. Kreikebaum 1991 S. 185) Bereiche, die vordergründig Ökologie und Ökonomie miteinander vereinbaren. Doch können diese nicht das gesamte Problemfeld erfassen, d. h. Handlungsanweisungen für in hohem Maße umweltschädliche, aber beim heutigen Wissensstand unabkömmliche Industriezweige aufzeigen. Solche zu eliminieren, wäre vorerst sicher keine Lösung, die Umweltschutz mit wirtschaftlichem Handeln paart.
Ralph Jahnke

Umweltdatenbanken und Stoffbewertung als Instrumente der erfolgsorientierten Entscheidungsfindung

Zusammenfassung
Im Zuge der Projektstudie “D.A.CH. ”, die im Auftrag des österreichischen Bundesministeriurns für Wissenschaft und Forschung vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde, konnte auch der Bedarf an Umweltdaten in Betrieben erhoben warden sowie die Motivation, sich mit diesem Arbeitsbereich näher auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind zum Teil in den nachstehenden Artikel eingeflossen.
Gabriele Hrauda

Praxisbeispiele der Erfolgssicherung durch Umweltverträglichkeit

Mit Umweltmanagement zum Erfolg - Praxisbeispiele

Zusammenfassung
Unsere Umwelt ist bedroht, und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft ist zu einer zentralen Herausforderung für unsere Gesellschaft geworden. Viele Unternehmen haben diese Herausforderung bereits angenommen. Umweltschutz wird immer mehr zum integralen Bestandteil der Unternehmenspolitik.
Maximilian Gege

Backmatter

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