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Unternehmenskauf und Unternehmensumwandlung

Besteuerung, Rechnungslegung, Bewertung, Recht - Festschrift für Prof. Dr. Rainer Heurung

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Die vorliegende Festschrift für Rainer Heurung enthält einen Fundus interessanter Beiträge, verfasst von namhaften Autoren, aus den Gebieten Besteuerung, Rechnungslegung, Bewertung und den Rechtswissenschaften. Sie geben einen Überblick über relevante Aspekte bei Unternehmenskauf und Unternehmensumwandlung. Auch aktuelle Entwicklungen in der steuerlichen Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie Neuerungen bei der Rechnungslegung werden in diesen Beiträgen einer kritischen Analyse unterzogen.​

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Hinzurechnungsbesteuerung beim internationalen Unternehmenserwerb

    Benjamin Engel
    Der Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über die Hinzurechnungsbesteuerung beim internationalen Unternehmenserwerb, insbesondere für deutsche Industrieunternehmen. Es werden überschießende Tendenzen der Hinzurechnungsbesteuerung identifiziert und die wesentlichen Aspekte der Reform nach dem ATAD-Umsetzungsgesetz beleuchtet. Der Autor analysiert, welche steuerlichen Risiken und Strategien in den verschiedenen Phasen eines Unternehmenserwerbs berücksichtigt werden müssen, um eine optimale steuerliche Gestaltung zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit wird der steuerlichen Due Diligence und der Integrationsphase nach dem Closing gewidmet. Der Beitrag ist eine wertvolle Ressource für Fachleute, die sich mit den komplexen steuerlichen Herausforderungen beim internationalen Unternehmenserwerb auseinandersetzen müssen.
  3. Entstrickungstatbestände bei internationalen Umwandlungsvorgängen

    Markus Gsödl
    Das Kapitel untersucht die steuerlichen Aspekte von internationalen Umwandlungsvorgängen, insbesondere die Anforderungen an das Besteuerungsrecht Deutschlands bei Verschmelzungen. Es analysiert praxisrelevante Fälle und zeigt auf, wie die Komplexität aus dem Zusammenspiel von nationalen Vorschriften, Abkommensrecht und EU-Richtlinien entsteht. Besonderes Augenmerk wird auf die steuerliche Behandlung von Verschmelzungen von Kapitalgesellschaften nach den § 11-13 UmwStG gelegt. Die Untersuchung zeigt, dass die Analyse des Tatbestandsmerkmals des Verlusts oder der Beschränkung des Besteuerungsrechts Deutschlands eine vielschichtige Prüfung erfordert. Interessant sind dabei insbesondere die Fälle der grenzüberschreitenden Verschmelzung, die gleich drei Ebenen tangieren: den Anteilseigner, den übertragenden Rechtsträger und ggf. ausländisches Betriebsvermögen. Die Norm des § 3 Abs. 3 UmwStG kann in bestimmten Konstellationen als Rettungsanker für das Besteuerungsrecht Deutschlands dienen.
  4. Aktuelle Praxisfragen des Umwandlungssteuerrechts

    Hubertus Baumhoff, Martin Cordes
    Das Kapitel beleuchtet aktuelle Praxisfragen im Umwandlungssteuerrecht, insbesondere die Kapitalertragsteuer bei grenzüberschreitendem Formwechsel und Sitzverlagerung. Es wird diskutiert, ob solche Formwechsel eine steuerliche Fiktion der Gewinnausschüttung auslösen können. Weitere Themen sind die Sperrfristregelung nach § 24 Abs. 5 UmwStG und der Zeitpunkt der Einlagendotierung nach § 23 UmwStG. Das Kapitel untersucht auch die Einlagefiktion bei Formwechsel in eine Personengesellschaft und die Rückbehaltung wesentlicher Betriebsgrundlagen bei doppelstöckiger Personengesellschaft. Diese Themen werden anhand aktueller Rechtsprechung und Gesetzesänderungen detailliert analysiert, um praxisrelevante Antworten zu liefern.
  5. Ertragsteuerliche Fragen bei Umwandlung einer atypisch stillen Beteiligung

