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Über dieses Buch

Das Wort „Klimakatastrophe“ wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) als Wort des Jahres 2007 gekürt. In keinem Jahr zuvor hat das Thema Klimawandel die Berichterstattung in den Medien so dominiert wie 2007. Die wissenschaftlichen Befunde für den anthropogenen Klimawandel wurden durch den 4. Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) noch eindeutiger. Eine neue Qualität erhielt die Klimadiskussion dadurch, dass die Wirtschaftswissenschaften das Thema zunehmend aufgegriffen haben. Ein wesentlicher Meilenstein zu einer ökonomischen Sicht des Klimawandels war die Publikation des Stern- Review im Herbst 2006. Danach wurde allgemein erkannt, dass der Klimaw- del nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein massiv ökonomisches Problem darstellt. Die meisten Analysen in den ökonomischen Klimawandelstudien - fassen sich jedoch nur mit volkswirtschaftlichen Aspekten. Die Konsequenzen für einzelne Unternehmen in den verschiedenen Branchen blieben bis heute in den meisten Studien unbeantwortet. Diese Lücke in der Klimadiskussion war die Motivation für die F- schungsarbeit von Herrn Hasenmüller, die in diesem Buch abgedruckt ist. Er stellt eine Systematik für das Management von Klimarisiken auf Unternehme- ebene vor und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Klimarisiken erkennen, prioris- ren und managen können. Diese Fragen behandelt Herr Hasenmüller in einer bisher für den deutschsprachigen Raum einzigartigen Tiefe. Er liefert damit vor allem den kleineren und mittleren Unternehmen, die in diesem Gebiet bisher kein eigenes Know-how aufbauen konnten, einen Leitfaden zum Management von Klimarisiken.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil 0

Einleitung

Die Industrielle Revolution ermöglichte einem Teil der Menschheit dank neuer Technologien einen bis dahin ungeahnten Fortschritt, der mit einer enormen Steigerung des Lebensstandards verbunden war. Lange Zeit blieb jedoch unbeachtet, dass das hohe Wohlstandsniveau zum überwiegenden Teil auf dem Verbrauch fossiler Energieträger basiert. Die mit der Bereitstellung und dem Konsum von Energie einhergehenden Treibhausgasemissionen (insbesondere von CO2) nehmen seit nunmehr über 200 Jahren kontinuierlich zu, und auch die starke Rodung der natürlichen Wälder sowie eine veränderte Landnutzung tragen zu einer erhöhten Freisetzung bei. Der anthropogene Einfluss auf das Klimasystem der Erde droht sich nach Aussagen bedeutender Wissenschaftler zum größten Problem zu entwickeln, mit dem die menschliche Zivilisation je konfrontiert war (vgl. King 2006, B1; Schellnhuber 2006, B7). Im Global Environment Outlook 2000 der UNEP stimmen 200 befragte Experten darin überein, dass der Klimawandel das zentrale Umweltproblem des 21. Jahrhunderts darstellt (vgl. UNEP 1999; UNEP & SCOPE 1999). Auch der jüngste Report des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) verdeutlicht eindringlich, dass eine weiterhin unbegrenzte Emission von Treibhausgasen zur irreversiblen Schädigung und zum schleichenden Kollaps zahlreicher Ökosysteme führen und in Folge die Existenzgrundlagen der Menschen vernichten könnte (vgl. IPCC 2007a).
Philipp Hasenmüller

Grundlagen des Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagements

1. Risikomanagement im Überblick

Die folgenden Kapitel zielen darauf ab, einen Überblick über die Grundlagen des Risikomanagements zu geben und dessen unternehmerische Relevanz zu verdeutlichen. Ferner wird die Verbreitung des Risikomanagements beleuchtet. Schließlich sollen die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagements herausgearbeitet werden, um auf dieser Basis im zweiten Teil der Arbeit einen Klimarisiko- Managementansatz konzipieren zu können.
Philipp Hasenmüller

2. Überblick über das Nachhaltigkeitsmanagement

Die Problematik des Klimawandels ist seit den 1970er Jahren bekannt. Allerdings diskutierte die Wissenschaft lange Zeit vornehmlich die ökologischen Effekte, erst nach und nach offenbarte sich die Tragweite der drohenden Konsequenzen für ökologische, ökonomische, sozial-gesellschaftliche und technische Systeme. Noch immer haften den Prognosen über die potenziellen Klimafolgen große Unsicherheiten an. Trotz allem sind sich viele Experten einig, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert darstellt (vgl. UNEP 1999; UNEP & SCOPE 1999).
Philipp Hasenmüller

