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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Gründer gehen, aber wie...?!

Zusammenfassung
„Die Sicherung der Unternehmernachfolge ist die größte unternehmerische Herausforderung“ — diese Aussage mag überraschen, stammt sie doch von keinem Geringeren als von Reinhard Mohn, der die Bertelsmann AG als eigentümergeführtes Unternehmen zum Weltkonzern ausgebaut hat. In der Tat stellt jedoch die erfolgreiche Unternehmensnachfolge und der gelungene Generationswechsel im Unternehmen eine der zentralen Herausforderungen für jeden Unternehmer dar. Gleichzeitig hat die Lösung dieser Aufgabe überragende Bedeutung für die zukünftige Struktur der bundesdeutschen Wirtschaft. Erstaunlicherweise wird diese große Herausforderung immer noch unterschätzt oder verkannt.
Hannspeter Riedel

2. Worauf muß geachtet werden?

Wider das „Così-fan-tutte-Prinzip“
Zusammenfassung
Sobald sich der Unternehmer erstmalig ernsthaft mit dem Thema des Generationswechsels im Unternehmen auseinandersetzt, stößt er, aber auch die meisten Berater, ganz schnell auf die Frage, wie sieht denn eigentlich eine gelungene Nachfolgeregelung aus? Welche Punkte sind zu berücksichtigen? Infolge fehlender weiterführender kreativer Ansätze rettet man sich häufig in die pure Illusion, daß es mit dem von dem der Familie jahrzehntelang treu verbundenen Notar abgefaßten Unternehmertestament oder mit der Entscheidung, welcher der Söhne nunmehr Nachfolger werden soll, getan sei.
Hannspeter Riedel

3. Wer soll in die Fußstapfen des Unternehmers treten?

Vom „Aschenputtel-Syndrom“ und anderen Schwierigkeiten, den richtigen Nachfolger zu finden
Zusammenfassung
Unternehmerpersönlichkeiten fallen nicht vorn Himmel. Eine der schwierigsten, aber auch eine der interessantesten Fragen jeder Nachfolgeregelung ist deshalb, wer zukünftig das Unternehmen führen soll, auf wen die unternehmerische Verantwortung übergeht. Nur für einen ist diese Frage völlig nebensächlich und bereits entschieden — für den Unternehmer selbst. Für ihn ist völlig klar, daß das Unternehmen von dem ältesten Sohn weitergeführt wird.
Hannspeter Riedel

4. Die persönliche Strategie zur Steueroptimierung

Besser die Erbschaft steuern als Erbschaftsteuern
Zusammenfassung
Die Ausführungen des 3. Kapitels betrafen die notwendigen Überlegungen hinsichtlich der in Betracht kommenden neuen Unternehmensträger und der möglichen grundsätzlichen Gestaltungsoptionen, auf wen das Unternehmen übergehen soll. Wenn dies entschieden ist, folgt hierauf zwangsläufig der zweite Schritt. Die gefundene Lösung muß richtig umgesetzt werden. Der unmittelbare Übertragungsvorgang muß optimal vorbereitet und gestaltet werden. Hier geht es um bares Geld für den Unternehmer und seine Familie. Auf dieser Stufe werden die finanziellen Konditionen und Modalitäten der Übertragung relevant. Damit rückt einer der zentralen Aspekte in den Mittelpunkt der Überlegungen, denn die wenigsten Unternehmer können sich einen altruistischen und unentgeltlichen Übergang des Unternehmens leisten. Auf einige äußerst wichtige Punkte, auf die bei der Festlegung der finanziellen Übergabemodalitäten zwingend geachtet werden muß, wurde bereits in den vorherigen Ausführungen des vorangegangenen Abschnitts im Zusammenhang mit der Übertragung des Unternehmens auf Mitarbeiter hingewiesen. Stichworte sind insoweit die Problematik von „Verpachtungslösungen“ und die grundsätzlichen Risiken von „Verrentungsmodellen“.
Hannspeter Riedel

5. Ist die Rechtsform noch zeit- und situationsgerecht?

„GmbH? Brauche ich nicht, ich bin doch versichert“
Zusammenfassung
Der Betrieb wurde vor 20 Jahren gegründet. Man hat zunächst als Einzelunternehmen angefangen, da man erst einmal abwarten wollte, wie sich alles entwickelt, und hat demzufolge keinerlei großen Aufwand hinsichtlich der Firmengründung betreiben wollen. Zwischenzeitlich hat sich das Unternehmen am Markt erfolgreich durchgesetzt, und der Umsatz ist mittlerweile achtstellig. Die Rechtsform ist jedoch die gleiche geblieben. Die Firma wird nach wie vor wie ein „Tante-Emma-Laden“ als Einzelunternehmen geführt. Zwar wurde immer mal wieder kurz angedacht, ob es nicht aus Haftungsgründen besser sei, die Firma als GmbH weiterzubetreiben. Eine Entscheidung ist jedoch unterblieben, da die tagesoperative Hektik angeblich keine Zeit dafür läßt und somit eine Entscheidung immer wieder verschoben wurde. Die grundsätzliche Bestandsaufnahme, die sinnvollerweise mit dem Generationswechsel verbunden sein sollte, ermöglicht nunmehr eine Überprüfung, ob die Rechtsform und die Struktur des Unternehmens noch zeitgemäß ist. Der Zeitpunkt der Übergabe auf den Nachfolger bietet eine hervorragende Möglichkeit, um die formaljuristische Organisationsform des Unternehmens den Erfordernissen der Zeit anzupassen.
Hannspeter Riedel

