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Über dieses Buch

Das Buch gibt einen interdisziplinär aufgebauten Überblick der Zusammenhänge zwischen Stadt/Raumentwicklung und Verkehr. Methodisch hat es einen historisch gegliederten Aufbau und gibt damit auch einen Einblick in die Geschichte von Verkehr und Urbanität. Den "spirit" und Schwung bezieht das Buch aus seiner kritischen und - teilweise neuen - interdiziplinären Perspektive. Dadurch werden bisher selten thematisierte - und auch für Architekten interessante -Einblicke in Wechselwirkung von Stadtgestaltung/Kommunikation und Verkehr möglich.

Die Argumentation des Buches bewegt sich zwischen einer technischen, kulturhistorischen und sozialwissenschaftlichen Sichtweise und ist daher ungewöhnlich. Einige Bilder geben eine Vorstellung zeitspezifischer Sichtweisen auf Transport und Stadtentwicklung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Straßen und Verkehr: Trennung oder Verbindung?

Zusammenfassung
Ein Buch über Urbanismus und Verkehr muss Trennendes und Verbindendes neu betrachten, will es diesen Zusammenhang, der selten genug beleuchtet wird, angemessen behandeln.
Helmut Holzapfel

2. Verkehr und Urbanismus in den Köpfen der Menschen

Zusammenfassung
Es könnte in einer wissenschaftlichen Arbeit außer Belang bleiben, was über Verkehr gedacht wird, man mag vielleicht annehmen, es komme dabei auf die Realität, die physikalische Wirklichkeit, an. Das ist aber fast nirgends so weit gefehlt wie bei der Analyse unserer Fortbewegung. Hier schon zu Beginn und im Weiteren kann modernes Herumbewegen von Personen und Waren nur erklärt werden, wenn die Bilder und Vorstellungen in den Köpfen der Menschen immer mit betrachtet werden. Verkehr ist, auch wenn es selten genug gesagt wird, im Wesentlichen auch eine kulturelle Erscheinung, eine Kopfgeburt, die sich jeweils aus einer Sichtweise heraus entwickelt. Planungen und Verkehrsverhalten (bis hin zum Kauf eines bestimmten Autotyps) hängen von einem „Bild“ im Kopf der Menschen ab, das von der Realität oft weit entfernt ist. Die relative Starrheit des Verkehrswesens mindestens in den letzten 30 Jahren gegenüber Veränderungen hat sicher einen Grund darin, dass in diesem Bereich sehr wenig reflektiert wird. Wenn also dieses Buch die Überlegungen mit den „Bildern im Kopf“ beginnt, so ganz zentral zu dem Zweck, eine Beziehung zu den Menschen und dem Handeln im Verkehrsbereich herzustellen.
Helmut Holzapfel

3. Haus, Straße, Vernetzung – die kleinräumige Organisation und der Urbanismus

Zusammenfassung
Wenn bei der Beschreibung von räumlichen Beziehungen in Städten mit den kleinteiligen Formen des alltäglichen Gebrauchs begonnen wird, ist dies nicht zufällig. Diese Formen bestimmen nicht nur die räumlichen Verhältnisse wesentlich, in denen Menschen aufwachsen, sondern sie sind auch für unsere Tradition und Geschichte und die unmittelbaren sozialen Erfahrungen und Kontakte im ganzen Leben entscheidend.
Helmut Holzapfel

4. Verkehr und „Sozialer Raum“

Zusammenfassung
Die Art und Weise in der die Wechselwirkung von materieller Raumorganisation, etwa durch Verkehrsnetze, und sozialen Tatbeständen und Entwicklungen analysiert werden sollte, ist umstritten, insbesondere auch in den Sozialwissenschaften. Dies gilt sogar für die Frage, ob der – etwa von Henri Lefèbvre – gebrauchte Begriff des sozialen Raumes überhaupt von der Soziologie produktiv genutzt werden könne. Dies soll hier jedoch nicht näher behandelt werden. Im Weiteren wird aufgezeigt, wie materielle räumliche Bedingungen die Alltagsmöglichkeiten von Menschen beschränken. Der im Laufe der Geschichte durch Bauten und Straßennetze entstandene urbane materielle Raum hat eindeutig limitierende Eigenschaften für menschliche und soziale Aktivität. Durch Mauern kann niemand gehen, wer im 9. Stock eines Hochhauses wohnt, kann von dort aus kein Kind auf der Straße beim Spielen beaufsichtigen. In diesem Sinne kann Raum zunächst für soziale Vorgänge erst einmal als begrenzende Größe verstanden werden, dieser Ansatz soll im Weiteren verfolgt werden.
Helmut Holzapfel

5. Brücken in die Archipele – neue Netze schaffen

Zusammenfassung
Stadt war und ist ein komplexes Geflecht einer Vielfalt der Beziehungen, die im Laufe der Geschichte vor allem in der Nähe der Wohnungen und Häuser der Menschen stark eingeschränkt wurden. Wenn die Rolle der Stadt als „Stätte der Produktion von Neuem“ und als „Plattform des Austausches“ eingefordert wird, braucht es eine Stärkung der inneren Netzwerke. Die Orte sind mehr und mehr zu Archipelen, Gruppen kleinster und kleiner Inselchen verkommen, zwischen denen, um im Vergleich zu bleiben, der Automobilverkehr die Rolle des Wassers und der Abgrenzung spielt.
Helmut Holzapfel

Backmatter

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