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17.01.2017 | Unternehmenskredit | Nachricht | Onlineartikel

Finanzierungsklima wandelt sich

Autor:
Eva-Susanne Krah

Rund zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr damit, dass sie schwerer an neue Kredite kommen. Die Entwicklung aus 2016 setzt sich fort.  

Dem "Finanzierungsmonitor 2017" des Kreditmarktplatzes Creditshelf zufolge erwarten 64 Prozent der befragten Finanzentscheider aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe, dass die Kreditkonditionen für kurzfristige Finanzierungen bei den Hausbanken durch steigende Zinsen schwieriger werden. "67 Prozent befürchten dies als Folge einer verschärften Regulierung und 63 Prozent aufgrund einer restriktiveren Kreditvergabe seitens der Hausbanken", sagt Professor Dr. Dirk Schiereck von der Technischen Universität Darmstadt (TU), der die Untersuchung wissenschaftlich begleitet hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte jedes zweite Unternehmen Mühe, ein Darlehen zu erhalten. 

Mehr bürokratischer Aufwand

Vor allem der Verwaltungsaufwand und die Wartezeiten rund um die Finanzierung von Rohstoffen und Waren im laufenden Geschäft haben sich erhöht. Nur 62 Prozent der Unternehmen bezeichnen den Umgang mit ihrer Hausbank als "unbürokratisch", in der Vorjahresstudie waren es noch drei Viertel der Befragten. Für Unternehmen kann das kritisch werden, denn neun von zehn Betrieben begleichen Kosten für einen Teil ihrer Produktionsmittel über klassische Bankkredite. Jedes vierte Unternehmen aus der Studie empfindet die eigene, betreuende Bank als unflexibel und wenig partnerschaftlich. Geldhäuser müssen aufgrund der verschärften Regulierungsvorgaben restriktiver bei Unternehmensfinanzierungen vorgehen. 73 Prozent der Darlehensnehmer aus Unternehmenskreisen loben jedoch die Schnelligkeit, mit der Geldhäuser Kredite vergeben. Laut Daniel Bartsch, Geschäftsführer von Creditshelf, stehen viele Mittelständler aber auch "Online-Kreditplattformen aufgeschossener gegenüber". Laut Berechnungen aus dem "Statista Digital Market Outlook 2015" wird das Volumen der Transaktionen über Business-Kreditplattformen bis zum Jahr 2020 11,6 Milliarden Euro betragen.

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