6. Die Ehekrise darf nicht zur Unternehmenskrise werden — und umgekehrt

Zusammenfassung
Die bisherigen Ausführungen haben hoffentlich deutlich gemacht, daß ein verantwortungsvolles und erfolgreiches Nachfolgekonzept sich nicht nur darauf beziehen darf, den unmittelbaren Generationenwechsel im Unternehmen möglichst optimal zu gestalten. Dies wäre zu kurz gegriffen. Die Vorbereitung der Betriebsübergabe sowie die Fortführung der Unternehmenskontinuiät ist ein permanenter und umfassender Prozeß. Konsequenz hieraus ist unter anderem, daß sich auch der potentielle Nachfolger selbst wiederum umgehend dieser Aufgabe stellen muß, sobald entschieden ist, daß er die unternehmerische Verantwortung übernehmen wird.
Hannspeter Riedel

7. Das Unternehmertestament

Die vier großen W’s des Erbrechts: Wer, Was, Wann, Wie
Zusammenfassung
Sobald das Thema Unternehmensnachfolge relevant wird, geht die erste, aber bedauerlicherweise auch oft die einzige Überlegung in diesem Zusammenhang in Richtung Unternehmertestament. Erbrechtliche Maßnahmen in Form eines situationsgerechten Testamentes oder Erbvertrages sind zwar ein wesentlicher Bestandteil jeder Betricbsübergabekonzeption, jedoch nicht deren einziger Baustein. Jedem Firmeninhaber sollte bewußt sein, daß das Unternehmertestament zunächst nur die zweitbeste Möglichkeit für die Übergabe des Betriebes darstellt. Das Unternehmertestament sollte, soweit das Unternehmen betroffen ist, als Maßnahme der Risikovorsorge gegen nie ganz auszuschließende unvorhergesehene Schicksalsfälle verstanden werden. Immerhin erleben zehn Prozent der 30-jährigen nicht das 50. Lebensjahr. Oberste Priorität für jeden Unternehmer sollte jedoch die geplante Unternehmensübergabe zu Lebzeiten haben. Erfahrungsgemäß lassen sich nur im Rahmen einer den unternehmensbezogenen Bereich betreffenden „Vorweggenommenen Erbfolge“ die persönlichen Zielvorstellungen und eine strukturierte Steueroptimierung vernünftig realisieren.
Hannspeter Riedel

8. Vom „Die Dinge richtig tun“ zum „Die richtigen Dinge tun“

Der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt
Zusammenfassung
Der Generationswechsel im Unternehmen ist eine prägende Zäsur. Dies gilt gleichermaßen für den persönlichen wie für den unternehmerischen Lebenslauf. Dieser Zeitpunkt sollte deshalb zum Anlaß für eine umfassende Bestandsaufnahme und zur Entwicklung neuer Perspektiven genutzt werden. Selbstkritisch ist das bisher Erreichte zu hinterfragen. Es ist zu analysieren, ob sich das Unternehmen tatsächlich auf dem richtigen Weg befindet und ob der Preis, den man unter persönlicher Inkaufnahme von 14-Stunden-Arbeitstagen sowie in Form eines stark strapazierten Familienlebens für den unternehmerischen Erfolg selbst jahrelang gezahlt hat, nicht eigentlich doch zu hoch war. Genauso wichtig wie die kritische Analyse des Status quo ist die darauf aufbauende Formulierung neuer Ziele, das heißt, wie soll es zukünftig eigentlich weitergehen. Dies gilt für die persönliche Situation ebenso wie für die Entwicklung des Unternehmens. Die Tageshektik läßt für dieses notwendige Reflektieren über die eigene Situation bedauerlicherweise viel zu selten Zeit, beziehungsweise man nimmt sich wegen eines falsch verstandenen Tagesaktionismus nicht diese Zeit.
Hannspeter Riedel

9. Wie packe ich es an?

Die praktische Umsetzung einer Nachfolgeregelung
Zusammenfassung
Die Gretchenfrage für jeden Unternehmer, der den Generationswechsel vor sich hat, lautet selbstverständlich: Wie bekommt man aus den in den vorherigen Abschnitten dargestellten Einzelstücken ein sinnvolles und vor allem auf die eigene Situation abgestimmtes Ganzes? Auch in diesem Zusammenhang gilt die alte Erkenntnis, die aber bedauerlicherweise immer wieder übersehen wird, daß vor einem Schematismus, der sich in der Kopie altbekannter Rezepte erschöpft, dringend gewarnt werden muß. Es gibt keine Patentrezepte, die auf jede Situation einfach übergestülpt zu werden brauchen, um zu einer akzeptablen Lösung zu kommen. Gerade die Nachfolgethematik setzt sich aus einer Palette unterschiedlichster Fragestellungen zusammen, die eine „Konfektionslösung“ ausschließen. Jede Situation ist durch Besonderheiten geprägt, die eine individuelle Vorgehensweise erfordern. Welche Gefahren damit verbunden sein können, wenn ohne Abgleich mit der individuellen Situation einfach Lösungen ungeprüft übernommen werden, wurde an anderer Stelle bereits am Beispiel des von dem Mitgesellschafter 1:1 übernommenen Testaments eindringlich dargestellt. Dieses einfach „abgekupferte“ Testament hätte zu einer erheblichen Erbschaftsteuerbelastung geführt, und damit wäre die Substanz des Unternehmens akut gefährdet gewesen. Durch die bloße Umformulierung weniger Sätze konnte dies vermieden werden. Der Generationswechsel im eigenen Unternehmen kann nur dann erfolgreich vollzogen werden, wenn ihm eine
  • frühzeitige,
  • umfassende und
  • individuelle Planung
zugrunde liegt. Dies sind die strukturellen Kennzeichen jeder Nachfolgekonzeption.
Hannspeter Riedel

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