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Über dieses Buch

Dieses Handbuch zeigt auf, wie Unternehmenswachstum nachhaltig gelingen und gestärkt werden kann. Dabei liegt der Fokus auf der ostdeutschen Wirtschaft, da die Region auch 25 Jahre nach der deutschen Einheit in den wesentlichen Kennzahlen 20-30% hinter den westdeutschen Werten liegt, was im Buch mit dem Fehlen von Führungszentralen (Headquarter) in Verbindung gebracht wird.

Es werden Wachstumsbarrieren expliziter und impliziter Art dargestellt, um zu verdeutlichen, wie eine Headquarter-Strategie zur Bildung und zum Wachstum von Führungszentralen sowohl von den Unternehmen als auch seitens des Staates realisiert werden kann.

Außerdem werden dem Leser alle Werkzeuge zum Führen eines „Unternehmenskaufbuches“ und zum Abwickeln einer Übernahme bereitgestellt.

Der Inhalt

- Der Unternehmenskauf

- Die Bedeutung der Finanzierung eines Unternehmenskaufs

- Unternehmenswert und Rating

- Die Ausgestaltung des Kaufvertrags

- Humankapital und menschliche Interaktion

Die Herausgeber

Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Blum ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Prof. Dr. Werner Gleißner ist Vorstand der FutureValue Group AG in Leinfelden-Echterdingen und Honorarprofessor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Risikomanagement, an der Technischen Universität Dresden.

Dipl.-Ing. Peter Nothnagel leitete diverse Referate im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und ist heute Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael A. Veltins ist Senior Partner und Geschäftsführer der LSV Rechtsanwalts GmbH in Frankfurt am Main und lehrt an der Technischen Universität Dresden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Der Wille zum Wachstum

Zusammenfassung
Der Wille zum Wachstum ist eine essentielle Grundlage des dynamischen Unternehmertums. Nur in einem sehr speziellen Umfeld oder in außergewöhnlichen Branchen gelingt es, bewusst auf Wachstum zu verzichten und ein Unternehmen trotzdem fit zu halten. In Deutschland mit seiner starken Position im Mittelstand, besonders im global tätigen Mittelstand mit oft familienorientierter Führung, spielt das Wachstum, das teilweise endogen, also aus dem Unternehmen heraus, teilweise aber auch exogen, also durch Zukäufe, erfolgt, eine wichtige Rolle. Gerade die zunehmende Globalisierung spricht für Ergänzungen des Unternehmensportfolios durch nationale oder internationale Zukäufe bzw. Beteiligungen. Letzteres ist für die neuen Bundesländer eine wichtige Option, um ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Wirtschaft zügig zu verbessern. Denn die Kleinteiligkeit des Mittelstands, gekoppelt mit großbetrieblichen verlängerten Werkbänken, hat dort eine Wirtschaftsstruktur geschaffen, die den Aufholprozess zu den westlichen Bundesländern sehr erschwert.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, Wachstum als wichtige Voraussetzung für Erfolg in einer globalen Welt zu erkennen und damit als Unternehmer die erforderlichen persönlichen Energien und Führungskompetenzen zu mobilisieren.
Ulrich Blum

Kapitel 2. Der Unternehmenskauf

Zusammenfassung
Der Unternehmenskauf wird als wichtiger Teil einer externen Wachstumsstrategie identifiziert. Das häufige Scheitern von Übernahmen und Käufen hat trotz offensichtlicher ökonomisch-technologischer Synergien viel mit Inkompatibilitäten der Philosophien zwischen kaufendem und gekauften Unternehmen zu tun, weshalb zunächst der Vorbereitung – konkret: dem Führen eines Kaufbuchs, in das interessierende künftige Beteiligungen, auch wenn sie noch nicht auf dem Markt sind, eingetragen werden, eine besondere Aufmerksamkeit gilt. Kommunikationsstrategien innerhalb des Unternehmens, aber auch nach außen, gewinnen eine hohe Bedeutung für die Motivation nach Innen und die Identifikation der Kunden. Der Erfolg ist vom Heben ökonomischer und technologischer Synergien abhängig und steht in direktem Zusammenhang mit der Fähigkeit, dem integrierten Unternehmen eine gemeinsame Identität zu geben. Daher sind hier eine besondere Sorgfalt bei der Prüfung – und auch Leidenschaft bei der Durchführung – erforderlich. Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Bedeutung einer sorgfältigen und mit langem Vorlauf versehenen Planung zu erkennen, damit das neue, integrierte Unternehmen gleichermaßen Leistung und Identität im Sinne einer Marke zeigen kann.
Werner Gleißner, Michael A. Veltins, Claudia Lubk, Laura Mahl

Kapitel 3. Finanzierung

Zusammenfassung
Eine gute Finanzierung hängt weitgehend vom aktuellen Status des Unternehmens, aber auch von seiner Perspektive nach Vollzug des Kaufs, ab. Damit entsteht ein interdependentes Problem aus der Sorgfalt des Kaufs selbst und dem künftigen Unternehmenswert. Die richtige Nutzung der Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand, die zunehmend auch auf externe Erweiterung der Unternehmen abstellen, wird beispielhaft beschrieben.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, erfolgreich die Finanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens zu planen.
Werner Gleißner, Anja Seifert

Kapitel 4. Risikogerechte Beurteilung: Unternehmenswert und Rating

Zusammenfassung
Die Zukunftsorientierung eines Unternehmens spiegelt sich in seinem künftigen Unternehmenswert wieder. Allerdings ist dieser schwer zu ermitteln, ist doch im Mittelstand die Kapitalmarktorientierung eher gering oder gar nicht vorhanden, weshalb hier nicht die klassischen Ansätze verwendet werden können. Deshalb werden eigens auf mittelständische Unternehmen zugeschnittene Bewertungskonzepte vorgestellt und in die zugehörige Bewertung der Branchen eingebettet.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Komplexität der Wertermittlung zu verstehen und diese in den Kontext der Entwicklung einzelner Branchen zu stellen.
Werner Gleißner, Björn Feldmann, Clemens Fuhrmeister

