Skip to main content
main-content

11.02.2019 | Unternehmenskultur | Infografik | Onlineartikel

Wie in Unternehmen die Angst regiert

Autor:
Andrea Amerland

Fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland traut sich nicht, ihre Vorgesetzten direkt auf Probleme anzusprechen. Die Angst, seine Meinung vorm Chef zu äußern, geht dabei mit einem höherem Interesse einher, den Arbeitgeber zu wechseln, so eine aktuelle Studie.

"Prima Klima - Wie die Beschäftigten die soziale Beziehungen im Betrieb bewerten", lautet der Titel des "DGB-Index Gute Arbeit kompakt", für den der Gewerkschaftsverband 2018 mehr als 8.000 Arbeitnehmer in Betrieben verschiedener Branchen und Größen telefonisch befragt hat. Die Ergebnisse wurden Ende Januar 2019 veröffentlicht.

Auch wenn demnach 85 Prozent der Befragten mit der Unterstützung durch Kollegen zufrieden sind, wagt es fast die Hälfte (44 Prozent) nicht, Schwierigkeiten im Betrieb dem Chef offen zu kommunizieren. Bei Mitarbeitern, die 55 Jahre und älter sind, fürchten sich sogar 52 Prozent, ein negatives Feedback gegenüber der Führungsriege zu äußern. Unter jüngeren Beschäftigen nimmt hingegen ein Drittel (30 Prozent) das Arbeitsklima als angstbesetzt wahr. 

Meinungsäußerung und Wertschätzung sind Mitarbeitern wichtig

In der Gruppe der Arbeitnehmer, die die Unternehmenskultur im Unternehmen als angstbesetzt bezeichnen, tragen sich 29 Prozent mit dem Gedanken, das Unternehmen zu verlassen. Im Durchschnitt erwägen dies nur zehn Prozent.

Jeder Dritte (32 Prozent) fühlt sich zudem vom Vorgesetzten nicht ausreichend wertgeschätzt. Allerdings gibt es hier Unterschiede je nach Qualifikationsgrad. Während Beschäftigte mit komplexen Aufgaben sich überwiegend anerkannt fühlen (77 Prozent), sind es bei den Geringqualifizierten nur 56 Prozent.   

Ein Zusammenhang bei der Meinungsäußerung besteht offenbar zwischen der Betriebsgröße und dem Arbeitsklima. So schneiden kleinere Firmen mit weniger als 20 Mitarbeitern bei diesem Thema laut DGB-Analyse besser ab als mittlere und große Unternehmen. Allerdings trauen sich auch in Kleinbetrieben nur 34 Prozent, offen ihre Meinung zu äußern.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

18.10.2018 | Mitarbeitermotivation | Im Fokus | Onlineartikel

Wertschätzung macht wettbewerbsfähig

22.02.2016 | Leadership | Im Fokus | Onlineartikel

Das Ende der Master-and-Servant-Kultur

24.01.2019 | Reputationsmanagement | Infografik | Onlineartikel

Manager genießen kein Vertrauen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise