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Über dieses Buch

Vegetation, Boden und Klima sind die wichtigsten Komponenten ökologischer Systeme. Das Buch stellt eine kompakte Synthese unseres aktuellen Wissens dar über die Ökologie der Erde und ist damit die Basis für das Verständnis der großen Zusammenhänge in globaler Sicht. Das gut eingeführte Buch behandelt im ersten Teil mit einer reichen Ausstattung an Abbildungen und Fotomaterial die wesentlichen Prozesse und Vorgänge auf der Erdoberfläche, die zur Ausbildung der Vegetationsdecke mit ihrer ausgeprägten Zonierung führen. Im zweiten Teil werden die einzelnen Vegetationszonen als Großökosysteme (d.h. Zonobiome der Biosphäre) konsequent nach bestimmten Kriterien vergleichend beschrieben. In kurzer und kompakter Form wird auf die wesentlichen Kennzeichen und Strukturen sowie auf Beispiele für Ökosystemprozesse eingegangen. Die Großökosysteme sind zugleich auch Grundlage und Bezugssystem für alle anthropogenen Veränderungen, die in den letzten Jahrtausenden, vor allem aber im 20. Jhdt., die Vegetation drastisch verändert haben. .

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Vorbemerkungen

Zusammenfassung
Die Ökologie ist eine biologische Wissenschaft und damit ebenso wie das Leben (nach unseren heutigen Kenntnissen) in unserem Sonnensystem auf die Erde beschränkt. Leben als Ganzes ist mit offenen Kreisläufen und Energiedurchfluss verbunden - also einem Aufbau von Stoffen mit Bindung der Sonnenenergie sowie einem Abbau mit Freisetzen der gebundenen Energie meist in Form von Wärme.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Allgemeiner Teil

Frontmatter

Kapitel 2. Ökologische Grundlagen (Autökologie)

Zusammenfassung
Das Konzept der Landschaftsgliederung in Zonobiome verlangt klare ökologische Kriterien, die die Wechselbeziehungen von ökologischen Faktoren berücksichtigen. Die ökologischen Faktoren bestimmen für die Organismen ihre Umwelt, in der sie eine ihrer grundlegenden Daseinsfunktionen, nämlich die Fortpflanzung, verwirklichen. Der Fortbestand von Organismen in einem Ökosystem wird bestimmt durch Wettbewerb und Anpassung. In einem floristisch einheitlichen Gebiet wird im System „Klima-Boden-Pflanze“ die Gliederung der Vegetation durch Umweltfaktoren vorgezeichnet und das vor allem indirekt über eine Beeinflussung der Konkurrenzkraft der in dem Gebiet vorkommenden Arten.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 3. Ökologische Grundlagen (Synökologie)

Zusammenfassung
Das Klima eines Standorts bedingt dessen Vegetation. Aber die häufig gemachte Annahme, dass die Verbreitung der Pflanzenarten direkt durch die Standortsverhältnisse verursacht wird, ist fast nie richtig. Diese sind nur von indirekter Bedeutung, indem sie die Wettbewerbsfähigkeit der Arten verändern. Nur an den absoluten Verbreitungsgrenzen in der Trocken- und Kältewüste, am Rande der Salzwüste, also dort wo die Einzelpflanzen isoliert stehen, sind die Standortsfaktoren (meistens ein gewisser extremer Faktor) direkt bestimmend.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 4. Ökologische Systeme und Ökosystembiologie

Zusammenfassung
Die Biosphäre umfasst die dünne Schicht an der Erdoberfläche, in der sich alle Lebenserscheinungen abspielen, also auf dem Lande die unterste Schicht der Atmosphäre, soweit sich die lebenden Organismen in ihr dauernd aufhalten und die Pflanzen hineinragen, sowie die durchwurzelte Schicht der Lithosphäre, die als Boden bezeichnet wird. Daneben finden wir Leben in allen Gewässern bis in die Tiefsee hinunter. Aber in diesem wässrigen Medium spielt sich der Stoffkreislauf auf andere Weise ab als auf dem Lande, und die Organismen sind so verschieden (zum Beispiel Plankton), dass die Ökosysteme getrennt behandelt werden müssen.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Spezieller Teil

Frontmatter

Kapitel 5. Zonobiom des immergrünen tropischen Regenwaldes bzw. des äquatorialen humiden Tageszeitenklimas

Zusammenfassung
Die gesamten Tropen sind generell Strahlungsüberschuss-Gebiete der Erde wegen der gleich günstigen Einstrahlungsverhältnisse im Gebiet zwischen den Wendekreisen. Sie geben durch die atmosphärische Zirkulation Energie in die hohen Breiten ab. Gleichwohl gibt es strahlungsklimatische Unterschiede zwischen den feuchten und trockenen Tropen. Letztere weisen, vor allem die ausgedehnten Wüstenregionen (z.B. die Sahara) am Übergang zu den Subtropen, wegen der nächtlichen Ausstrahlungsmaxima eine negative Strahlungsbilanz auf. Die gleichmäßige Einstrahlung bedingt trotz dieser Unterschiede, dass die Tropen in erster Linie die Wärmegürtel der Erde sind.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 6. Zonobiom der Savannen bzw. laubwerfenden Wälder und Grasländer bzw. des tropischen Sommerregengebietes

