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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

0. Kurzfassung

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, Reaktionen der Unternehmen auf veränderte Umweltbedingungen, die in der aktuellen Literatur unter dem Begriff „Lernende Organisation“ diskutiert werden, zu erfassen, nach ihren Unterschieden zu klassifizieren und typische Muster zu identifizieren. Kurz: die Flexibilität in Betrieben der unterschiedlichen Branchen zu analysieren und bestimmte Flexibilitätstypen herauszuarbeiten.
Heike Bernard

1. Unternehmensflexibilität — nur ein Schlagwort?

Zusammenfassung
Im Rahmen der sich verändernden Absatzmärkte mit immer größer werdender internationaler Konkurrenz, neuen Produkten, verstärktem Preisdruck, einer zunehmenden Zahl von Normen und Gesetzen (z. B. im Rahmen der EU) und schnell fortschreitendem technischem Wandel wird von den einzelnen Unternehmen ein verstärktes Maß an Innovations- und Reaktionsvermögen gefordert. Das häufig düster gezeichnete Bild von der Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschlands findet sich in vielen Diskussionen wieder.
Heike Bernard

2. Die Lernende Organisation

Zusammenfassung
In einer Welt, die sich rasant weiterentwickelt und in der gesellschaftliche, politische, technologische und ökologische Veränderungen an der Tagesordnung sind, müssen Unternehmen Veränderungssignale rechtzeitig erkennen und darauf reagieren — d. h. Veränderungsbereitschaft signalisieren und diese Bereitschaft kontinuierlich praktisch umsetzen. In der aktuellen Literatur wird dieses Phänomen unter dem Schlagwort „Lernende Organisation“ diskutiert, dessen Wurzeln in der Forschung zur Organisationsentwicklung zu finden sind. Zur Hintergrundinformation und zum besseren Verständnis werden darum Definition und Geschichte der Organisationsentwicklung in den folgenden Abschnitten kurz erläutert und in ihrer Problematik geschildert.
Heike Bernard

3. Lernende Organisation und Unternehmensflexibilität

Zusammenfassung
Wie einleitend geschildert, fordern weltweite Marktveränderungen, wie neue Produkte und Technologien, internationaler Wettbewerb und Preisdruck sowie immer kürzer werdende Produktlebenszyklen von Betrieben des Wirtschaftsstandortes Deutschland ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Diese auf den Weltmarkt und auf die damit verbundenen Veränderungen gerichtete Aufmerksamkeit muß zum Erhalt der Konkurrenzfähigkeit in jedem Unternehmen, unabhängig von Branche und Größe, stattfinden bzw. zur Flexibilisierung der Unternehmensstrukturen in den Bereichen Technik-Personal-Organisation führen. Abbildung 3.1 veranschaulicht diesen Zusammenhang.
Heike Bernard

4. Entwicklung eines Instrumentes zur Erfassung der Unternehmensflexibilität

Zusammenfassung
In den nachfolgenden Abschnitten wird der Prozeß der Fragebogenentwicklung dargestellt, die berücksichtigten Aspekte und Themenschwerpunkte werden geschildert und erläutert. Der Focus liegt auf den Ergebnissen einer Vorstudie, sowie der Weiterentwicklung der OECD-Definition zur Unternehmensflexibilität. Die abgeleiteten Forderungen aus den Ansätzen zur „Lernenden Organisation“, werden in Kapitel 5.1 zur Erinnerung lediglich nochmals zusammenfassend dargestellt und fließen uneingeschränkt in das Erhebungsinstrument ein.
Heike Bernard

5. Ergebnisdarstellung

Zusammenfassung
Bei der Akquisition der Unternehmen wurde, basierend auf einem Stichprobenplan (s. Einleitung), besonderes Augenmerk darauf gelegt, zu aussagekräftigen branchenspezifischen Ergebnissen zu gelangen. Zur Gewinnung der geplanten Stichprobe wurde für die Unternehmensansprache eine vielschichtige Vorgehensweise gewählt. Die Strategie kann folgende Punkte unterteilt werden:
  • Direkte Ansprache persönlich bekannter Firmen (ca. 390 Unternehmen),
  • direkte Ansprache von nicht persönlich bekannten Personalleitern und Geschäftsfahrern, z. B. Mitglieder der DGfP, GfA (ca. 1000 Anschreiben),
  • Gewinnung von Verbänden und Institutionen (VBM, Arbeitgeberverbände und sämtliche IHKs bundesweit),
  • telefonische Nachfaßaktion bei Unternehmen, die den Fragebogen bearbeitet haben,
  • Präsentationen vor Ort (ca. 80 Unternehmen),
  • Pressemitteilungen,
  • branchenbezogene mailings.
Heike Bernard

