Unternehmensweites Informationsmanagement
Die Rolle der Enterprise Architecture
- 2024
- Buch
- Verfasst von
- Christian M. Schweda
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Der Aufbau und die Transformation digitaler Geschäftsmodelle stellen eine Herausforderung für Unternehmen dar. Dieses Buch unterstützt mit praxiserprobten Bausteinen das Management digitaler Geschäftsmodelle sowie die Gestaltung einer Unternehmensarchitektur, die diese Geschäftsmodelle möglich macht. Es ordnet die Best Practices in einem Framework an, das Prinzipien von ArchiMate, TOGAF und COBIT aufgreift und auf wesentliche Grundgedanken (Axiome) zusammenführt. Diese Axiome ermöglichen es, die Best Practices an die konkreten Gegebenheiten von Unternehmen anzupassen. Die Best Practices bilden die Grundlage für die Governance der digitalen Transformation sowie ein damit integriertes Management der Gefährdungen und sich daraus ergebende Informationsrisiken. Ein Lehr- und Trainingskonzept für das Management digitaler Geschäftsmodelle sowie eine Forschungsmethode für wissenschaftliche Arbeiten an der Schnittstelle von Praxis und Forschung runden das Buch ab.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Einführung und Grundlagen
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Frontmatter
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1. Was ist Informationsmanagement?
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel motiviert das Informationsmanagement als zentrale Herausforderung moderner digitaler Unternehmen. Daraus leitet das Kapitel zwei miteinander verzahnte Hauptaufgaben des Informationsmanagements ab: die Gestaltungs- und die Führungsaufgabe. Im Mittelpunkt der Gestaltungsaufgabe steht das digitale Geschäftsmodell und seine Umsetzung. Die Führungsaufgabe fokussiert sich auf die Ausprägung der Gestaltungsprozesse. -
2. Axiome des Informationsmanagements
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel motiviert den im Buch gewählten Zugang zum Informationsmanagement. Mit Hilfe von Axiomen wird eine stabile Struktur für den Gestaltungsgegenstand des Informationsmanagement – die Enterprise Architecture – etabliert. Weitere Axiome motivieren eine Struktur für das Informationsmanagement selbst als Gestaltungs- und Führungsaufgabe. -
3. Modelle im Informationsmanagement
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel führt das Modell als Mittel des Informationsmanagements ein. Am konkreten Beispiel illustriert es Syntax, Semantik und Notation in der Modellierung und das Konzept der Modellierungssprache. Das Kapitel erläutert, wie Modellierungssprachen bei der Stakeholder-spezifischen Dokumentation der Architektur eines Systems im Rahmen von Vorgehensmodellen für das Management zum Einsatz kommen.
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Informationsmanagement
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Frontmatter
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4. Ein Framework für das Informationsmanagement
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel motiviert anhand der Enterprise Architecture, als Gestaltungsgegenstand des Informationsmanagements, ein Framework für die Gestaltungsaufgabe. Dieses orientiert sich an der Ebenenstruktur der Enterprise Architecture und etabliert für jede der vier Ebenen eine eigene Teilfunktion des Informationsmanagements. Über die Ebenen hinaus werden zwei Querschnittsperspektiven für unterschiedliche Arten von Anforderungen sowie ein Steckbrief für good practices eingeführt. -
5. Management der Unternehmensumwelt
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel betrachtet das Unternehmen in seiner Unternehmensumwelt entlang seines Geschäftsmodells und technischer Innovationen, welche dieses Geschäftsmodell fundamental verändern könnten. Daneben wird das Konzept der Gefährdung als negativen Geschäftstreiber diskutiert. -
6. Management der Geschäftsarchitektur
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel betrachtet die Realisierung der Wertschöpfung sowie der Nutzenversprechen auf Ebene der Geschäftsarchitektur. Dabei werden Geschäftsfähigkeiten definiert und durch Aktivitäten (Geschäftsprozesse) sowie Ressourcen (Geschäftsobjekte) der Informationsverarbeitung detailliert dargestellt. -
7. Management der Anwendungslandschaft
Christian M. SchwedaZusammenfassungDas Kapitel beschäftigt sich mit der Anwendungslandschaft als Gesamtheit aller Anwendungen im Unternehmen. Neben der Erstellung eines Anwendungsinventars führt das Kapitel mit dem Anwendungsportfolio und der Anwendungsbebauung zwei Methoden zur strategischen Gestaltung der Anwendungslandschaft ein. -
8. Management der Technologiearchitektur
Christian M. SchwedaZusammenfassungDas Kapitel beschäftigt sich mit der technischen Infrastruktur für die Anwendungen und betrachtet deren Architektur. Darauf aufbauend wird das Konzept des IT-Services etabliert und die verschiedenen Eigenschaften der Services diskutiert. Den Abschluss bildet einen Methode zur Inventur der Landschaft der technischen Komponenten. -
9. Management von Referenzarchitekturen
Christian M. SchwedaZusammenfassungDas Kapitel beschäftigt sich mit Referenzarchitekturen, die verwendet werden, um Synergien bei der Gestaltung der Architektur zu heben. Mit Architekturstandards, Plattformen und Anwendungsproduktlinien werden drei unterschiedliche Kategorien von Referenzarchitekturen dargestellt. -
10. Management von Demands
Christian M. SchwedaZusammenfassungDas Kapitel beschäftigt sich mit den Demands für die Informationsverarbeitung, beginnend mit der Customer Journey als Instrument zur Identifikation von Demands. Eine Methode diskutiert die Priorisierung der Demands in einem domänenspezifischen Demandportfolio und diskutiert die Realisierung der Demands in Architekturreleases.
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Integriertes Informationsmanagement
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Frontmatter
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11. Ein Integrationsframework für das Informationsmanagement
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel betrachtet das Informationsmanagement selbst als ein zu gestaltendes System und etabliert ein Framework, um die verschiedenen Teilfunktionen dieses Systems zu integrieren. Das Framework verwendet eine kybernetische Sicht auf das Management und motiviert die notwendigen Führungsaufgaben eines integrierten Informationsmanagements: Koordination, Controlling, strategische Planung und Governance. Für all diese Führungsaufgaben definiert das Kapitel die Ziele sowie eine Messung der Zielerreichung mit Hilfe von Indikatoren. -
12. Modelle der Enterprise Architecture
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel kehrt zum Modell als zentralem Werkzeug für das Informationsma- nagements zurück. Es diskutiert die Auswirkungen unterschiedlicher Modellierungssprachen im Hinblick auf Boundary Objects der Enterprise Architecture. Im Anschluss stellt das Kapitel einen Integrationsmechanismus vor, der Syntax, Semantik und Notation von Sprachen als Bausteine auffasst, die sich mit Hilfe einer Integrationssprache unternehmensspezifisch kombinieren lassen. Die good practice eines Cockpits der Enterprise Architecture zeigt, wie diese Konzepte im Unternehmen durch Werkzeuge realisiert werden können. -
13. Informationsrisikosteuerung
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert die Führungsaufgabe des Controllings am Schwerpunkt der Risikosteuerung. Ausgehend vom in Kap. 5 etablierten Begriff der Gefährdung, definiert das Kapitel das inhärente sowie tatsächliche Informationsrisiko und erläutert die Rolle von Schutzmaßnahmen als ein Mittel, das Risiko innerhalb der Risikoappetits des Unternehmens zu halten. Die good practice einer Fallakte des Informationsrisikomanagements zeigt, wie sich ein integriertes Informationsrisikomanagement im Kontext des Informationsmanagements realisieren lässt. -
14. Strategie
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert die strategische Transformation des Unternehmens im Wechselspiel von geplanten und emergenten Strategien für das Geschäft und die IT. Als Grundlage für integrierte strategische Sicht wird das Instrument der Unternehmensmaxime eingeführt. Den Abschluss bildet die Vorstellung einer good practice für die strategische Gestaltung des Transformationsportfolios. -
15. Governance
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert wie die Governance als Führungsaufgabe die Entscheidungsstrukturen und Verantwortlichkeiten im Informationsmanagement festlegt. Ausgehend von einer Diskussion organisatorischer Faktoren werden Institutionen für das systematische Management motiviert und die Compliance mit den relevanten Controls diskutiert. Den Abschluss bildet die Vorstellung einer good practice für eine integrierte Governance & Compliance.