Kapitel 5. Die Ausgestaltung des Kaufvertrags

Zusammenfassung
Durch Kaufverhandlungen und Kaufvertrag wird der Unternehmenskauf schließlich vollzogen. Hierzu werden die wesentlichen Phasen von möglichen Geheimhaltungsvereinbarungen über Verzichtserklärungen bis hin zur Risikoprüfung und zum Unternehmenskauf selbst detailliert beschrieben. Besondere Beachtung finden dabei spezielle Vertragsklauseln, die die Abhängigkeit vom Kaufpreis und von Unternehmensbewertung, Garantien und Gewährleistungen oder Rechtswegen einschließen.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Schritte, die zum Erwerb eines Unternehmens juristisch sinnvoll sind, zu planen und zu realisieren.
Michael A. Veltins

Kapitel 6. Humankapital und menschliche Interaktion

Zusammenfassung
Da der Umgang mit den betroffenen Menschen sowohl zu den kritischen Faktoren als auch zu den Erfolgsfaktoren beim Kauf eines Unternehmens zählt, ist hierauf ein wichtiger Schwerpunkt im Vertragsprozess zu legen. An Divergenzen in den Unternehmenskulturen scheitern Übernahmen nämlich genauso oft, wie durch die Flucht von Leistungsträgern, die sich unter der neuen Führung nicht angemessen berücksichtigt finden. Daher sind die Ausgestaltung der Führungsprozesse und die Erhaltung der Loyalitäten besonders zu beachten.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Bedeutung der Führung und damit des angemessenen Führungsstils zu erkennen.
Claudia Lubk, Laura Mahl

Kapitel 7. Technologie und Innovation

Zusammenfassung
Die Kernkompetenzen eines Unternehmens liegen einerseits in seinem Humankapital, andererseits in den ihm verfügbaren Technologien, die oft als intellektuelle Eigentumsrechte in besonderer Form geschützt sind, beispielsweise durch Warenzeichen und Patente. Dabei erscheinen besonders verwendungsoffene Technologien als wertvoll, weil sie eine Vielzahl von Anwendungen erlauben. Eine hohe Aufmerksamkeit ist auf kritische Technologien und Ressourcen zu richten, weil hier eine plötzliche Knappheit das Unternehmen bedrohen kann bzw. bessere Technologien der Konkurrenz dem Unternehmen erhebliche Wettbewerbsnachteile bringen können.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, neben dem Humankapital die technologischen Kernkompetenzen als weitere zentrale Ressource des erfolgreichen Unternehmens zu sehen.
Ulrich Blum, Julia Grüber, Claudia Lubk, Marc Schmid

Kapitel 8. Der Wettbewerb

Zusammenfassung
Wettbewerb entsteht in der Regel durch Innovation, also durch neue Produkte, neue Verfahren, neue Märkte oder neue Organisationsformen im Unternehmen, und wird durch die Verschiebung von Marktanteilen durchgesetzt. Dabei spielen Wettbewerbsstrategien, die mit der Struktur des Unternehmens übereinstimmen, eine wichtige Rolle. Essentiell ist dabei eine Unternehmensstrategie, die dann durch einzelne taktische Maßnahmen effizient umgesetzt wird, wobei es hier auch auf die Geschwindigkeit des Handelns ankommt.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, den Wettbewerb als Herausforderung, aber auch als Möglichkeit der Gestaltung zu sehen und für den Wachstumsprozess zu nutzen.
Ulrich Blum, Werner Gleißner, Christiane Henckel, Marc Schmid

Kapitel 9. Die Wirtschaftsregion

Zusammenfassung
Die Wirtschaftsregion ist für ein Unternehmen deshalb wichtig, weil sie nicht nur im politischen Sinne den rechtlichen Rahmen für das Handeln vorgibt, sondern weil ihre Milieufaktoren das Unternehmen erheblich stärken oder schwächen können. Hierzu zählen nicht nur die Infrastrukturen im Bereich Forschung und Entwicklung bzw. klassische Erschließungen über ein Verkehrsnetz oder digitale Systeme, auch Mentalitäten können hier eine wichtige Rolle spielen. Alles zusammen verdichtet sich dann zu leistungsfähigen ökonomischen Clustern mit hoher regionaler Identität.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Verbindung zwischen Standort und Erfolg zu erkennen und für die Expansion zu nutzen.
Ulrich Blum, Björn Feldmann, Isabelle Jänchen, Claudia Lubk, Marc Schmid

Kapitel 10. Der wirtschaftspolitische Rahmen

Zusammenfassung
Der Wirtschaftsregion übergeordnet ist der von den Nationalstaaten oder in Europa von der Europäischen Union vorgegebene wirtschaftspolitische Rahmen. Dabei versuchen marktwirtschaftliche Ordnungen, Regeln zu etablieren, innerhalb derer das wettbewerbliche Handeln der Unternehmen im Interesse der Gesamtwohlfahrt ablaufen kann. Der Ordnungsrahmen wird durch wirtschaftspolitisches Handeln konkret ausgefüllt, wobei der Wirtschaftsförderung eine wichtige Bedeutung zukommt, um einen Ausgleich von Nachteilen zu ermöglichen und Impulse für Wachstum zu geben.
Das Kapitel versetzt den Leser in die Lage, die Rolle des Ordnungsrahmens als wesentliche Orientierung für wettbewerbliche Strategien zu erkennen.
Ulrich Blum, Björn Feldmann, Peter Nothnagel

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