    Franziska Peters
    Das Kapitel befasst sich mit den ertragsteuerlichen Fragen bei der Umwandlung einer atypisch stillen Beteiligung. Es wird erläutert, dass eine solche Umwandlung erfolgsneutral möglich sein kann, wenn bestimmte rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen erfüllt sind. Die stillen Gesellschaften werden als Innengesellschaften definiert, die jedoch steuerlich als Mitunternehmerschaft behandelt werden. Die Umwandlung in eine Hauptbeteiligung erfordert eine sorgfältige rechtliche und steuerliche Einordnung der stillen Beteiligung. Besondere Aufmerksamkeit wird den Mitunternehmerinitiativen und -risiken sowie den steuerlichen Folgen der Umwandlung gewidmet. Praktische Beispiele und die Berücksichtigung aktueller Gesetzgebungsentwicklungen, wie das Optionsmodell zur Körperschaftsteuer, runden das Kapitel ab und machen es zu einer wertvollen Ressource für Experten im Bereich Steuer- und Unternehmensrecht.
  6. Die steuerliche Relevanz der Konzernrechnungslegung unter besonderer Berücksichtigung der Bestimmung des Konsolidierungskreises für den Eigenkapitalquotenvergleich bei der Zinsschranke

    Markus Oblau
    Das Kapitel beleuchtet die steuerliche Relevanz der Konzernrechnungslegung, die trotz ihrer ursprünglich handelsrechtlichen Natur zunehmend steuerliche Bedeutung gewinnt. Es wird die Zinsschranke und die Eigenkapitalvergleichsklausel detailliert untersucht, die für Konzerne von großer Bedeutung sind. Die latenten Steuern und ihre Abbildung im Konzernabschluss werden als zentrales Verbindungselement zwischen Konzernrechnungslegung und Besteuerung hervorgehoben. Das Kapitel analysiert auch die EU-Initiativen zur Gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuer Bemessungsgrundlage und die länderbezogenen Berichtspflichten multinationaler Unternehmensgruppen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Bestimmung des Konsolidierungskreises gewidmet, die für die Anwendung der Eigenkapitalvergleichsklausel entscheidend ist. Die Komplexität und die praktischen Herausforderungen bei der Anwendung der Zinsschranke werden umfassend beleuchtet, wobei auch pragmatische Lösungsansätze und Verwaltungsmeinungen berücksichtigt werden.
  7. Zweifelsfragen im Zusammenhang mit § 4j EStG

    Inga Hardeck, Marvin Kraft
    Der Beitrag untersucht die steuerrechtlichen Zweifelsfragen im Zusammenhang mit § 4j EStG, der die Lizenzschranke in der deutschen Steuergesetzgebung einführt. Diese Regelung soll den Betriebsausgabenabzug für Lizenzzahlungen beschränken, wenn die korrespondierenden Einnahmen im Ausland einer niedrigen Besteuerung unterliegen. Der Text beleuchtet die Bestimmung nahestehender Personen und die Voraussetzungen für eine von der Regelbesteuerung abweichende, niedrige Besteuerung. Besonders interessant ist die Diskussion über die praktischen Implikationen und die Herausforderungen bei der Anwendung der Lizenzschranke. Der Beitrag bietet tiefgehende Einblicke in die steuerlichen Auswirkungen und die notwendigen Anpassungen im Umgang mit Lizenzzahlungen in einem internationalen Kontext.
  8. Ertragsteuerliche Anforderungen an den Ergebnisabführungsvertrag

    Gerrit Adrian
    Der Beitrag befasst sich mit den ertragsteuerlichen Anforderungen an den Ergebnisabführungsvertrag, der für die Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft notwendig ist. Es werden die Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen der ertragsteuerlichen Organschaft detailliert erläutert, wobei insbesondere auf die Mindestlaufzeit von fünf Jahren, die Gewinnabführung und die Verlustübernahme eingegangen wird. Besondere Aufmerksamkeit wird den Anforderungen an die Formulierung des Verlustausgleichs und den Ausgleichszahlungen geschenkt, wobei die Unterschiede zwischen verschiedenen Rechtsformen der Organgesellschaften beleuchtet werden. Der Beitrag bietet praktische Hinweise und berücksichtigt aktuelle gesetzliche Änderungen, um eine steuerlich wirksame Gestaltung des Ergebnisabführungsvertrags zu gewährleisten.
  9. Steuerrechtliche Konsequenzen aus der unterschiedlichen buchhalterischen Abbildung der Übertragung von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens in eine Personengesellschaft

