Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Theoretische Grundlagen

Zusammenfassung
In einem wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen sind Planungstätigkeiten erforderlich, um
  • — Rationalisierungen durchzuführen,
  • — die Notwendigkeit von Erweiterungen zu prüfen,
  • — neue Produkte in das Fertigungsprogramm aufzunehmen,
  • — Mengensteigerungen von Produkten durch gewollte und ungewollte Bedürfnisse des Marktes zu befriedigen,
  • —Vorgaben der Behórden und der Unternehmensleitung zu erfüllen.
Heinrich Martin

2. Ausgangssituation vor Unternehmenserweiterung

Zusammenfassung
Bei dem hier zu betrachtendem Unternehmen wird als konkretes Beispiel eine Kaffee-Großrösterei gewählt. Ein solcher Betrieb verarbeitet Schütt- und Stückgut, in diesem Fall in zwei Werken mit unterschiedlichen Standortbe-dingungen: in Bremen (Überseehafen) ein gewachsener Betrieb und in Berlin (wirtschaftliche Vergünstigungen) ein neuer geplanter Betrieb. Die Unternehmensform ist eine Aktiengesellschaft. Bei einer Röstkaffee-Produktion von ca. 50 000 000 kg im Jahr 1979 — davon werden 5 000 000 kg zu Mahlkaffee weiterverarbeitet — ergibt sich ein vom Rohkaffeepreis stark abhängiger Umsatz von ca. 1 Milliarde DM. Für die Bundesrepublik bedeutet diese Produktion einen Marktanteil am Röstkaffeebedarf von 20%. Der Mahlkaffee wird nur im Betrieb Berlin hergestellt. Die Produktionswerke arbeiten in zwei Schichten. Zur Zeit produziert das Werk Bremen mit 200 Beschäftigten 63% und das Werk Berlin mit 140 Mitarbeitern 37% der Gesamtproduktion. Einer zentralen Verwaltung gehören 300 Mitarbeiter an.
Heinrich Martin

3. Vorstudie

Zusammenfassung
In dem hier behandelten Beispiel eines Röstereibetriebes sind ohne Betrachtung der Schnittstellen (Wareneingang, Warenausgang) zwei unterschiedliche Fördergutströme vorhanden:
  • der Schüttgutstrom von Roh- und Röstkaffee (Volumenstrom in m3/h, Massenstrom in t/h),
  • der Stückgutstrom von abgepacktem Röstkaffee in Paket- oder Palettenform (Stückstrom in Stck/h bzw. in Pal/h).
Heinrich Martin

4. Systemplanung

Zusammenfassung
Nach der Entscheidung zur weiteren Planungstätigkeit und aufgrund der unternehmerischen Vorgaben (Abschn. 2.2.3) muß jetzt durch Grobbeurteilung entschieden werden, ob der Produktionszuwachs in einer neu zu erstellenden Produktionsstätte (neuer Standort) oder in den vorhandenen Werken durchgeführt werden soll und wie im letzten Fall eine Aufteilung der Erweiterungskapazitäten auf die Werke aussehen kann.
Heinrich Martin

5. Ausführungsplanung

Zusammenfassung
Zur Ausführung gelangt die Alternative IIIb, sie besagt:
  • Erweiterung der Kapazitäten des Werkes Bremen um 2 Röstmaschinen und 1 Packmaschine für 500 g,
  • Erweiterung der Kapazitäten des Werkes Berlin um 2 Röstmaschinen und 2 Packmaschinen für 500 g,
  • Verlagerung des Mahlkaffees zum Werk Bremen.
Heinrich Martin

6. Bedeutung von Prämissen

Zusammenfassung
Die beschriebene Erweiterungsplanung basiert auf
  • den unternehmerischen Grundsätzen (Abschn. 2.2.1) wie z. B. dem Frische-Prinzip, dem Vertriebs-Prinzip, dem Sortiments-Prinzip usw.;
  • der unternehmerischen Zielsetzung (Abschn. 2.2.2) wie z. B. Steigerung des Marktanteiles bis 1985 um 2%, Erhöhung des Umsatzes um 3% pro Jahr, keine Ausweitung des Vertriebsweges, Postversand usw.;
  • den unternehmerischen Vorgaben (Abschn. 2.2.3) wie z. B. die Aussagen zu den Produktionsstandorten, zum Produktionszuwachs, zur Produktionsstruktur usw.
Heinrich Martin

7. Normen, Richtlinien, Vorschriften

Zusammenfassung
Brandschutzvorschriften, Sicherheitsbestimmungen, behördliche Auflagen, Richtlinien und dergleichen engen die Planung bzw. deren Ausführung ein und haben gravierenden zeitlichen, technischen und finanziellen Einfluß auf die Lösung, Betriebsgenehmigung, Realisierung und behördliche Abbnahme eines Projektes. Hinzu kommt, daß durch neues Umweltbewußtsein eine große Zunahme an neuen behördlichen Auflagen und an Verschärfungen bestehen-der Vorschriften zu verzeichnen ist. Um Schwierigkeiten beim Genehmigungsverfahren aus dem Wege zu gehen und kaum abzusehende zeitliche Verschiebungen zu vermeiden, wird empfohlen, Gespräche mit den Genehmi-gungsbehörden (Baubehörde, Gewerbeaufsichtsämter, Feuerwehr usw.) im frühen Planungsstadium durchzuführen.
Heinrich Martin

Backmatter

Weitere Informationen