Start-ups schwanken zwischen Wachstum und Insolvenz
- 18.08.2025
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Neugründungen sind ein wichtiger Turbo für die Wirtschaft. Doch die aktuelle Konjunkturflaute macht es auch Start-ups in der Tech-Branche schwer.
Frauen sind in Tech-Start-ups zumeist noch Mangelware.
gorodenkoff / Getty Images / iStock
Die wirtschaftliche Lage deutscher Tech-Start-ups entwickelt sich höchst unterschiedlich. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage unter 152 Neugründungen berichten 37 Prozent von einer Verbesserung ihrer Lage in den letzten zwei Jahren. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 31 Prozent. Gleichzeitig beklagen 31 Prozent eine Verschlechterung, während nur noch 28 Prozent von einer stabilen Entwicklung sprechen (2024: 41 Prozent).
Besorgniserregend: 15 Prozent der Start-ups fürchten eine Insolvenz innerhalb der nächsten zwölf Monate, ein deutlicher Anstieg gegenüber elf Prozent im Vorjahr. Die allgemeine Einschätzung zur konjunkturellen Lage fällt ebenfalls kritisch aus: Nur 21 Prozent sehen eine Verbesserung, während 47 Prozent eine Verschlechterung wahrnehmen.
Größte Herausforderungen für Start-ups
Die Umfrage zeigt, dass junge Firmen vor allem mit folgenden Problemen kämpfen:
- Bürokratie (63 Prozent),
- Vertrieb und Kundengewinnung (61 Prozent),
- Finanzierung & Kapitalbeschaffung (52 Prozent),
- Zugang zu öffentlichen Aufträgen (39 Prozent),
- Wachstum und Skalierung (39 Prozent),
- Rechtsunsicherheit (etwa Datenschutz, AI Act) (34 Prozent),
- Produktentwicklung (21 Prozent),
- Fachkräftemangel (19 Prozent),
- Technologische Herausforderungen (16 Prozent),
- Fehlende Nachfrage (13 Prozent),
- Wettbewerbsdruck (elf Prozent).
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst fordert daher konkrete Maßnahmen zur Staatsmodernisierung und zur Vereinfachung der Vergabe öffentlicher Aufträge an junge Firmen: "Ein konsequenter Bürokratieabbau würde vielen Start-ups helfen - und dem Staat Zugang zu innovativen Lösungen verschaffen."
Die Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom zwischen den Kalenderwochen zwölf bis 21 im Jahr 2025 durchgeführt hat, zeichnet lediglich ein Stimmungsbild und ist nicht repräsentativ.