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Schlechte Finanzlage verbaut KMU Zugang zu Neukrediten

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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa klagen laut einer EZB-Befragung über den stärksten Umsatzeinbruch seit 2014. Viele melden zudem eine nachlassende Bereitschaft der Banken, ihnen Kredite in der aktuelle Lage zu gewähren.

Kleine und mittlere Unternehmen brauchen Bankkredite. Doch die Institute agieren bei der Vergabe von Finanzmitteln immer restriktiver.


Die kleinen und mittleren Unternehmen meldeten länder- und sektorübergreifend eine drastische Verringerung ihrer Gewinne. Der Indexwert, den die EZB in ihrer Umfrage für den Zeitraum von Oktober 2019 bis März 2020 im Euro-Währungsgebiet ermittelte, fiel von minus ein auf minus 15 Prozent. Für die Studie "Survey on the Access to Finance of Enterprises" (SAFE), mit der die Europäische Zentralbank den aktuellen Bedarf sowie die Verfügbarkeit von externen Finanzierungen erhebt, wurden vom 2. März bis zum 8. April 2020 mehr als 11.200 Firmen befragt. Über 90 Prozent dieser Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter.

Interne finanzielle Lage bringt KMU zusätzlichen Druck

Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Schwierigkeiten bei der Kundenakquise kämpfen die Betriebe in Europa vor allem mit der nachlassenden Bereitschaft der Banken, Kredite zu bewilligen. Hier sank der Wert von 14 auf elf Prozent. Erstmals seit September 2014 sahen die Mittelständler vor allem ihre eigene finanzielle Situation als wesentlichen Grund hierfür an. Lag dieser Wert in der vergangenen Umfrage mit fünf Prozent noch im positiven Bereich, so ist er nun auf minus 18 Prozent eingebrochen. 

Hinzu kommt, dass sich die Wirtschaftsaussichten der KMU Corona-bedingt massiv verschlechtert haben. Dabei zeigt der Blick ins Detail, dass die Belastung bei italienischen Unternehmen am größten ist, gefolgt von spanischen und französischen Betrieben.

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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