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08.01.2021 | Unternehmensgründung | Infografik | Onlineartikel

Wo trotz Corona-Krise gegründet wird

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Dank guter konjunktureller Lage lief es mit den Neugründungen in Deutschland rund - bis Corona kam. Derzeit sind die Zahlen rückläufig. Die Corona-Krise droht, ein ordentlicher Dämpfer für Start-ups zu werden. Doch es gibt Branchen, die weiterhin boomen.

Bereits im vergangenen Jahr ist der Aufschwung in Deutschlands Gründerszene zum Erliegen gekommen. Die staatliche Förderbank KfW schätzt die Zahl der Start-ups für 2019 auf rund 70.000. Das entspricht dem Niveau von 2018. In den Jahren zuvor war die Gründungsquote noch steil nach oben gegangen. 

So hatte es 2016 etwa 54.000 Start-ups, 2017 sogar einen Anstieg auf etwa 60.000 gegeben. Als Grund für die aktuelle Stagnation nennt die KfW in ihrem Start-up-Report 2020 die abgeschwächte Konjunktur bei einem gleichzeitig stabilen Arbeitsmarkt als Herausforderungen.

Weniger Start-ups gehen an den Start

Auch das Statische Bundesamt hat einen Negativtrend ermittelt. So wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 88.200 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 6,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 

Und die Aussichten für die Zukunft sind laut KfW-Analyse durchwachsen. Durch die negativen Auswirkungen der Pandemie müssen einige junge Unternehmen wohl aufgeben, lautet die Prognose. "Durch die Corona-Krise droht die Gefahr, eine ganze Start-up-Generation zu verlieren", warnt die KfW. Aber es eröffneten sich auch Chancen für internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle, die in Zeiten von Homeoffice und Online-Konferenzen benötigt werden.

Viele Gründungen im IT-Bereich

Offenbar gibt es durchaus Entrepreneure, die sich durch die wirtschaftliche Rezession nicht entmutigen lassen. Laut der Analyseseite Startupdetector.de mit Sitz in Berlin sind im dritten Quartal 2020 vor allem in den Bereichen Software (115), Medizin (74) und E-Commerce (71) Neugründungen an den Start gegangen

Auch in der Lebensmittelbranche (65) sowie in der Industrie und im Finanzbereich gab es Gründungsaktivitäten. Allerdings zeigt sich, dass in Branchen, die besonders von der Corona-Krise gebeutelt sind, Zurückhaltung bei den Gründungsprojekten besteht. So hat es im stark angeschlagenen Tourismussektor im untersuchten Zeitraum etwa 17 Gründungen gegeben, in der Modebranche und in der Wissenschaft hingegen keine. Insgesamt wurden in Deutschland im dritten Quartal 2020 rund 708 Unternehmen neu gegründet.

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