    Sinja Kollmann, Sebastian Schmidt, Henrik Sundheimer
    Der Beitrag untersucht die steuerrechtlichen Konsequenzen der unterschiedlichen buchhalterischen Abbildung von Übertragungen von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens in eine Personengesellschaft. Es wird diskutiert, wie die Qualifikation von Gesellschafterkonten und die Entgeltlichkeit oder Unentgeltlichkeit von Übertragungsvorgängen die steuerliche Behandlung beeinflussen. Besonders im Fokus stehen die Abgrenzungskriterien zwischen Kapital- und Darlehenskonten sowie die steuerlichen Implikationen verschiedener Buchungsmodelle. Der Text bietet eine umfassende Analyse der aktuellen Rechtsprechung und Finanzverwaltungsansichten und zeigt auf, welche Gestaltungsmöglichkeiten und -risiken es für Unternehmen gibt.
  10. Wirtschaftliches Eigentum im Anwendungsbereich der grunderwerbsteuerlichen Ergänzungstatbestände

    Corinna Tigges
    Der Beitrag behandelt die Zurechnung von Gesellschaftsanteilen im Kontext der grunderwerbsteuerlichen Ergänzungstatbestände. Die Rechtsprechung des BFH ordnet Gesellschaftsanteile dem wirtschaftlichen Eigentümer zu, was zu einer Zurechnung als mittelbare Beteiligung führt. Der Autor untersucht die Formen der Zurechnung, wie mehrstufige Beteiligungsstrukturen und Treuhandstrukturen, und kritisiert die bestehende Rechtsprechung. Es werden alternative Zurechnungskonzepte vorgestellt, die eine Verdopplung der Zuordnung vermeiden sollen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Betrachtungsweise stärker in den Vordergrund zu rücken, um eine gerechtere Besteuerung zu gewährleisten.
  11. Lohnsteuer-Anrufungsauskunft Erörterungen und Gedanken zum § 42e EStG

    Lukas Hilbert
    Das Kapitel untersucht die Lohnsteuer-Anrufungsauskunft nach § 42e EStG, ein Instrument für Arbeitgeber zur Klärung lohnsteuerrechtlicher Fragen. Es erörtert die historische Entwicklung des Lohnsteuerabzugs und die Bedeutung der Anrufungsauskunft als gebührenfreies Mittel zur Rechtssicherheit. Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Rechtsprechung des BFH und den Ansichten der Finanzverwaltung auseinander und bietet Hinweise zu möglichen gesetzlichen Anpassungen. Zudem werden die Bedeutung der Anrufungsauskunft für die Praxis und die Notwendigkeit einer effizienteren Bearbeitung durch die Finanzverwaltung diskutiert.
  12. Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ermittlung des begünstigen Vermögens in der Erbschaftsteuer – Eine literaturbasierte Übersicht

    Stephan Meyering, Sandra Müller-Thomczik, Johannes Hiltl
    Das Kapitel 'Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ermittlung des begünstigten Vermögens in der Erbschaftsteuer' bietet eine umfassende Übersicht über verschiedene Strategien zur Optimierung der Steuerbelastung bei der Übertragung von Betriebsvermögen. Es untersucht Einflussgrößen wie Betriebsvermögen, Deckungsvermögen, Verwaltungsvermögen und Schulden. Besonders interessant sind die praktischen Gestaltungsmöglichkeiten, die auf aktuellen gesetzlichen Regelungen und Rechtsprechungen basieren. Diese Strategien ermöglichen es Steuerpflichtigen und ihren Beratern, die Steuerbelastung gezielt zu beeinflussen und die Verschonungsregeln optimal zu nutzen. Das Kapitel ist eine wertvolle Ressource für alle, die sich mit der komplexen Materie der Erbschaftsteuer auseinandersetzen und nach effektiven Gestaltungsmöglichkeiten suchen.
  13. Bilanzpolitische Spielräume bei der Goodwill-Bilanzierung nach IFRS

