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Über dieses Buch

Women Entrepreneurship widmet sich den Geschlechterunterschieden im unternehmerischen Handeln, allerdings stehen empirische Forschungsarbeiten im Bereich Unternehmensnachfolge noch am Anfang. Birgit Schulte untersucht den Unterschied im Entscheidungsverhalten zwischen erfolgreichen Unternehmensnachfolgern und -nachfolgerinnen nach der Effectuation-Theorie. Um Unterschiede in den Denk- und Handlungsweisen zwischen den Geschlechtern herauszustellen, wurden die literaturbasiert herausgearbeiteten Hypothesen zu Geschlechterunterschieden im Entscheidungsverhalten quantitativ falsifiziert bzw. verifiziert. Es zeigt sich, dass die Effectuation-Theorie nicht geschlechterneutral ist und dass sich daraus weitreichende Implikationen für die Entrepreneurship Education ergeben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Dynamik unternehmerischen Denkens und Handelns sowie die Innovationskraft von Unternehmern und Unternehmerinnen prägen entscheidend den zukünftigen Erfolg nationaler Ökonomien sowie deren Wettbewerbsfähigkeit (vgl. OECD Publishing 2015; vgl. Mittelstädt/ Wiepcke, S. 87; vgl. Raab/ Neuner 2008, S. 305; vgl. Terjesen 2016, S. 1). Das Feld Entrepreneurship hat vor diesem Hintergrund in den letzten Jahrzehnten bei vielen nationalen Regierungen sowie internationalen Organisationen wie z. B. der UNESCO, der OECD sowie der Europäischen Kommission zunehmend an Bedeutung gewonnen (vgl. Byrne/ Fayolle 2014, S. 261; vgl. Kuratko 2005, S. 577). Auch die exponentiell wachsenden Zahlen an Publikationen auf diesem Fachgebiet dokumentieren, dass Entrepreneurship mittlerweile als eigenständiges Fach fest etabliert ist (vgl. Saßmannshausen 2012, S. 531).
Birgit Schulte

Kapitel 2. Wissenschaftlicher Forschungsstand zu den Kontexten Mittelstand / Familienunternehmen, Women Entrepreneurship und Entrepreneurship Education

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen für diese Arbeit gelegt. Zunächst werden grundsätzliche Begriff sbestimmungen in den Kontexten Mittelstand in Deutschland, Familienunternehmen und Unternehmensnachfolge dargestellt und jeweils untersuchungsspezifi sch defi niert und abgegrenzt. Nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Unternehmensnachfolge wird die derzeitige Generationennachfolge thematisiert.
Birgit Schulte

Kapitel 3. Erkenntnisse aus der Geschlechterforschung im Zusammenhang mit der unternehmerischen Entscheidungsproblematik anhand der Effectuation-Prinzipien

Zusammenfassung
Der Begriff „Gender“ hat sich als Fachbegriff für Geschlecht auch im deutschsprachigen Raum etabliert (vgl. Smykalla 2006, S. 1). Während mit dem Begriff Geschlecht von den meisten Menschen vor allem das biologische Geschlecht assoziiert wird, bedeutet der Begriff „Gender“ die sozial konstruierte Herstellung von Geschlecht. Diese alltägliche, kontinuierliche Herstellung von Geschlecht wurde 1987 erstmalig als „doing gender“ von West und Zimmermann eingängig beschrieben (vgl. West/ Zimmermann 1987).
Birgit Schulte

Kapitel 4. Zusammenfassung der Theorie zu Hypothesen

Zusammenfassung
Die Effectuation-Theorie wurde von Sarasvathy durch ihre Forschung im Jahr 2001 begründet. Sie fand heraus, dass erfahrene Entrepreneure bei der Entscheidungsfindung in ungewissen Situationen einer Entscheidungslogik folgen, die nicht der kausalen Logik entspricht. Da die Zukunft gerade in ungewissen Situationen nicht vorhersagbar und planbar ist, setzen erfahrene Entrepreneure und Entrepreneurinnen auf die Gestaltung ihrer Zukunft, indem vorhandene Ressourcen gezielt genutzt und weiterentwickelt werden, um mit Partnern und Partnerinnen schrittweise die Zukunft zu gestalten.
Birgit Schulte

Kapitel 5. Empirische Untersuchung der Entscheidungsfindung bei Unternehmensnachfolgern und Unternehmensnachfolgerinnen

Zusammenfassung
In der explorativen Studie wird das bisher nicht ausreichend untersuchte Themenfeld der unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen von Unternehmensnachfolgern und Unternehmensnachfolgerinnen näher untersucht. Theoretisch und konzeptionell wurde in Abschnitt 3.3 herausgearbeitet, dass ein Unterschied zwischen Frauen und Männern im Entscheidungsverhalten hergeleitet werden kann. In dem folgenden Quasi-Experiment wird untersucht, ob tatsächlich eine Aussage über einen Zusammenhang zwischen der Entscheidungsfindung sowie dem Geschlecht getroffen werden kann.
Birgit Schulte

Kapitel 6. Ergebnisse und Diskussion der Datenauswertung

Zusammenfassung
Die für die Auswertung eingesetzten statistischen Methoden können in deskriptive und inferenzstatistische Verfahren unterteilt werden. Zunächst erfolgt eine Beschreibung der Stichprobe anhand der Ergebnisse der deskriptiven Statistik. Je nach Skalenniveau der Variablen werden unterschiedliche Maße der zentralen Tendenz und Dispersionsmaße dargestellt: Kategoriale Daten (nominales Skalenniveau) werden mit Häufigkeiten und Prozenten dargestellt, für ordinalskalierte Daten wird der Median und der Interquartilsabstand angegeben.
Birgit Schulte

Kapitel 7. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde der Unterschied in der unternehmerischen Denk- und Handlungsweise von Unternehmensnachfolgern und Unternehmensnachfolgerinnen theoretisch, konzeptionell und empirisch beleuchtet. Zunächst erfolgte eine umfassende Einführung in den wissenschaftlichen Forschungsstand der jeweiligen Thematiken. Nachdem ein Überblick über den deutschen Mittelstand mit sowohl quantitativer als auch qualitativer Definition gegeben wurde, wechselte der Fokus auf die Bedeutung deutscher Familienunternehmen und hier insbesondere auf die Unternehmensnachfolge mit der Problematik, dass es sehr viel mehr Unternehmen gibt als Unternehmensnachfolger und Unternehmensnachfolgerinnen vorhanden sind.
Birgit Schulte

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