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15.11.2016 | Unternehmensgründung | Im Fokus | Onlineartikel

Deutschland gehen die Gründer aus

In Deutschland werden immer weniger neue Unternehmen gegründet. Im Jahr 2015 sank die Zahl auf ein Rekordtief. Bleibt der Gründergeist weiter aus, droht die Wirtschaft, den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren.

Dass es Start-ups in Deutschland beim Thema Finanzierung schwer haben, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Auch die Risikoscheu hierzulande trägt bekanntlich zu der im internationalen Vergleich extrem niedrigen Gründungsbereitschaft bei. Neu ist hingegen, dass es in Deutschland zudem an Unternehmen mangelt, die über Forschungs- und Ausgründungskooperationen neue fördern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Forschungsinstituts IW Consult.

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Ausgründungen und Co-Innovationsvorhaben sind nützlich

Während in akademischen und vom Entrepreneur beziehungsweise Start-up geprägten Umgebungen, Innovationen disruptiv stattfinden, tendierten etablierte Unternehmen aus budgettechnischen Gründen häufig dazu, Innovation im Forschungs- und Entwicklungsbereich allein anzusiedeln, beschreibt Springer-Autorin Katrin Redmann im Buch "Smart Mobility"  das Phänomen. Dabei bieten Ausgründungen und auch Co-Innovationsvorhaben für neue Geschäftsideen durchaus Vorteile. 

Bei dem Extrapreneurship werden Mitarbeiter für die Gründung eines externen Start-ups mit der Garantie der Rückführung freigestellt. Der Vorteil liegt dabei bei dem im Unternehmen verbleibenden Know-how. Kommt es zum Scheitern, hat der Mitarbeiter die Gewissheit, ins Unternehmen zurückzukehren und neue Denkansätze, Methoden und Arbeitsweisen mitzubringen." ("Innovationen intelligent nutzen", Seite 206)

Gründungen Deutschland und Großbitanien im Vergleich

Doch nicht nur die sinkende Zahl der Unternehmensgründungen ist besorgniserregend, sondern auch die Qualität der Start-ups. Laut Studie erwirtschaften junge Unternehmen am Bruttoinlandprodukts (BIP) ein Plus von 940.000 Euro. Doch in Großbritannien steigt das BIP pro Gründung mit 1,96 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch. Der Grund: Deutsche Neugründungen setzen zumeist darauf, bestehende Produkte und Dienstleistungen zu optimieren, statt disruptive Geschäftsideen zu entwickeln – in Zeiten der Digitalisierung eine echte Gefahr, so die Studienautoren. Denn den wichtigsten volkswirtschaftlichen Einfluss haben [...] technologisch innovative Gründungen, die durch Marktneuheiten zum Fortschritt beitragen und damit den strukturellen Wandel vorantreiben", heißt es in dem Artikel "Gründerteams zum Erfolg führen", der in "Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)" erschienen ist. 

Doch wie kann der Gründungsflaute entgegengewirkt werden? IW Consult fordert ein Umdenken in der Bildungspolitik, die Fächer wie Wirtschaft oder IT dringend in die Lehrpläne der Schule integrieren müssen. Aber auch die Wirtschaftsverbände seien gefordert, Gründernetzwerke, Workshops, Mentoren-Programme oder interaktive Plattformen zu fördern. Und last but not least sehen die  IW-Experten in investorenunfreundlichen Steuerregeln und zu viel Bürokratie Gründungshindernisse.

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