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02.09.2014 | Unternehmensstrategie | Im Fokus | Onlineartikel

Die Zukunft liegt in digitalen Geschäftsmodellen

Viele Unternehmen haben die Relevanz digitaler Geschäftsmodelle inzwischen erkannt. Doch klare Strategien und die Bereitschaft die bisherigen Strategien neu auszurichten, sind noch die Ausnahme.

Digitale Geschäftsmodelle liegen im Trend und tragen zukünftig maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Das zumindest glauben 70 Prozent der Unternehmen, die von der internationalen IT-Beratung Tata Consultancy Services (TCS) befragt wurden. Insgesamt 820 Führungskräfte internationaler Unternehmen aus 13 Branchen in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und Asien-Pazifik nahmen an der Studie „The Road of Reimagination: The State and High Stakes of Digital Initiatives“ teil.

Unternehmen investieren in Big Data

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28 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Big Data in den kommenden drei Jahren den Investitionsschwerpunkt bildet. Das gilt vor allem für Branchen, die eine hohe digitale Intensität aufweisen, wie beispielsweise die Medien- oder Unterhaltungsindustrie. Je 20 Prozent der Investitionen fließen in Social Media und Media Technologie, 19 Prozent in Cloud Computing und 13 Prozent verteilen sich auf Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik, so die Schätzungen der Befragten. Dadurch erhalten die Unternehmen Zugriff auf riesige Datenmengen. Unbestritten ist, dass Unternehmen durch die zunehmend vernetzten Daten ein besseres Kundenverständnis gewinnen und somit gezielter auf die individuellen Wünsche eingehen können. Wichtig ist allerdings, dass die digitale Neuausrichtung an die jeweilige Unternehmensstrategie angepasst wird, um den größtmöglichen Nutzen zu erreichen. 

Kundenbedürfnisse als strategische Leitlinie

Allerdings wird es durch die wachsende Anzahl an Kommunikationskanälen und –geräten für Unternehmen immer schwerer, auf die veränderten Kundenbedürfnisse zu reagieren,schreiben die Springer-Autoren Ralf T. Kreutzer, Karl-Heinz Land, im Buchkapitel „Warum Sie die digitale Revolution herausfordert und wieso Sie jetzt handeln müssen". Unternehmen müssen daher von ihren statischen Strukturen Abschied nehmen und den dynamisch-digitalen Informationsaustausch willkommen heißen. Hinzu käme, dass viele Führungskräfte die Dringlichkeit und den Nutzen in der Einführung von digitalen Geschäftsmodellen nicht sehen, ergänzt Ulrich Schaal in seinem Beitrag „Bedeutung der Digitalisierung“. Viele Firmen wurden deshalb in der Vergangenheit von der Welle der Digitalisierung überrascht, und von ihren Konkurrenten eingeholt.

Profitable Chancen durch Integration neuer Technologien

Inzwischen werden nicht mehr nur Daten und Prozesse digitalisiert, sondern auch Produkte oder Serviceleistungen, so Ralf T. Kreutzer und Karl-Heinz Land. Dies ermöglicht Unternehmen neue und profitable Chancen. Dabei sollte die Integration neuer Technologien in das Geschäftsmodell nach der Relevanz der Nutzer entschieden werden. Diese wollen vor allem schnell und einfach an Informationen und Ergebnisse kommen. Die anwenderfreundliche Nutzung sollte daher für die Anbieter im Vordergrund stehen. Der TCS-Studie zufolge haben 60 Prozent der in der Studie befragten Führungskräfte bereits ein Produkt oder einen Service digitalisiert. Der Erfolg dieser Unternehmen basiert auf folgenden Kriterien:

  • Sie besitzen genaue Kenntnisse über Kundenbedürfnisse

  • Sie verfügen über Bedarfsprognosen

  • Sie bieten maßgeschneiderte Angebote für kleine und differenzierte Kundensegmente

  • Sie verfügen über spezielle neue digitale Marktangebote

Wie bereits Steve Jobs erkannte, müssen Technologien einfach und verständlich sein, um beim Kunden Erfolg zu haben. Hierfür kann der so genannte „Hype Cycle“ des technologieforschenden Unternehmens Gartner zur Hilfe genommen werden. Gartner ist einer der führenden internationalen Berater für technologie-bezogene Fragen. Sein entwickelter Hype Cycle beschreibt, in welcher Phase des Lebenszyklus sich branchenübergreifende Technologien befinden. Somit kann ermittelt werden, welche Technologien Potenzial für ausgewählte Kundensegmente haben und welche nicht.

Fazit: Wer auf der Welle der Digitalisierung reiten möchte, muss jetzt damit beginnen, die unternehmensweiten Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Erfolgsentscheidend ist, ob die Strategie mit der Neuorientierung zusammenpasst.

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