6. Identifizierung von Flexibilitätstypen

Zusammenfassung
Ein wesentliches Ziel der vorliegenden Analyse stellt die Identifizierung typischer betrieblicher Flexibilitätsmuster — in Abhängigkeit von der OECD-Definition zur Unternehmensflexibilität — dar. Um die 140 befragten Unternehmen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen in der internen, externen, numerischen und funktionalen Flexibilität in möglichst homogene Gruppen zusammenfassen zu können, wurde eine hierarchische Clusteranalyse durchgeführt. Wie bereits die Darstellung der Boxplots (s. Kapitel 5.3.2) zeigte, variieren die Streubreiten für die vier Flexibilitätsarten in unterschiedlichem Maß. Während die funktionale Flexibilität in allen Branchen sehr hoch ist und eine hohe Spannweite aufweist, ist die externe Flexibilität schwach und mit einer geringen Streuung zwischen den einzelnen Unternehmen ausgeprägt. Nach Ausschluß der Unternehmen, deren Angaben für einzelne Bereiche so unvollständig waren, daß keine Aussagen über den Gesamtflexibilitätsgrad möglich waren und die aufgrund ihrer Werte in den Streudiagrammen zu den vier Flexibilitätsarten als „Ausreißer“ identifiziert werden konnten, verblieb eine Gesamtstichprobe von 135 Betrieben. Wie aus der Zuordnungsübersicht der Clusteranalyse und der graphischen Aufbereitung in den Dendrogrammen (s. Abb. 5.45) zu entnehmen ist, bietet sich eine Unterteilung der befragten Betriebe in vier unterschiedliche Flexibilitätstypen an. Eine weiterführende Zusammenfassung der Unternehmen in drei oder weniger Typen (gestrichelte Linien in Abb. 5.45) ist nicht sinnvoll, da bei diesen Lösungen die typischen Ausprägungen der einzelnen Muster verlorengehen. Im Anschluß an die statistischen Berechnungen wurden die Netzdiagramme der 135 Unternehmen (mit den Prozentwerten für die interne, externe, numerische und funktionale Flexibilität) nach den vier Flexibilitätstypen geordnet. Die Diskussion und Analyse der Flexibilitätsausprägungen für die einzelnen Betriebe eines Typs nach inhaltlichen Kriterien und basierend auf Erfahrungswerten (z. B. bei Projektpräsentationen gewonnene Eindrücke) konnten die statistisch abgeleiteten Werte bestätigen. Die so erarbeiteten Unterschiede zwischen den vier Flexibilitätstypen sind in den Abbildungen 6.2 bis 6.5 als Netzdiagramme dargestellt. Im Anschluß an diese Skizzierung wird in Kapitel 7.3 detailliert auf die betriebliche Zusammensetzung der Typen (Betriebsgrößen, Branchen, Umsatz pro Mitarbeiter, Unternehmensalter etc.) sowie die Ausprägungen der Unterkategorien zu internen, externen, numerischen und funktionalen Flexibilität eingegangen.
Heike Bernard

7. Ausblick

Zusammenfassung
Basierend auf den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung können erste Aussagen zur Unternehmensflexibilität der Unternehmen aus den unterschiedlichen Branchen gemacht werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt liegen jedoch keine Studien vor, die den gefundenen Daten gegenübergestellt und mit diesen verglichen werden können. Aufgrund dieser Tatsache gestaltet es sich schwierig, die gefundenen Ergebnisse durch Bezugswerte (z. B. für die einzelnen Branchen) zu fundieren. Ein wichtiges Anliegen ist es darum, basierend auf den geschilderten Daten, weitere Forschungsfragen zu generieren, die in fortführenden Untersuchungen detailliert analysiert werden.
Heike Bernard

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