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Weitere Ansätze
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Frontmatter
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16. Das Zachman Framework
Christian M. SchwedaZusammenfassungDiese Kapitel bietet einen Überblick über das Zachman Framework, als eines der ältesten Frameworks für die Enterprise Architecture. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem zweidimensionalen Rahmen für Viewpoints auf die Enterprise Architecture, welche das Framework mit Hilfe von standardisierten Fragestellungen und Abstraktionsniveaus etabliert. -
17. The Open Group Architecture Framework
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel stellt The Open Group Architecture Framework (TOGAF), eines der verbreitetsten Frameworks für das Management der Enterprise Architecture, vor. Das Kapitel diskutiert die Bestandteile von TOGAF mit besonderem Schwerpunkt auf die Architecture Development Method (ADM), das Vorgehensmodell von TOGAF. -
18. The ArchiMate Modeling Language
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel stellt die ArchiMate Modeling Language als eine Modellierungssprache für die Enterprise Architecture vor. Neben einem kurzen historischen Abriss wird der fundamentale Aufbau der Sprache mit ihren Konzepten und Ebenen vorgestellt und entsprechende Viewpoints aus der Sprache motiviert. -
19. COBIT
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel stellt COBIT als ein Framework für die Governance der IT vor. Eingeleitet durch einen kurzen historischen Abriss, diskutiert das Kapitel die bei COBIT Enabling Categories genannten Kontextfaktoren für die Governance. Das Framework der relevanten IT-Prozesse wird kurz eingeführt und der Ansatz von COBIT an ausgewählten Prozessen illustriert. -
20. Werkzeugspezifische Ansätze
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert das Spektrum der Werkzeuge für das Management der Enterprise Architecture. Es stellt einen praxiserprobten Rahmen für die Strukturierung der Funktionen solcher Werkzeuge vor und bietet eine Typologie der Werkzeuge, die sich aus deren unterschiedlichen Ansätzen ergibt.
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Forschung und Lehre
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21. Forschen in einem Spannungsfeld
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert die Herausforderungen der wissenschaftlichen Forschung im Bereich des integrierten Informationsmanagements. Als einen Lösungsansatz motiviert es Gestaltungsmuster und Gestaltungstheorien als relevante Forschungsergebnisse für das Themenfeld und präsentiert eine rigorose Forschungsmethodik zur Ableitung dieser Artefakte. -
22. Ein Lehrkonzept
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieses Kapitel stellt ein Lehrkonzept für das Informationsmanagement vor. Das Konzept kombiniert Grundlagen, wie sie anhand dieses Buchs vermittelt werden können, mit der praktischen Anwendung im Rahmen einer virtuellen Fallstudie. Das Lehrkonzept wird anhand einer konkreten Modulbeschreibung und eines Vorgehensmodells illustriert.
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Anhänge: Bausteine für das Informationsmanagement
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Frontmatter
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23. Metamodellbausteine
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieser Anhang stellt die Bausteine für die Metamodelle vor, die in den Teilfunktionen des Informationsmanagements verwendet werden. Mit Hilfe dieser Bausteine kann die Syntax einer integrierten Modellierungssprache für die Enterprise Architecture passend zu den ausgewählten Teilfunktionen definiert werden. -
24. Modellierungsbausteine
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieser Anhang stellt die Bausteine für die Modellierungstechniken hinter den Teilfunktionen des Informationsmanagements vor. Zweck dieser Bausteine ist es, die Semantik einer integrierten Modellierungssprache für die Enterprise Architecture passend zu den ausgewählten Teilfunktionen zu definieren. -
25. Notationsbausteine
Christian M. SchwedaZusammenfassungDieser Anhang stellt die Bausteine für die Notation in den Teilfunktionen des Informationsmanagements vor. Jeder Baustein unterstützt ein generisches Informationsmodell, d. h. Metamodell der darstellbaren Daten. Dieses wird beim Einsatz des Bausteins im Rahmen einer integrierten Modellierungssprache durch Bestandteile der Syntax dieser Sprache, passend zu Teilfunktionen des Informationsmanagements, konkretisiert.
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Backmatter
- Titel
- Unternehmensweites Informationsmanagement
- Verfasst von
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Christian M. Schweda
- Copyright-Jahr
- 2024
- Electronic ISBN
- 978-3-658-45316-9
- Print ISBN
- 978-3-658-45315-2
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-45316-9
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