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12.04.2018 | Unternehmensorganisation | Infografik | Onlineartikel

Beim Homeoffice ist Deutschland Entwicklungsland

Autor:
Andrea Amerland

New Work und mehr Flexibilisierung von Arbeitszeit sind in aller Munde. Doch wenn es darum geht, schöne Theorien auch in die Praxis umzusetzen, bleiben viele Ideen auf der Strecke – so auch beim Thema Homeoffice.

Ortsunabhängiges Arbeiten ist durch die Digitalisierung längst möglich. Via VPN (Virtual Private Network) können sich Mitarbeiter problemlos ins Unternehmensnetzwerk einwählen, durch Voice over IP und entsprechende Tools vom Laptop aus telefonieren und mit Meetingsoftware Telefonkonferenzen moderieren oder den Desktop fürs Präsentieren teilen. Und doch kommen gerade einmal 16 Prozent der Deutschen in den Genuss von Telearbeit, Homeoffice oder mobilem Arbeiten. Das hat eine Erhebung der durch das Wirtschaftsministerium geförderten Initiative D 21 ergeben. 

Laut Studie mit dem Titel "D 21 Digitalindex 2017/2018" (PDF), ist mobiles Arbeiten bei mehr als der Hälfte (58 Prozent) der Befragten auf Grund des Berufes überhaupt nicht möglich. Rund einem Viertel der Mitarbeiter (26 Prozent) wird im jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit, an einem anderen Ort als im Firmengebäude zu arbeiten, gar nicht eingeräumt. 21 Prozent haben hingegen keinerlei Bedarf, von zuhause aus zu arbeiten.

Unternehmen haben Chancen flexibler Arbeit noch nicht erkannt

Das Vorurteil, das Mitarbeiter in eigenen vier Wänden weniger arbeiten als im Büro, widerlegt die Studie  eindeutig. Ein Fünftel der Befragten gab an, durch die Tätigkeit zu Hause sogar mehr zu arbeiten. 

"Potenziale für flexible Arbeit, moderne Arbeitsstrukturen oder die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben werden dadurch verschenkt", heißt es in der Studienzusammenfassung.

Dabei geben 72 Prozent der Befragten an, flexible Arbeitszeitmodelle seien ihnen wichtig. Allerdings konnten nur 41 Prozent der Aussage "Mein Arbeitgeber fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben" zustimmen.

Für den "D 21 Digitalindex" wurden von Kantar TNS in einer computergestützen Face-to-Face-Erhebung (persönlich-mündliche Befragung) mehr als 20.000 Interviews mit Personen ab 14 Jahren in Deutschland durchgeführt.

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