Zusammenfassung
Das durch 12 Monate lange thermische Vegetationszeit gekennzeichnete tropische Zonobiom II ist wie ZB I im Tiefland frostfrei, aber weist bereits einen merklichen Jahresgang der Temperatur auf. In der warmen, meist perhumiden Jahreszeit fallen starke zenitale Regen, die kühlere Jahreszeit ist arid. Das hygrische Klima des ZB II ist durch eine ausgeprägte hygrische Saisonalität mit einer Regen- und einer Trockenzeit gekennzeichnet, wobei die Länge der hygrischen Vegetationszeit, d.h. die Anzahl der humiden und ariden Monate über den hygrischen Charakter der jeweiligen Savannenlandschaft entscheidet. Demgemäß kann man das ZB II in semihumide (7-9 humide Monate) regengrüne Feuchtwälder und Feuchtsavannen, semiaride (4-6 humide Monate) regengrüne Trockenwälder und Trockensavannen und aride (1-3 humide Monate) regengrüne Dornwälder und Dornsavannen unterteilen (► Abb. D-52).
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 7. Zonobiom der heißen Wüsten bzw. des subtropischen ariden Klimas

Zusammenfassung
Auf die Wüsten entfallen zusammen mehr als 35% der festen Erdoberfläche. In der subtropischen Wüstenzone, im Zonobiom III, fehlt eine kalte Winterzeit, die für die ariden Gebiete der gemäßigten Zone so bezeichnend ist.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 8. Zonobiom der Hartlaubgehölze der mediterranen Winterregengebiete

Zusammenfassung
Es ist zweckmäßig, das Zonobiom IV nach den Florenreichen, die starke floristische Unterschiede bedingen, in fünf floristische Biomgruppen zu gliedern, die jeweils typische, oft ähnlich aussehende Vegetationseinheiten bilden (◘ Abb. G-1). Von diesen ist das mediterrane das größte, denn die Winterregen reichen vom Atlantischen Ozean bis nach Afghanistan hinein. Allerdings treten in Anatolien und weiter östlich bereits heftige Winterfröste auf, so dass man diese Gebiete zum ZB VII stellen muss.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 9. Zonobiom der Lorbeerwälder bzw. des warmtemperierten humiden Klimas

Zusammenfassung
Das Zonobiom V lässt sich nicht scharf abgrenzen, es ist eine Übergangszone zwischen den tropisch-subtropischen (ZB I – III) und den typisch gemäßigten Gebieten (ZB IV, VI, VII). Aber es nimmt doch insgesamt eine zu große Fläche ein, um nur als Ökoton behandelt zu werden.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 10. Zonobiom der winterkahlen Laubwälder bzw. des gemäßigten nemoralen Klimas

Zusammenfassung
Eine gemäßigte Klimazone, das Zonobiom VI, mit einer deutlichen, aber nicht zu langen kalten Jahreszeit (◘ Abb. I-1) ist nur auf der Nordhemisphäre deutlich ausgebildet. Sie fehlt der südlichen Halbkugel mit Ausnahme von bestimmten Gebirgslagen der südlichsten Anden und Neuseelands. Wir hatten fakultativ laubabwerfende Baumarten schon in den Tropen kennengelernt, deren Blätter bei gestörter Wasserbilanz während einer längeren Dürrezeit abfallen, wodurch die Wasserverluste der Bäume verringert werden.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 11. Zonobiom der Steppen und kalten Wüsten bzw. des ariden gemäßigten Klimas

Zusammenfassung
Dieses kontinentale Zonobiom VII erstreckt sich in Eurasien von der Donaumündung durch Osteuropa und Asien bis fast zum Gelben Meer. In Nordamerika nimmt es den ganzen Mittleren Westen von S-Kanada bis zum Golf von Mexiko ein. Die Aridität ist in den einzelnen Teilen verschieden stark ausgeprägt.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 12. Zonobiom der Taiga bzw. des kaltgemäßigten borealen Klimas

Zusammenfassung
Die eigentliche boreale Zone (► Abb. J-49), das Zonobiom VIII beginnt dort, wo das Klima für die Hartholz-Laubholzarten zu ungünstig wird, das heißt, wo die Sommer zu kurz und die Winter zu lang werden. Im Klimadiagramm erkennt man es daran, dass die Dauer der Zeit mit Tagesmitteln über 10 °C unter 120 Tage sinkt und die kalte Jahreszeit über sechs Monate dauert (◘ Abb. K-1). Diese Zone ist auf der Karte der Ökoklimate (► Abb. A-50) als kaltgemäßigte Region mit 3-4 thermischen Vegetationsmonaten gekennzeichnet und trotz der einheitlichen Vegetationsbedeckung nach den Humiditätsstufen in vier Kategorien unterteilt. Die Nordgrenze der borealen Zone gegen die Arktis liegt dort, wo etwa nur 30 Tage mit Tagesmitteln über 10 °C und eine kalte Jahreszeit von acht Monaten für das Klima typisch sind.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 13. Zonobiom der Tundra bzw. des arktischen Klimas

Zusammenfassung
Das Zonobiom IX umfasst zwei sehr weit voneinander getrennte Teilgebiete, die sich aufgrund der sehr unterschiedlichen Verteilung der Land- und Ozeanflächen im Norden und Süden und in den entsprechenden Breitenlagen stark voneinander unterscheiden. Jeweils von Süd nach Nord nimmt die Kontinentalität stark ab.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Kapitel 14. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen

Zusammenfassung
Die Geo-Biosphäre überzieht als dünne Hülle, als dünnstes Häutchen, die Erdoberfläche; sie umfasst die oberste durchwurzelte Bodenschicht und die bodennahe Luftschicht, soweit die Organismen in diese hineinragen, sowie alle Gewässer. In ihr vollzieht sich somit auch der gesamte biologische Stoffkreislauf.
Siegmar-W. Breckle, M. Daud Rafiqpoor

Backmatter

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