    Nadine Antonakopoulos
    Das Kapitel beleuchtet die umfangreichen bilanzpolitischen Spielräume bei der Goodwill-Bilanzierung nach IFRS. Es wird die Erstbilanzierung des Goodwill detailliert beschrieben, wobei die Ermessensspielräume bei der Kaufpreisallokation und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Fokus stehen. Die Folgebilanzierung des Goodwill wird ebenfalls umfassend analysiert, insbesondere der Wertminderungstest und die Motivation der Unternehmensführung, Wertminderungen zu vermeiden. Der IASB plant derzeit eine Überarbeitung der Goodwill-Bilanzierungsvorschriften, um die Angabepflichten zu erweitern und den Wertminderungstest zu vereinfachen. Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse der aktuellen Herausforderungen und möglichen Verbesserungen in der Goodwill-Bilanzierung.
  14. Nutzung bilanzpolitischer Spielräume im Rahmen der Verschmelzungsbilanzierung

    Eine empirische Analyse deutscher Unternehmen Andreas Dutzi, Sophia Schwoy
    Das Kapitel beleuchtet die bilanzielle Abbildung von Verschmelzungen und die damit verbundenen bilanzpolitischen Spielräume. Gesetzliche Vorgaben zur Verschmelzungsbilanzierung sind rudimentär, was zu divergierenden Ansichten in der Kommentarliteratur führt. Unternehmen nutzen diese Unsicherheiten, um sachverhaltsabbildende und sachverhaltsgestaltende Bilanzpolitik zu betreiben. Die empirische Analyse von 107 Verschmelzungen deutscher Unternehmen zeigt, dass die Buchwertverknüpfung häufiger angewendet wird als das Anschaffungskostenprinzip. Unternehmen präferieren erfolgswirksame Bilanzierungen, um ihre finanziellen Ergebnisse zu beeinflussen. Besonders interessant ist die Nutzung von sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen, wie der Erwerb von Anteilen vor der Verschmelzung, um die bilanzpolitischen Möglichkeiten zu maximieren.
  15. Bewertungsfragen bei Funktionsverlagerungen

    Markus Schneider
    Das Kapitel befasst sich mit den gesetzlichen Regelungen und kritischen Würdigungen der Vorschriften zur Besteuerung von Funktionsverlagerungen im Steuerrecht. Es untersucht die Probleme und Herausforderungen bei der Bewertung von Transferpaketen und die Auswirkungen auf die Besteuerung. Besonders hervorgehoben wird die Abkehr von der Einzelbewertung hin zur Gesamtbewertung des Transferpakets, was zu erheblichen Unsicherheiten und potenziellen Doppelbesteuerungen führen kann. Der Autor analysiert auch die Vorschläge zur Anpassung der gesetzlichen Regelung und deren Auswirkungen auf die Praxis. Die Bewertung des Transferpakets wird detailliert erläutert, wobei insbesondere die Diskontierungsgröße, der Diskontierungszeitraum und der Diskontierungszinssatz im Fokus stehen. Der Beitrag zeigt auf, wie die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden und welche Herausforderungen dabei auftreten. Die kritische Betrachtung der gesetzlichen Regelungen und die Diskussion über die Notwendigkeit einer Abstimmung mit den OECD-Arbeiten zu „Business Restructurings“ machen den Beitrag besonders relevant für Fachleute im Steuerrecht.
  16. Übertragbare Ertragskraft bei der Bewertung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen durch den Wirtschaftsprüfer

    Sebastian J. P. Schröder
    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) hat im IDW Praxishinweis 1/2014 das Konzept der übertragbaren Ertragskraft für die Bewertung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) konkretisiert. Der Beitrag analysiert dieses Konzept und ein vorgeschlagenes Bewertungsmodell, das als theoretisch nicht überzeugendes Übergewinnverfahren identifiziert wird. Es werden potentielle Kunstfehler aufgezeigt und die steuerliche Rechtsprechung als Grundlage für eine Abschmelzdauer von drei bis fünf Jahren herangezogen. Besondere Interdependenzen zwischen der übertragbaren Ertragskraft und dem kalkulatorischen Unternehmerlohn werden herausgearbeitet und die Komplexität der Bewertung von KMU betont. Der Beitrag schließt mit einem Fazit über die gewonnenen Erkenntnisse und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Umsetzung des Praxishinweises.
  17. Ökonomische Analyse des Merkwürdigen Rechnungsexempels von Johann Peter Hebel

