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03.07.2019 | Unternehmenskredit | Nachricht | Onlineartikel

Mittelstand erhält KfW-Förderungen bald digital

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
1:30 Min. Lesedauer

Ab Ende Juli werden die Förderprogramme der KfW für mittelständische und kommunale Kunden digitalisiert. Schrittweise werden werden alle 875 von der DZ Bank vertretenen Volks- und Raiffeisenbanken (VR) an die neue Plattform angeschlossen. 

Laut dem VR-Zentralinstitut DZ Bank soll die Umstellung auf die BDO-Plattform (Bankdurchleitung Online 2.0) für die gewerblichen KfW-Förderprogramme im Laufe des Sommers stattfinden. Diese gibt den Bankberatern die Möglichkeit, "in einem durchgängig onlinebasierten, im eigenen Kernbankensystem integrierten Verfahren KfW-Förderdarlehen für Finanzierungen mittelständischer Kunden und kommunaler Unternehmen zu beantragen", heißt es in einer aktuellen Mitteilung. Zudem können sie die Förderfähigkeit in den Standardprogrammen durchgängig automatisiert prüfen lassen und unmittelbar eine verbindliche Förderzusage der KfW einholen. 

Förderzusagen erfolgen deutlich schneller

Dieser Prozess reduziere die Wartezeit des Kunden für viele Förderprogramme auf wenige Minuten. Das gewähre bereits zum Zeitpunkt des Beratungsgesprächs Planungssicherheit für die Einbindung von KfW-Förderdarlehen. Mit der DZ Bank an der Spitze würden alle VR-Banken in der Fläche in die digitalen Systeme und Prozesse integriert, heißt es weiter.

Bis zum Jahresausklang sollen zudem die Landesbanken und sonstige Durchleitungsinstitute für die Sparkassen-Finanzgruppe mit allen angeschlossenen Kreditinstituten im System digital angekoppelt werden. Im gleichem Zeitraum können auch alle verbliebenen Banken, "die sich aus ihren bankeigenen IT-Systemen an BDO anbinden und daher nicht das von der KfW für BDO bereitgestellte Förderportal nutzen, an die BDO-Plattform für gewerbliche Produkte anschließen". Über dieses Förderportal laufen aktuell bereits 40 Prozent der gewerblichen Förderanträge.

Digitalisierung dient Kundeninteressen

Mit der Digitalisierung wolle die Förderbank ihre Programme zukunftsfähig gestalten und an die Bedürfnisse der Kunden anpassen, erläuterte KfW-Vorstand Ingrid Hengster. Und Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank, ergänzt: "Ein besonderes Augenmerk lag für uns auf der Integration der Prozesse in die eigenen Anwendungen der Volksbanken Raiffeisenbanken, um IT-Systembrüche ebenso wie Doppelerfassungen von Informationen zu vermeiden."

Bereits Ende 2012 hatte die KfW ein Projekt zur Digitalisierung der Förderzusage ins Leben gerufen. Mitinitiatoren sind die Spitzeninstitute der Sparkassen-Finanzgruppe, der genossenschaftlichen Finanzgruppe, die Deutsche Bank und die Postbank.

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