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29.04.2014 | Unternehmensstrategie | Im Fokus | Onlineartikel

Warum nachhaltiges Management sinnvoll ist

Autor:
Eva-Susanne Krah

Nachhaltigkeit ist zum Modewort in vielen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Warum nachhaltiges Unternehmertum mehr als nur eine Worthülse ist.

Öffentlicher Druck und die Forderung nach einem nachhaltigeren Wirtschaften haben den Nachhaltigkeitsbegriff seit einigen Jahren in den Mittelpunkt der Unternehmenspolitik vieler Organisationen gerückt. Häufig sind Umwelt- oder Sozialskandale oder die Kritik an Liefer- oder Produktionsbedingungen die Auslöser. Professionelles Unternehmertum muss diese Faktoren bei nachhaltigen Unternehmensprozessen weit mehr berücksichtigen als noch in früheren Jahren. Unternehmensrisiken und -chancen werden von nachhaltigem Wirtschaften viel stärker beeinflusst. Nicht zuletzt ist nachhaltige Kommunikation in der Wirtschaft ein maßgeblicher Erfolgsfaktor zur Markenbildung von Unternehmen. Verfehlungen im Management können Unternehmen zum Wettbewerbsnachteil gereichen. Nämlich dann, wenn die Grundsätze nachhaltigen Unternehmertums ignoriert werden, wie die Autoren Dr. Jutta Grünberg-Bochard und Stefan Schaltegger feststellen. Im Kapitel "Zukunftsstrategie Nachhaltiges Unternehmertum" (Seite 133-152) des Springer-Buchs "Managementperspektiven für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts" von Camillo von Müller und Claas-Philip Zint vertreten sie die These, dass nachhaltige Managementstrategien jedoch auch zur "Quelle neuer Geschäftsoptionen und tragfähiger Wettbewerbsvorteile" werden können.

Nachhaltiges Handeln stützt die Reputation

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Nachhaltige Unternehmensführung ist eine strategische Top-Management-Aufgabe, wie die Autoren finden. In der Wirkung auf die Unternehmensausrichtung hat sie vielfältige Effekte. So geht es zum Beispiel darum,

  • das eigene Geschäft gesellschaftlich zu legitimieren,
  • eine positive Reputation über nachhaltiges Unternehmertum aufzubauen,
  • Prozessrisiken zu minimieren und gleichzeitig Geschäftsvorteile zu erringen oder
  • radikale Innovation umzusetzen.

Dabei sind vielfältige Maßnahmen hinterlegt, die die komplette Unternehmensorganisation abdecken können. Häufig werden verbesserte Unternehmensprozesse, die nachhaltige Ausrichtung der Wertschöpfungskette (Supply Chain) oder auch die Optimierung von Prozessen in den Mittelpunkt gerückt.

Geschäftsmodelle müssen auf den Prüfstand

Ziel jeder strategischen Maßnahme muss es nach Ansicht von Grünberg-Bochard/Schaltegger sein, nicht nur einzelne Unternehmensbereiche zu transformieren, sondern bei allen zugrundeliegenden Geschäftsmodellen zu überprüfen, welchen Beitrag sie zur langfristigen Unternehmensentwicklung leisten. Der Nutzen für die Unternehmensorganisation ist auf jeden Fall groß. Denn daraus ergibt sich ein "andauernder Lernprozess" und die Entscheidung für Unternehmenslenker, welche Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sinnvoll gewandelt werden können oder auch nicht fortgeführt werden sollten.

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