    Franz Jürgen Marx
    Der Beitrag analysiert das Merkwürdige Rechnungsexempel von Johann Peter Hebel aus dem Jahr 1803 und zeigt, wie die Geschichte in aktuelle ökonomische und steuerrechtliche Fragestellungen eingebunden werden kann. Die Autoren interpretieren das Rechnungsexempel und verweisen auf entscheidungstheoretische Aspekte sowie steuerrechtliche Anknüpfungen. Die Geschichte wird als moralisches Exempel betrachtet, das auf Entscheidungsanomalien und -verzerrungen hinweist. Die ökonomische Analyse zeigt, wie das Verhalten des Protagonisten in die heutige Zeit übertragen werden kann und welche Lehren daraus gezogen werden können. Besonders interessant ist die Verbindung von Literatur, Ökonomie und Recht, die in dem Beitrag aufgezeigt wird.
  18. Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten im Rahmen der Buy Side Due Diligence beim grenzüberschreitenden Unternehmenserwerb

    Michael Gille
    Der Fachbeitrag untersucht die zunehmende Bedeutung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im Rahmen der Buy Side Due Diligence bei grenzüberschreitenden Unternehmenserwerben. Menschenrechtliche Risiken und die damit verbundenen Sorgfaltspflichten sind in der Legal Due Diligence von zentraler Bedeutung. Der Autor analysiert, wie Unternehmen diese Sorgfaltspflichten erfüllen können, um rechtliche und reputationsbezogene Risiken zu minimieren. Dabei werden die UN-Leitprinzipien für Business and Human Rights sowie die Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung und -verantwortung detailliert beleuchtet. Besondere Aufmerksamkeit wird den rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken gewidmet, die durch Menschenrechtsverletzungen entstehen können. Der Beitrag bietet praktische Hinweise und Lösungsansätze für Unternehmen, um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Compliance mit den internationalen Standards sicherzustellen.
  19. Verfassungsfragen der Internalisierung externer Kosten im Interesse des Umweltschutzes

    Gerd Morgenthaler
    Das Kapitel untersucht die verfassungsrechtlichen Herausforderungen und Anforderungen der Internalisierung externer Kosten im Rahmen des Umweltschutzes. Es beleuchtet die Einführung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) und die damit verbundenen verfassungsrechtlichen Fragen. Die Analyse umfasst die Unterscheidung zwischen verschiedenen Abgabenmodellen wie Umweltsteuern und Umweltzertifikaten sowie die finanzverfassungsrechtlichen Vorgaben für die Einführung solcher Instrumente. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betrachtung des Umweltschutzgebots des Grundgesetzes und der daraus abzuleitenden Maßstäbe für die Ausgestaltung von Umweltabgaben. Abschließend wird die Förderung erneuerbarer Energien und die Notwendigkeit einer systematischen Kosteninternalisierung im Bereich des Klimaschutzes thematisiert.
  20. Juristische Argumentation und Vertragsgestaltung am Beispiel der Erteilung und des Widerrufs einer Prokura

    Torsten Schöne
    Abstract
    Die Gründung und der Betrieb eines Unternehmens stellen zweifelsohne hohe betriebswirtschaftliche Anforderungen an die Unternehmer. Soll das Unternehmen im Rechtskleid einer Handelsgesellschaft betrieben werden und schlüpfen die Unternehmer dabei in die Rolle als Gesellschafter und Geschäftsführer, kommt den Regelungen des Gesellschaftsvertrages eine gewichtige Bedeutung für die Rechtsbeziehungen der Gesellschafter untereinander und zur Gesellschaft zu. Ihnen wird bei der Abfassung des Gesellschaftsvertrages indessen häufig nicht die gebührende Aufmerksamkeit zugewendet. Welche Komplikationen sich daraus bei der GmbH und OHG/KG ergeben können, wird am Beispiel der Erteilung und des Widerrufs von Prokura erläutert. Gleichzeitig wird an diesem Beispiel dargelegt, dass solche Komplikationen durch eine gründliche Vertragsgestaltung vermieden werden können. Die damit verbundenen Kosten sollten als sinnvolle Investition in die unternehmerische Zukunft begriffen werden.
  21. Backmatter

Titel
Unternehmenskauf und Unternehmensumwandlung
Herausgegeben von
Prof. Dr. Nadine Antonakopoulos
Dr. Benjamin Engel
Prof. Dr. Michael Gille
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-34138-1
Print ISBN
978-3-658-34137-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34138-1

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    Bildnachweise
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