3. Kompatibilität des Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagements

Der Leitgedanke der Arbeit besteht darin, zentrale Elemente des Risiko- und des Nachhaltigkeitsmanagements miteinander zu kombinieren, um daraus einen Klimarisiko-Managementansatz zu konzipieren. Dies setzt unabdingbar die Kompatibilität beider Ansätze voraus.
Philipp Hasenmüller

Konzipierung eines Klimarisiko- Managementansatzes (CCRM)

4. Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Klimarisiko-Managements (CCRM)

Das Ziel der Arbeit ist die Konzipierung eines Ansatzes, der es erlaubt, unternehmerische Risiken zu identifizieren und zu managen, die sich durch die Folgen des Klimawandels ergeben. Insofern kann von einem unternehmerischen Klimarisiko- Management (Corporate Climate Risk-Management, CCRM) gesprochen werden. Ein Blick in die Literatur zeigt, dass der Begriff Klimarisiko bislang überwiegend in einem ökologischen Kontext definiert wird als die Eintrittswahrscheinlichkeit unerwünschter Effekte des Klimawandels für Mensch und Umwelt. Derartige Effekte bzw. Katastrophen gilt es im Rahmen eines Risikomanagements zu handhaben (vgl. Anonymus o.J.). Dieser Perspektive folgen zahlreiche wissenschaftliche Publikationen unter dem Begriff „Climate Risk-Management“ bzw. „Management von Klimarisiken“ (vgl. z.B. Jones 2001; Sperling & Szekely 2005; UNDP 2002). Häufig richten sich die dort geäußerten Empfehlungen jedoch vornehmlich an politische Entscheidungsträger, während unternehmerisch fokussierte Ansätze vergleichsweise rar sind. Im unternehmerischen Kontext ist der Klimarisiko-Begriff jedoch zu erweitern, da auch Risiken einzubeziehen sind, die durch Unternehmen verursacht werden (z.B. Emission von Treibhausgasen). Im Rahmen der Recherchearbeiten für die Arbeit (Stand Frühjahr 2007) konnten dennoch einige thematisch relevante Publikationen identifiziert werden, auf die an dieser Stelle kurz eingegangen werden soll.
Philipp Hasenmüller

5. Idealtypische Ausgestaltung eines Klimarisiko-Managementansatzes

In diesem Abschnitt der Arbeit erfolgt die Konzipierung des Klimarisiko- Managementansatzes (CCRM). Um die Ausführungen leichter nachvollziehbar zu machen, wird zunächst ein Überblick über die einzelnen Kernelemente der Systematik gegeben.
Philipp Hasenmüller

6. Die Schritte des Klimarisiko- Managementprozesses

Werden die potenziellen Klimarisiken eines Unternehmens zum ersten Mal untersucht, kommt insbesondere der Identifizierung, der Bewertung und der Aggregation der Klimarisiken eine hohe Bedeutung zu. Diese Schritte werden unter dem Begriff der Klimarisiko-Analyse subsumiert.
Philipp Hasenmüller

7. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

In der vorliegenden Arbeit wurde ein Vorschlag für eine mögliche Ausgestaltung eines unternehmerischen Klimarisiko-Managementansatzes vorgestellt. Dieser berücksichtigt zentrale Kernelemente des konventionellen Risikomanagements und des Nachhaltigkeitsmanagements. Beide Ansätze sind heute aufgrund ihrer Geschäftsrelevanz in zahlreichen Unternehmen verbreitet, wobei der Schwerpunkt aufgrund gesetzlicher Regelungen eindeutig auf dem Risikomanagement liegt. Eine Gegenüberstellung der Anforderungen des Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagements im Rahmen der Arbeit ergab, dass beide Ansätze kompatibel und für die Integration von Klimarisiken geeignet sind. Auf dieser Basis wurde anschließend ein Klimarisiko-Managementansatz konzipiert, der an den gängigen Prozessablauf des konventionellen Risikomanagements anknüpft (strategische und operative Planung, Gestaltung und Umsetzung der Managementaufgaben, sowie Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken) und zugleich auf Methoden und Instrumente des Nachhaltigkeitsmanagements zurückgreift, die eine systematische Erfassung, Analyse und Handhabung von Klimarisiken erlauben.
Philipp Hasenmüller

Backmatter

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